Der deutsche Bundesgerichtshof hat am Mittwoch in einem Urteil entschieden, Privatpersonen sind verpflichtet ihren drahtlosen Internetzugang mit einem Passwort zu schützen. So soll der Missbrauch durch Dritte verhindert werden. Sie können sonst mit einer Abmahngebühr rechnen, wenn Dritte den ungeschützten Zugang für illegale Musik-Downloads oder andere Dateien verwenden, entschieden die Richter in Karlsruhe.
"Private Nutzer sind dazu verpflichtet zu überprüfen, ob ihre drahtlose Verbindung genug gegen die Gefahr der unberechtigten Nutzung durch Dritte gesichert ist, um Urheberechtsverletzungen zu begehen," sagten die Richter.
Das Urteil kam zustande, nach dem eine Plattenfirma einen Internet-Benutzer verklagte, dessen WLAN-Verbindung dazu benutzt wurde, um einen illegalen Download eines Liedes zu machen, welches dann in einem File-Sharing-Netzwerk angeboten wurde.
Der Beklagte konnte aber nachweisen, er war wärend der Zeit im Urlaub, als der Download gemacht wurde. Trotzdem hat das Gericht geurteilt, er wäre teilweise dafür verantwortlich, in dem er seine Funkverbindung nicht gegen aussen geschützt hätte.
Das Urteil stärkt zwar die Rechte der Musikindustrie, beschränkt aber die Haftung privater Inhaber, indem sie Schadenersatzzahlungen an die Musikindustrie in horrender Höhe ablehnt (Urteil vom 12. Mai 2010 Az.: I ZR 121/08). Denn das Gericht ging nicht so weit, um den Beklagten auch für den illegalen Inhalt der Downloads verantwortlich zu machen.
Ein weitergehender Anspruch der Plattenfirma auf Schadenersatz - etwa die entgangenen Lizenzgebühren - bestehe nicht, entschieden die Richter. Der Anschlussinhaber habe selbst keine Rechtsverletzung begangen; als Gehilfe könne er nur dann zum Schadenersatz verurteilt werden, wenn er vorsätzlich handelt.
Das Gericht hat auch sein Urteil insoweit eingeschränkt, man könnte nicht vom Inhaber der Verbindung erwarten, ständig seine Sicherheit zu überprüfen. Man muss den Zugang nur einmal mit einem neuen Passwort bei der ersten Installation versehen.
Kommentar: Wer seinen WLAN-Anschluss nicht schützt handelt farlässig und gegen seine eigenen Interessen. Ist doch logisch. Das ist wie wenn man keine Haustür hat und jeden reinspazieren lässt. Dabei ist der Schutz so einfach. Auch die Forderung der Musikindustrie, irrsinnige Schadenersatzforderungen stellen zu können wurde vom Gericht abgewiesen. Dieses Urteil ist eigentlich ganz fair. Aber grundsätzlich bin ich gegen WLAN, denn wir haben schon genung Radiostahlung, die uns von allen Seiten bombardiert.
Freitag, 14. Mai 2010
Bundesgerichtshof: WLAN-Zugang muss geschützt sein
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Mittwoch, 13. Mai 2009
Petition gegen Internetzensur
Seit dem 22. April läuft eine Petition unter dem Motto "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" bis zum 16. Juni 2009, um die deutsche Internetzensurgesetz zu verhindern. Ich kann nur jeden "Bundesbürger" bitten daran teilzunehmen. Bisher haben sich über 77'800 Gegener der Internetzensur eingetragen. Ein toller Erfolg, aber es müssen mehr sein ... viel mehr, damit die Politiker merken was eure Meinung darüber ist.
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Donnerstag, 19. März 2009
Geheime australische Internetzensurliste veröffentlicht
Die australische Regierung hat beschlossen, den Zugang zum Internet zu zensieren, selbstverständlich mit der Ausrede, es geht um den Schutz der Bevölkerung, speziell der Minderjährigen. Nur, das unvermeidliche ist jetzt passiert – die top-geheime australische schwarze Liste aller verbotenen Webseiten ist in die Öffentlichkeit gelangt, bevor die Zensur überhaupt in Kraft getreten ist. Jetzt wollen alle Australier wissen, welche Seiten die Regierung ihnen vorenthalten will.
Die Liste beinhaltet 2’395 Webseiten, wobei es bei der Hälfte gar nicht um Kinderschändung geht. Es sind Seiten dabei wie Online-Poker, Fetisch, religiöse Randgruppen aus dem satanischen und auch christlichen Bereich, dann Wikipedia- und Youtube-Seiten, Schwulen- und Hetero-Porno Seiten, ein Reisebüro und sogar eine Seite eines Zahnarztes aus Queensland.
Die australische Regierung testet gerade die Technologie um das Internet für ihre Bürger zu „filtern“. Die Liste sollte an alle Internet Service Provider des Landes geschickt werden, nur dann wäre sie ganz bestimmt an die Öffentlichkeit gelangt. Es ist überraschend, dass es schon vorher passiert ist.
Bjorn Landfeldt, ausserordentlicher Professor an der Universität von Sydney, zuständig für Technologie, sagte der Zeitung Sydney Morning Herald, die Veröffentlichung ist der schlimmste Albtraum für Eltern, denn neugierige Kinder werden nach der Liste jetzt suchen.
„Sie stellt eine konzentrierte Enzyklopedie der Verdorbenheit und möglichen sehr gefährlichem Material dar.” Aber er erzählte der Zeitung, die das Dokument eingesehen hat, “Es sieht für mich aus, wie wenn praktisch alles potenziell auf die Liste kommen kann.”
Die Liste ist zu Wikileaks gelangt, die dem Herald sagte, sie würden die Liste demnächst veröffentlichen. Sie zeigen bereits ähnliche Listen der Länder Thailand, Dänemark und Norwegen.
Zur Zeit ist Wikileaks wegen Überlastung schwer erreichbar, wahrscheinlich weil sie mit dem Ansturm neugieriger Australier nicht nachkommt.
Die australische Regierung hat vor, mit dem “Filtersystem” alle Webseiten die auf der schwarzen Liste stehen für alle Australier zu blockieren. Sie hat sogar Pläne, die Liste auf über 10’000 Seiten zu erweitern.
Der Gründer von Wikileaks, Julian Assange, erzählte dem Herald, so eine geheime Zensur ist zwangsläufig korrupt. Thailand hat ein ähnliches System, um Bilder von Kinderschändung zu verhindern, aber die Liste beinhaltet 1'200 Seiten, die auch kritisch gegenüber der thailändischen Königsfamilie sich äussern.
“Im Januar wurde das thailändische System benutzt, um australische Berichte über die Einkerkerung des australischen Autoren Harry Nicolaides zu zensieren”, sagte er.
“Diese Woche sahen wir wie Australien sich den Ländern China und Vereinigte Arabische Emirate angeschlossen hat, welche als einzige Wikileaks zensieren.”
Die zuständige australische Behörde für Internetzensur, Australian Communications and Media Authority (ACMA) sagt, Australier die dabei erwischt werden die Liste zu verbreiten, oder auf Seiten die auf der Liste stehen zugreifen, können mit einer Strafe von bis zu 10 Jahren Gefängnis rechnen.
Charlotte Knobloch will auch eine Internetzensur in Deutschland:
Ja, die deutschen Internet-Provider habt ihr im Griff!
Das schlimme an Zensur ist <<<<<<< und <<<<<<, deshalb müssen wir jetzt <<<<<<. Verstanden?
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Freitag, 27. Juni 2008
Auf Wiedersehen Bill Gates
Bill Gates geht in Rente, oder so etwas ähnliches. Heute Freitag ist sein letzter voller Arbeitstag bei Microsoft. Er ist nur 52 und er wird jetzt mehr Zeit seiner Bill und Melinda Gates Stiftung widmen. Er wird immer noch Vorstandsvorsitzender und grösster Aktionär von Microsoft bleiben, aber es ist das inoffizielle Ende als Chef der Firma.
Bill Gates wird ab jetzt nur noch einen Tag in der Woche in der Firma sein. Die Arbeit als Chef übernimmt sein Nachfolger Steven Balmer. Der kann sich dann um die ganze Probleme kümmern, mit denen Microsoft zu kämpfen hat.
Vorbei sind die Zeiten der totalen Dominanz, in dem die IT-Technologie sich weg vom PC, hin zum Internet bewegt hat. Google ist das beste Beispiel dafür, wie das Internet-Computing die Spielregeln im Wettbewerb völlig verändert hat.
Zugute kann man Gates halten, das er die dynamische Kraft hinter der PC-Revolution war. Er hat dabei geholfen eine gigantische weltweite Industrie zu geschaffen und die Produkte von Microsoft, wie Windows und Office, werden überall auf der Welt eingesetzt.
Damit schaffte der frühzeitige Schulabgänger aus Harvard der reichste Mann der Welt zu werden. Jetzt benutzt er sein Vermögen zu „wohltätigen Zwecken“ oder besser gesagt, um die Gesellschaft umzubauen, im Sinne der globalen Elite für eine New World Order.
Die Zeiten der traditionellen Desktop-Software, dessen Technologiestandard Microsoft solange beherrscht hat, wird immer weniger wichtig. Heute werden webbasierende Anwendungen welche Information über Internet liefern definitiv immer dominanter.
Bei Microsoft ist deshalb die Panik ausgebrochen, speziell nach dem gescheiterten Versuch Yahoo für 47.5 Milliarden Dollar zu übernehmen, um damit ihren Rückstand aufzuholen.
Tja, alles hat ein Ende ... deshalb, auf Wiedersehen Bill Gates ... danke, dass du uns am Schluss deiner Karriere Vista gebracht hast, das grösste, ressourcenfressenste, schwerfälligste, langsamste Betriebssystem das Microsoft je gebaut hat. Wir lieben es. Siehe dazu "Erster Visda Service Pack angekündigt".
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Sonntag, 4. Mai 2008
Google Tip
Wer so viel Google benutzt wie ich, dem wird dieser kleine Trick von nutzen sein. Man kann die Suchresultate nach Zeit eingrenzen, entweder nur die zeigen der letzten 24 Stunden, der letzten Woche, Monat oder des Jahres in dem man am Ende der Such-URL einen zusätzlichen Befehl hinzufügt.
In dem man „&as_qdr=d” in der Adresse eintippt und nochmals suchen lässt, erscheint eine Auswahlliste wo man den gewünschten Zeitraum der Resultate wählen kann.
Dies ist nützlich wenn man nur die neuesten Artikel über ein bestimmtes Thema sehen will und nicht immer wieder die gleichen Links die man bereits kennt, aber immer oben erscheinen.
Wer es noch einfacher haben und nicht jedes mal tippen will, kann sich ein Bookmarklet einrichten. Man erstellt einen Favoriten und gibt statt einer Link-Adresse diesen Script ein:
javascript:void(top.location=top.location+"&as_qdr=d");
Damit wird beim Anklicken der Zusatzbefehl einfach am Ende der URL hinzugefügt und das Listenfeld erscheint.
Viel Spass dabei.
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Freitag, 2. Mai 2008
ReactOS - der Windows Clone
ReactOS ist ein Open-Source Betriebssystem, welches den Anspruch hat ein kompletter Ersatz für Windows XP zu sein. Damit soll es möglich sein, alle Windows Applikationen ohne Veränderung auf diesem alternativen Betriebssystem zu nutzen. Das Ziel von ReactOS ist es, alle Windows-Programme die man hat auf seiner Hardware zu verwenden, mit einem Betriebssystem welches völlig gratis für jedermann ist!
So sieht die Oberfläche aus:
Microsoft Windows ist nun mal ein Standard und es gibt ein Unzahl Applikationen die darauf laufen, nur sind viele mit der Politik von Microsoft völlig frustriert. Ausserdem ist Windows, und speziell Vista, ein unglaublicher Resourcen-Fresser und sehr langsam. Deshalb wäre eine Alternative die schlank und schnell ist, auf der alle Programme laufen, die sogar noch gratis ist, sehr begrüssenswert.
Was die IT-Profis von Windows Vista denken, kann man aus diesem USA Today Artikel ersehen.
Will Weider ist der IT-Chef einer Reihe Spitäler im US-Bundesstaat Wisconsin und zuständig für 14'000 PCs. Aber er hat keine Lust auf Vista umzustellen, die neueste Version von Windows.
"Ich würde Vista nicht mal nehmen, wenn es gratis wäre." sagt er. "In der Vergangeheit gab es immer einen wichtigen Grund um ein Upgrade zu machen, aber XP ist völlig akzeptable."
Spricht ja nicht gerade für Vista.
Jedenfalls sollte man das Projekt einer Alternative zu Windows näher anschauen und sogar unterstützen.
Hier zur deutschen ReactOS Home-Page.
Ich werde ReactOS auf einem freien PC mal ausprobieren.
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Freeman-Fortsetzung
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