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Freitag, 22. Januar 2010

US-Militär war auf einen Notfall in Haiti vorbereitet

... und hat es vorausgesehen. Genau einen Tag vor dem Erbeben in Haiti, hat das zuständige Militärkommando für die Karibik und Südamerika, Southern Command (SOUTHCOM), mit ihrem Hauptquartier in Miami, ein entsprechendes Notfallszenario bereit gehabt. Der Notfall auf den sie sich vorbereitet hatten, war auf Folgen nach einem Hurrikan in Haiti zu reagieren.

Am Montag den 11. Januar war Jean Demay, der technischer Manager der DISA, zu Besuch im Hauptquartier von SOUTHCOM in Miami, um ein System zu testen, welches die Unterstützung im Falle eines Hurrikans in Haiti liefern würde. Die DISA (Defense Information Systems Agency) ist eine „Kampfunterstützungseinheit“, welche dem Pentagon untersteht, die Dienstleistungen in den Bereichen Informatik, Telekommunikation, Systeme und Logistik dem US-Militär zur Verfügung stellt.

Die DISA war beauftragt für SOUTHCOM einen Desasterplan auszuarbeiten und Jean Demay war verantwortlich den Test durchzuführen. Nach Ablauf des Tests am 11. Januar war das System parat für Hilfeleistungen im Katastrophenfall auf Haiti.

Als das Erdbeben am 12. Januar Haiti getroffen hat, wurde von SOUTHCOM entschieden, mit dem System am 13. sofort „live“ zu gehen, welches nur zwei Tage vorher in Miami getestet wurde.

Nachdem das Erdbeben am Dienstag zugeschlagen hat, sagte Demay, hat SOUTHCOM am nächsten Tag entschieden das System zu aktivieren und die DISA öffnete alle Partnernetzwerke zu allen Organisationen welche die Hilfsbemühungen unterstützen.

Dieses Projekt für ein Informationssystem, welches durch Unterstützung von SOUTHCOM und European Command aufgebaut wurde, hatte eine Entwicklungszeit von drei Jahren. Es wurde entworfen, um die multilaterale Zusammenarbeit zwischen Bundesbehörden und nicht staatlichen Organisationen zu ermöglichen.

Unter dem Katastrophennotfallprogramm für Haiti, ist es die Aufgabe der DISA an einer genau geplanten militärischen Operation teilzunehmen.

Die DISA liefert dem US Southern Command mit Informationstechnologien, welche unserem Land die Möglichkeit gibt, schnell auf eine kritische Situation in Haiti zu reagieren,“ sagt Larry K. Huffman, der oberste Direktor der globalen Netzwerkoperation. „Unsere Erfahrung in der Bereitstellung von Unterstützung im Bedarfsfall rund um die Welt, bringt uns in die Lage die Bedürfnisse von SOUTHCOM zu erfüllen.

Die Ingenieure der DISA liefern ein Führungsinstrument und eine Infrastruktur, um eine global vernetzte Unterstützung von Kampfeinheiten sicherzustellen, einschliesslich der nationale Führung, andere Missionen und Koalitionspartner. Dazu benutzt die DISA das Satellitennetzwerk des Verteidigungsministeriums, um Frequenzen und Bandbreite an alle Organistionen zu liefern, welche in Haiti Hilfe leisten.

Gleich nach dem Erdbeben, hat die DISA die Hauptrolle in der Unterstützung von SOUTHCOM aufgenommen, welche von der Obama-Regierung als die faktische “führende Behörde“ designiert wurde, im amerikanischen Hilfsprogramm für Haiti. Das zugrunde liegende System besteht aus der Integration der zivilen Hilfsorganisationen mit den erweiterten Kommunikations- und Informationssystem, welches vom US-Militär kontrolliert wird. (globalresearch)

Kommentar: Zufälle gibts die gibts gar nicht. Wieso wusste das Pentagon drei Jahre im Voraus, sie müssen auf eine Katastrophe in Haiti reagieren? Und dann ist das System auch noch genau einen Tag vor dem Ereignis fertig und umsetzbar? Warum wurde Haiti ausgesucht? Es gibt 15 weitere Staaten in der Karibik die genau so "gefährdet" sind. Ausserdem fängt die Hurrikan-Saison erst Ende Sommer und Anfang Herbst an. Dazu kommt noch, für Katastrophenhilfe ist grundsäztlich der Zivilschutz zuständig und nicht das Militär, die helfen höchstens aus. Im Falle der USA die FEMA Federal Emergency Management Agency, die sind auf Katastrophenhilfe vorbereitet, oder international gesehen die UNO, aber nicht SOUTHCOM, das Regionalkommando der Streitkräfte der USA für Latainamerika.

Und hier noch so ein Zufall ... der Vizekommandeur von SOUTHCOM, P.K. Keen, war wärend des Erdbebens in Port-au-Prince. Keen und seine Adjudanten kamen einige Tage vorher in Haiti an. Genau zu dem Zeitpunkt des Erdbebens hielten sie sich in der erbebensichern US-Botschaft auf und keiner wurde verletzt. Auf Anfrage, warum sie dort seinen, sagte Keen, wegen der Übung, um nach einer Hurrikankatastrophe zu helfen.

Zur Erinnerung, am 11. September 2001 und auch am Tag des Anschlags auf die U-Bahn in London, liefen mehrer Militär- und Antiterror-Übungen ab. Es ist eine klassische Tatktik bei einer geplanten Operation unter falscher Flagge, diese mit einer Übung zu tarnen, die dann "live" geschaltet wird.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Karte der Bodenschätze von Haiti

Als Ergänzung zum meinem Artikel "Haiti hat riesige Ölreserven und Uran", hier eine Karte der Bodenschätze von Haiti. Die fünf wichtigsten Ölfelder habe ich rot eingekreist. Die Karte stammt aus dem "Weissbuch" von Fanmi Lavalas:



Neben Erdöl gibt es noch weitere wertvolle Mineralien. Ausserdem gibt es Berichte der Einheimischen, das Öl tritt an manchen Stellen sogar aus dem Boden bzw. die Erde ist mit Öl durchtränkt.

Mindestens drei kanadische Konzerne schürfen nach Gold und Kupfer im nordosten von Haiti und zwei davon haben ihre Tätigkeit im vergangegen Jahr ausgebaut. Es handelt sich dabei um St. Genevieve, Eurasian Minerals und Majescor. Diese Firmen und speziell St. Genevieve kamen nach Haiti im Jahre 1997, unter der Lavalas Regierung von Präsident René Préval. Sie erhielten eine Konzession für 25 Jahre.

Ausser Erz wird auch Mamor in sehr hoher Qualität gewonnen und in die Welt verkauft.

Ex-Verteidigungsminister warnt vor "Übernahme" von Haiti durch die USA

Der ehemalige Verteidigungsminister von Haiti, Patrick Elie, hat vor der militarisierung der Erdbenhilfe gewarnt, nach dem Washington betätigt, 12'000 US-Truppen wären in und um Haiti im Einsatz. Er sagte:

"Es gibt keinen Krieg hier. Wir benötigen nicht so viele Soldaten."

Nach dem die US-Truppen, welche den Flughafen übernommen haben, zwei mexikanische Maschinen mit Hilfslieferungen abgewiesen haben und auch mehrmals Frachtflugzeug von "Ärzte ohne Grenzen" keine Landeerlaubnis erteilte, sagte der ehemalige Minister:

"Die Entscheidung wer am Flughafen landen darf und wer nicht sollte durch Haiti entschieden werden. Sonst ist es ein Machtübernahme und die Bedürfnisse der Haitianer werden nicht berücksichtigt."

Am Mittwoch hat ein weiteres Beben der Stärke 6,1 Haiti erschüttert. Das Epizentrum lag ca. 60 Kilometer westlich von Port-au-Prince.

Die US-Truppen haben vier Flughäfen übernommen

In der Zwischenzeit besetzt das US-Militär vier Flugplätze. Neben dem Hauptflughafen in Port-au-Prince, auch den von Jacmel an der Süküste. Dazu in der Dominikanischen Republik den von San Isidro und Barahona, wie der Oberkommandierende von "US Southern Command", General Douglas Fraser bestätigte.

Er wurde auch vom Pentagon verkündet, das weitere 4'000 US-Soldaten ins Land geschickt werden. Es gibt sogar Berichte aus US-Militärkreisen, das bis zum 24. Januar insgesamt 20'000 US-Soldaten im Einsatz sein werden.

Zur Erinnerung, die USA hatten bis 1934 für fast 20 Jahre Haiti besetzt und die letzten US-Truppen war 1994 dort.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Die Botschaft der USA an Haiti: Kommt nicht nach Amerika und verreckt

Jeden Tag fliegt eine Cargo-Maschine der US Air Force für fünf Stunden über Haiti, welche mit einem Radiosender ausgestattet ist, dabei Nachrichten sendet und über das zerstörte Land die Botschaft verkündet:

Versucht nicht in die Vereinigten Staaten zu kommen!

Die Stimme die man hört ist die von Raymond Joseph, der Botschafter Haitis in Washington. Er sagt seinen Landsleuten auf Kreolisch:

Hört zu, stürmt nicht die Boote und verlasst das Land,” laut einer Abschrift welche das Pentagon veröffentlicht hat. „Wenn ihr das versucht, werden wir noch grössere Probleme haben. Weil, wenn wir ehrlich mit euch sind: Wenn ihr meint die USA erreichen zu können und alle Türen stehen weit offen für euch, das ist nicht der Fall. Und sie werden euch direkt auf dem Wasser abfangen und euch dort hin zurück schicken wo ihr hergekommen seid.

Offizielle des Heimatschutz- und Verteidigungsministerium sagen, sie nehmen einen harte Haltung ein, um einen Massenexodus von der Insel zu verhindern, welche zu Todesfällen auf See und zu einer Flüchtlingskrise in Südflorida führt. Es sind über 1'000 Kilometer von Port-au-Prince nach Miami.

Zurzeit flüchtet noch niemand aus Haiti mit Booten, aber die US-Offiziellen sagen, sie sind besorgt, wenn in den kommenden Wochen die Zustände in Haiti sich verschlechtern, dann könnte ein Flüchtlingsstrom kommen.

Sie haben aber nicht nur diese fliegende Radiokampagne gestartet, um die Haitianer davon zu überzeugen in ihren Trümmern und Elend zu bleiben, sie haben auch Massnahmen getroffen um Boote mit Flüchtlingen aufzusammeln und ins berühmt berüchtigte US-Gefangenlager nach Guantánamo Bay auf Kuba zu bringen.

Durch das Erdbeben vom 12. Januar sind geschätzte 200'000 Menschen umgekommen, 1,5 Millionen dadurch obdachlos und möglicherweise laut Hilfsorganisationen 1 Million Kinder insgesamt Waisen. 380'000 waren vor dem Beben schon ohne Eltern.

Offensichtlich ist es die Priorität der amerikanischen Intervention auf Haiti nicht Leben zu retten, sondern eine totale militärische Kontrolle über die Bevölkerung zu etablieren.

Am Flughafen von Port-au-Prince werden Flugzeuge mit Hilfslieferung und medizinischem Personal aus Europa und den südamerikanischen Ländern abgewiesen und die Landeerlaubnis verweigert, weil US-Militärtransporte Priorität haben. Diese bringen nur Soldaten und die Logistik für die Besatzungstruppen, sowie Verpflegung für die Mannschaften, ganz wenig Material für die Opfer.

Fünf Schiffe der US-Küstenwache zusammen mit Schiffe der US Navy sind vor die Küste von Haiti verlegt worden, nicht um Wasser, Lebensmittel und Medizin für die Verletzten und Sterbenden zu bringen, sondern nur um aufzupassen, dass kein Haitianer flüchtet. Der Kommandant der Küstenwache Chris O’Niel sagte der New York Times, jeder der aus Haiti flüchtet wird abgefangen und zurückgeschickt.

Das US-Aussenministerium hat auch den Schwerverletzten in Port-au-Prince die Einreisevisa verweigert, damit sie in Miami operiert und versorgt werden können, sagte Dr. William O’Neill, der Dekan der Miller School of Medicine an der Universität von Miami, die ein Lazarett in der Nähe des Flughafens eingerichtet hat.

"Es ist mehr als Wahnsinn,” sagte Dr. O’Neill, als er letztes Wochenende aus Haiti zurück nach Miami kam. „Es ist der schlimmste Fall von Bürokratie.

In rasanten Tempo nach dem Erdbeben haben tausende US-Soldaten den Flughafen von Port-au-Prince besetzt und den Hafen unter Kontrolle gebracht. Obwohl pausenlos Militärtransportmaschinen starten und landen, sieht man kaum Soldaten im Hilfseinsatz. Einige Soldaten meldeten sogar, sie haben seit Tagen nicht den Flughafen oder die Kriegsschiffe verlassen und sitzen nur rum.

Der Flughafen ist zu einer US-Militärbasis ausgebaut worden, mit Helikopter die laufend kommen und gehen und irgendwo hinfliegen. Nur wenige Maschinen werfen Lebensmittel oder Wasser in den zerstörten Gegenden ab, was aber dann gross von den US-Medien aufgebauscht berichtet wird.

Was von der haitianischen Regierung übrig geblieben ist, trifft sich in einer Polizeistation in der Nähe des Flughafens. Offensichtlich hat sie aber nicht mehr viel zu sagen und die Amerikaner bestimmen alles. So haben die US-Soldaten auf Verlangen von US-Aussenministerin Hillary Clinton das Recht von der haitianischen Regierung bekommen, die Strassen in Port-au-Prince zu patrouillieren.

Nach dem so viel Zeit verschwendet wurde, hat die US-Militärführung beschlossen die Suchaktion in den Trümmern zu beenden, bevor sie überhaupt begonnen wurde, da sowieso alle Begrabenen vermutlich tot sind. Ausserdem haben die Amerikaner gar kein schweres Gerät mitgebracht, Bagger, Kräne usw. Nur mit Waffen ausgestattet können die Soldaten sowieso nicht helfen.

Da es an Antibiotika und anderen Medikamenten fehlt, mussten eine Reihen von primitiven Amputationen vorgenommen werden, die meisten ohne Schmerzmittel. Die Ärzte und Schwestern rufen verzweifelt nach Anästhetika, Skalpellen und Sägen, um die zerschmetterten Gliedmassen zu amputieren. Ein Vertreter von Doctors Without Borders sagte, die Chirurgen im Cite Soleil Notfallspital waren gezwungen auf einen Markt zu gehen und dort gewöhnliche Handsägen zu kaufen, um die Amputationen durchführen zu können.

Es heisst entweder amputieren oder sterben,“ sagte Dr. Nancy Snyderman, die in Haiti als Nothilfe arbeitet. „Die Folgeinfektionen sind gewaltig. Es ist die Haupttodesursache jetzt.

In einem Land wo das Überleben so hart ist, für einen Amputierten wird es unmöglich sein. Damit stellt sich die Frage, was wird aus ihnen passieren?“ fragte Snyderman. „Es gibt keine Prothesen für ein Land welches bald grossteils aus Weisen und Amputierten bestehen wird.

Ich sah Babys mit aufgespaltenen Schädel, aufgeplatzt wie eine Wassermelone,” fügte sie hinzu. „Die besten Ärzte konnten nur einen Bandage um den Kopf herumwickeln, um sie dann sterben zu lassen.

Bei seinem Besuch in Port-au-Prince beobachtete Bill Clinton, der von Obama designierte oberste Chef der amerikanischen Hilfsaktionen und UNO-Beauftragter für Haiti, wie Chirurgen unter den primitivsten Bedingungen operierten und sagte dazu:

Es ist erstaunlich was die Haitianer in der Lage sind zu schaffen, in dem sie Operationen in der Nacht durchführen, mit Funzeln, ohne Betäubung, Wodka benutzen um die Geräte zu sterilisieren.

Vor seinem Besuch mit Tochter Chelsea wurde das Spital von ca. 100 US-Fallschirmjägern abgesichert. Die Soldaten drängten eine verzweifelte Menschenmenge ab und verweigerten den Zugang zum Spital.

Wenn Clinton schon das Elend selber erlebt, dann muss man diesen „barmherzigen Menschenfreund“ fragen, warum verhindert die USA die Landung von Flugzeugen aus Europa mit ganzen Feldspitälern die komplett ausgerüstete sind? Warum verweigert ihr den Abtransport von Schwerverletzten nach Miami, was nur wenige Stunden dauert, und dort warten Ärzte in einem leeren Lazarett? Ist das Absicht? Seid ihr überhaupt Menschen oder gefühllose Reptilien?

Die Gleichgültigkeit von Washington zu diesem Horror ist skandalös.

Dass bestätigt wieder, das US-Militär vertritt nicht die Interessen und die Moral der amerikanischen Bürger, sondern dient als Bajonett der weltweiten Hochfinanz.

Ich zitiere Smedley D. Butler, Generalmajor beim United States Marine Corps, der bereits 1933 !!! sagte:

"Ich habe 1914 mitgeholfen, Mexiko und insbesondere Tampico für amerikanische Ölinteressen abzusichern. Ich habe mitgeholfen, Haiti und Kuba zu einem angenehmen Ort zu machen damit die Jungs von der National City Bank Gebühren kassieren können. Ich half mit beim Rauben von einem halben Dutzend Republiken in Mittelamerika zugunsten der Wall Street. Die Liste der Ganoveneinsätze ist lang. Ich half Nicaragua 1909-12 für das internationale Bankhaus Brown Brothers zu säubern. In 1916 brachte ich Licht in die Dominikanischen Republik für die amerikanischen Interessen am Zucker. Ich habe 1903 mitgeholfen, Honduras für die amerikanischen Obsthandelsfirmen zuzurichten. In China sorgte ich 1927, zusammen mit anderen dafür, dass Standard Oil ungestört seine Ziele verfolgen konnte."

Haiti hat riesige Ölreserven und Uran

Jetzt wissen wir warum die Amerikaner möglicherweise so einen Aufwand wegen Haiti betreiben und eine ganze Armee dort hingeschickt haben, das Land hat riesige Ölreserven und andere wichtige Rohstoffe. Bereits am 19. Oktober 2008 berichtete ich „Grosse Ölreserven in Kuba gefunden" und Haiti liegt ja nur 80 Kilometer von Kuba entfernt, durch die Winward-Passage getrennt. Es sieht so aus, wie wenn die beiden Karibikinseln auf einem riesigen Ölfass sitzen und deshalb das Interesse der US-Regierung und des Pentagon so gross ist den Haitianern zu "helfen".

Die beiden Wissenschaftler Daniel und Ginette Mathurin haben im Januar 2008 ausgesagt, unter Haiti gibt es grosse Erdölvorkommen, sowie strategisch wichtige Erze. Könnte diese Tatsache das wirkliche Motiv für die „Besetzung” und Übernahme der Kontrolle durch 10'000 US-Soldaten sein?

Der Artikel erschien am 28. Januar 2008 auf der haitianischen Webseite von RadioMetropol. Ich versuche es aus dem Französischen zu übersetzen. Dort steht:

Haiti ist voller Öl sagen Daniel und Ginette Mathurin

Die Wissenschaftler Daniel und Ginette Mathurin haben darauf hingewiesen, dass unter dem haitianischen Boden es sehr viel Erdöl gibt, das von haitianischen und ausländischen Experten entdeckt wurde. „Wir haben 20 Stellen mit Ölvorkommen identifiziert“ sagt Daniel Mathurin und meint, dass 5 davon von Experten und Politikern als sehr wichtig angesehen werden.

Das Zentralplateau, einschliesslich der Region Thomond, -der Ebene Cul-de-sac und die Bucht von Port-au-Prince, sind voll von Erdöl, sagt er und fügte hinzu, dass die Ölreserven von Haiti grösser seien als die von Venezuela. „Haiti habe zum Vergleich so viel mehr Erdöl als Venezuela, wie ein Glas Wasser und ein olympisches Schwimmbecken.“

Venezuela ist zur Erinnerung einer der grössten Ölproduzenten der Welt.

Daniel Mathurin sagt, dass die Untersuchungen von mehreren früheren Regierungen es ermöglicht haben, die Existenz dieser grossen Vorkommen an Öl zu überprüfen. Er erinnert an ein Dokument der Lavalas-Partei, welche im Jahr 2004 an die Macht kam, wo die Zahl der Standorte für Kohlenwasserstoffe in Haiti angegeben waren.

Laut Daniel und Ginette Mathurin, enthält die Seenregion bei den Städten Thomazeau und Cornillon auch grosse Vorkommen an Öl.

Auf die Frage, warum diese Gebiete noch nicht ausgebeutet wurden, sagte Ginette Mathurin, dass diese Ablagerungen als strategischen Reserven der Vereinigten Staaten von Amerika angesehen werden. Er äusserte sein Unverständnis für diese Situation, erinnert aber daran, dass die Karibik als der Hinterhof der Vereinigten Staaten gelten.

Daniel und Ginette Mathurin weisen darauf hin, dass die US-Regierung im Jahre 2005 die Nutzung der strategischen Reserven der Vereinigten Staaten erlaubt hätten. Dieser Zugang muss von haitianischen Politikern für Verhandlungen mit den US-Konzernen genutzt werden, um die Lagerstätten auszubeuten, fügt Daniel Mathurin hinzu.

Experten sagen, dass die Regierung von Jean Claude Duvalier die Existenz der grossen Ölfelder in der Bucht von of Port-au-Prince kurz vor ihrem Sturz bestätigt hätten.

Dazu kommt noch, so Daniel und Ginette Mathurin, dass auf Haiti es Uran 238 und 235 in verschiedenen Regionen gäbe, einschliesslich Zirconium im Jacmel Gebiet. Uran wird für Atomkraftwerke zur Stromproduktion verwendet.


Anmerkung: Eine wichtige Verwendung für Zirconium sind die aus Zircaloy hergestellten Hüllen der Uran-Brennelemente in Kernkraftwerken.

Jetzt ist die Frage berechtigt, wenn die Regierungen von Haiti schon lange wissen, das Land sitzt auf riesigen Ölreserven, warum haben sie es nicht schon längst gefördert, damit das Land und die Bevölkerung endlich aus der Armut kommt?

Antwort: Weil die USA es ihnen nicht erlauben!

Ich erklär euch jetzt die geopolitische Strategie Washingtons, die komplett von den Ölkonzernen und Wall Street dominiert wird. Wenn die USA ein Land wegen der Bodenschätze erobert, dann geht es NIE darum das Öl zu holen, sondern darum, dass es NICHT gefördert wird. Es ist genau umgekehrt wie man denkt. Es gibt mehr als genung Öl auf der Welt. Deshalb darf nicht jeder der Öl hat es einfach fördern und verkaufen. Das verdirbt den Ölpreis und ausserdem wären dann die Länder unabhängig und reich. Das darf nicht sein.

Wer sich nicht an diese Regel hält wird platt gemacht. Also müssen sich die Länder entweder daran halten und sich von Amerika dominieren lassen, wie die Emirate, Saudi Arabien, Nigeria usw., oder sie werden "demoraktisiert", heisst die Marines marschieren ein. Venezuela und der Iran lassen sich nichts vorschreiben, deshalb sind sie die "bösen" und werden bedroht.

Das war der Fehler von Saddam Hussein und deshalb musste er weg. Seit dem die USA den Irak überfallen haben, ist die Ölförderung auf ein Drittel gesunken. Nicht weil es technisch nicht möglich wäre, sondern weil es nicht gewollt ist. Saddam überflutete den Markt und der Ölpreis war auf einem Rekordtief von unter 25 Dollar. Ausserdem akzeptierte er nur noch Euros. Das war aus Sicht Washingtons existenzbedrohend.

Genau so ist es in Afghanistan. Es geht dort schon um eine Pipeline vom Kaspischen Meer zum Indischen Ozean, aber nicht darum sie zu bauen, sondern sie NICHT zu bauen. Die Taliban wollten 2001 mit den Chinesen diese errichten, das musste verhindert werden. Wenn es den Amerikanern wirklich um den Bau ginge, dann hätten sie es in den 9 Jahren der Besatzung schon längt realisiert, tun sie aber nicht.

Die US-Regierung tut auch alles um die Pipeline vom Iran über Pakistan nach Indien und China zu verhindern, so wie sie die Northstream von Russland nach Deutschland sabotieren. Im Gegenzug schaffen die Chinesen in einer Rekordzeit von nur einem Jahr eine Pipeline von Kasachstan nach China zu bauen, die gerade eröffnet wurde.

Die Länder der Welt müssen von den amerikanischen Ölkonzernen abhängig sein und die hohen Marktpreise die sie alleine bestimmen zahlen ... und das noch in Dollars. Jeder der aus der Reihe tanzt wird bestraft.

Und mit den strategischen Ölreserven der USA läuft es so, die werden im Boden gelassen. Amerika hat viele Felder, wie in Alaska, die nicht angezapft werden. Ein Feld dort könnte alleine die USA für 200 Jahre versorgen. Auf ihren eigenen Öl sitzen sie, das rühren sie nicht an.

Die Amis sind ja nicht so blöd und verbrauchen ihr eigenes Öl. Das bleibt schön drin für später. Die nehmen sich das Erdöl viel lieber von weither und bezahlen mit wertlosen Dollars, die sie selber drucken. Damit bekommen sie es gratis. Gleichzeitig erschöpfen sie die Quellen der anderen. Am Schluss haben sie alleine nur noch Reserven. Und Haiti vor der Haustür wird als Teil dieser Strategie betrachtet.

Es geht bei allem was auf der Welt passiert nur um Geld, Macht und Kontrolle.

Dienstag, 19. Januar 2010

Wie heuchlerisch die US-Hilfe für Haiti ist

Es ist schon bemerkenswert, was für einen militärischen Aufwand die US-Regierung wegen Haiti auf die Beine stellt, wegen einer angeblichen Hilfe für Haiti. Man muss dem venezolanischen Präsident Chavez und französischen Kooperationsminister Alain Joyandet in ihrer Aussage Recht geben, es geht den Amerikaner wirklich nur um einen strategischen Schachzug, um eine Eroberung und nicht wirklich um Katastrophenhilfe für die notleidenden Menschen.

Der US-Machtapparat macht nichts aus Selbstlosigkeit, haben sie noch nie, sondern immer mit einem Hintergedanken ... und die Rosinenbomber der Berliner Luftbrücke gehören dazu, nur dass das mal klar ist. Noch so ein Märchen über Selbstlosigkeit.

Schauen wir uns die bisherige Entwicklungshilfe der US-Regierung für Haiti an, eines der ärmsten Länder der Welt, vor der Haustür sozusagen, ein Nachbar, um den man sich eher kümmern müsste als andere Länder.

Hier eine Grafik des USAID und US-Aussenministeriums über die geleistete Entwicklungshilfe für das Jahr 2008:



Was sehen wir?

Israel steht an 1. Stelle mit fast 2,4 Milliarden Dollar. Die sind ja auch wirklich sehr arm und unterentwickelt, deshalb ist das völlig berechtigt. Dazu kommt noch die ganze Rüstungshilfe in zweistelligen Milliarden an Israel, weil sie ja durch die Steinschleudern und besseren Feuerwerksraketen der Palästinenser so bedroht sind. Und dann noch die Kreditgarantien der USA und sonstigen Geschenke.

Das heisst, von den 26 Milliarden Dollar welche die USA an alle 290 Länder der Welt im Jahre 2008 verteilte, bekam Israel fast 10 Prozent. Wenn man alle Zahlungen zusammenrechnet, ist der Anteil erheblich grösser. Warum diese ausserordentliche Bevorteilung? Gibt es in Israel dauernd Naturkatastrophen, die alles zerstören oder leben die Menschen in bitterer Armut?

Nein, in Gaza wurde alles durch einen Bombenhagel durch Israel zerstört, mit amerikanischen Waffen. Und die Hilfslieferungen an die Palästinenser werden systematisch blockiert, die leben völlig im Elend. Diese unmenschliche Blockadepolitik Israels wird dann noch von den USA und Deutschland unterstützt.

Deutschland gab 2008 übrigen ca. fast 14 Milliarden Dollar aus und steht damit geldmässig an zweiter Stelle auf der Welt. Wie viel davon nach Israel geht wollen wir dieses mal gar nicht beleuchten. Sicher mehr als genug.

Am meisten Entwicklungshilfe pro Nationaleinkommen gibt übrigens Schweden aus, mit 0,98 Prozent. Deutschland nur 0,38 Prozent und die USA noch weniger mit 0,18 Prozent.

Und wie viel bekam Haiti von den USA?

Lächerlich wenig Entwicklungshilfe, nur insgesamt $287 Millionen und steht nicht mal unter den ersten 15 auf der Liste der Empfangsländer. Das heisst, für die USA war Haiti nie eine Priorität, stand ganz weit hinten. Aber jetzt plötzlich ein riesen Theater, in dem gleich drei Präsidenten, ja drei, Obama, Clinton und Bush, sich um diese armen Menschen kümmern und das Pentagon eine ganze Armee und eine Flotte hinschickt.

Wenn man sich die Liste anschaut, dann sind das hauptsächlich Länder wo die US-Regierung globale strategische Interessen hat, wie Georgien oder der Sudan, oder wo sie Kriege führt. Eindeutig geht es nicht nach Bedürftigkeit oder Armut.

Und genau so verhält es sich was Haiti betrifft. Die Amerikaner haben sich nie wirklich im positiven Sinne um das Land gekümmert. Negativ schon, durch Ausbeutung und Aufrechterhaltung von blutrünstigen und korrupten Diktatoren. Die US-Regierungen sind die Hauptschuldigen für den katastrophalen Zustand von Haiti, bereits vor dem Erdbeben.

Jetzt haben sie einfach die Gelegenheit beim Schopf gepackt und nach Naomi Kleins These der "Schockdoktrin", eine permanente Eroberung vor, die Errichtung einer Sprungbasis für militärische Operationen gegen Südamerika.

Wir wissen seit dem II. WK, wenn man die Amis mal als "Befreier" im Land hat, dann wird man sie nie mehr los. Deutschland, Japan, Südkorea usw. können ein Lied davon singen. Nach 60 Jahren hocken die immer noch da. Was machen die 75'000 US-Besatzungssoldaten noch in Deutschland? Von wem müssen sie die Deutschen beschützen? Die böse Sowjetunion und die kommunistische Bedrohung gibst ja schon seit 20 Jahren nicht mehr. Und die Deutschen bezahlen auch noch ihre eigene Besatzung. Nicht zu fassen! Deshab ist die Ausrede wegen "Arbeitsplätze" völliger Blödsinn. Das Geld das man einspart kann man für etwas besseres verwenden und Souveränität ist sowieso das höchste Gut.

Deshalb, die "Hilfe" der USA jetzt für Haiti ist eine riesen Heuchelei, hat mit wirklicher selbstloser Katastrophenhilfe nichts zu tun. Sie haben den perfekten Grund gefunden ohne den üblichen Krieg ein Land zu erobern und können sich noch als "Menschenfreunde" verkaufen.

Für die Haitianer ist die Präsenz von US-Soldaten nichts ungewöhnliches. Zuletzt kamen die US-Marines 2004 ins Land, als der damalige Präsident Jean-Bertrand Aristide inmitten gewaltsamer Unruhen und Korruptionsvorwürfe gegen seine Regierung aus dem Amt gedrängt wurde. Und Haiti war übrigens von den USA schon mal besetzt. US-Präsident Woodrow Wilson befahl 1915 die Besetzung des Landes, die bis 1934 andauerte.

Chavez sagt, die USA besetzen Haiti unter dem Vorwand der Hilfe

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez beschuldigt die Vereinigten Staaten, sie benutzen das Erbeben auf Haiti als Vorwand um das zerstörte karibische Land zu besetzen.

"Ich habe gelesen, 3’000 Soldaten sollen ankommen, Marines die mit Gewehren bewaffnet sind, wie wenn sie in den Krieg ziehen. Es gibt keinen Mangel an Waffen dort, mein Gott. Ärzte, Medizin, Brennstoff, Feldspitäler, dass ist es was die Vereinigten Staaten schicken sollen. Sie besetzen Haiti verdeckt."

Dazu kommt noch, man sieht sie nicht auf den Strassen. Bergen sie Leichen? ... Suchen sie nach Verletzten? Man sieht sie nicht. Ich hab sie nicht gesehen. Wo sind sie?

Chavez versprach so viel Treibstoff wie Haiti für die Stromproduktion und Transport benötigt zu senden.

Chavez sagte, er will die humanitäre Hilfe der USA nicht schmälern und stellt nur die Notwendigkeit von so viel Truppen in Frage.

Die Vereinigten Staaten entsenden mittlerweile 10’000 Marines und Soldaten nach Haiti und ein Spitalschiff soll später in der Woche ankommen.

Der Präsident des Landes sagte, die US-Truppen sollen die Ordnung in Haiti aufrechterhalten.

Venezuela hat mehrere Flugzeuge mit Ärzte, Hilfe und einigen Soldaten nach Haiti geschickt. Eine russisch-venezolanische Mission brachte weitere Hilfsgüter mit russischen Transportflugzeugen.

Chavez sagte, die Flugzeuge aus Venezuela waren die ersten welche auf Haiti nach dem Erdbeben der Stärke 7,0 am Dienstag vor einer Woche gelandet sind.

Die zwielichtige Rolle der USA

Immer mehr Regierungen und Hilfsorganisationen beschweren sich über das "Krisenmanagement" der USA. Seit der Übernahme des Flughafens von Port-au-Prince durch das US-Militär, werden Flugzeuge voller Hilfsgüter abgewiesen und müssen in der benachbarten Dominikanische Republik landen und die Helfer und Güter müssen über Land reingebracht werden. Tonnenweise Nahrungsmittel, Wasser, Medizin und Geräte stapeln sich am Flughafen und werden nur wenig verteilt. Die Amerikaner sind hauptsächlich damit beschäftigt ihre eigenen Staatsbürger zu evakuieren, statt den notleidenden Haitianern zu helfen.

Wie gut die US-Regierung in der Katastrophenhilfe ist, sieht man ja daran, was sie in ihrem eigenen Land mit New Orleans nach Katrina gemacht haben. Nichts. Die eigenen Landsleute, hauptsächlich Schwarze, haben sie verreckt lassen und die Stadt sieht nach fünf Jahren immer noch wie ein Trümmerhaufen aus. Das einzige was gut funktionierte war das Kriegsrecht, welches über die Stadt verhängt wurde, als Soldaten und angeheuerte Söldner von Blackwater die Zurückgebliebenen aus ihren Häusern vertrieben und die Villenviertel der Reichen schützten.

Die Berichte über Unruhen in Port-au-Prince, die ein massives militärisches Eingreifen der USA notwendig macht, scheinen übertrieben zu sein. "Ich habe keinerlei Plünderungen oder Gewalttätigkeiten erlebt: sagte der Korrespondent des Tages-Anzeiger Sandro Benini.

Französischer Minister stimmt Chavez zu

Die UNO muss die dominante Rolle der USA in Haiti untersuchen und richtigstellen, sagte "Kooperationsminister" Alain Joyandet am Montag, in dem er betonte, bei den internationalen Bemühungen geht es um Hilfe und nicht um "Besatzung".

Das US-Militär hat vergangene Woche ein französisches Flugzeug mit einem Feldspital die Landung verweigert, was die Beschwerde des Ministers auslöste.

Joyandet sagte in Brüssel bei einem EU-Treffen wegen Haiti, "Es geht darum Haiti zu helfen und nicht um es zu besetzen."

Freitag, 15. Januar 2010

Hilft die Niederlande den USA im zukünftigen Krieg gegen Venezuela?

Der venezolanische Präsident Chávez hat die Niederlande beschuldigt, sie wären an der Planung einer US-Invasion seines Landes beteiligt. Der Grund für diese Aussage ist, die Amerikaner benutzen Aruba und Curaçao als Basis für Spionageflüge über Venezuela, die als Überwachungsflüge im „Krieg gegen Drogen“ getarnt sind.

Die Inseln der Niederländischen Antillen liegen nur ca. 40 km vor der Küste Venezuelas und die Amerikaner haben dort Militärpersonal und Marineeinheiten stationiert. So soll eine Boeing RC-135 täglich in den Luftraum von Venezuela eindringen. Das hat die venezolanische Regierung veranlasst die Niederlande zu beschuldigen, sie würden zu den militärischen Spannungen in der Region beitragen.

Aber Venezuela wird auch von Kolumbien her von den Amerikanern bedroht. Am 20. Dezember 2009 hat eine unbemannte US-Spionagedrohne den venezolanischen Luftraum verletzt, worauf Chávez das Militär in Alarmbereitschaft setze und den Befehl gab in Zukunft jedes Flugzeug abzuschiessen. Während seiner wöchentlichen Fernsehansprache sagte Chávez, die Maschine wäre über die venezolanische Militärbasis im westlichen Bundesstaat Zulia geflogen, nach dem sie im benachbarten Kolumbien gestartet war.

Das sind Yankees. Sie dringen in Venezuela ein,” sagte er.„Ich habe befohlen sie abzuschiessen. Wir können das nicht erlauben.

Chávez wirft den USA offen vor, einen Krieg gegen Venezuela vorzubereiten. Dabei kritisiert er vor allem ein Militärabkommen zwischen dem konservativ regierten Kolumbien und den USA, in dem mindestens fünf US-Stützpunkten in dem Nachbarland Venezuelas neu errichtet wurden. Während Kolumbien und die USA die Kooperation mit der Ausrede begründen, es gehe um den Kampf gegen den Drogenhandel, sieht Caracas darin eine gezielte Aggression. Das kolumbianische Militär wurde vom Pentagon massiv in den letzten Jahren aufgerüstet und gibt sagenhafte 5 Prozent des BIP für das Militär aus. Für was? Um einige Drogenhändler zu schnappen? Lächerlich.

Ein weiter Zwischenfall ereignete sich am 8. Januar 2010, als ein US-Flugzeug über dem Hoheitsgebiet des Landes sich aufhielt und von zwei venezolanischen F-16-Kampfjets „abgefangen“ und zum Verlassen des Luftraumes gezwungen wurde. Bei der Maschine handelte es sich laut Chávez um eine viermotorige Lockheed P-3 Orion, die als Aufklärer dient. Sie sei von Curaçao gestartet und am Freitag um 12.55 Uhr (Ortszeit) in Venezuelas Luftraum eingedrungen. Das Flugzeug sei dann von den F-16 Kampfjets „eskortiert“ worden und habe nach Norden abgedreht, sei aber um 13.37 Uhr wieder kurzzeitig zurückgekehrt.

Das sind Kriegsflugzeuge, die für den imperialen Krieg genutzt werden. Es handelt sich nicht, wie sie sagen, um Spezialflugzeuge für den Kampf gegen den Drogenhandel“, sagte Chávez, der den USA und den Niederlanden vorwarf, sie wollten Venezuela provozieren, um einen Vorwand für eine Intervention zu finden. Offensichtlich wird Venezuela von mehren Seiten eingekreist.

Nach den Äusserungen von Chávez wurde der venezolanische Botschafter in das niederländische Aussenministerium einbestellt, erklärte deren Sprecher Bart Rijs, um die Behauptungen zu erklären. Rijs bestätigte aber, US-Soldaten benutzen tatsächlich die zivilen Flugplätze von Curaçao and Aruba, aber "nur" im Kampf gegen den Drogenhandel.

In den Niederlanden regt sich deswegen die Opposition und der Abgeordnete der Sozialisten Harry van Bommel (SP) fragte den Aussenminister Maxime Verhagen, ob ihm bekannt sei, dass amerikanische Flugzeuge regelmässig Spionageflüge vom Flughafen Hato durchführen und ob die Niederlande an Operationen gegen Venezuela beteiligt ist. Er stellte folgende konkrete Fragen an den Aussenminister:

1. Sind Sie damit einverstanden, dass die Spannungen zwischen Kolumbien und Venezuela und die Gefahr wächst, dass die Niederlande in diesem Konflikt beteiligt wird? Wenn nein, warum nicht?

2. Stimmt es, dass ein US Boeing RC-135 über mehrere Wochen tägliche einen Flug von Hato Airport in Willemstad Curaçao nach Venezuela durchführt, um in grosser Höhe Spionage zu betreiben?

3. Wie lange ist die Boeing RC-135 bereits im Einsatz? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es dafür?

4. Können Sie sagen, wie viele US-Kriegsschiffe den Hafen von Willemstad in den letzten vier Jahren besucht haben? Stimmt es, dass es Schiffe der vierten US-Flotte sind?

5. Ist es wahr, dass Sie den venezolanischen Botschafter vorgeladen haben? Was ist der Grund?

6. Teilen Sie die Ansicht einiger Parteien, die Niederländischen Antillen sollen Friedensgespräche zwischen Kolumbien und Venezuela einleiten? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wie können Sie diese beschleunigen?

Aber Aussenminister Verhagen äussert sich nicht dazu, was das US-Militärpersonal wirklich auf Aruba and Curaçao macht.

Von mehreren bekannten Autoren, wie Noam Chomsky und Eva Golinger, wurde bereits hingewiesen, dass es sich beim sogenannte "Krieg gegen den Drogenhandel" nicht wirklich um die Bekämpfung des Schmuggels handelt, sondern um einen Kreuzzug gegen die marxistischen Rebellenbewegungen in Südamerika und um das Ausspionieren der Ländern die nicht nach der Pfeife von Washington tanzen. Seit Beginn des Krieges gegen die Drogen hat tatsächlich mehr Schmuggel nach Amerika und mehr Drogenkonsum dort stattgefunden. Dieser "Kampf" ist ja auch nur eine Show für die Öffentlichkeit.

Der Begriff CIA ist bekanntlich die Abkürzung für "Cocain Import Agency".

Die konservative niederländische Regierung hat in den letzten Jahren alles getan um sich am amerikanischen Imperialismus zu beteiligen. Sie sind Bush in den Arsch gekrochen und Premierminister Balkenende befürwortete die illegale Invasion des Irak, der völlig auf Lügen basiert. Die Niederländer haben Truppen in Afghanistan, die offiziell genau wie die Deutschen nur "Aufbauhilfe" leisten, aber tatsächlich genau so dort einen Krieg gegen die Bevölkerung führen und das korrupte Regime von Karzai aufrecht erhalten, wie alle anderen NATO-Staaten auch.

Wenn Amerika was will, dann springt die eifrige niederländische Regierung sofort. Sieht man ja daran, wie schnell sie die Nacktscanner am Flughafen Schiphol eingeführt haben, wegen diesem "misslungenen" Anschlag des Unterhosenbomber. Und weil man so schön brav ist, stehen die Niederländischen Antillen nicht mehr auf der schwarzen Liste der Steuerparadiese der Amerikaner.

Im Jahre 2006 fand ein internationales Militärmanöver auf dem Gebiet der Niederländischen Antillen statt, genannt Joint Caribbean Lio. Am Manöver waren neben den Niederlanden auch die USA, Kanada, Frankreich und Belgien beteiligt. Die USA waren mit dem Flugzeugträger USS George Washington, dem amphibischen Landungsschiff USS Fort McHenry und der Fregatte USS Taylor vertreten. Geführt wurde der amerikanische Verband allerdings nicht vom Träger, sondern vom multifunktionalen Landungsschiff USS Bataan unter dem Befehl von Commodore Capt. Donna Looney, Kommandeur des Amphibious Squadron 2.

Das Aufgebot umfasste über 4500 Soldaten, davon 2000 Amerikaner. Darüber hinaus wurden Panzer, mehrere Fregatten anderer Nationen, F-16-Kampfjets und ein Unterseeboot eingesetzt. Das Szenario des Manövers umfasst eine amphibische Landungsoperation auf der Insel Curaçao. Was sagt uns das?

Venezuela, das mit Beobachtern beim Manöver vertreten war, sah im Manöver eine Provokation. Warum sollen NATO-Soldaten nur 40 Kilometer vor der Küste Venezuelas eine Invasion üben? Diese Aktion in geografischer Nähe stellt ganz klar eine Bedrohung für die Sicherheit des Landes dar. Ausserdem ist für Venezuela unklar, ob alle Leopard-2-Panzer und Soldaten nach Abschluss der Übung wieder abgezogen wurden.

Auch die US-Navy mit ihrer 4. Flotte ist wieder seit 1. Juli 2008 neu geschaffen worden und in der Karibik stationiert, nach dem sie 1950 aufgelöst wurde. Sie besteht aus Schiffe, Flugzeuge und U-Boote rund um die beiden Amphibischen Angriffsschiffe USS Kearsarge und USS Boxer, haben also reinen offensivem Karakter.

Die Regierungen von Argentinien und Brasilien haben deshalb formell in Washington angefragt, warum diese Kampfeinheit wieder aufgestellt wurde und was denn die Mission des Flottenverbandes sein soll. Ziel der Amerikaner ist es ganz klar, die Karibik und die südamerikanischen Gewässer per Kanonenbootdiplomatie zu bedrohen.

Offensichtlich spielt die Niederlande mit ihrem Inselterritorium eine Art Brückenkopf, von dem die Amerikaner gegen jeden den sie als "Feind" betrachten losschlagen können. Was jetzt abläuft sind Provokationen um die Reaktion der Venezolaner zu testen und um einen Grund zu finden zuzuschlagen. Es muss ja nur wirklich ein eindringendes Flugzeug durch die Venezolaner abgeschossen werden, dann ist der Casus Belli da. Wenn nur ein US-Boy stirbt, ist das schon ein Kriegsgrund.

Die Sozialistische Partei (SP) der Niederlande ist die einzige welche sich gegen die Kriege stellt und jetzt fragt, was in der Karibik eigentlich los ist. Sie ist seit 1994 als Oppositionspartei in der Zweiten Kammer, dem Unterhaus des niederländischen Parlaments, vertreten, seit 2003 stellt sie dort die drittstärkste Fraktion. Sie ist auch die einzige Partei, welche die Vereinbarung über die Stationierung von US-Militär vor der Küste Venezuelas in Frage stellt und einen Verlängerung ablehnt.

Eins ist klar, dem US-Machtapparat ist Chávez und die anderen linken Regierungen in Südamerika schon lange ein Dorn im Auge und deshalb haben sie dort was vor. Schliesslich kann man nicht zulassen, dass so jemand auf riesigen Ölreserven sitzt und nicht das tut was man ihm sagt. Die CIA hat nicht umsonst mehrfach versucht Chávez zu beseitigen. Zuerst haben sie probiert ihn zu bestechen, dann vergeblich einen Putsch durchgeführt, dann versucht ihn zu ermorden, wie er in seinem Buch geschrieben hat, aber bisher war alles ohne Erfolg. Jetzt kommt bald der letzte Schritt, jetzt muss die Kavaliere, sprich die Marines kommen.

Die Amerikaner gehen nämlich immer in vier Schritten vor, wenn sie die Bodenschätze eine Landes wollen. Zuerst versucht man einen Präsident zu kaufen, um ihn als hörigen Befehlsempfänger von Washington zu gewinnen. Das klappt meistens und die korrupten Politiker sacken die Millionen ein und arbeiten gegen das Volk das sie gewählt hat, so wie bei uns.

Wenn sich dieser aber nicht bestechen lässt, kommt der zweite Schritt, die Verleumdung und Beschuldigung, er stelle ein grosse Gefahr für die Welt dar. Es kommt die Einordnung in die "Achse des Bösen" und man schürt Aufstände oder inszeniert einen Umsturz durch die „Opposition“. Wenn das nicht funktioniert, dann wird ein Mordanschlag verübt um ihn zu beseitigen.

Wenn der Unliebsame aber sogar das überlebt, dann müssen die Soldaten kommen. Dann hat dieser pöse pöse „Diktator“ ganz sicher Massenvernichtungswaffen, oder er behindert die Opposition, unterdrückt Frauen oder frisst Babys, und man muss das Land „demokratisieren“, Made in the USA, mit „Shock and Aw“ alles zerbomben und dann folgt eine Invasion. Davon kann Saddam Hussein im Paradies ein Lied singen und genau so geht man gegen Ahmadinedschad im Iran schon länger vor. Ist Standardpraxis bei den Weltverbrechern.

Um das alles an die gutgläubigen Weltgemeinschaft zu verkaufen gibt es PR-Agenturen, die für viel Geld dann die entsprechende Propaganda über die Medien in die Köpfe trichtern und die politisch korrekte Meinung bilden. Ja dann kommen bezahlte Schauspieler und verkünden im TV wie schlimm doch dieser Despot ist und man muss unbedingt was tun. Dann glauben die ganzen Schlafschafe, ja der Saddam, oder Ahmadinedschad oder Putin oder der Chávez sind wirklich böse und wir der Westen müssen wieder einen "guten" Krieg führen, weil wir ja ach so moralisch sind.

Es hat sich unter Obama, reimt sich mit Osama, nichts verändert. Diese Marionette wird uns die Kriege schon verkaufen. Dafür wurde der "Friedensengel" ja eingestellt und ausgezeichnet, und die europäischen Vasallen machen willig mit. Und Erdöl gibt’s auch reichlich zu holen. Was für ein Zufall.

Noch so ein Zufall ist das hier: Die "Financial Schleim" Deutschland hat eine Liste der Kandidaten für einen Staatsbankrott veröffentlicht und Venezuela steht an erster Stelle! Da greift man sich an den Kopf, bei diesem Ölreichtum? So kann man auch jemand fertig machen, in dem man ihm die Kreditwürdigkeit kaputtmacht. Weil Präsident Hugo Chávez das Budgetdefizit verringern will, wertete er die heimische Währung um 50 Prozent ab. Die Finanzmafia ist deshalb wenig begeistert, wenn einer aus ihrer Versklavung und Zinsknechtschaft raus will. Offensichtlich läuft bereits ein Krieg auf der Finanzebene.

Heute Freitag wurde Venezuela von einem Erdbeben erschüttert, mit einer Stärke von 5,6 auf der Richterskala. Das Zentrum lag ca. 40 Kilometer westlich von Carupano. Bis jetzt sind keine Schäden oder Opfer gemeldet worden. Das Beben fand um 13:30 Uhr Lokalzeit statt. Der zuständige Direktor für den Katastrophenschutz Luis Diaz berichtete dem staatlichen TV, die Erschütterungen wurden in den Bundesstaaten Sucre, Anzoategui, Monagas und Bolivar gespürt. Der Gouverneur von Sucre, Enrique Maestre, rief die Bevölkerung zur Ruhe auf und sagte, es gebe keine Gebäudeschäden oder Verletzte.

Samstag, 18. Oktober 2008

Grosse Ölreserven in Kuba gefunden

Mutternatur hat die Karibikinsel mit einem plötzlichen Segen versehen, in dem sie Kuba genug Ölreserven beschert hat, um in der Profiliga der Energieländer mitspielen zu können. Die Regierung hat verkündet, dass möglicherweise mehr als 20 Milliarden Fass Öl in den Küstengewässern am Golf von Mexiko vorhanden sind, doppelt so viel wie bisher angenommen.

Wenn das bestätigt wird, dann hat Kuba genau so viel Ölreserven wie die USA und stösst in die Gruppe der Top 20 Ölförderländer vor. Die Bohrungen werden nächstes Jahr durch die staatliche Ölfirma Cubapetroleo beginnen.

Es würde die ganze Situation verändern. Die Regierung hätte mehr Geld und wäre dann nicht mehr von Ölimporten abhängig,” sagte Kirby Jones, Gründer der in Washington beheimateten US-Kuba Handelskammer. “Es könnte dem Klub der ölexportierenden Ländern beitreten.

Ein Konsortium an Firmen, angeführt von der spanischen Repsol, haben Testbohrungen vorgenommen und werden die erste fördernde Bohrung mitte 2009 vornehmen. (Guardian)

Kommentar: Gratuliere Kuba für diese gute Nachricht. Jetzt haben die Amis die Wahl, entweder werden sie scheiss freundlich wegen dem Öl vor ihrer Nase und geben das fast 50 jährige Embargo gegen den kommunistischen “Bösewicht” vor der Haustür endlich auf, oder Kuba kommt auf die Terrorliste und wird dann wie üblich überfallen.

Die UNO billigt nicht die Handelsblockade Amerikas gegen Kuba und verlangt eine Aufhebung. z. B. im Jahr 2000 stimmten 167 Länder dafür, drei dagegen, die USA, Israel und die Marschall-Inseln. Im Jahre 2007 wurde wieder eine Aufhebung durch die UNO verlangt, 184 Länder stimmten dafür, vier dagegen, USA, Israel, die Marshall-Inseln und Palau.

Wir sehen, die USA macht sowieso was sie will, egal was der Rest der Welt verlangt. Aber wenn die USA etwas durchsetzen möchte, dann müssen sich die Länder schon an UNO-Resolutionen halten, wie Saddam Hussein damals im Irak, oder jetzt der Iran. Ist doch alles eine Farce und Doppelmoral.