Die Weltwirtschaftskrise hat die katastrophale Situation der Verschuldung in den sogenannten “AAA” Staaten zu Tage gebracht und die Zeit die noch übrig ist um eine totale Schuldenkrise zu vermeiden verkürzt. Die tickende Zeitbombe was die Überalterung der Gesellschaft betrifft bedroht die westlichen Länder, warnt die Ratingagentur Moody’s.
„Die negative Schuldendynamik wurde erst in 15 bis 20 Jahren erwartet. Die Krise hat sie im Schnelllauf vorgezogen und damit die Zeit um sich anzupassen verkürzt,“ sagt die Agentur.
Moody’s befürchtet, die USA wird durch ihr Sicherheitsnetz bis 2013 stürzen, wenn kein Wirtschaftswachstum stattfindet, da die Zinszahlungen für die Staatsschulden 14 Prozent der Steuereinnahmen ausmacht. Das Verhältnis der Schulden zu den Einnahmen hat sich in den letzten drei Jahren auf 430 Prozent verdoppelt.
Die USA, Grossbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland riskieren einen “Zinsschock”, entweder weil sie ihre Schulden mit kurzer Laufzeit demnächst verlängern müssen oder weil die Defizite einfach zu gross werden.
Länder welche “darin versagen die Altergruppen zu verbinden, als Voraussetzung um die Schulden zu stabilisieren“ werden ihre „AAA“ Kreditwürdigkeit verlieren. Der „intergenerationen“ Konflikt zwischen Jung und Alt benötigt eine vorsichtige Handhabung. Staaten welche die Reform ihres Rentensystem verzögern, werden in einen Abwertstrudel fallen.
Moody’s sagt, die Welt hat sich seit der europäischen Schuldenkrise verändert. Keiner der grossen Staaten kann für sich in Anspruch nehmen, sie sind noch Kreditwürdig. „Die Beweislast liegt bei den Regierungen,“ fügten sie hinzu.
So muss laut neuesten Zahlen der deutsche Staat mit 81 Milliarden Euro pro Jahr das Rentensystem subventionieren. Ein gigantisches Loch zwischen Rentenbeiträgen und Rentenzahlungen ist über die Jahrzehnte entstanden und wird immer grösser.
Die teure Bankenrettung und sinkende Steuereinnahmen haben das Staatsdefizit im Krisenjahr 2009 auf Rekordhöhe getrieben. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen einschliesslich ihrer Extrahaushalte gaben 105,5 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. „Dies ist das bislang höchste Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte“, sagte eine Statistikerin.
Während die Ausgaben der öffentlichen Haushalte um 6,7 Prozent auf 1126,6 Milliarden Euro stiegen, schrumpften die Einnahmen um 2,8 Prozent auf 1021,1 Milliarden Euro. Die Schere klafft immer weiter auseinander. Die aufgelaufene Gesamtverschuldung beläuft sich mittlerweile auf fast ZWEI Billionen Euro, für die Zinsen bezahlt werden müssen. Wenn das so weitergeht, werden die Steuereinnahmen zum Grossteil nur noch für die Zinszahlung verwendet.
Die Politiker wissen da tickt eine Zeitbombe und deshalb die aktuelle Diskussion über eine Erhöhung des Rentenalters. Manche verlangen sogar eine Anhebung auf 70 Jahre. Ist ja auch klar warum, eine schrumpfende junge Generation muss die schnell wachsende Zahl an Rentenbezügern mit ihren Beiträgen finanzieren. Die Bevölkerungspyramide ist auf den Kopf gestellt.
Wenn die Politiker ehrlich wären müssten sie der Bevölkerung reinen Wein einschenken und sagen, die Party ist vorbei, erstens müssen die Rentenabzüge von Löhnen massiv erhöht werden, zweitens muss die Rente erheblich gekürzt werden und drittens muss das Rentenalter rauf. Dazu müssen noch die Mehrwertsteuer und überhaupt alle Steuern erhöht werden. Nur, wer will das verkünden und damit politischen Selbstmord begehen? Für die Darstellung der Wahrheit über die reelle Situation sind sie ja zu feige und verschieben die notwendige Massnahmen in die Zukunft.
Eine drastische Lösung lässt sich aber nicht mehr vermeiden und ignorieren. Wie oben beschrieben, läuft die Zeit davon und die Schulden der Staaten werden immer grösser, bis sie keine Kredite mehr bekommen oder eine sehr hohe Risikoprämie dafür zahlen müssen, was die Zinslast noch mehr erhöht.
Wenn man die öffentlichen Schulden der westlichen Länder im Verhältnis zum BIP anschaut, dann belaufen sich die zwischen 70 und 200 Prozent. So ist Deutschland mit 90 Prozent des BIP verschuldet, wenn man alle Verbindlichkeiten korrekt berücksichtigt, und Japan sogar mit über 200 Prozent, wo die Überalterung der Gesellschaft am krassesten ist. Deshalb führt kein Weg daran vorbei, die Staatsausgaben drastisch zu kürzen, was in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland bereits passiert.
Moody’s sagt, wenn eine Kürzung der Staatsausgaben nicht stattfindet, dann werden die Finanzierungskosten der Schulden immer schwieriger, bis die Staaten gar kein Geld mehr bekommen. Wenn mann den Kopf in den Sand steckt und die Schuldenproblematik ignoriert, in der Hoffnung es wird an einem vorüber gehen, dann werden später nur noch schlimmere Massnahmen notwendig sein, bis zu einem Staatsbankrott.
Die aktuelle Krise unterscheidet sich sehr von der Situation nach dem II. Weltkrieg. Damals waren die Volkswirtschaften in einer Wachstumsphase und konnten so mit der steigenden Zinslast fertig werden. Heute ist das Problem ganz anders. Die Überalterung der Gesellschaft, die damit verbundenen steigenden Sozialkosten für Renten, Krankenkassen, Altenpflege und noch die Sozialhilfe und Arbeitslosenunterstützung, bei gleichzeitig sinkenden Steuereinnahmen durch den Rückgang der Wirtschaft, bedeuten eine grosse Bedrohung für die weitere Stabilität der Staaten.
Es ist eine Schuldenwirtschaft aufgelaufen die jetzt schon nicht mehr bewältigt werden kann. Was ist erst in der nahen Zukunft, wenn die Forderungen an den Staat ins immense wachsen, weil die sogenannten "Baby-Boomer" ins Rentenalter kommen?
Jahrzehntelang haben die Politiker Wahlgeschenke verteilt und noch mehr Leistungen des Staates versprochen, ohne daran zu denken, wie das bezahlt werden soll. Mit Schulden haben sie diese finanziert, aber irgendwann ist Schluss und dieser Zeitpunkt ist gekommen.
Was wird auf uns zu kommen und welche Vorsorge können wir treffen? Es muss uns bewusst sein, es wird ein massiver Leistungsabbau von Seiten des Staates kommen, der jetzt schon sichtbar stattfindet. Vaterstaat wird nicht mehr als Versorger und Wohltäter alles bewerkstelligen können. Die staatlichen Aufgaben werden massiv gekürzt, dafür die Steuer- und Abgabenlast erheblich steigen. Wenn man realistisch ist, muss man damit rechnen, keine Rente zu bekommen, oder so wenig, man wird nicht mehr davon existieren können.
Alles was man an privater Vorsorge getroffen hat, wie die Einzahlungen in Pensionskassen, in Lebensversicherung und Aktienfonds ect. kann sich in Luft auflösen. In was haben diese Institutionen die Gelder der Sparer investiert? Hauptsächlich in „sichere“ Staatspapiere. Wenn aber der Staat seine Schulden nicht mehr bedienen kann, oder sogar radikal eine Schuldenstreichung vornimmt, dann sind die Guthaben die man geglaubt zu haben futsch, verschwinden einfach.
Deshalb ist es ratsam selber Vorsorge zu treffen. Nur was man in der Hand hat ist sicher und man muss Eigenverantwortung übernehmen. Wer meint, der Staat bzw. die Politiker werden schon für uns denken und schauen, damit es einem im Alter gut geht, wird ein böses Erwachen erleben. Durch die Wirtschaftskrise, den Aktionen zur Rettung der Banken, des Euros und sogar ganzer EU-Mitgliedsländer, tauchen die Probleme die man weit in der Zukunft wähnte jetzt schon auf und der Westen ist mit seiner überalterten Gesellschaftsstruktur mit geringem Nachwuchs am meisten betroffen.
Donnerstag, 19. August 2010
Die Zeit läuft dem Westen davon
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
03:05
33
Kommentare
Labels: EU, Finanzen, Gesellschaft, USA
Dienstag, 29. Juni 2010
Der Euro fällt und die Märkte stürzen ab
Man kann zuschauen wie der Euro gegenüber dem Schweizer Franken wie im Sturzflug fällt. Gestern hab ich noch über einen Tiefkurs von 1,3351 berichtet. Heute ist er weiter auf 1,3174 gefallen, ein Verlust von 1,4 Prozent! Auch gegenüber dem Dollar hat der Euro an Wert verloren, um fast 0,8 Prozent. Der Kurs liegt bei 1,2188. Es findet eine dramatische Flucht aus dem Euro statt.
Auch die Börsen brachen weltweit ein und sind tief im Minus. Der DAX hat sagenhafte 3,3 Prozent verloren und notiert unter 6'000 Punkte. Auch die anderen europäischen Märkte gabe um über 3 Prozent nach. Der Dow liegt weit unter 10'000 Punkten und verlor 2,5 Prozent und der Nasdaq sogar 3,2 Prozent.
Das ist ein Crash den man nicht mehr schönreden kann.
Der Hauptgrund für diesen Absturz, die Konsumentenstimmung brach in den USA von 62,7 auf auf 52,9 im Mai ein, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Der Hauptmotor für die Wirtschaft in den USA ist aber der Konsum. Die steigende Sorge um den Arbeitsplatz drückt die Stimmung und die Menschen geben weniger Geld aus. Ausserdem haben viele sowieso kein Geld mehr übrig oder können nicht mehr auf Pump leben. Die Party ist schon lange vorbei.
Der Abverkauf kann aber auch mit dem Rückzahlungstermin zusammenhängen. Am Donnerstag läuft ein riesiges Refinanzierungsprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Die Banken müssen auf einen Schlag 442 Milliarden Euro zurückzahlen. Werden deshalb so viele Papiere verkauft um Liquidität zu haben?
Die EZB hat den notleidenden Banken dieses Geld vor einem Jahr geliehen, jetzt müssen sie es zurückzahlen. Ob sie das überhaupt können? Die meisten Banken brauchen diesen Notktredit, da sie sich am Geldmarkt gar nicht oder nur zu sehr teuren Sätzen refinanzieren können. Kommt jetzt die nächste Bankenpleite und muss wieder "gerettet" werden?
Wie die ganzen Medien laufend behaupten können, es geht aufwärts und die Krise ist überstanden, ist schon eine Unverschämtheit. Werden die für diese Propaganda eigentlich bezahlt? Diese Volksverdummung erinnert mich an die kommunistischen Medien, welche auch nur von Planerfüllung und Rekordproduktionen berichtet haben, was in der Realität gar nicht stattfand. Alles nur eine Luftnummer und Schönfärberei, bis das Kartenhaus zusammenbrach.
Zurück zum Euro. Statt dass die überschuldeten Südländer in eigene Währungen gehen und abwerten, geht die ganze Eurozone baden. Das ist europäische Solidarität, auf tiefstes Niveau runter. Hatte die Deutsche Bundesbank nicht mal die Hauptpflicht, für die Währungsstabilität zu sorgen? Ist doch schön mit der Gemeinschaftswährung in einem Boot zu sitzen und zusammen unter zu gehen.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
08:59
26
Kommentare
Labels: Finanzen
Montag, 28. Juni 2010
Wieder ein schlechter Tag für den Euro
Während sich die Medien über die Schiedsrichterleistung bei der WM die Köpfe heiss reden und die deutschen Fans im Siegestaumel sind, stürzte der Euro heute leise aber stätig weiter ab.
Es ist ja auch viel wichtiger sich über das nicht gegeben Tor von Schiri Jorge Larrionda und das nicht gepfiffenen Abseits von Roberto Rosetti aufzuregen oder mit Jubel, Trubel, Heiserkeit den Sieg über die Tommys zu feiern. Es spielt ja keine Rolle was mit der eigenen Währung passiert, die Bach ab geht.
Der Euro durchbrach gleich zwei Marken nach unten heute und wird wie nie abverkauft. Es begann am Morgen, in dem der Euro erstmals auf unter 1,35 Franken fiel. Aber es ging weiter und am Nachmittag knallte er durch 1,34 Franken. Der Kurs liegt im Moment bei 1,3351, ein Verlust von über 1 Prozent an einem Tag.
Der Goldpreis erreichte ebenfalls eine Rekordhöhe und stand vorübergehend bei 1'265 Dollar die Unze, bevor er wieder mit massiven Interventionen runtergedrückt wurde.
In meinem letzten Artikel über den Euro schrieb ich am 22. Juni, also nur vor einer Woche:
"Einen Tag vor der Presskonferenz kostete ein Euro noch 1.4040 Franken. Danach stürzte er auf 1,3726 ab. Seit dem geht der Kursverfall weiter und der Kurs liegt heute bei 1,3649. Das heisst, innerhalb einer Woche hat der Euro fast 2 Prozent an Wert gegenüber dem Franken verloren, in einem Monat 5,37 Prozent und in den letzten 12 Monaten fast 10 Prozent."
Wie gesagt, heute lieg der Kurs bei 1,3351, ein Verlust von 5 Prozent seit dem ich den letzten Kursverfall kommentiert habe. Das heisst, der Wert des schwer verdienten Geldes der Menschen in der Eurozone schmilzt rapide dahin.
Die EU-Bürger, bzw. die welche den Euro als Währung haben, werden richtig verarscht und betrogen, aber alle schauen nur zu und zucken mit den Achseln, wenn sie überhaupt vor lauter Desinteresse realisieren was mit ihrem Geld passiert.
An den steigenden Preisen werden sie es demnächst merken und dann jammern.
Nicht nur der Normalbürger wird unter dem Wertverlust leiden, auch die Zentralbanken, welche den Euro mit Aufkäufen stützen, fahren riesige Verluste ein. So hat die Schweizer Nationalbank nach meiner Berechnung bisher mindestens 7 Milliarden Franken an Minus auf ihren Euro-Beständen. Wenn der Franken weiter steigt, bleibt der SNB nur noch der Minuszins als Gegenmassnahme übrig.
Aber die guten Nachrichten gehen weiter. Griechenland ist definitiv verloren und ich meine nicht im Fussball. Trotz der Rettungsaktion von 110 Milliarden Euro der EU und des Internationalen Währungsfonds IWF für Griechenland, gibt es keinerlei positive Wirkung. Die Kapitalmärkte sehen das Land als Bankrottkandidat.
Am Höhepunkt der Krise im Mai, als Griechenland in aller Munde war, lag die Ausfallprämie auf die griechischen Staatsschulden bei 9,4 Prozent. Statt zu sinken, stiegen die Prämien auf sagenhafte 11 Prozent, was bedeutet, es wird mit einem Staatspleite gerechnet.
Und was haben die verantwortlichen Staatsführer am Gipfel G8 und G20 am Wochenende gemacht? Gar nichts. Doch, Merkel und Cameron haben zusammen das Spiel im Fernsehen geguckt. Das heisst, ausser Spesen nichts gewesen, aber dafür sind sie happig. Das Sicherheitsaufgebot für das Treffen der Marionetten kostet den kanadischen Steuerzahler eine Milliarde kanadische Dollar oder 800 Millionen Euro. Völlig verrückt!
Als Beschluss kam das raus, was wir sowieso schon wissen, eine Halbierung der Staatsdefizite bis 2013. Sparen koste es was es wolle. Die "Sanierung" der Staatsverschuldung läuft auf dem Buckel der Ärmsten ab, ist doch klar. Die Mehrwertsteuer wird in der Eurozone generell erhöht, in Rumänien sogar auf 24 Prozent!
Deshalb ist es mit völlig unverständlich, warum man nicht wenigstens persönlich Massnahmen ergreift, wenn die Politiker schon nichts tun, um den Geldwert zu erhalten und dafür immer mehr in die Taschen der Bürger greifen. Wie kann man überhaupt nur sein Erspartes in Euro angelegt haben?
Aber es ist den Leuten scheinbar völlig egal, obwohl Sachen auf sie zukommen, die richtig weh tun werden. Wie ein geringeres Einkommen, zusammen mit höheren Steuern und noch Kaufkraftverlust mit dem Niedergang des Euros.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
09:25
43
Kommentare
Dienstag, 22. Juni 2010
Stützt die SNB den Euro nicht mehr?
Am vergangenen Mittwoch den 17. Juni veranstaltete das Präsidium der Schweizer Nationalbank (SNB) eine Pressekonferenz in Genf. Die Präsidiumsmitglieder Thomas Jordan, Philipp Hildebrand und Jean-Pierre Danthine verkündeten der erstaunten Presse, sie sehen weniger Risiken für die Schweizer Wirtschaft und angesichts der jüngsten "erfreulichen Entwicklungen ist in der Schweiz das Deflationsrisiko weitgehend verschwunden".
Die Devisenmärkte haben das als Signal aufgenommen, die SNB stützt den Euro nicht mehr und sie machen nichts gegen eine Aufwertung des Franken. Darauf hin stürzte der Euro massiv ab und der Kursverfall hält seit dem kontinuierlich an.
Die SNB verzichtete in ihrer Mitteilung auf ein explizites Bekenntnis, eine Aufwertung verhindern zu wollen. Man kann daraus nur schliessen, der Euro wird fallen gelassen und nicht mehr gestützt. Bisher haben Stützungskäufe von über 130 Milliarden Franken das Absacken des Euro gegenüber den Franken verhindert. Das scheint vorbei zu sein.
Einen Tag vor der Presskonferenz kostete ein Euro noch 1.4040 Franken. Danach stürzte er auf 1,3726 ab. Seit dem geht der Kursverfall weiter und der Kurs liegt heute bei 1,3649. Das heisst, innerhalb einer Woche hat der Euro fast 2 Prozent an Wert gegenüber dem Franken verloren, in einem Monat 5,37 Prozent und in den letzten 12 Monaten fast 10 Prozent.
Das Vertrauen in den Euro nimmt weiter ab und es findet eine Flucht in scheinbar stabiläre Währungen oder Sachanlagen statt. So hat der Goldpreis in den vergangenen Tagen kurzeitig die Rekordmarke von 1'260 Dollar die Unze überschritten, liegt jetzt bei 1'235 oder in Euro bei 1'004 die Unze.
Beim Kurs gegenüber dem Dollar ist es ähnlich. Ende November 09 kostete der Euro noch über 1,50 Dollar. Heute liegt der Kurs bei 1,2297, ein massiver Wertverlust in wenigen Monaten.
Für mich sieht es aus, wie wenn die Finanzoligarchen den Euro auf Parität mit dem Dollar runter prügeln wollen. Wenn der Kurs 1 zu 1 ist, dann ist die Vorraussetzung für eine einheitliche Weltwährung gegeben.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
01:30
15
Kommentare
Labels: EU, Finanzen, Neue Weltordnung
Dienstag, 15. Juni 2010
Barroso – EU-Länder könnten sich in Diktaturen verwandeln
Der Präsident der EU-Kommission warnt, die Demokratien in Griechenland, Spanien und Portugal könnten zusammenbrechen und sich in Diktaturen verwandeln, wenn sie die Schuldenkrise nicht in den Griff bekommen.
Manuel Barroso informierte Gewerkschaftsführer vergangene Woche und beschrieb das am schlimmste anzunehmende Szenario für die durch die Schuldenkrise betroffenen Länder. Der Zusammenbruch der staatlichen Aufgaben aus Geldmangel, Verlust des Einkommens und allgemeine Notlage, könnte zu massiven Aufständen führen, welche eine Übernahme der Kontrolle durch das Militär notwendig macht.
Der Chef des Europäischen Gewerkschaftsbunds John Monks sagte laut MailOnline, er war „schockiert” über die drastische Warnung von Barroso. „Ich hatte eine Diskussion mit Barroso letzten Freitag, was man für Griechenland, Spanien, Portugal und dem Rest tun könnte und seine Botschaft war unverblümt: 'Schauen Sie, wenn sie nicht diese Sparmassnahmen durchziehen, dann werden die Länder praktisch verschwinden, so wie wir sie als Demokratien kennen. Sie haben keine Wahl, das war’s.'““
„Er ist sehr, sehr besorgt,” beschrieb Monks die Stimmung von Barroso. „Er schockierte uns mit einer apokalyptischen Aussicht, von Demokratien in Europa, die wegen der Verschuldung zusammenbrechen.“
Es zeigt die Sorge auf höchster Ebene in Brüssel, dass die Wirtschafts- und Schuldenkrise nicht nur zum Zusammenbruch des Euro führen kann, sondern der ganzen EU selber.
Griechenland, Spanien und Portugal, welche vor grossen Problemen der Finanzierung der staatlichen Aufgaben stehen, waren bis in die 70ger Jahren Militärdiktaturen und sie könnten zu dem zurückkehren, wenn die Gesellschaftsordnung zusammenbricht.
So lange ist das gar nicht her und die Generäle könnten sich gezwungen sehen, die einzigen zu sein welche in der Lage sind, die Ordnung wieder herzustellen, wenn die "demokratisch gewählten" Politiker in ihrer Aufgabe völlig versagen und die Bevölkerung nach einer starken Hand ruft.
General Franco war der Diktator Spaniens bis 1975, Georgios Papadopoulos führte eine Militärjunta in Griechenland bis 1973 und Antonio de Oliveira Salazar regierte in Portugal als Dauerpräsident bis 1968.
Es gibt sicher oberste Militärführer, welche die unfähigen Politiker, die ihr jeweiliges Land in den Ruin treiben, nicht mehr länger gewähren lassen wollen und bereit sind im Notfall und im Interesse des Landes die Macht zu übernehmen. Wenn die Panzer aus den Kasernen fahren, wer will sich denen im Weg stellen? Jede Armee hat fertige Pläne für einen Staatsstreich.
Alle drei Länder haben tief greifende Sparmassnahmen angekündigt, was bereits zu Generalstreiks und blutigen Unruhen in Griechenland und Protestmärschen in Spanien geführt hat. Das gleiche auch Italien, Ungarn und Rumänien, wo die Einkommen der Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienst um bis zu 25 Prozent gekürzt wurden.
Massive Kürzungen der Staatsausgaben, bei gleichzeitigem starken Anstieg der Steuern, mit dem damit verbundenen Rückgang des Einkommens und Kampf ums Überleben, könnte zu blutigen Aufständen führen. Wenn Hunderttausende anfangen zu plüdern, dann ist die Polizei machtlos und nur das Militär kann Ordnung schaffen.
Monks warnte, die neuen Sparmassnahmen könnten den Kontinent zurück in die 30-ger Jahre bringen. Er sagte: „Das ist extrem gefährlich. Das ist wie 1931, mit der grossen Depression und wir hatten am Schluss eine Militärdiktatur.“
“Ich sage nicht, wir sind bereits dort, aber es ist potenziell sehr ernst, nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch.“
Monks sagte, die Gewerkschaften in ganz Europa planen einen koordinierten „Tag der Aktion“ gegen die Kürzungen für den 29. September, mit Generalstreiks und Grossdemonstrationen.
Monk antwortet in einem anderem Interview mit der Überchrift "Beängstigende Parallelen zu den 30er Jahren" in ZeitOnline auf die Frage: "Stehen alle hinter Ihrem Streikaufruf, auch die deutschen Gewerkschaften?"
"Die deutschen Gewerkschaften sind in einer sehr schwierigen Position. Deutschland profitiert ja ganz besonders vom Euro, die Arbeitslosigkeit ist niedriger als anderswo. Dennoch gehe ich davon aus, dass alle mitmachen. Sogar die dänischen Gewerkschaften, die sonst sehr pragmatisch sind, planen jetzt Demonstrationen gegen die Regierung.
In der Gewerkschaftsbewegung hat sich grosser Ärger über die Krise und ihre Verursacher an der Wall Street und in der Londoner City angestaut. Die Grundstimmung ist, dass es keinen Hoffnungsschimmer gibt. Wir sollen alle den Gürtel enger schnallen, während die wahren Verursacher ungeschoren bleiben."
Bis September muss aber Spanien erstmal gerettet werden, denn das Land ist das nächste grosse Sorgenkind Brüssels, benötigt dringend Hilfe und die EU-Chefs sind in aller Eile gerade dabei ein Nothilfepaket zusammenzustellen, welches in die hunderte Milliarden geht.
Ein Staatsbankrott Spaniens stellt eine viel grössere Gefahr für Europa dar als Griechenland. Der Anteil der Griechen am BIP Europas ist nur 2,5 Prozent, das von Spanien aber 12 Prozent.
Ende vergangenen Monat haben die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit Spaniens zurückgestuft. Die Investoren haben kein Vertrauen mehr in die Zahlungsfähigkeit des Landes und die Negativspirale geht jetzt dort genau so los.
Die Kreditschulden gegenüber dem Ausland belaufen sich auf 1,5 Billionen Euro, 147 Prozent des BIP. Das meiste ist kurzfristig fällig, 600 Milliarden alleine in diesem Jahr.
Der Kreditmarkt ist zusammengebrochen, keine Bank traut der anderen und sie geben sich gegenseitig kein Geld mehr. Niemand weiss wie viele faulen Kredite in den Büchern der spanischen Banken stehen, der Abschreibungsbedarf muss gigantisch sein. Wahrscheinlich sind die meisten Banken völlig pleite. Hier wird nur noch eine Fassade aufrechterhalten.
Und Italien ist der nächste Kanidat. Im April kletterte die Verschuldung Italiens auf 1,8 Billionen Euro, wie die Notenbank in einem neu veröffentlichten Dossier mitteilte. Dies bedeutet, dass auf jedem der 60 Millionen Italiener eine Schuld von fast 30'000 Euro lastet.
Zur Eindämmung der Rekordverschuldung hat die italienische Regierung vor drei Wochen einen Sparplan in Höhe von 24 Milliarden Euro verabschiedet. Gegen den Plan, der unter anderem die Löhne im öffentlichen Dienst drei Jahre einfriert, ist am 25. Juni ein Generalstreik geplant.
Wenn das kleine Griechenland den Euro und die EU bereits in eine Notlage brachte, was ist erst wenn das grosse Spanien und auch noch Italien in den Schulden ertrinken und gerettet werden müssen? Und dann kommen Portugal, Irland und Grossbritannien noch dazu, von den osteuropäischen Ländern gar nicht zu reden ... das Gewicht der Schulden wird so gross, das kann niemand mehr stemmen.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
01:00
31
Kommentare
Labels: EU, Finanzen, Griechenland, Notstand, Spanien, Wirtschaft
Donnerstag, 27. Mai 2010
Der Bevölkerung wird’s genommen und den Bankstern gegeben
Ein Land nach dem anderen in der Eurozone führt auf Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) massive Sparmassnahmen ein. Diese Organisation zu einer Weltdiktatur hat die Kontrolle übernommen und bestimmt die Finanzpolitik der Länder. Was in Griechenland bereits an Kürzungen bei den Löhnen, Renten und Sozialleistungen beschlossen wurde, bei gleichzeitiger Erhöhung der Steuern, ist überall das „Rezept“ gegen die Schuldenkrise.
Hier einige Details der sogenannten Sparmassnahmen auf Kosten der Bevölkerung:
Italien – Die Regierung Berlusconi hat Kürzungen der Staatsausgaben in Höhe von 24 Milliarden Euro beschlossen, in dem das Pensionsalter erhöht wird, die Gehälter der Staatsbediensteten eingefroren werden und die höheren Kader Gehaltskürzungen akzeptieren müssen. Die regionalen Regierungen müssen 13 Milliarden dazu beitragen, in dem die Ausgaben für Schulen und Spitäler gekürzt werden. Die Benutzung verkehrsreicher Strassen, wie die Ringstrasse in Rom, werden in Zukunft zahlungspflichtig.
Portugal – Regierungschef Jose Socrates und Oppositionsführer Pedro Passos Coelho haben sich darauf geeinigt, die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst um 5 Prozent zu kürzen. Die Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer und Unternehmenssteuer soll um bis zu 2,5 Prozent erhöht werden.
Frankreich – Präsident Sakozy sagte, die Staatsausgaben werden in allen Bereichen eingefroren und eine generelle Kürzung von 10 Prozent wird zwischen 2011 bis 2013 durchgeführt. Das Rentenalter soll auch erhöht werden.
Griechenland – Dort wurden bereits einschneidende Kürzungen beschlossen, das Rentenalter erhöht und ein Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst verhängt. Die Mehrwertsteuer wird auf 23 Prozent angehoben, sowie die Steuer auf Benzin, Zigaretten und Alkohol um weitere 10 Prozent erhöht. Die Pensionen werden bis 2012 eingefroren.
Irland - Neue Sparmassnahmen sollen insgesamt 7 Milliarden bringen, in dem Kürzungen bei den Löhnen im öffentlichen Dienst vorgenommen werden.
Grossbritannien - Der neue Premierminister David Cameron hat Sparmassnahmen in Höhe von 7,3 Milliarden Euro für das laufende Jahr verkündet. So soll es einen Einstellungsstopp im öffentlichen Bereich geben und generelle Kürzungen für alle Ministerien. Es gibt auch Vermutungen, die Mehrwertsteuer soll auf 20 Prozent steigen.
Spanien – Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero hat neue Sparmassnahmen verkündet, die insgesamt 15 Milliarden Euro bringen sollen. Die Gehälter der Beamten werden um 5 Prozent gekürzt und die Investitionen sollen um 6 Milliarden Euro reduziert werden.
Deutschland – Finanzminister Schäuble hat bereits angekündigt, eine neues Sparpaket soll bis Juli vorgestellt werden, dass 10 Milliarden Euro weniger Staatsausgaben bewirken soll.
Und in den osteuropäischen und baltischen Ländern läuft das gleiche, die Staaten kürzen massiv die Ausgaben und erhöhen die Abgaben. Soziale Unruhen und Proteste haben bereits deswegen stattgefunden, weitere werden folgen.
Wegen bevorstehender Demonstrationen, hat die serbische Regierung am Montag den IWF gefragt, ob sie die Löhne der Staatsangestellten und die Renten erhöhen dürfen, die seit dem Rettungspaket eingefroren sind. Vor zwei Jahren hat der IWF mit 2,9 Milliarden Euro geholfen und das war Teil der Vereinbarung. Jetzt muss Serbien darum bitten, eine Erhöhung zu genehmigen, sonst gibt es Proteste in der Bevölkerung.
Die Frage lautet deshalb, werden die EU-Bürger sich diese Massnahmen, die gegen sie gerichtet sind, gefallen lassen? Realisieren sie überhaupt, was das Sparen des Staates für sie konkret bedeuten wird und dass sie die Rechnung für die Schuldenkrise durch staatlichen Leistungsabbau, Erhöhung der Steuern und damit weniger Geld im Portemonnaie, mit finanziellen Einschränkungen bezahlen werden?
Die Italienische Gewerkschaft CGIL, mit 5 Millionen Mitglieder sagte, die Massnahmen zur Einfrierung der Gehälter für die Staatsangestellten und scharfe Einschnitte in den Ausgaben, würde die ärmsten Arbeiter am härtesten treffen und die Reichen verschonen.
"Die Angestellten des öffentlichen Dienst sind bereit Opfer zu bringen, aber sie akzeptieren nicht, wenn sie die einzigen sind," sagte der Generalsekretär der CGIL, Guglielmo Epifani, bei einer Pressekonferenz, wo er einen Generalstreik für nächsten Monat ankündigte.
Spaniens grösste Gewerkschaft, Comisiones Obreras (CCOO), will zu einem Generalstreik gegen die geplanten Sparmassnahmen aufrufen. Der Chef der CCOO, Ignacio Fernandez Toxo, sagte, es wird "wahrscheinlich" einen Generalstreik gegen die rechte Wirtschaftspolitik der sozialistischen Regierun geben. Die zweitgrösste Gewerkschaft Spaniens, die UGT, hat bereist für den 8. Juni einen Streik aller Staatsangestellten ausgerufen.
Das meistgenutzte Wort der Politiker ab jetzt wird sein, "Austerität" oder Sparhaushalt und Sparpaket, was "den Gürtel enger schallen" und Entbehrung bedeutet. Natürlich nicht für sie selber, sondern für die Bevölkerung.
Aber das ist nur der Anfang. Um aus der Schuldenkrise zu kommen, werden die Sozialausgaben noch viel mehr gekürzt und die Steuern noch massiver erhöht werden müssen. Überall wo der Staat es durchsetzen kann, werden die Leistungen entweder eingeschränkt oder kostenpflichtig, wie die Benutzung der Strassen durch Einführung einer Maut und überhaupt die Privatisierung der staatlichen Aufgaben und Verschleudern des Volksvermögen.
Dann wird mit der Ausrede der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, der Bargeldverkehr schrittweise eingeschränkt. In Griechenland sind Zahlungen über 1'500 Euro in Bar bereits verboten. In Italien ist die Bargeldzahlung auf 5'000 Euro limitiert worden. Ähnliche Beschränkungen wird es überall geben, einschliesslich des Geldtransfer ins Ausland. Wer sich dagegen wehrt, wird als Steuerhinterzieher und als Verursacher des Staatsbankrott denunziert.
Mit der Krise können Kontrollmassnahmen durchgesetzt werden, die schon lange in der Schublade liegen und jetzt rausgeholt werden können, mit dem Ziel, Geld gibt es nur noch auf einem Chip, alle Finanztransaktionen werden überwacht und der gläserne Bürger wird Realität. Am Schluss kann man jeden der aus der Reihe tanzt den Chip abschalten und damit zur Unperson deklarieren.
Das heisst konkret, die Freiheiten werden weiter beschnitten, die Kontrolle nimmt zu, der Sozialstaat wird konsequent demontiert und die, welche bereits am wenigsten haben, werden am meisten leiden und bezahlen. Ihnen wird das Geld genommen und den Finanzverbrechern gegeben. Nur die Bankster profitieren davon. Der Transfer des Vermögens von unten nach oben wird durchgeführt, was ja die eigentliche Absicht für die geplante Finanzkrise von vorneherein war.
Die kriminelle Bande der globalen Finanzelite nehmen uns das Geld weg, sind Diebe und Räuber, stehlen uns unserer Zukunft.
Verwandte Artikel: Griechenland wird in eine bargeldlose Gesellschaft umgewandelt, Rumänien ist das nächste Opfer des IWF
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
02:36
0
Kommentare
Montag, 24. Mai 2010
Schäffler sagt Nein zum Euro-Stabilisierungsgesetz
Der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler (FDP) hat schriflicht seine Meinung zum Euro-Stabilisierungsgesetz und dem Zustand der Demokratie in Europa ausgedrückt. Hier seine Erklärung:
Schriftliche Erklärung: Euro-Stabilisierungsgesetz
Wir entscheiden gleich über das sogenannte Euro-Stabilisierungsgesetz. Dieses Gesetz ist einmalig in der deutschen Geschichte. Diese Einmaligkeit veranlasst mich, von meinem parlamentarischen Recht Gebrauch zu machen, mein Abstimmungsverhalten vor dem Deutschen Bundestag zu begründen.
Ich werde dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht zustimmen. Denn dieses Gesetz ist kein Rettungspaket für den Euro und Europa.
Das vereinte Europa ist von seinen Gründungsvätern Konrad Adenauer, Robert Schumann, Jean Monnet, Alcide De Gasperi und anderen als ein Hort der Freiheit gegen alle Formen von Diktatur, Unfreiheit und Planwirtschaft erträumt worden. Das heutige Europa ist auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus.
Die Gründungsväter Europas wollten ein Europa des Rechts und der Rechtsstaatlichkeit. Die heutigen Regierungen des Euro-Raums, die EU-Kommission und die EZB verabreden sich hingegen zum kollektiven Rechtsbruch, obwohl die EU-Kommission als Hüterin der Verträge und die nationalen Regierungen zum Schutz des Rechts verpflichtet sind.
Es gibt Alternativen zum derzeitigen planwirtschaftlichen und rechtswidrigen Handeln der europäischen Regierungen und der EU-Kommission.
Planwirtschaft und Rechtsbruch sind nicht alternativlos. Wir müssen uns jedoch trauen, die Alternativen zu bedenken, zu wählen und anschließend mutig umzusetzen. Vor allem müssen wir anfangen, die heute wieder vielfach geschürte Angst vor der Freiheit zu bekämpfen. Dieser Kampf beginnt mit einem freien Denken: Wir müssen uns trauen, die Ursachen unserer Finanz- und Überschuldungskrise zu benennen.
Die Hauptursache unserer Finanz- und Überschuldungskrise von Staaten und Banken liegt in der Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts und der Möglichkeit, staatliches ungedecktes Zwangspapiergeld unbegrenzt vermehren zu können. Ohne diese Alchemie des Geldes hätte kein weltweites Schneeballsystem aus ungedeckten zukünftigen Zahlungsverpflichtungen entstehen können.
Dieses Schneeballsystem ist nur möglich, weil der Staat aus Gründen der leichteren Finanzierung von Staatsausgaben den Banken Privilegien verliehen hat, die gegen die Grundprinzipien jeder marktwirtschaftlichen Ordnung verstoßen. Zum einen handelt es sich um das Teilreserveprivileg, mit dem die Geschäftspraktik der Geld- und Kreditschöpfung legalisiert worden ist.
Zum anderen wurde durch die Gründung von Zentralbanken der Zusammenhang von Haftung und Entscheidung für den Bankensektor außer Kraft gesetzt. Zentralbanken wird die Hauptaufgabe zugewiesen, als Kreditgeber letzter Hand die Insolvenz von Banken zu verhindern. Eine Marktwirtschaft ohne Insolvenzrichter ist jedoch keine Marktwirtschaft. Zudem zerstören Zentralbanken durch ihre Zinspolitik das Preissystem von Gesellschaften. Deshalb wird diese Art der Marktwirtschaft ständig von Krisen (boom and bust) heimgesucht. Die marktwirtschaftlichen Selbstreinigungs- und Lenkungskräfte sind durch staatlichen Zwang im höchst wichtigen Finanzbereich weitgehend außer Kraft gesetzt.
Die Vorschläge für neue Finanzmarktsteuern sind deshalb ein Ablenkungsmanöver, das vom eigentlichen Problem unserer Geldordnung ablenken soll.
Darüber hinaus führt dieses Geldsystem fast zwangsläufig zur Überschuldung von Staaten und Banken, die sich in diesem Prozess gegenseitig decken, stützen und erpressen. Die Erpressung lautet: Werden die Zahlungen für uns eingestellt, fällt das gesamte Finanzsystem zusammen.
Ich stimme dem vorliegenden Gesetz nicht zu.
Dieses Gesetz verstößt gegen europäisches Recht. Die Institutionen, die zum Schutz des Rechts verpflichtet sind, erfüllen ihre Aufgabe nicht.
Zweitens wird durch diesen Rechtsbruch nicht der Euro gerettet, sondern zerstört.
Und drittens wird die Überschuldungskrise von Staaten und Banken durch dieses sogenannte Rettungspaket nicht entschärft, sondern verschärft.
Durch diese Maßnahmen lösen wir unsere derzeitigen Probleme nicht. Was wir zur Lösung unser derzeitigen Probleme in Europa brauchen, ist eine neue Geldordnung, eine marktwirtschaftliche Geldordnung und nicht Planwirtschaft.
Deshalb sage ich: Nein!
Kommentar: Endlich mal ein Abgeordneter der Rückgrat zeigt und die Wahrheit ausspricht. Hier gehts zu seiner Webseite ...
Leider wurde das Gesetz verabschiedet, auf dessen Grundlage Deutschland notfalls Bürgschaften in Höhe von bis zu 148 Milliarden Euro für Kredite an Euro-Mitgliedstaaten übernehmen kann, die von einer Zahlungsunfähigkeit bedroht sind. 20 Milliarden wurden ja vorher schon genehmigt, macht insgesamt fast 170 Milliarden Euro. Die haben sie echt nicht mehr alle. Das sind fast 75 Prozent der Steuereinnahmen des Bundeshaushalt 2010.
Mit Ja stimmten 319 (54,34%), mit Nein 73 (12,44%) und enthalten haben sich 195 (33,22%) der Abgeordneten. Geschlossen mit Nein stimmte nur Die Linke mit 66 Abgeordnete. Dazu noch 4 von der CDU/CSU, 1 SPD und 2 FDP. Kein einziger von den Grünen stimmte dagegen, sie enthielten sich nur.
Dieses Gesetz stabilisiert gar nichts, ausser die Bilanzen der Banken, denn dort geht das Geld hin. Die Staatsschulden werden erhöht statt veringert. Keine Verbesserung des Vertrauens in den Euro oder in die Länder der Eurozone wurde damit erreicht. Der Kurs des Euro sinkt und die Börsen in Asien sind im Minus. Der Nikkei ist während der Nacht um 2,73 Prozent gefallen.
Schäuble hat angekündigt, bis Juli wird ein neuer Haushalt vorgestellt, der Sparmassnahmen von 10 Milliarden Euro bringen soll. Das ist doch lächerlich wenig, wenn die Neuverschuldung 86 Milliarden für 2010 beträgt. Der Bund gibt alleine für die Bedienung der Schulden 40 Milliarden in diesem Jahr aus.
Auf eine Person umgerechnet sieht der Haushalt der Bundesregierung für 2010 so aus:
Man hat für 1 Million Euro Forderungen die irgendwann auf einem zu kommen, davon sind fast 200'000 kurzfristige Schulden, bei einem Nettogehalt von 23'900 Euro pro Jahr, aber ausgeben tut man 32'500. Man lebt über seine Verhältnisse und gibt 8'600 Euro mehr aus als man verdient. Und jetzt beschliesst man 1'000 Euro zu sparen. Was soll das bringen? Die Schulden steigen trotzdem um 7'600 Euro pro Jahr. Dann kommen noch mindestens 17'000 Euro weitere Schulden dazu, um die Verwandtschaft die pleite ist mit einem "Rettungspaket" zu helfen. 4'000 Euro gibt man alleine für die Zinsen der Schulden aus. Wie soll man so aus diesem Loch jemals rauskommen?
Auch wenn das keiner hören will, der Bundesregierung wird nichts anderes übrig bleiben, als die Steuern massiv zu erhöhen (Mehrwertsteuer auf 23 Prozent) und die gigantischen Ausgaben von 147 Milliarden für Arbeit und Soziales (fast die Hälfte des Budgets) drastisch zu kürzen. Das wird schmerzhaft, speziell für die, die sowieso nichts haben. Oder sie stecken den Kopf in den Sand, basteln etwas rum, weil sie niemanden weh tun wollen, und warten den Staatsbankrott ab.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
15:05
0
Kommentare
Labels: Deutschland, EU, Finanzen
Interview mit einem Finanzexperten
SATIRE
Ich hatte die Gelegenheit mit einem Finanzexperten ein Interview zu führen, der als Berater für die deutsche Regierung tätig ist. Ich wollte seine Meinung über die Krise in der Eurozone hören.
Freeman: Sie wollen hier aus verständlichen Gründen anonym bleiben und nur mit ihrem Vornamen Ben genannt werden. Kommen wir gleich zu Sache. Wie sieht die augenblickliche Lage für die Eurozone aus?
Experte: Ernst ...
Freeman: Sie meinen die Lage ist ernst ...
Experte: Nein, ich heisse Ernst, die Lage ist wegen der Schuldenkrise katastrophal.
Freeman: Ach so, wie komme ich auf Ben? Helikopter-Ben? Ist ja egal, wie viel Schulden hat eigentlich Griechenland genau?
Experte: Ungefähr 300 Milliarden Euro.
Freeman: Und wem schulden sie dieses Geld?
Experte: Das meiste anderen europäischen Ländern.
Freeman: Wie sieht es mit den PIIGS-Ländern generell aus? Wie hoch sind zum Beispiel die Schulden von Irland?
Experte: Fast 800 Milliarden Euro.
Freeman: Wow, so viel? Und wem schulden sie das alles?
Experte: Anderen europäischen Ländern.
Freeman: Was ist mit Italien und Spanien? Wie sehen ihre Schulden aus?
Experte: Diese Länder haben jeweils über 1 Billion Euro Schulden.
Freeman: Und wem schulden sie diesen horrenden Betrag?
Experte: Hauptsächlich Frankreich, Grossbritannien und Deutschland. Italien schuldet Frankreich alleine fast eine halbe Billion.
Freeman: Diesen Ländern geht’s ja auch nicht so gut, oder?
Experte: Ja, die haben selber grosse Probleme. Deutschland hat fast 2 Billionen Staatsschulden.
Freeman: Warum eigentlich?
Experte: Na ja, weil sie so viel Geld den anderen europäischen Ländern geliehen haben und die können es unmöglich zurückzahlen.
Freeman: Ach so ... und was können diese Länder dagegen machen?
Experte: Sie müssen sie mit gigantischen Summen retten.
Freeman: Und von wo werden sie das Geld dafür herbekommen?
Experte: Das ist eine sehr gute Frage. Keine Ahnung.
Freeman: Wo wird Deutschland das Geld her bekommen, um Portugal zu retten, wenn Deutschland das Geld nicht zurückbekommt, welches sie an Italien verliehen haben und Italien nicht das Geld von Spanien bekommt, weil die Spanier den Griechen Geld geliehen haben, was sie nicht zurückzahlen können?
Experte: Moment, ich bin verwirrt. Wie war die Frage nochmal?
Freeman: Meine Frage ist, wie können dahinsiechende Länder anderen kranken Ländern Geld leihen, welche kein Geld haben, weil andere kranke Länder ihnen das Geld nicht zurückzahlen können, welche ihnen andere kranke Länder geliehen haben und gar nicht hätten verleihen dürfen, weil sie mit ihrer kranken Wirtschaft es gar nicht zurückzahlen können?
Experte: Ach so, eine interessante Frage. Aber das ist typisch für die Europäische Union, da wurde bisher alles nicht überlebensfähige subventioniert und die Deutschen zahlten am Ende. Sie wissen, EUDSSR, Europäische Union der sozialistischen Sowjetrepubliken, von Kommissaren in Brüssel geführt. Die Länder haben über ihre Verhältnisse gelebt. Nur, das funktioniert nicht mehr, weil Deutschland selber völlig überschuldet ist und alle Euroturbos sind deshalb ratlos.
Freeman: Aber ich dachte sie sind Experte und Regierungsberater und kennen die Lösung wie man aus dem Schlamassel raus kommt ... aber weiter ... wie viel Geld schuldet Spanien den Italienern?
Experte: 40 Milliarden, nur das können sie nicht zahlen. Am Freitag musste die Bank von Spanien die regionale Sparkasse CajaSur übernehmen, was 1,4 Milliarden Euro dem spanischen Rettungsfonds kosten wird.
Freeman: Ach was. Und umgekehrt, wie viel schuldet Italien den Spaniern?
Experte: 25 Milliarden, aber die sind auch pleite. Berlusconi kann mit seinen Medien die wahre Situation im Lande verheimlichen.
Freeman: Wie wollen sie sich gegenseitig die Schulden zurückzahlen, wenn keiner von denen Geld hat?
Experte: Die werden wohl einen Rettungsschirm von der EU bekommen müssen.
Freeman: Und wo soll das Geld für diesen Rettungsschirm herkommen?
Experte: Keinen blassen Schimmer, haben sie eine Idee?
Freeman: Ich? Wieso ich? Sie sind doch der Experte ... aber weiter ... warum verkaufen die Investoren den Euro und kaufen dafür den US-Dollar?
Experte: Weil die US-Währung stärker ist als die Europäische.
Freeman: Stärker? Wie ist das möglich?
Experte: Weil die Chinesen den Amerikanern massenweise Geld leihen, damit sie über Wasser bleiben. Die USA haben ja 14 Billionen an Schulden.
Freeman: Aha, und wo haben die Chinesen das Geld her, um dem amerikanischen Staat mit Kredite zu stützen?
Experte: Na von den Amerikanern und Europäern, die ihnen die ganzen billigen Produkte abkaufen, „Geiz ist geil“ wissen sie. Damit brummt die chinesische Wirtschaft.
Freeman: Ich verstehe, das erklärt alles. Danke für das Interview.
Experte: Gern geschehen, aber können sie mir noch sagen, wo das Geld für die Rettungsschirme herkommen soll, damit ich die deutsche Regierung beraten kann? Merkel wartet ganz verzweifelt auf meinen Anruf.
Freeman: Am besten sie fragen Sepp Ackergaul von der Täusche Bank, der weiss bestimmt wie man noch mehr Schulden macht. Oder Goldmann Sucks, die wissen es noch besser.
--------------------------------------------------------------------
Hier sieht man, wer schuldet wem wie viel:
Quelle: New York Times
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
03:05
0
Kommentare
Samstag, 22. Mai 2010
Schweizer Nationalbank rettet den Euro mit 100 Milliarden
Wollen wir doch das blöde Geschwätz der deutschen Regierung mal beiseite lassen, sie würden den Euro retten und damit Europa. Das ist doch alles nur Blabla. Taten sind wichtig und die Schweizer Nationalbank (SNB) hat mit massiven Stützungskäufen in den letzten Wochen wirklich den Euro vor einem totalen Absturz gerettet. Dabei ist die Schweiz nicht mal Mitglied der EU und der Eurozone. 100 Milliarden Franken sind es mittlerweile, selbstverständlich nicht nur aus Nächstenliebe.
Zum Vergleich, der gesamte Staatshaushalt des Schweizer Bundes beträgt nur 55 Milliarden Franken pro Jahr. Die SNB gibt fast doppelt so viel Geld aus um den Euro zu retten, als der Bund an Steuern einnimmt. Sagenhaft!
Der Kurs des Euros fiel in der vergangenen Woche gegenüber den Franken auf 1'39, was ein noch nie da gewesener negativer Rekord bedeutet. Um einen weiteres Abschmieren zu verhindern hat die SNB schon seit Jahresbeginn Euros gekauft und in den letzten Tagen und Wochen verstärkt. Damit ist es ihr gelungen, den Kurs auf fast 1,46 wieder hoch zu bringen. Aber die Schwäche dauert an und zurzeit wird der Euro mit 1,44 gehandelt, was weitere Interventionen notwendig macht.
Der Hauptgrund für diese währungspolitische Massnahme ist der Schutz der Schweizer Wirtschaft. Schreitet die Nationalbank nicht ein, wird die Schweizer Währung zu teuer und der Export und der Tourismus leiden darunter.
Es gilt deshalb abzuwägen, was ist besser, ein starker Franken, damit die Importe billiger werden oder ist es besser einzugreifen, um damit die Konkurrenzfähigkeit zu schützen. Die SNB hat sich für letzteres entschieden.
Wenn man es genau betrachtet und Gold als Massstab nimmt, findet jetzt unter den wichtigsten Währungen, Dollar, Euro, Yen und Franken, ein Wettlauf nach unten statt. Keiner will zu teuer gegenüber den anderen werden. Deshalb wird massiv eingegriffen.
Eine Notenbank hat nur zwei Möglichkeiten in die Märkte einzugreifen. Entweder sie verändert die Zinsen oder sie beteiligt sich am Devisenhandel. Da der Zinssatz fast bei Null liegt, gibt es dort keinen Spielraum mehr, um den Franken weniger attraktiv zu machen. Obwohl, es gab mal eine Zeit, da hat die SNB sogar Minuszinsen für ausländische Anlagen verlangt, also einen Strafzins, um den Geldzufluss abzuwehren.
Zu dieser Massnahmen greift die SNB noch nicht, deshalb bleibt nur der Kauf des Euros übrig und das in gigantischen Mengen. Wegen den mangelnden Vertrauen der Investoren in den Euro, schmeissen diese ihn über Bord und die SNB kauft so viel wie möglich davon auf, stützt damit den Preis, der sonst ins bodenlose fallen würde.
Dadurch hat die SNB einen sehr hohen Bestand an Euros in der Kasse und wenn der Kurs weiter fällt, beschärt das grosse Verluste. Alleine Im April hat die SNB damit 1,5 Milliarden Franken verloren, wie die publizierten Zahlen zeigen.
In den letzten drei Jahren hat der Euro gegenüber dem Franken fast 13 Prozent an Wert verloren und alleine seit Jahresbeginn fast 5,5 Prozent.
Aber nicht nur die SNB "erleidet" einen Verlust, sondern die Schweizer Bevölkerung auch. Durch die damit verbundenen Zunahme der Geldmenge wird eine Inflation ausgelöst. Wegen der Banken- und Eurorettung ist die Geldmenge seit 2007 um 50 Prozent gestiegen, alleine in den letzten 12 Monaten um 10 Prozent und es wird weiter gehen. Die richtige Teuerung kommt ja noch und der Schweizer Konsument wird den Preis dafür zahlen.
Deshalb ist die Kritik der Dummschwätzer aus dem Euroraum völlig daneben, die Schweiz würde nicht helfen. Ohne diese massiven Stützungskäufe der SNB wäre der Euro völlig im Keller.
Die Überschuldung und Ungleichheit der Länder der Eurozone wird aber damit in keiner Weise behoben, kein Problem gelöst, sondern nur das Unausweichliche verschoben. Tatsächlich sind die sogenannten Rettungsaktionen, wie gestern wieder vom Bundestag beschlossen, ein Raubzug gegen die Bevölkerung in der EU und speziell Deutschlands, nur zum Vorteil der Bankster. Sie bekommen das ganze Geld und nicht die Griechen oder die anderen PIIGS-Länder. Eine verbrecherische Umverteilung des Vermögens von unten nach oben, den die Volkzertreter ermöglichen.
Ausserdem ist für mich die Handlungsweise der SNB eine völlig falsche Politik, ja sogar Landesverrat, denn damit setzt sie uns ins gleiche Boot, das voller Löcher ist und egal was sie machen, so oder so untergehen wird.
Verwandte Artikel: Die Schweizer Nationalbank zerstört den Franken, Ein Blick hinter die Kulissen der Hochfinanz
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
03:05
0
Kommentare
Mittwoch, 19. Mai 2010
Das Verbot von Short-Selling bringt gar nichts
Auf Druck der deutschen Regierung hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ab 24:00 Uhr vergangene Nacht, die Leerverkäufe von bestimmten ungedeckten Finanzgeschäften untersagt. Dieses Verbot soll für ein Jahr bis zum 31. März 2011 gelten. Damit soll der Kurverfall des Euro und der Staatsanleihen, sowie die gewisser Aktien von Banken aufgehalten werden. Nur bringen tut es nichts, denn als Reaktion sind die Kurse in allen Bereichen stark gefallen.
Das zeigt wieder, die deutschen Politiker haben keine Ahnung wie die Teilnehmer an den Finanzmärkten denken und sind völlig hilflos. Ausserdem zeigt diese Massnahme wie gross die Probleme in der Eurozone sind. Spekulanten machen doch nur Short-Selling, wenn sie die Schwäche einer Währung oder eines Wertpapier erkennen, die überbewertet sind und wetten dann auf einen kommenden Kursverfall. Wie ich hier schon geschrieben habe:
"Finanzkiller sind wie Hyänen, die ein schwaches und krankes Opfer in einer Herde entdecken und dann als Rudel es angreifen. Gesunde Tiere lassen sie in Ruhe. Das heisst, Soros und seine Mittäter haben die Schwäche des Euro erkannt und greifen zusammen deshalb an. Das Opfer ist so oder so dem Tode geweiht, sie beschleunigen nur das Ganze und sacken dabei gigantische Profite ein."
Wer behauptet, Leerverkäufe sind grundsätzlich etwas schlechtes oder sogar kriminelles, weiss nicht von was er spricht. Es gibt durchaus berechtigte Gründe für einen Leerverkauf, was meistens der Fall ist. Damit wird die Liquidität im Markt gewährleist und die Effizienz verbessert. Durch ein Verbot wird nur die Volatilität erhöht, zum Nachteil der Marktteilnehmer. Leerverkäufe haben auch nichts mit der Situation der PIIGS-Länder zu tun. Die haben sie sich selber eingebrockt.
Die Politiker verkaufen damit die Bevölkerung wieder nur für dumm, schieben die Schuld für ihr totales Versagen auf die bösen Spekulanten, um von sich abzulenken. Verursacht haben doch die Krise die Regierungen und Parlamente, weil sie jahrzehntelang mehr Geld ausgeben haben als sie einnahmen. Die Staaten sind total überschuldet und faktisch bankrott, das ist doch das Problem.
Selbstverständlich haben die Finanziers das unterstützt, weil sie ja gigantische Zinsen damit verdienen. Und Finanzkiller nutzen die vorhandene Schwäche aus und schlagen zu.
Dieses Verbot dient nur dazu, das deutsche Parlamente und die Bevölkerung zu beruhigen, um ihre Zustimmung für die Milliardenkredite zur Stabilisierung des Eurosystems zu bekommen. Ist alles nur Augenwischerei und Propaganda. Sie wollen mit noch mehr Schulden die Schuldenkrise lösen. Jeder der bis Drei zählen kann erkennt doch, dass ist Wahnsinn und bringt nur noch mehr Probleme.
Diese Massnahme eines Verbots ist sowieso wirkungslos, weil die meisten Hedge-Fonds sich in London und New York befinden und deshalb diese neue deutsche Regelung sie gar nicht berührt. Die lachen sich krumm darüber. Ausserdem werden damit in Zukunft weitere Blasen angeheizt, denn nun wird eine Kurskorrektur verhindert und ein nicht vorhandener Wert künstlich hochgehalten. Die Bankster können sich freuen.
Statt die wirklichen Problem zu lösen, was die EU-Länder bisher in keiner Weise getan haben, wird mit dem Finger auf die Profiteure der Schwäche gezeigt, welche nur den Vertrauensverlust ausnutzen. Diese Pseudomassnahme ist ein Schuss in den Ofen. Sieht man ja daran, die Märkte haben generell heute als Reaktion darauf nachgegeben, die Bankaktien fallen und der Euro schwächelt weiter.
Es müssen Perspektiven her, wie sie die Überschuldung in den Griff bekommen. Nur diese sehr schmerzhafte Kur wollen sie nicht anpacken. Denn zahlen und leiden wird die Bevölkerung, wie immer.
Die deutsche Regierung müsste reinen Wein einschenken und sagen, die Party ist vorbei, das Leben auf Kosten zukünftiger Generationen wie bisher ist nicht mehr zu machen, alle Staatsausgaben werden massiv gekürzt, Sozialausgaben, Renten und Subventionen werden gestrichen und jeder muss für sich selber sorgen. Das ist der Preis für 60 Jahre Wohlfahrtsstaat, ein Leben über seine Verhältnisse, mit Schulden finanziert.
Oder sie zeigen den Bankstern den Mittelfinger, sagen ihnen, eure Kredite könnt ihr euch an den Hut stecken, werden einfach annulliert, erkennen wir nicht mehr an. Nur, so oder so, dazu sind sie zu feige.
Gerüchte über Austritt Griechenlands aus der EU
In den Finanzmärkten ging heute das Gerücht um, Griechenland erwäge einen Austritt aus der EU. Nachdem der Euro am Morgen noch auf ein Vier-Jahres-Tief von 1,2146 Dollar gefallen war, stieg der Kurs auf bis zu 1,2366 gegenüber dem Dollar. Ein griechischer Regierungssprecher wies die Gerüchte kategorisch zurück. Diese "positive" Reaktion der Märkte zeigt das grosse Misstrauen gegenüber Griechenland und wie gut die Vorstellung wäre, wenn sie nicht mehr dabei sind. Schon sehr bedenklich und tragisch für die Griechen.
Was die meisten Menschen nicht verstehen, und das trifft auch auf viele Leser hier zu, wie ernst die Lage wirklich ist. Es besteht immer noch die Hoffnung, trotz der sichtbaren Schieflage, das Schiff kann man am Sinken noch hindern. Es werden einige Löcher gestopft und dann geht die Fahrt weiter wie bisher. Nee Leute, das ist nur Wunschdenken und wer nicht im Rettungsboot sitzt wird absaufen.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
03:05
0
Kommentare
Labels: Deutschland, EU, Finanzen
Dienstag, 18. Mai 2010
Die Bankster finanzierten die Oktoberrevolution
Wie der Zufall es so will, ist mir ein uralter Zeitungsartikel in die Hände gelangt, der die Verbindung zwischen den globalen Finanzoligarchen und den Bolschewisten bestätigt. Das heisst, die Oktoberrevolution, oder die gewaltsame Machtübernahme durch die russischen kommunistischen Bolschewiki im Jahre 1917, wurde von deutschen Bankiers mitfinanziert. Er gibt Schätzungen, dass bist zu 50 Millionen Mark damals flossen, was umgerechnet heute mindestens eine halbe Milliarde Euro entspricht.
Hier meine Übersetzung eines Artikels der London Times vom 27. Dezember 1917:
DEUTSCHE REPTILBANDE IN PETROGRAD
WARBURG ALS ZAHLMEISTER DER BOLSCHEWISTEN
(von unserem Korrespondenten)
New York, 27. Dezember. Die Leugnung, dass deutsche Agenten in Petrograd (St. Petersburg) die Bewegung der Bolschewisten finanzieren, hat ziemliches Erstaunen hier ausgelöst, wenn man die Tatsachen betrachtet, welche zahlreiche unabhängige amerikanische Zeugen von hohem Ansehen und Urteilsvermögen berichten, dass Dr. Fritz Warburg, der Finanzattaché der deutschen Gesandtschaft dafür bekannt ist, schon seit langem der oberste Direktor des deutschen Korruptionsfonds in Russland zu sein.
Seine Treffen mit Protopopoff (Alexander Dmitrijewitsch Protopopow, letzter zaristischer Innenminister) sind mit unbestreitbaren Beweisen aufgezeichnet worden, und zurückkehrende amerikanische Besucher berichten, dass nach dem das alte Regime gestürzt wurde, hat er seine Arbeit mit der karakteristischen deutschen Unparteilichkeit unter den extremen anarchistischen Gruppen im Interesse der deutschen Regierung fortgesetzt.
Mit ihm in Petrograd während des Sommers waren von Lucius (Hellmuth Lucius von Stoedten, 1911 Botschaftsrat in St. Petersburg, von 1915 bis 1920 deutscher Gesandter in Stockholm, massgeblich für die Kontakte mit den russischen Oppositionellen und Revolutionären verantwortlich, schleuste Lenin von der Schweiz über Deutschland und Schweden nach Russland ein) der deutsche Minister in Stockholm, und Boy-Ed (Karl Boy-Ed, deutscher Seeoffizier, Diplomat und Spion) ehemaliger Marineattaché in Washington. Boy-Ed und Warburg lebten unter dem gastlichen Dach einer bestimmten neutralen Gesandtschaft (Schweden?) in Petrograd.
Fritz Warburg (1879-1962) ist der Bruder von Paul Warburg, der ein eingebürgerter Amerikaner ist, und als Mitglied der Federal Reserve Board berufen wurde, kurz bevor der Krieg (I. Weltkrieg) begann. Seine Brüder sind Felix, der in New York lebt, und Max, bekannt als Direktor der Deutschen Bank und der Hamburg-Amerika Linie, der in Hamburg und Bremen arbeitet.
So weit der Bericht der London Times.
Interessant oder? Das Wort "Reptilbande" in der Überschrift wurde damals schon benutzt. Muss ich mir merken. Und hier sehen wir die Verbindung von der Zentralbank der USA (Fed), die 1913 vor Kriegsbeginn gegründet wurde, über deutsche Bankiers zu den Bolschewisten in Russland. Das bedeutet wenn man so will, der Kommunismus konnte nur entstehen, weil die globale Finanzelite es so wollte und massiv finanziell unterstütze, was wir schon immer vermutete haben, genau so wie sie die Nazis später finanzierten (Bankier Prescott Sheldon Bush und seine Geschäftsverbindungen zum III. Reich, Vater von Präsident George H. Bush und Grossvater von Präsident George W. Bush)
Deshalb ist es verständlich, warum man vom linken Lager fast keine Kritik an den heutigen Finanzverbrechern hört, welche uns die ganze Wirtschafts- und Finanzkrise eingebrockt haben. Das sind ja ihre Freunde und Unterstützer. Wer die Bankster kritisiert, wird sofort mit der bekannten "Keule" von ihnen erschlagen.
Der Name "Warburg" ist ein angenommener Name, denn die Familie übersiedelte von Italien im 16. Jahrhundert nach Deutschland und lies sich zuerst in Warburg nieder. Alles nur Tarnung, um die waren Hintergründe zu verschleiern.
Die Finanzelite finanziert immer beide Seiten und hetzt sie gegeneinander auf. Denn Krieg und die Schulden und Zinsen daraus sind das beste Geschäft. Sie sind für die vielen vielen Millionen Toden direkt verantwortlich. Ohne diese Finanzies gebe es keine Kriege, hätten die Regierungen gar kein Geld um Kriege zu führen. Der erste Weltkrieg wäre nach einem Jahr bereits zu Ende gewesen, wenn er nicht durch die massive Aufblähung der Geldmenge der Zentralbanken wie die Fed bezahlt worden wäre.
Und hier noch die Agenda der globalen Finanzelite:
James Paul Warburg (1896 - 1969), Sohn von Paul Warburg, Bankier, Aufsichtsrat der Bank of Manhattan, Finanzberater von Präsident Roosevelt, Mitglied der CFR, sagte vor dem Senatsausschuss für Aussenpolitik am 17. Februar 1950:
"Wir werden eine Weltregierung haben, ob wir es gut finden oder nicht. Die Frage ist nur, ob die Weltregierung durch Zustimmung oder Eroberung erreicht wird."
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
15:05
0
Kommentare
Labels: Finanzen, Neue Weltordnung, Zeitgeschichte
Sonntag, 16. Mai 2010
Euro fällt weiter und Gold über 1'000 Euro
Das Vertrauen in die Eurozone und in die Weltwirtschaft allgemein fällt weiter, was während der Nacht zum Ausdruck kam. Der Kurs des Euros hat an den asiatischen Börsen seinen niedrigsten Stand seit vier Jahren erreicht. Auch bei den Aktienmärkten sieht es nicht gut aus. Der Sinkflug des Euros geht weiter und der Goldpreis durchbracht zum ersten Mal die Marke von 1'000 Euro pro Unze.
An der Börse in Tokio wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,2243 Dollar gehandelt. Am Freitag lag der Euro-Kurs zu Börsenschluss in New York noch bei 1,2358 Dollar. Zum Schweizer Franken erreichte der Kurs des Euro sogar einen historischen Tiefstand und sackte unter 1.40 Franken. Händler machen die anhaltenden Zweifel an einer Bewältigung der Schuldenkrise in Europa verantwortlich für den Kursverfall.
Starke Kursverluste an den asiatischen Börsen zeigen die Unsicherheit. In Japan fiel Nikkei um 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi-Index verlor 2,8 Prozent, der australische S&P/ASX 200 ging um 2,6 Prozent zurück. Auch die Börsen in Hongkong, Indien und Thailand schlossen 2,3 bis 3,6 Prozent schwächer. In China stürzte die Börse in Shanghai sogar um 5,07 Prozent ab.
Der sogenannte Rettungsschirm von 750 Milliarden Euro hat keine Wirkung gezeigt. Die Probleme werden nicht gelöst, sondern nur kopflose Feuerwehrübungen durchgeführt. Auch die verstärkte Diskussion am Wochenende über eine Transaktionssteuer und die Aussage von Deutsche Bank Chef Ackermann sind nicht hilfreich, denn er zweifelt ob Griechenland seine Schulden zurückzahlen kann.
Dennis Gartman, Herausgeber des Gartman Letter und Manager eines Hedge-Fonds, ist besonders euro-skeptisch. Er vergleicht Griechenland und Portugal mit zwei Zugwracks, die sich unaufhaltsam aufeinander zu bewegen. "Das geschieht in Zeitlupe. Nichts kann das aufhalten. Aus unserer Sicht ist der Crash unvermeidbar", sagte Gartman.
Der Chef der europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet sagte in einem Interview, zweifellos steckten die Finanzmärkte noch immer "in der schwierigsten Situation seit dem Zweiten Weltkrieg, vielleicht sogar seit dem Ersten."
Und am Donnerstag sagt der ehemalige Fed-Chef und Obama-Berater Paul Volker in London: "Wir haben das grosse Problem des möglichen Auseinanderfallen des Euro."
Heute Montag kommen die Finanzminister der 16 Länder der Eurozone schon wieder in Brüssel zusammen, um über die Schwäche der Gemeinschaftswährung zu beraten. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble hat am Montag seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Laut DAPD werde er am Treffen der Euro-Gruppe in Brüssel teilnehmen, sagte sein Sprecher Michael Offer in Berlin. Am Dienstag wollen sich die Finanzminister aller 27 EU-Staaten auch noch treffen. Eine Paniksitzung nach der anderen.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
23:30
0
Kommentare
Freitag, 14. Mai 2010
Defizit der USA im April erreicht Rekordhöhe
Durch die Euro-Krise ist der Blick auf die Finanzsituation der Vereinigten Staaten abgelenkt worden. Deshalb ist es sinnvoll was in den USA passiert weiter zu beobachten und tatsächlich, die Situation dort ist erschreckend, wenn man sich die Zahlen genau anschaut.
Das US-Schatzamt hat am Mittwoch verkündet, das Haushaltsdefizit für den Monat April stieg auf 82,7 Milliarden Dollar. Das ist erheblich mehr als die 20 Milliarden im Vergleich zum April vom vergangenen Jahr. Damit ist diese Zahl das höchste Minus für diesen Monat in der Geschichte der USA.
Man stelle sich vor, die US-Regierung hat fast 83 Milliarden in nur einem Monat mehr ausgegeben, als sie durch Steuern eingenommen hat. Das sind 2,7 Milliarden Dollar pro Tag!!!
Die Steuereinnahmen sind um 7,9 Prozent für April zurückgegangen, im Vergleich zum April des Vorjahres. Dabei werden für diesen Monat normalerweise gute Einnahmen erwartet, da die Amerikaner ihre Steuerrechnung bezahlen.
Die Obama-Regierung hat im Februar das Staatsdefizit für das Jahr 2010 auf einen noch nie da gewesenen Rekord von 1,56 Billionen vorhergesagt. Im vergangenen Jahr waren es 1,4 Billionen Dollar. Wir reden hier nur vom Defizit, also der Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben.
Dieses Billionen-Defizit wird durch die Wirtschaftskrise, dem Rückgang der Steuereinnahmen, bei gleichzeitiger Erhöhung der Staatsausgaben und der teuren Kriege verursacht. Die USA lebt weiter völlig über ihre Verhältnisse.
Die US-Regierung erwartet, dass das Budgetdefizit in den nächsten Jahren weiter über eine Billion sein wird und nie unter 700 Milliarden fällt. Das bedeutet, die Staatsschulden werden in den nächsten 10 Jahren um 8 bis 10 Billionen anwachsen. Diese astronomische Zahl muss irgendwie zusätzlich zu den bestehenden 14 Billionen finanziert werden.
Es muss genug dumme Investoren geben, hauptsächlich aus dem Ausland, welche dem US-Schatzamt die Staatsanleihen, oder besser gesagt, die Schuldscheine abkaufen. Die Euro-Krise kommt ihnen dabei sehr gelegen, weil viele jetzt aus dem Euro aussteigen und in den vermeintlich sicheren Dollar flüchten. Der ist aber genau so unsicher und es handelt sich nur um Augenwischerei.
Die Anleger haben nur noch die Wahl zwischen dem geringeren Übel, welcher Staat sieht am wenigsten unsicher aus, aber pleite sind sie alle.
Die Schuldenkrise, die totale Überschuldung der westlichen Industrienationen, und der damit verbundene kommende Staatsbankrott, auch der sogenannten grossen Länder, ist unvermeidlich.
Verwandter Artikel: Wie viel ist 1 Billion Dollar?
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
03:05
0
Kommentare
Donnerstag, 13. Mai 2010
Gerüchte über eine Währungsumstellung
In den letzten Tagen vermehren sich die Gerüchte, am kommenden Wochenende vom 15. - 16. Mai soll es eine Währungsumstellung in Deutschland geben. Angeblich soll der Euro aufgegeben und die D-Mark wieder eingeführt werden. Auslöser war unter anderem eine Webseite auf Kitco.com, welche die Edelmetall Charts in D-Mark zeigt. Siehe hier:
Die roten Pfeile sind von mir als Hinweis:
Darauf hin stellten einige Metallseiten in Deutschland die Frage, was will uns Kitco damit sagen? Siehe Silber.de und ein Forumsteilnehmer schrieb, goldprice.org hätte DM Optionen eingeführt. Siehe hier:
Dabei ist die Kitco DM-Seite uralt und ein Überbleibsel von früher, wie man aus dem Wayback Internetarchiv ersehen kann. Da wurde Panik verbreitet und Zeug behauptet um nichts.
Es gab dann weitere Anzeichen welche die Gerüchte schürten. So wird behauptet, Angela Merkel würde am Freitagabend bei einer TV-Ansprache etwas ankündigen. Gregor Gysi hat auch seinen Teil dazu beigetragen, in dem er vor den Kameras sagte:
"Es herrscht ziemlich Wirrnis und ich weiss nicht was nächsten Freitag passiert. Aber irgend etwas wird passieren, dass wir uns wiedersehen."
Was will uns Gysi damit sagen? Dass es am Freitag eine wichtige Verkündung geben wird?
Dann schreibt Walter K. Eichelburg von hartgeld.com seitenweise von einer bevorstehenden Währungsumstellung und führt diverse Indizien dafür auf. Handelsketten wären informiert, Geldtransporter würden fahren, Bankmitarbeiter sind zur Geheimhaltung verpflichtet und vieles mehr. Er schreibt: "Ab Montag kann jeder Kontoinhaber 100 Deutsche Mark abheben. Die Umstellung dauert 2 Wochen ..."
Zur ganzen Hysterie hat dann noch ein Poster auf godlikeproductions.com beigetragen, in dem er behauptet, er würde für die Deutsche Bank arbeiten und sie hätten einen ganzen Container mit neuen D-Mark erhalten. Er schrieb, am Donnerstag, also heute, würde er Fotos der neuen Münzen und Banknoten veröffentlichen. Er sagte auch, die Währungsumstellung würde an kommenden Wochenende stattfinden und Merkel würde eine Ansprache am Freitagabend darüber halten.
Dann wurde das Gerücht verbreitet, diverse Seiten die über diese Währungsumstellung berichten, würden geziehlt blockiert und nicht mehr zugänglich, um es zu verheimlichen. Tatsächlich sind aber Server ausgefallen, welche die Störung verursachten. Die Nachrichtenagentur AFP schreibt darüber: "Wie der Domainanbieter Domainfactory aus Ismaning bei München mitteilte, fielen am Nachmittag zeitweise sämtliche sechs sogenannten Nameserver der Domain-Registrierstelle Denic in Frankfurt am Main aus. Die Denic habe das Problem nach knapp einer Stunde wieder beheben können."
Einer meiner Leser hat mich informiert, er kenne jemand der jemand kennt, der bei der Druckerei Giesecke & Devrient in München arbeitet. Diese Firma ist darauf spezialisiert Banknoten und andere sicherheitsrelevante Dokumente zu drucken. Angeblich soll dort ein ganzer Bereich abgesperrte sein wo niemand rein kommt und dort sollen D-Mark gedruckt werden. Ob das stimmt weiss ich nicht.
Alles nur Gerüchte und einseitige Interpretationen von Indizien.
Konsequenzen
Was der Zweck einer Währungsumstellung zu diesem Zeitpunkt sein soll ist mir nicht ganz klar, aber lassen wir das mal beiseite. Über den Sinn oder Unsinn und die katastrophalen Konsequenzen daraus kann man endlos diskutieren. Dann wird ja der Euro, die Eurozone und die EU selber komplett auseinanderfallen und Chaos in Europa herrschen, wenn Deutschland nicht mehr dabei ist. Warum haben sie den Euro mit 750 Milliarden gerettet, um ihn eine Woche später aufzugeben? Aber wer weiss schon wie die in Berlin denken. Ist die Lage so schlimm und heisst es deshalb jetzt, rette sich wer kann?
Es spricht vieles gegen dieses Gerücht, denn Deutschland profitiert am meisten als "Exportweltmeister" von einer Einheitswährung. Sinnvoller für mich ist eher eine Aufspaltung in einen Süd- und Nord-Euro. Die PIIGS-Länder machen ihren eigenen Euro und werten diesen ab, um wettbewerbsfähig zu sein und die stärkeren EU-Länder bleiben im original Euro.
Nach Rücksprache mit einigen Währungsexperten hier in der Schweiz, halten sie nichts von diesem Gerücht einer Währungsumstellung.
Aber nehmen wir mal an, es wird tatsächlich passieren, was können wir tun? Na ja, nicht viel, ausser zuschauen wie es passiert. Das einzige was ich sehe ist, man kann sein restliches Guthaben in Euro von der Bank abheben und in etwas wertbeständiges umzutauschen, um einen Wertverlust durch die Umstellung abzufedern. Aber das wäre sowieso sinnvoll, wenn man den Kursverlust des Euros ansieht und wie die Preise für die Edelmetalle steigen. Das soll aber keine Empfehlung meinerseits sein, sondern das muss jeder selber wissen.
Entweder ist das ganze eine riesige Ente und es passiert gar nichts, oder es ist was wahres dran. Bald wissen wir mehr.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
03:00
0
Kommentare
Mittwoch, 12. Mai 2010
Goldpreis so hoch wie noch nie
Der Preis von Gold hat heute den bisherigen Höchststand überschritten und ist so teuer wie noch nie. Im Augenblick wo ich diese Zeilen schreibe, um 12:30 Uhr, steht der Preis für die Unze bei 1'245 Dollar oder 980 Euro und in Franken 1'378, was in allen Währungen ein Rekordhoch bedeutet.
Offensichtlich hat der sogenannte Rettungsschirm vom vergangenen Wochenende nicht die Märkte beruhigt und die Sorge wächst, die Schuldenkrise in der Eurozone wird sich weiter ausbreiten und eine massive Geldentwertung bringen.
Hier handelt es sich nicht um eine Wertsteigerung des Edelmetalls, sondern um einen Kaufkraftverlust des Papiergeldes. Man muss mehr fiktives Geld in die Hand nehmen um die gleiche Menge Gold zu kaufen. Kein Wunder, wenn die Zentralbanken laufend Billionen aus Luft schaffen und den wachsenden Schuldenberg monetarisieren.
Warum heisst ein Geldschein so? Weil er nur den Schein von Geld darstellt, eine Illusion die aus Glauben besteht.
Am Anfang war eine Banknote die Quittung für eine bestimmte Menge Edelmetall die hinterlegt wurde. Die Leute fingen an die Quittungen als Zahlungsmittel zu benutzen, weil einfacher. Aber jeder wusste, mit dieser Quittung kann man die Menge Gold oder Silber bei der Bank abholen.
Deshalb heisst ja auch die britische Währung "Pfund Sterling", es war die Banknote oder die Quittung für ein Pfund Sterling Silber. Man konnte sie jederzeit dafür eintauschen. Mit einer Pfundnote kann man aber kein Pfund Silber mehr "abholen". Der Preis dafür liegt heute bei ca. 208 britischen Pfund. Daran sieht man die Geldentwertung.
Als die Bankster merkten, es kommt fast keiner die Quittungen gegen das hinterlegte Edelmetall abholen und das Zeug lag ewig bei ihnen rum, haben sie angefangen mehr Quittungen auszustellen als tatsächlich da war. So stieg die Geldmenge und keiner merkte es. Das war der Anfang Geld aus Luft zu schaffen.
Dies steigerte sich immer mehr und funktionierte hervorragend. Die Menschen wussten es ja nicht, sondern glaubten an den Wert ihrer Quittung. Die Bankster haben eine Illusion der Sicherheit mit ihren Marmorfassaden, Bankpalästen und der Propaganda "sicher wie eine Bank", den Menschen vorgaukeln können.
Dabei wurde sie so übermütig, am Schluss haben sie nur noch Quittungen ausgestellt, für etwas was gar nicht vorhanden war. Es musste nichts mehr hinterlegt werden, sondern sie haben nur noch Papier bedruckt. Deshalb sage ich, das Banken- und Geldsystem ist staatlich legalisierter Betrug. Sie stellen etwas dar, was gar nicht existiert.
Der Grund warum das legal ist, weil die Bankster so viel Macht bekamen, sie kontrollieren schon seit langem alle Regierungen und die Gesetzgeber. Sie finanzieren die Staatshaushalte und die Kriege und kassieren Zinsen dafür. Die Politiker sind ihre abhängigen Marionetten. Die Finanzelite bestimmt die Gesetze, sagt wo es lang geht, wer was darf und sonst niemand. Und wer sich ihnen in den Weg stellt oder daran was ändern will hat einen Unfall.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
03:30
1 Kommentare
Dienstag, 11. Mai 2010
Grosser Sieg für Ron Paul, die Fed wird untersucht
Nach jahrelangen hartnäckigen Versuchen und gegen massiven Widerstand der Banker-Lobby, hat der Kongressabgeordnete und ehemaliger Präsidentschaftskandidat Ron Paul einen Teil seines Gesetzesentwurf durchgebracht, die Fed soll untersucht werden. In einer Abstimmung votierten 96 dafür, mit 0 Gegenstimmen.
Ron Paul kämpft seit 1978 für eine Untersuchung der Fed und hat damals bereits einen ersten Gesetzesentwurf eingereicht. So lange dauert schon diese Schlacht gegen die Bankster.
Das Gesetz konnte nur passieren, weil eine Änderung noch eingebracht wurde, welche den „Audit“ auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt und nur ein Mal durchgeführt werden darf. Aber immer hin, sie wird untersucht, was in der bald 100 jährigen Geschichte der Fed noch nie passiert ist und völlig ausgeschlossen wurde.
Erst als Judd Gregg, der grösste Verteidiger der Federal Reserve sich für die Unterstützung der Abänderung von Senator Bernie Sanders entschieden hatte, die Transparenz der Fed zu erzwingen, gab es die notwendige Unterstützung.
Ron Paul und sein Kosponsor Alan Grayson wollten eine umfangreichere Untersuchung der Fed. Aber nach Verhandlungen mit dem Vorsitzenden des Bankenkomitees Chris Dodd und Offiziellen der Fed, wurde der Audit eingeschränkt. Obama hatte sich auch eingeschaltet und Abänderungen verlangt. Die Banken-Lobby tat alles, um eine Transparenz zu verhindern, aber wenigstens ist jetzt ein Kompromiss durch.
Nun muss die Fed alle Aktivitäten vom 1. Dezember 2007 bis heute offen legen, etwas gegen das sie sich standhaft geweigert hat. Bei dieser Periode geht es um die kritische Zeit der Hypothekenkrise, die zur Weltwirtschaftskrise führte, einschliesslich der Lehman-Pleite.
In manchen Punkten geht die Abänderung sogar weiter als von Paul und Grayson verlangt. Die Fed muss die Empfänger der Rettungsgelder preisgeben.
Anfänglich war Ron Paul über den Kompromiss sehr verärgert und kritisierte diesen als nicht genügend. Nachdem er etwas Zeit hatte diesen zu verdauen, unterstützte er ihn aber. Er sagte: „Die neue Formulierung der Sanders-Abänderung verlangt eine einmalige Enthüllung von der Fed über die 13(3) Anlagen, die Devisen-Swaps und der Hypotheken gesicherten Wertpapiere. Im Prinzip ihre Sünden der Vergangenheit werden offengelegt und die Amerikaner werden erfahren, wer von der Fed gerettet wurde und unter welchen Bedingungen. Das ist gut, aber es ist nicht annähernd genug.”
Ron Paul will eine ständige Überprüfung der Bücher der Fed, ohne Einschränkung.
Auf seiner Website erklärte Ron Paul schon länger seine Meinung über diese private Institution: „Die Federal Reserve ist der Hauptschuldige für die Wirtschaftskrise. Ihre ungeprüfte Macht endlos Geld aus Luft zu produzieren, hat uns die Hoch- und Tiefzyklen und eine Finanzblase nach der anderen gebracht. Seit der Gründung der Fed 1913, hat der Dollar mehr als 96 Prozent seines Wertes verloren und durch gewissenloses Aufblasen der Geldmenge, hat die Fed den Zinssatz verzerrt und den Wert des Dollars erodiert.“
Diese Zustimmung für eine Untersuchung der Aktivitäten der Fed zeigt, wie sich die Meinung in der Politik gewendet hat und wie die Finanzindustrie in die Defensive gedrängt ist.
Der Kampf geht aber weiter und nach Unterzeichnung des Gesetzes, wird von den Unterstützern eine echte Transparenz der Fed gefordert. Dieses einmalige Öffnen der geheimen Vorgänge, ist eine erstaunlicher Sieg gegen die Macht der Bankster.
“Ab und zu bekommt man die Gelegenheit einen historischen Beitrag zu leisten,” sagte der Vorsitzender des Bankenkomitees Dodd. „Es ist ein historischer Moment.“
Der Druck auf die Fed hat bereits Wirkung gezeigt. Dodd wurde vom Federal Reserve Vorsitzenden Ben Shalom Bernanke eingeladen und über den amerikanischen Beitrag zum Rettungsplan der EU informiert.
Wir können nur hoffen, dass diese Untersuchung jetzt echt abläuft und nicht mit Tricks zur Verschleierung behindert wird. So leicht gibt die Finanzelite nicht auf, um ihre Machenschaften hinter verschlossenen Türen geheim zu halten. Aber jetzt ist die Tür wenigstens einen Spalt offen. Nicht der absolute Triumph den sich Ron Paul erhofft hatte, aber doch ein Sieg.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
15:16
0
Kommentare
Treffen der obersten Zentralbanker in Zürich
Die Schweizer Nationalbank (SNB) ist Gastgeber eines Treffen der wichtigsten Notenbanker der Welt in Zürich heute. Man kann es fast nicht glauben, oder eben doch, spezieller Gast ist George Soros, der Oberspekulant, der gegen den Euro wettet.
An der Konferenz nehmen der Präsident des internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, der Chef der deutschen Bundesbank, Axel Weber, der Gouverneur der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan und der Vize-Präsident der amerikanischen Federal Reserve (Fed), Donald L. Kohn, teil.
Das Treffen findet hinter verschlossenen Türen in einem Zürcher Luxushotel statt.
Was hat der Finanzkiller George Soros dort zu suchen? Er ist doch der Hauptschuldige für den Niedergang des Euro, in dem er zusammen mit seinen anderen Hedge-Fonds-Partnern dagegen spekuliert. Die sollten diesen Type lieber verhaften und nicht mit ihm reden. Oder gehören die alle zusammen und bilden eine Verschwörung?
Oder bitten sie ihn um Gnade, er soll mit seinem zerstörerischen Spiel gegen den Euro aufhören? Finanzkiller sind wie Hyänen, die ein schwaches und krankes Opfer in einer Herde entdecken und dann als Rudel es angreifen. Gesunde Tiere lassen sie in Ruhe. Das heisst, Soros und seine Mittäter haben die Schwäche des Euro erkannt und greifen zusammen deshalb an. Das Opfer ist so oder so dem Tode geweiht, sie beschleunigen nur das Ganze und sacken dabei gigantische Profite ein.
Verwandter Artikel: Der gezielte Angriff der Finanzkiller auf den Euro
UPDATE: Bei der Medienkonferenz nach dem Treffen, stellten sich der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Strauss-Kahn und der Direktor der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, der Presse.
Strauss-Kahn sagte: "Die Europäer und die Europäische Zentralbank haben ein beeindruckendes System eingeführt, um die in Not geratenen Ländern zu helfen."
An die Adresse der Griechen sagte er noch: "Die Griechen müssen sparen und mehr Steuern einnehmen."
Auf die Frage, ob Spekulanten die Krise in Griechenland verschärft hätten, sagte der IWF-Chef, dass "Spekulationen immer existieren". Diese könnten allerdings eine schwierige Lage noch weiter verschärfen.
Zur Situation in der Schweiz sagte Hildebrand, dass die SNB alles unternehmen werde, um Inflation oder Deflation zu verhindern und dass es bezüglich Wechselkurspolitik keine Änderungen gegeben habe. "Die SNB wird weiterhin eine übermässige Aufwertung des Franken verhindern".
Kommentar: Was für ein nichtssagendes Bla-Bla. Ist das alles? Wie wäre es mit echten Informationen über was ihr da besprochen habt. Die ganzen Oberkrimminellen kommen doch nicht zusammen, um Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti zu essen und uns "alles wird gut" zu erzählen.
Was sind das überhaupt für Journalisten an dieser Pressekonferenz? Diese bezahlten Medienhuren hätten doch die wichtigste Frage überhaupt stellen müssen, "warum nimmt George Soros, ein rechtskräftig verurteilter Krimineller, an dem Treffen der Zentralbanker teil?" Ist das nicht die Frage überhaupt? Wo er doch einer dieser Spekulaten ist, den die EU-Finanzminister als "Wolfsrudel" bezeichnet haben.
Das wäre doch genau so, wie wenn sich die obersten Antiterrorchefs der Welt treffen und Bin Laden wird dazu eingeladen. Weckt das keine Neugier bei diesen Pressefutzis? Die machen doch nicht ihren Job, sondern sind reine Hofberichterstatter.
Anmerkung: Der Goldpreis hat einen riesen Sprung gemacht: 1'231 Dollar oder 974 Euro pro Unze. 24 Euro teurer als gestern. Und dann will einer noch behaupten, die Währungen sind gesund. Lächerlich. Vor 10 Jahren bei der Einführung des Euro kostete eine Unze 242 Euro. Damit hat der Euro in dieser Zeit mehr als das vierfache an Wert verloren. Vielen Dank ihr Zentralbankster. Ihr macht alles, nur nicht die Kaufkraft der Währungen zu erhalten, was eure Hauptaufgabe ist.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
06:00
0
Kommentare
Montag, 10. Mai 2010
Das war ja kurz - Euro fällt wieder
Die Erholung der Märkte nach der super Rettungsaktion hat kürzer gedauert als sogar ich dachte.
Am Montagmorgen nach Öffnung der Devisenmärkte stieg der Kurs des Euros zum Dollar von 1,2746 am Freitag auf 1,3093 während des Tages. Aber zum Schluss ging alles wieder verloren und in New York fiel der Kurs um 24:00 Uhr auf 1,2787 runter, fast wie der Stand am Freitag.
Beim Kurs Euro gegen Schweizerfranken genau so. Am Morgen ging es mit 1,4210 los, ging auf 1,4315 hoch, um dann mit 1,4190 zu enden.
Das heisst, der ganze Aufwand vom Wochenende hat bereits nach nur 24 Stunden am Devisenmarkt überhaupt nichts gebracht. Die Spekulanten gegen den Euro sind nicht zurückgeschlagen worden, wie von den EU-Regierungschefs über die Medien verkündet wurde.
Die Euphorie war so gross, man jubelte von einem "Kursfeuerwerk" mit dem am Montag der beispiellose Rettungsschirm der EU für die angeschlagene Länder der Eurozone gefeiert wurde.
Nix da, zu früh gefreut, alles ist verpufft.
Auch an den Aktienmärkten in Fernost ist der Jubel verflogen. In Tokio fiel der Nikkei-Index um 1,1 Prozent auf 10'411 Punkte. Der Topix gab 1,3 Prozent nach auf 932 Punkte. Auch die Märkte in Hongkong, Südkorea, Taiwan, Singapur und Shanghai büssten einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ein.
Moodys prüft eine weitere Herabstufung von Portugal und Griechenland. Für Portugal wäre das Niveau «AA3» wahrscheinlich. Aber auch eine Änderung auf «A1» sei nicht ausgeschlossen. Griechenland werde wohl auf unterhalb des Investment-Niveaus herabgestuft.
Finde ich ja lustig. Gibts noch was tieferes als Ramsch? So wie nix, nada, null?
Wie ich bereits im vorhergehenden Artikel berichtet habe, schafft der Rettungsschirm laut Analysten zwar Luft zum Atmen, aber die Probleme sind damit überhaupt nicht gelöst. Offensichtlich sind die Devisenhändler nicht sehr beeindruckt über was die europäischen Politiker da zusammengeschustert haben und sie drücken den Euro weiter runter.
Dreimal dürft ihr raten, wer alleine von den 750 Milliarden profitiert hat oder noch profiteren wird. Die Grossbanken natürlich, denn ihre Aktienkurse stiegen schön am Montag, da ihre Kredite jetzt gesichert sind und die Schrottpapiere werden ihnen auch abgekauft. Wie heisst es so schön, die Bank gewinnt immer.
Es muss doch endlich jedem klar sein, die Megarettungsaktion, wie jede andere bisher auch, hilft doch nur den Bankstern und sonst niemanden. Die Rechnung zahlt der Steuerzahler.
Deshalb zitiere ich nochmal meinen Spruch:
BRD = Banken Republik Deutschland. Wem gehört das Land? Na den Banken du Dussel! Heisst ja auch Germoney auf Englisch. Deine Abgeordneten sind Befehlsempfänger, zahnlose Pseudoparlamentarier! Die Finanzelite hat das Sagen, es ist ihr Land und du bist ihr Sklave.
„Erlaube mir das Geld einer Nation herauszugeben und zu kontrollieren, dann ist es mir egal wer die Gesetze macht.“ Mayer Amschel Bauer, Gründer der Rothschild-Dynastie
Verwandter Artikel: Der gezielte Angriff der Finanzkiller auf den Euro
UPDATE:
Kurse um ca. 12:00 Uhr - Dollar 1,2687, Franken 1,4084, Gold 952 ... der Euro fällt also weiter.
Kurse um ca. 18:00 Uhr - Dollar 1,2698, Franken 1,4048, Gold 958 ... mow. unverändert und der Goldpreis ist gestiegen.
Damit ist der Euro unter das Tief von 1,2746 Dollar von Freitag gesunken.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
15:05
0
Kommentare
Jetzt ist das Ende des Euro endgültig beschlossen
... statt den Patienten zu heilen wurde eine langsames Sterben eingeleitet.
Für mich hat die plötzliche Einlieferung des deutschen Finanzministers in ein Krankenhaus am Sonntagabend, mitten in den wichtigen Verhandlungen über das Schicksal des Euro, ganz klar symbolische Bedeutung. Schäuble hat bei dem was er als Zukunft für seinen Haushalt sah einen Nervenzusammenbruch erlitten. Das war für ihn zu viel. Es wäre die Unverträglichkeit eines Medikaments ist eine Ausrede.
Er hat gesehen, was für ein Tsunami an Schulden auf den deutschen Steuerzahler zu kommt. Einfach gigantisch. Und genau wie ein Tsunami, wird damit alles was im Weg steht weggespült und die EU-Bürger werden ertrinken. Ertrinken werden sie an den unglaublichen Schulden für die sie gerade stehen müssen.
Es wurde ein gigantisches Rettungspaket beschlossen, denn die EU kann jetzt bis zu 750 Milliarden Euro an Krediten aufnehmen, um die bankrotten Mitgliedsländer zu retten und um den Euro gegen die bösen Spekulanten zu verteidigen. Das bedeutet, die EZB wird Unmengen an Geld drucken müssen. Gleichzeitig soll eine Konsolidierung der Staatsfinanzen intensiviert und vorangetrieben werden. Was heisst das genau?
Erstens, die Situation muss unglaublich schlimm sein, wenn so eine gigantische Summe an Krediten notwendig ist. Zweitens wird die Währungsunion in eine Haftungs- und Schuldenunion umgewandelt, genau das was aber die EU-Verträge ausdrücklich verbieten. Sie reden sich mit einem „Notfall“ raus, um das Gesetz brechen zu können, wie immer. Drittens wird den einzelnen EU-Ländern das Steuer aus der Hand genommen und Brüssel übernimmt für alle die Entscheidungen. Viertens wird es eine massive Inflation geben, mit stetiger Geldentwertung.
Und fünftens, das schmerzhafteste und ungerechteste, die EU-Bürger werden generell den Gürtel enger schnallen müssen. Die Kürzungen der Staatsausgaben wie in Griechenland und Rumänien bereits eingeleitet, die Kürzung der Löhne, Renten, Arbeitslosengeld, Sozialausgaben usw. um 20 und mehr Prozent mit gleichzeitiger Steuererhöhung, wird es überall geben. Irgendwer muss ja die Zeche zahlen und das ist wie immer der kleine Mann, der, der eh schon am wenigsten hat. Ist doch logisch.
Gut, wir werden eine kurze Rally an den Märkten erleben, aber dieser Anstieg wird nur von kurzer Dauer sein, denn kein einziges grundlegendes Problem des Euro, der Eurozone und dessen Mitgliedsländer wurde gelöst. Statt die kranken Patienten auszusondern und unter Quarantäne zu stellen, damit sie getrennt vom Rest sich selbstständig erholen können, wurde am Wochenende beschlossen, dass alle solidarisch jetzt angesteckt und krank werden sollen. Da kann man sich nur an den Kopf greifen.
Was ist falsch daran, die Länder welche eine Misswirtschaft hingelegt haben in einen geordneten Konkurs zu schicken? Ein Schuldenerlass und ein Abschreiben der Verbindlichkeiten ist doch die einzige Lösung. Nur durch drücken des Reset-Kopf können sie sich erholen und aus dem Teufelskreis der Zinszahlungen raus kommen. Dieses "too big to fail" ist doch völliger Blödsinn, dieses retten koste es was es wolle, bei Staaten genau wie auch bei Banken. Wer nicht überlebensfähig ist, muss die Konsequenzen tragen. Angeblich leben wir doch in einer Marktwirtschaft.
Statt die Schotten dicht zu machen, damit nicht mehr Wasser ins Schiff kommt und die Kammern die riesige Löcher haben auszusondern, wurden nur die Anzahl Pumpen erhöht. Ja, die Geldpumpen. Damit wird das Schiff nicht am Sinken gehindert, sondern nur die Zeit etwas hinausgezögert, bis der Kahn endgültig untergeht.
Merkel hat sich als völlig unfähig zur Führung dieses Schiffes gezeigt. Sie vertritt nicht die Interessen Deutschlands, sondern knickt auf jeden Druck von aussen ein. Mitten im Sturm hat Sarkozy das Kommando übernommen. Ist ja auch keine Wunder. Was ist sie denn schon? Hat sie von Finanzen und Wirtschaft eine Ahnung? Als Dr. der Physik sicher nicht. Sarkozy und die Eurokraten haben ihren Willen durchgesetzt und sie haben jetzt eine sogenannte Wirtschaftsregierung für die Eurozone beschlossen. Die einzelnen Länder haben nichts mehr zu sagen, die Wirtschaftspolitik der EU-Länder wird ab sofort von Brüssel diktiert.
Wir sehen die Zerstörung der fiskalischen Souveränität der Länder. Dieser sogenannte EU-Rettungsmechanismus mit der Macht jetzt eigene Schuldscheine bis zu einer Höhe von 750 Milliarden Euro auszustellen, geht weit über den Lissabon-Vertrag hinaus. Wir sehen die Entstehung eines EU-Finanzministeriums, wo die Schulden der einzelnen von allen getragen werden müssen. Der europäische Superstaat wird vor unseren Augen geschaffen. Wieder werden mit einem Notstand die Menschen vor vollendeten Tatsachen gestellt, die im Normalfall nicht durchsetzbar wären.
Die EU-Finanzminister haben einen Trick angewendet, sich für ein komplexes, technisches Konstrukt eines Hilfsfonds entschieden. Nicht die EU-Kommission, also die EU-Regierung darf den Mitgliedern direkt Geld leihen, sondern eine Zweckgesellschaft, die in den nächsten Tagen gegründet wird. Diese wird Eurobonds auflegen, die an den Finanzmärkten gehandelt werden. Wenn ein Land Hilfsgelder beziehen will, muss es mit dieser Zweckgesellschaft verhandeln. Nur, wie jeder Zaubertrick ist er nicht echt, sondern nur eine Illusion.
Die Protestwahl wie jetzt in NRW gesehen, in dem die Wähler ihren Unmut über die Haftungsübernahme für Schulden der anderen Länder ausgedrückt haben, zeigt wie unpopulär diese Beschlüsse sind. Merkel hat einen Denkzettel verpasst bekommen und damit die Mehrheit im Bundesrat verloren. Was wir in den Strassen von Athen erlebt haben ist nur der Anfang und könnte europaweit ausser Kontrolle geraten, wenn die Menschen es bald am eigenen Leib spüren werden, was ihre Politiker gerade eben beschlossen haben.
Es wird eine Inflation, eine Geldentwertung mit gleichzeitigen massiven Einschnitten in den Staatsausgaben und Steuererhöhungen geben, welche die Ärmsten am härtesten trifft. Die EZB darf den wertlosen Giftmüll mit Bargeld aufkaufen, welches sie aus Luft schafft. Noch eine Illusion, denn die Schulden werden nur von der linken Tasche in die rechte verschoben.
Statt die schwer kranken EU-Länder im Süden und Osten aus dem Euro ausscheiden zu lassen, um mit einer eigenen Währung durch Abwertung und Schuldenbereinigung ihre schwachen und nicht wettbewerbsfähigen Wirtschaften zu sanieren, wird krampfhaft die Einheit aufrechterhalten, koste es was es wolle. Und das wird dann für alle teuer. Ist die Rettung eines einheitlichen Euro das wert, nur weil die Euroturbos eine Niederlage nicht eingestehen können?
Song Seng Wun, Chefökonom der CIBM-GK Research in Singapore kommentierte die Aktion am Wochenende mit den Worten: "Es kauft etwas Zeit. Wir wissen nicht ob es reicht. Sie versuchen den Eindruck zu erwecken, sie sind sich immer noch einig. Sie haben etwas Atemluft gekauft, aber das ist alles. Vielleicht verzögert es nur das Unvermeidliche, der Euro muss schlussendlich aufgegeben werden, das ist das schlimmste anzunehmende Szenario."
Was wir jetzt sehen ist völlig verrückt und kommt einem Selbstmord auf Raten gleich.
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
02:04
0
Kommentare
Freitag, 7. Mai 2010
Rumänien ist das nächste Opfer des IWF
Auf Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat Rumänien einschneidende Massnahmen verkündet, damit das Land ein Rettungspaket bekommt. Die Löhne und Renten werden massiv gekürzt. Der rumänische Präsident Traian Băsescu sagte: “Das Programm, um die öffentlichen Ausgaben zu kürzen, ist unvermeidbar.” Alle Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst werden um 25 Prozent gekürzt. Das Arbeitslosengeld und die Renten werden um 15 Prozent reduziert.
Diese Forderung kommt vom IWF, der EU und der Weltbank, damit das Land ein Rettungspaket in Höhe von 20 Milliarden Euro von ihnen bekommt.
Băsescu sagte bei einer Pressekonferenz: „Der staatliche Sektor ist wie ein fetter Mann von 200 Kilo, der auf einem kleinen Mann von 50 Kilo sitzt, der die reale Wirtschaft darstellt.“
Er sagte, als Teil der Verhandlungen mit dem IWF hätte das Land ganz knapp eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 24 Prozent vermieden und einen Anstieg der Unternehmenssteuer von 16 auf 20 Prozent.
Die Subventionen für Heizung und Mieten werden ebenfalls für Millionen Haushalte gekürzt, was eine Verdreifachung der Kosten bedeuten könnte. Gerade die ärmsten der Bevölkerung sind durch diese Massnahmen am härtesten betroffen.
Die IWF-Mission wird bis Sonntag noch im Land bleiben.
Gewerkschaften drohen mit einer Streikwelle
Die rumänischen Gewerkschaften haben mit einer Streikwelle gedroht, welche das ganze Land lahmlegt, als Protest gegen die drakonischen Lohn- und Pensionskürzungen.
Gewerkschaftsvertreter werden sich am Sonntag mit Băsescu treffen, bevor die IWF-Mission das Land verlässt und dessen Führung sagte, die Proteste werden ähnlich wie die in Griechenland sein, wenn sie nicht zu einer Einigung kommen.
“Die Wahrscheinlichkeit, dass wir streiken werden ist hoch, so lange die drakonischen Massnahmen nicht aufgegeben werden,“ sagte Marius Petcu, Gewerkschaftsführer der CNSLR Fratia, die ca. 800'000 Mitglieder vertritt.
Rumänien ist das zweit ärmste Land in der EU und steht ebenfalls mit seiner enormen Verschuldung vor einem Staatsbankrott. Die Auswirkungen der Krise in Griechenland haben bereits die Aktienkurse und die Landeswährung Leu schwer getroffen und die Risikoprämie auf Kredite erhöht.
Nach Griechenland stürzen sich die blutsaugenden Vampire damit auf das nächste Land, um die arme Bevölkerung zu bestehlen und die Bankster zu bereichern.
Protestspruch gegen den verhassten IWF in Griechenland: "IWF haut ab"
Eingestellt von
Freeman-Fortsetzung
um
15:05
0
Kommentare