Die Radaranlage in der Nähe des kleinen Dorfes Trokavec in Tschechien, die im Rahmen des US-amerikanischen Raketenabwehrsystems gebaut wird, scheint schon in Betrieb zu sein und ein Wetterphänomen verursacht zu haben. Wenn man sich die Bilder des Wetterradar anschaut, dann sieht man kreisrunde Wolkenbildungen die sehr weit gehen. Das Zentrum dieser Kreise ist genau in Trokavec. Was passiert da?
Wetterradar über Google-Maps gelegt, um den Ort herauszufinden (Klick drauf für eine Vergrösserung)
Uhrzeit 13:15 am 16. August 2010:
15 Minuten später ist das Phänomen immer noch sichtbar:
Die Radarbilder sollen die Regenwolken zeigen. Wie können diese Ringe entstehen? Der grösste ist ca. 800 Kilometer im Durchmesser mit dem Mittelpunkt genau in Trokavec.
Interessant ist, zwischen Nürnberg und München, dort wo ein dicker Ring mit einem Wolkenband zusammentrifft, ist starker Regen entstanden, so zeigt es jedenfalls die Farbskala.
Hier als Bestätigung das tschechische Radarbild von 11:15 mit den gleichen Ringen:
Egal ob dieses Phänomen eine technische Störung ist oder echt in der Natur etwas verursacht, eine Radaranlage in der Nähe von Trokavec ist in Betrieb und sendet eine starke Strahlung aus.
Protest der Bewohner
Die Menschen in dem 100-Seelen-Dorf Trokavec, 25 Kilometer westlich von Pilsen, haben sich im März 2007 mit überwältigender Mehrheit gegen den Bau der Radaranlage entschieden. Sie waren wütend über dieses strahlende Monster vor ihrer Haustür. Von 88 Wahlberechtigten, haben sich 71 beteiligt und 70 waren dagegen. Verhindert hat es leider nichts.
Der Bürgermeister Jan Neoral sagte damals wie hier berichtet wird:
"Das ist ein gültiges Gemeindereferendum. Mit Blick auf das gesamte Land ist es allerdings nur die Stimme einer einzigen Gemeinde. Aber es ist ein symbolischer Aufschrei gegen das, was die Regierung hier macht, und ein Impuls für die anderen Gemeinden, die sich uns schon angeschlossen haben."
Bürgermeister Jan Neoral ist selbst gelernter Radartechniker. Die Befürchtungen, so meinte er, sind nicht aus der Luft gegriffen:
"Von Radaranlagen geht Strahlung aus, und diese hier soll eine enorme Leistung haben. Das Prinzip der Technik ist, dass das Gerät Strahlung abgibt, aber nicht nur in die Richtung, in die es zielt, aber auch nach hinten und zur Seite. Und diese Strahlung wird stören. Tabellen des Pentagon, die ich aus dem Internet herunter geladen habe, geben an, dass in vier Kilometer Umkreis das Fernsehen nicht funktioniert, in sieben Kilometer Umkreis sind die Mobiltelefone gestört. Trokavec ist zwei Kilometer vom Radar entfernt! Wir sollen hier also im 21. Jahrhundert ohne Fernsehen und Handy leben."
Er hat offensichtlich recht, die Anlage muss wirklich eine enorme Leistung haben um diese Störung zu verursachen. Wir haben wetteronline.de kontaktiert und um eine Stellungnahme gebeten.
So könnte die riesige Anlage aussehen. Beispiel eines Langstrecken X-Band Radar:
Danke an Miro.
UPDATE 17.08.2010 - Hier eine Erklärung vom DWD die sagt, es gibt eine Radarstation in der Nähe von Trokavec und es handelt sich vermutlich um eine Störung auf der Radarkuppel oder der Antenne selber:
Sehr geehrter Herr ...,
es handelt sich hierbei nicht um Wolkenformationen, sondern um Fehlechos des tschechischen Wetterradars. Es befindet sich in Brdy (siehe Link unten) in der Nähe von Trokavec, dem Zentrum der Ringstruktur. Radarfehlechos sind allerdings recht häufig und haben die unterschiedlichsten Ursachen.
Durch die konzentrische Anordnung der Radarechos würde ich vermuten, dass auf der Radarkugel (http://www.chmi.cz/meteo/rad/erad_sit.html) bzw. am Radar selbst eine Störung vorlag. Wahrscheinlich war durch die vorangegangene Regenfälle (13.-15.8.) so viel Wasser auf der Radarkugel, dass die Radarwellen bereits an diesen Wasserpartikeln gestreut wurden. Der Radarstrahl eines Wetterradars wird ja genau auf die Größe der Wassertröpfchen eingestellt, so dass er gelegentlich auch an Staub- oder anderen Luftpartikeln mit der gleichen Größe reflektiert wird. Dies kann man hier jedoch ausschließen, da die ringförmige Struktur eher auf ein Problem direkt am Radargerät schließen lässt.
Regenfälle zu den Radarechos gab es jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht. Und die Flutkatastrophe an der Neiße wurde durch Regenfälle vom 13. bis 15.8. ausgelöst, war also schon zwei Tage vor dem gesendeten Screenshot.
Ich hoffe Ihnen damit etwas helfen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
UPDATE 18.08.2010 - Ich habe persönlich heute mit Jan Neoral am Telefon gesprochen und er hat mir folgende Auskunft gegeben: Es wird keine militärische Radaranlage in Trokavec gebaut und er ist sehr froh darüber. Die Proteste und der Widerstand gegenüber der Regierung haben gefruchtet. Für das US-amerikanische Raketenabwehrsystem wird ein Kontrollzentrum in Prag errichtet, welches die bestehenden Radaranlagen in Deutschland verwendet. Einige Kilometer enfernt gibt es aber eine meteorologische Radaranlage auf dem 800 Meter hohen Berg Brag. Von dort stammen die oben gezeigten Bilder mit den falschen Signalen. So, jetzt wissen wir genau was läuft.
Montag, 16. August 2010
Raketenabwehrsystem verursacht Wetterphänomen?
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Sonntag, 11. Juli 2010
Go east young man, die Zukunft liegt im Osten
Für viele bedeuten Ferien einfach am Strand liegen, die Sonne geniessen, ausspannen und nichts tun. Für mich ist ein Tapetenwechsel auch wie Urlaub. Weg vom Alltag, mit der Absicht persönlich Neues und Land und Leute kennen zu lernen. Wie wir wissen, liefern uns die Medien ein falsches Bild von vielen Ländern, denn wir sollen eine bestimmte Meinung darüber haben, meistens negativ, speziell über den Osten. Deshalb ist es wichtig mit Menschen direkt und Vorort zu sprechen, Eindrücke sammeln, um was wirklich abgeht zu sehen.Ich melde mich kurz von meiner Reise rund um das Schwarze Meer, sitze in einem kleinen Hotel in Sultanahmet in Istanbul auf der Dachterrasse und tippe diese Zeilen, mit herrlichen Blick auf den Bosporus, wo zwei Welten, oder geografisch gesehen, zwei Kontinente zusammentreffen. Europa, wo ich mich gerade befinde, mit Blick nach Osten auf Asien, auf der anderen Seite der internationalen Wasserstrasse.
Eines vorweg, die Gastfreundschaft und Offenheit die ich bisher bei meiner Tour durch verschiedene Länder erlebt habe, ist beeindruckend. Es mag nicht alles nach unserem westlichen Standard materiell gesehen perfekt sein, aber die Menschen sind vom Herzen her wirklich in Ordnung, so wie es sein sollte. Und was an Essen aufgetischt wird ist auch köstlich, in grosszügige Mengen mit ganz anderem Geschmack und Gewürzen wie wir es gewohnt sind. Der Orient ist schon eine andere Welt.
Wenn man im Bazaar mit den Einheimischen bei einer Tasse „Tschai“ plaudert, ist die Debatte ob die Türkei in die EU gehen sollte das Hauptthema. Die meisten Menschen befürchten, ihre in die Zukunft gerichtete Region wird nur Nachteile dadurch haben, angekettet an einen Koloss auf tönernen Füssen, mit extremer Verschuldung, diktatorischer Regulierung und Bevormundung, ganz klar im Abstieg begriffen. Sie beobachten von Aussen den Absturz der Eurozone mit Kopfschütteln.
Bezeichnend für den Zustand Europas sind die Analysen und Leitartikel in diversen westlichen Zeitungen die ich in den letzten Tagen schnell überflogen habe. Alle sind mehr oder weniger zum gleichen Schluss gekommen wie der Economist: "Die Zeit von Europa ist abgelaufen", lautet es unisono. "Seine älter werdenden, mit sich selbst beschäftigten Bürger haben nicht mehr länger die Kraft, gegen äusseren Widerstand anzukämpfen."
Die Türken sind stolz auf ihren Fortschritt und brummende Wirtschaft und sehen sich selber als stark. Mit Befremdung beobachten sie den Abstieg Griechenlands, ein Land wie alle anderen im Club Med, die im Euro gefangen sind und ihre Souveränität praktisch komplett verloren haben. Ausserdem haben sie es satt seit Jahren von der EU abgewiesen, schlecht behandelt und belehrt zu werden. Sie sehen jetzt ihre Zukunft mehr im Osten, zu ihren muslimischen Nachbarn gerichtet. Im Jahre 2004 waren noch dreiviertel der Türken für einen Beitritt zur EU. Laut neuesten Umfragen sind es aber jetzt weniger als die Hälfte.
Es ist für sie unverständlich, warum die Staaten des ehemaligen Ostblock, vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer, in aller Eile in die EU aufgenommen wurden, obwohl sie nicht dafür reif waren, jetzt völlig abhängig von EU-Subventionen sind, dafür aber die Türkei als NATO-Mitglied und wirtschaftlich viel fortschrittlicher übergangen wurde.
Die Ermordung von neuen türkischen Aktivisten des Hilfskonvois nach Gaza durch das israelische Militär und Mangel an Protest seitens des Westens gegen diesen Piratenakt, hat die Ausrichtung nach Osten weiter verstärkt. Einige verlangen die Besinnung auf das frühere osmanische Reich, welches von Balkan bis zum Persischen Golf sich ausdehnte und ein Gegenpol zu Westeuropa damals darstellte. Ganz klar will Ankara mehr Einfluss in die Geschehnisse im Nahen und Mittleren Osten nehmen und sich als logische Alternative in der Nachbarschaft anbieten.
Viele Türken mit denen ich gesprochen habe sagen, es ist nicht mehr notwendig ein Mitglied der EU zu werden. Was wollen sie einem Klub von Verlierern beitreten, der ihnen auch noch ihre traditionellen Werte und Moralvorstellungen zerstört. Sie erkennen, der Westen hat zwei Gesichter. Hinter der Fassade der sogenannten Menschenrechte und Demokratie, verbirgt sich die Fratze der Dominanz und des Imperialismus. Sie haben verstanden, wie doppelzüngig und mit zweierlei Mass der Westen operiert. Von anderen wird die strenge Einhaltung von Regeln verlangt, die sie selber aber nicht befolgen.
Der wirtschaftliche Fortschritt in der Türkei, beruhend auf einer guten Infrastruktur, produktiver und wettbewerbsfähiger Industrie, einer blühenden Landwirtschaft und serviceorientiertem modernen Tourismus, hat die Notwendigkeit der EU beizutreten in den Hintergrund gedrängt. Einige Beobachter meinen, die Türkei ist eine gute Mischung aus der calvinistischen Version des Islam, mit weniger strengen Einhaltung der Religion, und protestantischer Arbeitsmoral. Dem kann ich zustimmen, denn eins hab ich gesehen, fleissig und geschäftstüchtig sind sie, und tolerant gegenüber anderen auch. Die Türkei könnte sogar als Vorbild für die benachbarten islamische Länder in dieser Hinsicht dienen.
Einige Politiker in Europa sehen es auch so und drängen darauf, die Türkei schnellstmöglich in die EU aufzunehmen, bevor es sich seiner Stärke weiter besinnt und ganz vom Westen abdriftet. Wie ich beschrieben habe, die Türkei braucht die EU nicht, sondern eher umgekehrt.
Washington hat erkannt, eine engere Zusammenarbeit zwischen dem künstlich aufgebauten „Erzfeind“ Iran und der Türkei, könnte aus ihrer strategischen Sicht fatal sein. Nur, wer der PKK ständig Waffen liefert, sie mit finanziellen Mitteln ausstattet und militärisch ausbildet, damit sie ihren Terror gegen die Türkei durchführen können, wie der Westen und speziell Israel es macht, darf sich nicht über eine entsprechende Abneigung wundern. Ankara weiss schon welche hinterlistigen Manöver zur Destabilisierung der Region der Westen im Hintergrund betreibt.
Das soll hier keine Lobeshymne auf die Politik der Türkei sein, denn sicher gibt es genügend Probleme die gelöst werden müssen, wie die Lage in Zypern, die Beziehungen zu Griechenland, der aufkommende Islamismus, der Mangel an Demokratisierung der Gesellschaft oder der Rückstand der Regionen im Osten der Türkei. Nur, so einseitig negativ wie es unseren Medien darstellen ist die Türkei nicht, ganz im Gegenteil.
Eines hab ich bei meiner Reise durch die Länder am Schwarzen Meer bestätigt bekommen, wir müssen uns mehr mit dem Osten beschäftigen und den Fortschritt und das Potential dort erkennen. Unsere seit über 65 Jahren einseitige Ausrichtung nur in Richtung Westen, unsere Selbstgefälligkeit, Arroganz und Besserwisserei ist falsch und schadet uns nur. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, die Zukunft liegt im Osten, von Kleinasien, über Zentralasien bis nach China und jungen Menschen würde ich in Abwandlung eines früher viel benutzten Spruches raten, „Go east young man!“
Fortsetzung folgt ...
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Dienstag, 25. Mai 2010
Bericht über den Tagungsort der Bilderberger
Zwischen dem 3. und 9. Juni findet in Sitges Spanien das diesjährige Treffen der Bilderberger statt. Da wärend der Tagung die Hotelanlage durch Polizei, Militär und Geheimdiensten hermetisch abgeriegelt ist und man unmöglich rein kommt, habe ich vorab Aufnahmen gemacht, damit wir sehen, in welcher Umgebung die ganzen Bonzen sich treffen.
Das Hotel ist ideal ausgesucht worden, denn es liegt ausserhalb der Stadt auf einem Hügel, von einem Golfplatz umgeben, völlig abgegrenzt und hat nur eine Zugangsstrasse mit Wächterhäuschen. Man kommt nicht auf Kilometer an die Anlage ran. Für die Sicherheitskräfte sehr einfach zu bewachen.
Laut meinen Informationen, dauert das Treffen länger als üblich, nämlich von Donnerstag bis Mittwoch. Das ist sehr ungewöhnlich, denn in der Vergangenheit waren es nur drei Tage, also bis Sonntag. Gibt es einen Grund, eine längere Tagung durchzuführen?
Die fünf Sterne Hotelanlage bietet allen Luxus und völlige Abschottung von der Öffentlichkeit. Sie ist nur 30 Minuten vom Flughafen Barcelona entfernt und kann von der Autobahn direkt erreicht werden, ohne durch Sitges fahren zu müssen. Die Seminarräume sind ideal für eine grosse Tagung. Das Konferenzzentrum umfasst insgesamt 2'175 Quadratmeter und der grösste Saal hat Platz für 475 Personen.
Wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist die Auswahl des Tagungsortes von symbolischer Bedeutung. Nach Griechenland letztes Jahr und der Krise die dort ausgebrochen ist, sieht Spanien als der nächster Kandidat aus.
Ab nächster Woche kommen 140 der wichtigsten Persönlichkeiten aus Europa und Amerika hier zusammen, Königinnen, Könige, Staatspräsidenten, Prämierminister, Kanzler, EU-Kommissaren, Chefs von Weltorganisationen, von Weltkonzernen, Grossbanken und Medienhäusern, Militärs, Geheimdiensten und und und ... besprechen die Weltpolitik, treffen wichtige Entscheidungen, bestimmen was wirklich passiert und wählen die Marionetten aus, welche ihre Befehle ausführen.
Es werden hunderte Sicherheitskräfte das ganze Areal absperren, was dem spanischen Steuerzahler viel Geld kostet, obwohl es ja nur nach eigenen Angaben ein privates Treffen sein soll. Von den Mainstreammedien wird wieder keiner da sein, darüber darf nicht berichtet werden, wird völlig todgeschwiegen, denn die Verleger und Chefredakteure sind ja auch Teilnehmer und gehören zur Bande.
Deshalb müssen wir es tun und sie exponieren.
Vergangenes Jahr in Griechenland wurden praktisch alle Reporter der alternativen Medien die Vorort waren von der Polizei verhaftet und die Fotos und Filmaufnahmen konfisziert. Was ist denn das für ein Demokratieverständnis? Wieso darf die Welt nicht wissen, was hier abläuft und wer teilnimmt? Was haben sie zu verbergen?
Hier habt ihr einen Einblick, wie es drinnen und draussen aussieht:
Daniel Estulin wird am 1. Juni in Brüssel einen Vortrag über Bilderberg vor dem Europaparlament halten. Der bekannte Autor der Bücher "The True Story of the Bilderberg Group" und "Shadow Masters", wurde von Mario Borghezio, der ranghöchste EU-Parlamentarier aus Italien eingeladen.
"Das ist eine Gelegenheit, um Information über Bilderberg in den Mainstream zu bringen", sagte Estulin.
Wer in Spanien lebt und bei der Berichterstattung über das Treffen mithelfen will, soll sich bitte bei mir melden.
Siehe Treffen 2009: "Bei Bilderberg Vorort"
Verwandter Artikel: Bilderberg-Treffen 2010 in Spanien
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Samstag, 20. Februar 2010
Brot und Spiele für das Volk … ja, damit es die Kameras nicht entdeckt!
Ein weiterer Bericht unseres ASR-Volksreporter Jo exklusiv aus Vancouver:
Es ist Dienstag 16.02.10 – also 4 Tage nach der Eröffnungsfeier.
Ich habe mich wieder mal unter die Mengen in Downtown Vancouver gemischt und bin auch prompt auf eine (von Blogseiten angekündigte) Demo gestoßen. Ich hab leider keine genauen Zahlen, aber es dürften an die 2500 bis 3000 Demonstranten gewesen sein.
Ein kurzer Rückblick, was bis dahin geschah: Die Demo, die an der Eröffnungsfeier stattgefunden hat, hat nicht einmal hier in den lokalen Medien auch nur annähernd Verständnis gefunden. Es wurde – ehrlich gesagt – nur in 2 kleineren, kostenlosen Zeitungen darüber berichtet. „Riots – Vancouver’s bad people“. Aber das war ja auch zu erwarten.
Seltener Anblick: Viele Cops auf einem Haufen. Ich finde es merkwürdig, wie wenig Polizei man im Allgemeinen hier sieht. Es sollen ja mehrere Millionen für die Sicherheit ausgegeben worden sein. Ich möchte nicht wissen, wie viele von denen undercover arbeiten.
Zwei Tage später gab es eine Demo, bei der physikalische Gewalt an Menschen und an Gegenständen ausgeübt wurde. Demonstranten haben mir erzählt, dass sie (wie ja auch schon von X-anderen Beispielen im Spiel gegen die Polizei bekannt) schwarz vermummte „Demonstranten“ gesehen haben sollen, die Steine in Schaufensterscheiben geworfen haben sollen und dabei auch Menschen verletzt wurden.
Ich habe weitere Demonstranten darüber befragt und es herrscht unter den Demonstranten Einigkeit, dass die Steinewerfer nicht aus den eigenen Reihen waren! Sie sind wirklich felsenfest davon überzeugt, dass die Polizei sich vermummt hat und sozusagen den „Legitimationsstein“ geworfen hat um die Demonstranten fest zu nehmen und außer Sichtweite der „Visitors“ zu bringen. Man will ja schließlich dieses aufmüpfige Gesindel von den Strassen haben.
Irgendwie kam mir das alles so bekannt vor. Es läuft doch wohl immer nach demselben Schema ab. Elite will Kohle/Macht, unterdrückt die Menschheit, blendet mit großen Ereignissen (egal ob positive oder negative), ein paar merken es und die werden dann unter falscher Flagge weggeschafft.
Ich habe dann noch zwei Interviews gemacht, bevor sich die ca. dreistündige Demo auflöste.
Das erste Interview habe ich mit einem unabhängigen Reporter gemacht, der hinter den Polizisten her ist, die die Steine geworfen haben sollen. Seht selbst:
Interview Reporter:
Jo: Okay, wiederhole doch noch mal kurz, was du gerade gesagt hast. Die Elite etc.
Unabhängiger Reporter: Naja.. die Olympischen Spiele sind im Gunde einfach nur ein „Spiel der Elite.“ So könnte man das sagen. Eine Elite-Verbündungs –Werbungskampagne. Sie machen Geld. Es geht doch nur ums Geld. Es (Olympics) ist nicht für die Bevölkerung, es ist noch nicht mal für die Athleten, nicht wahr? Sie geben gigantische Summen für Security und für die Infrastruktur aus, wohingegen es hier Länder gibt, zB die „Indians“, die sich nicht mal neue eigene Olympischen Anzüge leisten können. Verstehste? Denen muss man Geld hinzugeben, damit sie es sich leisten können…
Jo: Und auch dass, mit dem Regelwerk, dass sie Security in Vancouver haben und Kameras ...
Reporter: Oh ja… tausende neue Überwachungskameras, die – wie wir wissen – nicht wieder demontiert werden (so wie in jeder anderen Stadt). Die werden hier sicherlich für ewig bleiben. Oder zumindest werden sie sie aus dem Olympischen Dorf weg nehmen und sagen: „Die brauchen wir jetzt im Stadtzentrum.“ Denn gerade sind die Kameras alle bei (temporären) olympischen Sehenswürdigkeiten, wo aber einfach nix passiert. Wenn aber dann mal der ganze Olympiazirkus weg ist brauchen sie sie nicht mehr dort und werden sie alle hier hoch nach Downtown verfrachten.
Jo (grinst): und wiederhol doch noch mal die Sache mit dem Polizist in seinem Schlafzimmer und der Kamera
Reporter: Ja, wenns um die Privatsphäre geht dann kommt das übliche Zitat, dass wenn man nichts falsch macht, dann auch kein Problem mit Überwachungskameras haben braucht. Aber das Erste was ich dann sage ist, dass wenn du (Polizei) nichts verbotenes tust, dann lass mich doch eine Kamera in deinem Schlafzimmer installieren…. ich mein.. keiner würde zustimmen. Es ist einfach lächerlich, oder! Es geht doch immer um Privatsphäre. Menschen möchten einfach nicht aufgenommen werden. Selbst mit einer normalen Kamera möchten die menschen nicht aufgenommen werden. Und ich denke, dass die Menschen ein Recht darauf haben, nicht aufgenommen zu werden. Klar, es ist schwierig, da heutzutage alle Kameras haben. Handykamera, Videokamera, … aber ich mein… wenn Big Brother …. also das Establishment … ihre (eigenen) Leute ausspioniert… dann ist das was anderes. Sie machen das, um Menschen zu kontrollieren. Sie machen das nicht für die Sicherheit. Denn all die Kriminellen werden einfach so weiter machen, (gerade) da wo auch die Kameras sind. Sie gehen die Strassen entlang, Dealen, begehen Straftaten, … nun, die Kameras können die Menschen nicht schützen. Das wurde bewiesen. London hat 8 Millionen Kameras (Einschub – Ich hab recherchiert und es sind so ungefähr 500.000 Kameras…Was wohl aber mehr als genug sein dürften…) Und wie sicher ist es denn da? Die Verbrecher sind da immer noch tätig …
Die Krankenschwester war auf der Strasse um allgemein auf das „Ach so tolle kanadische Gesundheitssystem“ aufmerksam zu machen. Aber sie wollte vor laufender Kamera nichts gegen ihren Arbeitgeber sagen sondern nur was allgemein über die Situation in Vancouver.
Interview Krankenschwester:
Krankenschwester: Seit dem wir die olympischen Spiele haben, haben wir eine Milliarde (CAD) für die Sicherheit ausgegeben (Auch hier habe ich nachgeschaut. Es sind wohl ca. 1000 neue Kameras hinzugekommen. Vorher waren’s um die 250) und auch die Polizeibeamten wurden erhöht, da weiß ich aber leider keine Zahl. Und wir werden diese Kameras behalten und ich hab gehört, dass sie sogar noch mehr Polizisten einstellen wollen. Vielen dank VANOC (Vancouver Organizing Committee) und IOC (Internationales Olympisches Komitee). Vielen dank! Vielen Dank dafür, dass ihr uns bescheißt! Und vielen Dank, dass ihr uns am Ende die Redefreiheit nehmt.
Unbekannte: Was ist denen ihr Argument, dass sie die Kameras installiert lassen?
Krankenschwester: Warum sollten sie sie abmontieren? Das würde sie Geld kosten, und Warum? Sie haben sie doch erst so schön heimtückisch installiert… heimtückisch!
Unbekannter: Das ist doch alles Bullshit! Wenn man die Hintergründe weiß, dann ist es doch einfach alles Bullshit!
Graffiti wie dieses kann man an vielen Stellen in Vancouver sehen. Es zeigt, dass doch einige erkennen, wohin wir mit den ganzen Kamera-hier-und-Kamera-da kommen.
Fazit: Ich finde es klasse, dass sich die Demonstranten hier mit Blogs und twitter-Netzwerken zusammenschließen und sich Tag für Tag neu organisieren. Sie haben auch die Sympathie der Besucher erhalten in dem sie alle möglichen Fragen beantworten und (bis auf wenige Ausnahmen) einfach Friedlich auf diese Missstände aufmerksam machen.
Was natürlich erschütternd ist, welche Hinterhältigkeit aufgebracht wird damit für die Besucher alles schön „normal“ aussieht.
Es gibt leider immer noch genügend Einheimische, die den Bockmist der Presse abkaufen, glauben und sogar noch verteidigen.
Allerdings haben die Demonstranten einen großen Bonus: Vancouver Downtown ist recht klein und die Demonstranten stellen sich gezielt an „hotspots“ und können somit doch recht viele Menschen erreichen.
Hoffen wir, dass sie damit nicht nur auf die Olympischen Missstände aufmerksam machen können, sonder die Menschen weiterhin zum kritischen Denken anregen!
Bis zum nächsten Update!
Euer Jo
Ach ja: und wer Interesse an noch mehr Details hat sollte mal diese richtig toll gemachte Seite http://www.no2010.com/ anschauen. Dort ist m.E. alles sehr gut zusammen gefasst. (F.A.Q etc…!)
PS: noch ein paar Youtubevideos über Olympia und seine Schattenseiten:
http://www.youtube.com/watch?v=KFuBW3wkVm8
http://www.youtube.com/watch?v=bBd5hRgzYuM sehr gut!
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Sonntag, 14. Februar 2010
Die Olympische Spiele in Vancouver – Der dunkle Schatten der Macher
Unser ASR-Volksreporter Jo berichtet exklusiv aus Vancouver Kanada für uns:
Es ist ein schöner Tag in Vancouver. Ausnahmsweise mal kein Regen und die Straßen sind nur mäßig voll. Es sind nur noch eineinhalb Wochen bis zu den Olympischen spielen. Wäre ich hier herkommen, ohne das kritische Denken, dass durch Blogs wie ASR und Infokrieg geweckt wurde, würde ich sagen, es Läuft hier alles nach Plan. Vancouver steht in den Startlöchern für die Spiele. Nur noch die Obdachlose von den Strassen scheuchen, oder sie gnädigerweise in Heime stecken, dann kann’s losgehen.
Ich habe damals (als ich vor 3 Jahren schon einmal in Vancouver war) schon mitbekommen, dass, abgesehen von den Obdachlosen, so einiges im Gange ist, was eigentlich so nicht hingenommen werden kann. Ich habe es persönlich erfahren, als ich (täglich) von Vancouver nach Squamish gefahren bin. Die Straße trug damals zurecht den Namen „Sea to the Sky-Highway“! Ungelogen: Es war einfach traumhaft, diese Strecke zu fahren. Jeden Tag aufs Neue“
Hier ein Bild von dem Highway:
Doch da diese Straße die einzige! Verbindung zwischen Vancouver und Whistler (der Ort, an dem die meisten Spiele ausgetragen werden) ist musste eine Lösung für unsere Chevrolets aus dem Hause GMs her. Es wurden, ganz neben bei, 4371 Fahrzeuge für die Olympiade von GM „zur Verfügung gestellt.“ Ich mein, wenn man schon auf der Welt mit den größten „Companies“ zusammen arbeitet, warum nicht?
Das Ende vom Lied war, dass man die Sea to the Sky-Straße vergrößern musste und dafür brauchte man Unmengen von Sprengstoff. Es wurde die Natur katastrophal zerstört. Mich hat es damals schon gewundert, dass die „Officials“ das so einfach durchboxen konnten. Aber .. da ja alles von Oben regiert wird, macht es dann am Ende auch wieder Sinn.
Hier ein Bild von mir selbst von der Verwüstung der Natur zwischen Vancouver und Squamish:
Kurz um: Es wurden für die Olympischen Spiele sprichwörtlich Berge bewegt. Aber natürlich alles im „grünen Umfang.“ Das versteht sich ja von selbst ;-)
Als ich damals Vancouver verlassen habe, hieß es, dass die gesamten Spiele ca. 6 Milliarden CAD kosten werden. Jetzt habe ich erfahren, dass es um das Doppelte teurer wurde. Finanziert und gesponsert wurde die Olympiade größten teils aus den Taschen der Kanadier. Das restliche „Kleingeld“ kam von PetrolCanada, RBC (Royal Bank of Canada), McDonalds, Bell/Telus (Beides Mobilfunkanbieter) … ich mein… was braucht man mehr? Geld, Essen, Mobiltelefon, Sprit?
Als ich jetzt zum 2. Mal hier in Vancouver angekommen bin, habe ich bemerkt, dass die Euphorie schon so richtig im Gange ist. Ganz Vancouver will jetzt endlich die Spiele erleben, für die sie ca. 8 Jahre geschuftet haben. Doch irgendwie gab es da dummerweise eine Gruppe von Leuten, die ganz und gar nicht so einverstanden waren mit dem, was über ihre Köpfe hinweg beschlossen wurde.
Als ich dann am 12. Februar 2010 gekommen bin, traf ich auf eine Demo, die (meines Erachtens) sehr gut organisiert war.
Erstaunlich, dass die kanadische Polizei nicht härter durch gegriffen hat. Aber dadurch dass Medienaufkommen, waren die armen Polizisten dazu verdonnert, die Protestanten aus der 2. Reihe anschauen zu müssen.
Hinzu kam, dass auf Grund der Eröffnungsspiele die Stadt schon voll mit Touristen war und Gewalt (die hier wohl gerne praktiziert werden würde) wohl bei den ganzen Touri-Familien nicht so gut angekommen wäre.
Aber die Präsenz von oben war natürlich auch da:
Und deutsches Fernsehen darf auch nicht fehlen:
Für mich eine echt (bestätigende) Erfahrung, dass es diesen ereignisgeilen Journalisten überhaupt nicht mehr um die Sache an sich geht, sonder nur um die Kohle, die damit zu machen ist. Ich hab die drei gefragt, woher sie sind, in welchem Auftrag sie da sind und ob es sie persönlich interessiert. Die Antwort war recht simpel: „We’re from NewYork and we work for a co-company of the ARD, which sells tapes to Germany and other German speaking countries.(Österreich, Schweiz!?) Interested? Fuck no, why should I?“
Die Demonstranten haben auch gegen die CocaCola Company demonstriert und speziell gegen die Wintergames 2014 in Sotschi (Russland), wo im 19 Jahrhundert ein Genozid an der tscherkessischen Bevölkerung begangen wurde. Es leuchtet auch ein, dass auf einem solchen Grund und Boden nicht gerade internationale Spiele ausgetragen werden sollten, da zudem die Regierungen immer noch nicht offiziell von einem Genozid sprechen.
Auf dem Platz waren aber nicht nur die zahlreichen Demonstranten, ein paar Police Officers sondern auch noch einige Männer in Schwarz (siehe oben). Ich habe mich gefragt, was deren Aufgabe in diesem Spiel wohl sein mag. Ich bin hingegangen und hab gefragt. Er wollte mir zuerst nicht so recht eine Antwort geben, bis ich dann aber erfahren habe, dass eine „privat security guard“ angeheuert wurde, um den Platz und die Demo „zu überwachen“. Es ist schlimm, wirklich schlimm. Überwachung, Angst, Terror. Das ist ein verdammter Teufelskreis.
Ich habe dann noch eine Demonstrantin gefragt, ob ich sie über die Hauptgründe der Demo interviewen darf, worauf sie freundlich zugesagt hat:
"Ich gehöre zu dem Olympic Resistance Network, welches geholfen hat, diese Runde hier heute zu organisieren. Was wir machen… Wir stehen hinter dem einheimischen (Natives) Volk von British Columbia und das hier ist kein zugesprochenes Land und die Companys die hier her gekommen sind um die Spiele zu veranstalten, sind dazu nicht berechtigt. Wir stehen also in Solidarität (mit den Einheimischen). Sie gehören zu den ärmsten Gruppen in Kanada. Sie leben in Armut. Es ist deshalb auch eine Schande, dass die 'Natives' bei der Eröffnungsfeier mithelfen. (Kommentar: Wer die Eröffnungsfeier angeschaut hat, weiß was sie meint). Des Weiteren sind wir hier, weil wir hunderte von Obdachlosen auf den Straßen von Vancouver haben und anstatt nach den Ärmsten und am tiefsten Gesunkenen zu schauen bereiten sie (die Regierung) den Großen wie Royal Bank of Canada, GM, McDonalds ein Leben wie Gott in Frankreich… damit die Zusammenarbeit (dort) verbessert wird. Diese Runde ist schon seit einiger Zeit in unseren Kreisen aktiv. Und das hier ist unsere Woche und unser Tag um 'ihnen' zu zeigen, wie wir uns fühlen und um die Party stillzulegen."
Kurz: Die Großkonzerne, Polizei und natürlich die offiziellen Medien verdammen die Gerechtigkeit, achten nicht auf Menschenrechte und schneiden sich damit ganz langsam aber sicher in ihr eigenes Fleisch. Geld und auszuübende Macht ist ein viel, viel interessanteres Spielzeug als nur „so“ einen Wettkampf unter Athleten auszutragen. Dieses ganze „Drum Herum“ hat wohl nur zwei Gründe: Geld und Macht über uns.
In einem Vlog hat eine Kanadierin es einfach genial auf den Punkt gebracht: „The olympics is a new world order thing because everywhere it goes it brings he police state with it and then the police never leaves.“!!!
Ich persönlich finde die Grundidee solcher Spiele lobenswert. Im/über Sport die Kräfte zu messen und Menschen für ihr Erreichtes zu loben. Leider ist es zu einem Geld-Machtsumpf verkommen und wenn es so weiter geht, darf bald keiner mehr hingehen, da wir ja – wenn wir aufwachen – ja schlechthin nur noch eine Gefahr für „sie“ sind.
Ich war sehr positiv überrascht über die Offenheit der Kanadier, die wohl zumindest teilweise aufgewacht sind und sich nicht mehr vom „Vorbild“ Obusha leiten lassen. Ich fand und finde es sehr beruhigend, dass die Botschaft, die wir ja durch ASR und andere Blogs verbreiten auch am anderen Ende der Welt ihren Platz gefunden hat und hoffentlich bald noch mehr Menschen davon überzeugt, welche Werte wirklich zählen.
Ich werde dranbleiben und versuchen weiterhin zu berichten!
Euer Jo
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Freitag, 30. Oktober 2009
In Österreich werden seit über einer Woche Universitäten besetzt
Aus Österreich habe ich folgenden Bericht über die Besetzung der Universitäten im Lande bekommen:
„Wessen Bildung? - Unsere Bildung!“
Video vom 24. Oktober – Tag 3 der Besetzung
Wie alles begann..
Am Mittwoch, den 21.10. werden auf der Uni Wien Flyer verteilt, die zu einer Demonstration gegen die derzeitigen Studienbedingungen in Österreich aufriefen. Die Initiatoren sind StudentInnen der Akademie der bildenden Künste, zusammen mit StudentInnen der Universität Wien.
Dass die Studienbedingungen fatal sind, erfährt man als Studentin an der Uni Wien leider täglich auf's Neue. Dass daran etwas zu ändern sei, die Hoffnung darauf war bei mir bislang sehr gering. Der Bologna-Prozess ist schon längst in Kraft, wirkt sich aktiv auf die Studienpläne aus, schränkt Studierende und Lehrende in ihrer Autonomie ein und macht die Universitäten zu Produktionsstätten von gleich geschalteten Akademikern. (Übrigens: Eckpunkte des Bologna-Konzepts wurden vom ERT (European Round Table of Industrialists), einem Verbund von Unternehmen wie Bertelsmann, Daimler und Thyssen, erarbeitet. Die Ausarbeitung der Struktur der universitären Bildung wurde also einem Verbund von Wirtschaftsmagnaten in die Hände gelegt!)
Die Demonstration startet schließlich am Donnerstag, den 22. 10. mit ca. 400 Studierenden und läuft eine kurze Strecke, von der Votivkirche über den Haupteingang der Uni Wien, in den Arkardenhof (mit Zwischenrede per Megafon), und schließlich zum Auditorium Maximum, dem größten Hörsaal der Universität, unter Rufen wie „Wessen Uni? UNSERE UNI“. Im Audi Max versammeln sich die Demonstranten, inzwischen haben sich bereits mehrere interessierte StudentInnen angeschlossen. Die Vorlesung in Biologie, die dort gerade stattfindet, muss abgebrochen werden. Ein Forderungskatalog wird von den Protestierenden vorgelesen, eine Rednerin ruft anschließend zur Besetzung des Audi Max auf, was mit einer zwei-drittel-Mehrheit (Abstimmung per Handzeichen) beschlossen wird.
Dass das Auditorium Maximum bis zum heutigen Tage nicht geräumt sein würde, und sich das Ganze zu einer österreichweiten Bewegung ausweitet, hatten wir damals allerdings noch nicht geahnt.
Anfangs ist die Besetzung sehr chaotisch. Es formieren sich nach und nach Arbeitsgruppen, die das Ganze weiter strukturieren und organisieren. Es finden immer wieder Plena statt, die über die Arbeiten der Arbeitsgruppen informieren und den Stand der Dinge. Schnell ist auch die Presse informiert und fotografiert am Morgen des zweiten Tages bereits die gemalten Plakate, Spruchbänder, Kreidekunstwerke und Alkoholleichen von der großen Party, die Nachts (wie sollte es unter StudentInnen auch anders sein?!) im Unigebäude stattfand (mit Punk-Band und Djs auf den Fluren).
Die Uni brennt weiterhin...
Mittlerweile ist die Bewegung auch digital gut organisiert und es verfolgen bereits Tausende die Besetzung täglich per Live-Stream im Internet (http://www.ustream.tv/channel/unsereuni). Es wird getwittert, gechattet und man organisiert sich per facebook oder myspace.
Auch bezüglich der einzelnen Institutionen etablieren sich fortlaufend Gruppen, die die Bewegung aus Perspektive des jeweiligen Studiums heraus betrachten und ihre Lehrenden zur Solidarität auffordern. Diese kommen der Forderung zunehmend auch tatsächlich nach und arbeiten z.T. auch aktiv an der Bewegung mit, denn auch sie haben Grund zum Protest: Prekäre Dienstverhältnisse machen ihnen das Leben schwer.
Solidarisch zeigen sich auch zahlreiche Kindergärten, Schulen und Arbeiter; der ÖGB (Österr. Gewerkschaftsbund) sicherte gestern (29. 10.) seine Solidarität zu.
Zudem wurden im Laufe der Tage weitere Unversitäten in Wien besetzt: Die TU Wien, die Akademie der bildenden Künste in Wien (seit Anfang an), die Boku Wien, sowie Räumlichkeiten der Unis in Graz, Innsbruck und Linz (Aktueller Stand: http://unibrennt.at/wiki/index.php/Aktueller_Stand_%C3%B6sterreichweit).
Demonstrationen wurden organisiert und veranstaltet. Die größte fand am Mi, den 28. Oktober in Wien statt, die größte, die ich selbst je miterlebt habe. Ca. 25.000 – 30.000 Demonstranten zogen vom Hauptunigebäude den Ring entlang, trafen auf Demonstranten der TU Wien und der Akademie und setzten gemeinsam den Protestzug durch den 1. Bezirk und schließlich zurück zur Hauptuni fort. Trillerpfeifen wurden verteilt, die für großen Lärm sorgten, ein Sarg der „freie Bildung“ repräsentierte wurde zu Grabe getragen, ein Wagen mit elektronischer Musik brachte viele Demonstranten zum Tanzen. Schließlich fand eine große Abschlusskundgebung vor der Uni statt und es wurde wieder gefeiert bis in die Morgenstunden.
Auch nach der Großdemo geht die Besetzung weiter und weitet sich auch unaufhaltsam aus. Es wird viel diskutiert, Vorträge werden gehalten, eine eigene Küche gibt es schon auf der Hauptuni und auch auf der TU in Wien, Schlafsäle sind vorhanden. Hat man am ersten Tag noch das Gefühl gehabt, es würde alles noch im Chaos versinken, so beobachtet man heute in den Fluren um das Audi Max ein gut organisiertes, reges Treiben.
Wie lange noch?
Doch so aufregend das Ganze auch sein mag.. es stellt sich nun doch die Frage: Wie lange soll die Besetzung anhalten?
„Solange noch Essen da ist.“, hieß es von vielen Seiten. Jedenfalls werden wir sicher nicht abziehe, solange Minister Hahn jegliche Verhandlungen über unsere Forderungen (http://unibrennt.at/?cat=8) verweigert. Wir StudentInnen haben ihn dazu aufgefordert, sich mit uns in Dialog zu begeben, jedoch ist er bislang nur dazu bereit, sich mit der ÖH (österr. Hochschüerschaft) zu unterhalten. Ein Treffen fand gestern statt, es ist allerdings nicht die Rolle der ÖH, unsere Forderungen zu übermitteln, denn wir alle, die Bewegung, sind die Ansprechpartner! Also wird ausgeharrt und weiterhin besetzt.
Ich möchte abschießend an Humboldt erinnern:
„Der wahre Zweck des Menschen, nicht der, welchen die
wechselnde Neigung, sondern welche die ewig
unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt, ist die höchste
und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.
Zu dieser Bildung ist Freiheit die erste und unerläßliche Bedingung.
(…) Gerade die aus der Vereinigung Mehrerer entstehende
Mannigfaltigkeit ist das höchste Gut, welches die Gesellschaft
gibt, und diese Mannigfaltigkeit geht gewiß immer in dem Grade
der Einmischung des Staates verloren.
Es sind nicht mehr eigentlich die Mitglieder einer Nation,
die mit sich in Gemeinschaft leben, sondern einzelne Untertanen,
welche mit dem Staat, d.h. dem Geiste, welcher in seiner
Regierung herrscht, in Verhältnis kommen, und zwar in ein
Verhältnis, in welchem schon die überlegene Macht des Staats
das freie Spiel der Kräfte hemmt. Gleichförmige Ursachen haben
gleichförmige Wirkungen. Je mehr also der Staat mitwirkt, desto
ähnlicher ist nicht bloß alles Wirkende, sondern auch alles Gewirkte.
(…) Wer aber für andere so räsoniert, den hat man, und nicht mit Unrecht,
in Verdacht, daß er die Menschheit mißkennt und
aus Menschen Maschinen machen will.“
(Aus: „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“ 1972)
Der aktuelle Forderungskatalog:
http://unibrennt.at/?cat=8
Informationen zur Thematik finden sich auf:
http://www.unsereuni.at
http://twitter.com/unibrennt
Kontaktemail: unibrennt@gmail.com
Solidarisiert euch mit uns! Unterstützt uns, wenn ihr könnt! Für eine freie Bildung!
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Donnerstag, 29. Oktober 2009
Armut in Europa
Wie ich schon öfters geschrieben ist der Plan der NWO die westliche Gesellschaft zu deindustralisieren, die Mittelschicht zu zerstören und die Massen zu verarmen. Das passiert schon seit Jahren in den USA, aber jetzt auch in Europa. Schaut euch an was unser Volksreporter aus Spanien berichtet über was dort los ist und in der ganzen EU kommen wird. Und mit dem Lissabon-Vertrag der die totale Liberalisierung zum Vorteil der Konzerne bringt erst recht.Meine Frau und ich leben seit rund 8 Jahren in Spanien und haben die ganze Bandbreite des Wirtschaftswandels miterlebt. Es begann mit Euphorie und Aufschwung, dann die Phase der enormen Preisanstiege, die Phase der Sättigung und dann kam die Phase in der alles wieder etwas günstiger wurde. Mittlerweile gibt es z.B. auch hier keine alten Gebrauchtfahrzeuge mehr unter 1000 Euro.
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Vor ein paar Tagen waren wir, nach langer Zeit mal wieder, im Carrefour. Einer der größten Supermarktketten überhaupt (zumindest in der EU).
Hier konnte man schnell feststellen, dass die Menschen wirklich kein Geld mehr zur Verfügung haben. 20% Arbeitslosenrate in Spanien und in Andalusien rund 30% ist zu viel selbst für die großen Konzerne. Die Gänge fast verwaist, die Menschen hatten nur wenig in Ihren Einkaufswägen und das was sie kauften waren eigentlich nur die Sonderangebote.
Dabei bin ich auf folgendes gestoßen und habe es auch gleich übersetzt damit man weis worum es geht.
Hier wird vorgerechnet, dass man eine 4-Köpfige Familie mit 28 Euro pro Woche ernähren kann.
Stellt Euch mal ganz persönlich vor wie das so ist, 1 Euro pro Person pro Tag!
Habt Ihr eine Ahnung wie viele Familien auf solche „Hinweise“ angewiesen sind und habt Ihr eine Ahnung wie viele sich sogar die 28 Euro pro Woche nicht leisten können?
Ihr werdet jetzt sagen, ja ist doch kein Problem in Spanien gibt es doch auch Arbeitslosengeld. Ja es gibt auch hier so etwas, mit Glück bekommt man es auch jedoch sind rund 20% der Arbeitslosen Pechvögel denn die bekommen NICHTS.
Harz IV ??? es gibt Sozialhilfe (so was in der Art) = 359 Euro pro Erwachsenem pro Monat, keine Mietbeihilfen oder sonstigen Zuschüsse.
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Man bedenke auch noch, dass hier in Spanien ALLES auf Pump läuft Haus, Auto…. Man für seine Kinder zwar kein Schulgeld bezahlen muss (außer den rund 50,- Euro) für „Verbrauchsmaterialien“ dafür muss man für jedes Kind die Schulbücher selbst kaufen und diese sind wie Arbeitshefte aufgebaut, man kann Sie also im nächsten Jahr nicht weiterverkaufen oder mit anderen Eltern tauschen. Pro Kind von 3-5 Jahren sind das nochmal rund 120,- Euro für Kinder ab 6 Jahre rund 250-300 Euro.
DIE ARMUT KEHRT ZURÜCK NACH EUROPA – UND KEINER SCHERT SICH DARUM
Ich frage mich was geschieht wenn die Menschen in Deutschland darauf angewiesen sind, dass in den Supermärkten „28 Euro Einkaufshilfen“ ausgelegt werden.
Kommentar: Es ist Zeit sich wirklich um eine autarke Lebensmittelversorgung zu kümmern. Bis zum Frühling muss man was in seiner Umgebung zusammen mit anderen organisieren und realisieren. Generell sollte man so unabhängig vom System wie möglich werden.
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Mittwoch, 28. Oktober 2009
Bericht über Kreideaktion gegen Impfen
Am Montag den 26. Oktober Begann die Impfung gegen die Schweinegrippe in Deutschland. Vor dem Impfzentrum in Düsseldorf haben Aktivisten die Impfwilligen mit einer Kreideaktion vor den Nebenwirkungen gewarnt.
Verwandter Artikel: Kreideaktion gegen die Impfung in NRW
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Montag, 21. September 2009
Besuch des ASR-Stammtisch Köln
Bericht von Stammtischmitglied Pierre:
Am Dienstag den 15. September 2009 war es endlich wieder soweit. In der „Alten Liebe“ Köln/Rodenkirchen fand ein weiterer ASR-Stammtisch statt und diesmal durften wir einen besonderen Gast begrüßen: Freeman.
Der Stammtisch sollte natürlich wieder eine Gelegenheit sein, um sich gegenseitig auszutauschen. Aber an diesem Tag hatten wir natürlich auch viele Fragen, an Freeman. Deshalb stand dieser Stammtisch ganz unter dem Motto: Wir fragen und Freeman antwortet.
Zu diesem Anlass musste ein größerer Raum gemietet werden, damit für alle Menschen die teilnehmen wollten auch genug Platz war.
Es hat sich gelohnt an diesem Abend waren schätzungsweise 120 Menschen anwesend. Darunter auch die Mitglieder der HipHop Crew „Die Bandbreite“.
Der Abend begann mit der Begrüßung von Freeman und er bedankte sich für unsere Einladung. Als nächstes erzählte Freeman, warum er damals anfing den Blog zu schreiben und was er davor beruflich gemacht hat.
Es ging weiter mit einer fröhlichen Fragerunde an Freeman und er antwortete, soweit es ihm möglich war, auf die Fragen. Eine der ersten Fragen war die Frage, ob Freeman seine gesamte Recherche alleine durchführt oder ob er ein Team hinter sich hat. Freeman hat leider kein Team hinter sich und widmet einen Großteil seiner Zeit der Recherche, um neue Artikel schreiben zu können. Ab und an hilft ihm seine Tochter aber das ist auch alles.
Im ersten Teil des Abends wurden am häufigsten Fragen zu den Themen 9/11, Wahlen und Schweinegrippe gestellt. Auch zum Vertrag von Lissabon wurden Fragen gestellt und Freeman beantwortete sie objektiv und sachlich. Er warnte eindringlich vor den Folgen dieses schändlichen Vertrages und erinnerte noch mal an die Demo am vergangenen Samstag. Auch wenn nicht mehr viel Zeit ist, etwas gegen diesen Vertrag zu unternehmen, können wir immer noch auf die Konsequenzen aufmerksam machen und so vielleicht doch noch verhindern, dass er tatsächlich von allen Mitgliedern der EU ratifiziert wird.
Besonders das Thema Schweinegrippe und alle damit verbundenen offenen Fragen, wer davon profitiert und welche Nebenwirkungen eine Impfung mit sich bringt bzw. wie man sich gegen eine zu befürchtende Zwangsimpfung schützen kann, wurden häufig gestellt.
Natürlich konnte auch Freeman keine Universallösung für diese Probleme anbieten. Seine Lösung bestand viel mehr darin über die Nebenwirkungen und die Konsequenzen einer Zwangsimpfung zu informieren.
Er zieht die Schlussfolgerung, dass es mehr Risiken mit sich bringt, einer Zwangsimpfung zuzustimmen, als eine solche Impfung anzunehmen. Natürlich kann man noch nicht genau wissen mit welchen Mitteln unsere Regierung versucht, eine solche Zwangsimpfung durchzusetzen. Ich persönlich werde mir auch keine Nadel mit was auch immer in den Arm jagen lassen, auch wenn ich kurzzeitig befürchten muss eingesperrt zu werden. Man wird sicher nicht allein sein.
Aber diese Entscheidung sollte jeder für sich selbst treffen. Wie jede andere Entscheidung, die persönliche Konsequenzen mit sich bringt.
Die Beteiligung der Anwesenden war so groß, dass sich eine rege Diskussion entwickelte und diese dann kurzfristig unterbrochen werden musste, damit Freeman auch mal die Zeit hatte sein wohlverdientes Kölsch zu trinken und einige Gäste etwas essen konnten.
Die kurze Pause nutzten viele um miteinander zu reden und gegenseitig E-Mail Adressen auszutauschen.
Der zweite Teil des Abends wurde von der Bandbreite eingeleitet, indem Sie von Ihren Erfahrungen berichteten, die sie gemacht haben seitdem sie es sich zur Aufgabe gemacht haben, kritische Fragen über Themen wie z.B. 9/11, Staatsterror und den Vertrag von Lissabon zu stellen.
Im zweiten Teil des Abends ging es mehr darum auf die bereits durchgeführten Aktionen wie z.B. die Kreideaktion oder die Demonstration gegen den Vertrag von Lissabon aufmerksam zu machen und Ideen zu sammeln, wie man solche Aktionen wiederholen und weitere planen könnte.
Das Thema Bundestagswahlen wurde auch noch mal angesprochen und es wurden verschiedene Möglichkeiten besprochen, wie man die Wahlen nutzen kann, um eine Veränderung zu ermöglichen. Leider gab es auch hier keine Universallösung, was aber auch nicht zu erwarten war.
Schließlich sind die Wahlen schon am 27.September und unser Wahlsystem lässt einfach nur sehr schwierig grundlegende Veränderungen zu.
Freeman berichtete auch von den Bemühungen in seiner Heimat das Stromnetz zu rekommunalisieren und wie dabei auch die Wirtschaft mit einbezogen wurde. Dieses Projekt hat sehr große Aussichten auf Erfolg, weil die Zahlen und Fakten einfach nicht von der Hand zu weisen sind.
Freeman konnte das auch mit Hilfe eindeutigen Zahlen bekräftigen. Die Wirtschaft im Kanton Luzern bezahlt 3,5 Milliarden Schweizer Franken zu viel für Energie. Deswegen wird es auch nicht schwer sein die erforderlichen 5000 Unterschriften zu bekommen, die man benötigt um im Kanton Luzern eine Volksinitiative durchzusetzen. In einem einzigen Betrieb konnten schon 1000 Stunden gesammelt werden.
Leider ist es bei uns in Deutschland nicht ganz so einfach, weil es bei uns diese Möglichkeit der Volksinitiative nicht gibt.
Aber das sollte uns nicht abschrecken, sondern nur ermutigen kreativ zu werden.
Die Themen Permakultur und regenerative Energien bzw. freie Energie wurden ebenfalls angesprochen.
Freeman berichtete daraufhin auch ein wenig über sein Projekt „Autarkes Dorf“, dem er in seiner Heimat nachgeht. Er erzählte von den Möglichkeiten ein Haus so zu bauen, dass es praktisch nicht beheizt werden muss. Außerdem machte er auch darauf aufmerksam, dass es in der Schweiz bestimmte Bergdörfer gibt, die gerne kooperieren und neuen Projekten gegenüber aufgeschlossen sind, eine Zuwanderung die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bringt wünschen, weil ansonsten diese Dörfer irgendwann aussterben würden.
An dieser Stelle kamen dann auch einige kritische Fragen auf, wie man denn ohne Kapital Land erwerben und Häuser bauen soll. Natürlich kann man ohne Kapital kein Land erwerben oder Häuser bauen. Aber wir können alle einen Beitrag mit unseren natürlichen Talenten leisten, damit solche Projekte verwirklicht werden können. Die Finanzierung sollte letztendlich das kleinste Problem darstellen, wenn man sich entscheidet gemeinsam an einem solchen Projekt zu arbeiten.
Man könnte natürlich auch meinen, dass manche ein größeres Risiko tragen, weil sie mehr Kapital einbringen als andere. Letztendlich ist ein solches Projekt aber eine nachhaltige Investition und ermöglicht ein natürliches Wachstum des Kapitals innerhalb eines solchen Dorfes und das Risiko eines Verlustes ist nahezu gegen null.
Freeman betonte immer wieder, dass jeder von uns über Talente verfügt, die er gewinnbringend einsetzen kann um etwas zu verändern. Manche machen Musik, andere schreiben Artikel, machen Filme, wieder andere bringen ihre handwerklichen oder organisatorischen Fähigkeiten ein, damit Aktionen erfolgreich verlaufen können.
Es ist von außerordentlicher Bedeutung seine natürlichen Talente zu erkennen und zu investieren, damit die Wahrheit endlich ans Licht kommt und wir gemeinsam in eine bessere Zukunft gehen können.
Jeder kann etwas beitragen, wir müssen uns einfach nur trauen und etwas tun. Am besten geht das natürlich gemeinsam.
Abschließend forderte Freeman die Anwesenden auf Vorschläge für das nächste ASR-Treffen zu machen. Die meisten forderten weitere Arbeitsgruppen, damit man gemeinsam effektive Aktionen planen kann.
So wurde der Abend zu einem kreativen Ende gebracht und noch mal ein Denkanstoß gegeben, was man denn in Zukunft machen kann, um gemeinsam Aktionen zu planen und durchzuführen.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch mal bei den Organisatoren des Kölner ASR-Stammtisches für die tolle Arbeit, die sie geleistet haben bedanken.
Ebenso gebührt Freeman ein Dankeschön ohne ihn hätte es diesen Stammtisch ja gar nicht gegeben und auch dieser Stammtisch wäre nicht so gut besucht gewesen.
Ich hoffe, es wird in Zukunft noch viele von solch besonderen Abenden geben und ich freue mich schon auf den nächsten und die hoffentlich daraus entstehenden Aktionen und Projekten.
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Freitag, 18. September 2009
Aktion des ASR-Stammtisch Duisburg
Am 30.08.09 begab sich der ASR-Stammtisch in die Duisburger Innenstadt, um einen Tag vor der Kommunalwahl Politiker und Passanten zu heiklen Themen zu befragen: 9/11, Schweinegrippe-Hysterie, Terror-Wahnsinn & Co.
Teil 1:
Teil 2:
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Samstag, 12. September 2009
Kreideaktion in Karlsruhe
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Kreideaktion in Aarau
Tiefschlaf im CH-Medienreich der Mitte? 9/11 Kreideaktion in Aarau
Ein kleiner harter Kern sorgte am 11. September in einer nächtlichen Aktion dafür, dass auch in Aarau entlang der Bahnhofstrasse und auf einigen zentralen Plätzen viele Sprüche zum Gedenken an 9/11 und die bislang ausstehende Neuuntersuchung der Vorfälle standen. Die Reaktionen der Passanten waren äusserst positiv, und es ergaben sich verschiedene interessante kurze Gespräche, in welchen teilweise auch ein Unmut gegenüber der Berichterstattung der Mittelland Zeitung zum Ausdruck kam.
Gegenstand des Befremdens waren Artikel in der Ausgabe der MZ vom 11.09.2009. Nebst einem Bericht über Shanksville und den vermeintlichen Flug 93 sorgte vor allem der Artikel „Wo versteckt sich Bin Laden“ mit dem Untertitel „Der Kaida-Chef und Drahtzieher von 9/11 ist immer noch auf freiem Fuss“ für Empörung. Er beginnt mit der peinlichen Äusserung von Britney Spears „Ich würde Osama Bin Laden mit dem unwiderstehlichen Duft meines Parfüms einnebeln“ und fährt fort, dass Barack Obama die Suche nach dem Top-Terroristen intensiviert habe.
Weiter wird behauptet: „Doch sicher ist nur eins: Er lebt noch immer.“ Der ganze Text ist angereichert mit allerlei Spekulationen über Osama Bin Ladens möglichen Verbleib. Der alte Quatsch in alter Manier eben – und zu viel für viele Leserinnen und Leser.
Möglicherweise folgt so dem vielbeklagten Inserateschwund auch bald ein weiterer Leserschwund. Um der MZ-Mediengruppe diesen Gedanken etwas näher zu bringen und gleichzeitig auf die Bildungslücke ihrer Berichterstatter hinzuweisen, wurden auf den Vorplatz neben anderen auch folgende Sprüche geschrieben:
"Wo sind die Medienberichte über die 9/11 Wahrheitskommission?"
"Peinliche Zeitungsartikel statt berechtigte Fragen!!!"
Empfehlung an alle künftigen Strassenkreide-Aktivisten: Setzt den Medien vor deren Firmensitz regelmässig einen intelligenten Denkzettel! Zur in den letzten Jahren stetig gewachsene AZ-Mediengruppe zählen - Aargauer Zeitung- Zofinger Tagblatt- Solothurner Zeitung- Oltner Tagblatt- Basellandschaftliche Zeitung - Limmattaler Zeitung- Berner Rundschau- Langenthaler Tagblatt- Grenchner Tagblatt- Luzerner Nachrichten 202'670 Exepmlare / 421’000 LeserInnen Weiter gehören zur Mediengruppe - Stadtanzeiger- Wettinger Post - Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern- Sonntag- Radio Argovia- Tele M1 www.mittellandzeitung.ch
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Kreideaktion in Zürich
Nach dem Schmierartikel der NZZ entschlossen wir uns kurzfristig schon eine Stunde früher am Hauptbahnhof zu sein. Wir wollten verhindern, dass es eine Ansammlung gibt und das niemand im HB den Boden bemalt. Eigentlich war der Treffpunkt um 23:55 Uhr im Zürcher HB, als wir aber um 23:00 Uhr beim Treffpunkt eintrafen waren bereits 15 bis 20 Aktivisten dort. Wir schickten die Gruppe auch sogleich los, Richtung Paradeplatz und baten die Leute dort anzufangen mit der Aktion. Drei Leute von WeAreChange blieben, mit gut erkennbaren T-Shirts bis 00:30 Uhr beim Treffpunkt und informierten alle neu Ankommenden, dass die Aktion bereits auf dem Paradeplatz begonnen hatte.
Als wir um ca. 00:45 Uhr als letzte den Paradeplatz erreichten, war dieser schon voller bunten Kreide-Kunstwerken und weisen Sprüchen beschrieben. TeleTop war bereits am interviewen und zeichnete auf was vor sich ging. Danke an dieser Stelle an TeleTop für den fairen News-Beitrag. Wir beeilten uns und beschrieben die letzten leeren Asphalt-Quadratmeter die noch übrig waren.
Wir waren ca. 50 bis 60 Aktivisten der Truther-Bewegung am Paradeplatz und viele Nachtschwärmer die sich spontan an der Aktion beteiligten, so Ihren Unmut zum Ausdruck brachten und uns Komplimente für die Aktion machten. Leider gab es auch ein par Wenige unter Ihnen, die Nichts gescheites auf den Boden schrieben oder zeichneten und Matrix-Zombie-Sprüche brachten, aber das waren wir uns eh schon gewohnt und konnte unsere gute Laune nicht aufhalten.
Danach splitterte sich die Gruppe das erste Mal auf. Ein kleinerer Teil ging Richtung HB und bemalte die Bahnhofstrasse. Die meisten gingen jedoch Richtung Bürkliplatz, Seepromenade, Bellevue, Bahnhof Stadelhofen und natürlich zur NZZ Zentrale. Die ganzen Plätze wurden in Farbe gehüllt und natürlich blieben auch die Strassen auf dem Weg nicht verschont.
Um ca. 4:30 Uhr waren wir mit einer Gruppe von gut 10 Leuten am Bellevue. Viele hatten sich in der letzten halben Stunde verabschiedet und gingen ins wohl verdiente Bett. Andere waren wahrscheinlich sonst noch irgendwo in der Stadt unterwegs. Wir entschieden uns das ganze Limmat-Quai noch mit Wahrheiten und Fragen zu beschmücken. Es war ein grosser Spass. Die Strecke ist Fussgängerzone und es dürfen nur Taxis durchfahren. Wir hatten ein super Feedback von vielen Taxifahrern und verteilten Ihnen beim durchfahren noch Flugblätter über 9/11. Einer hielt kurzerhand an schnappte sich eine Kreide und half kurt mit. Danach rief Ihn das Hamsterrad wieder. Ebenso wurden Flugblätter an die erstaunten Tram-Chauffeure verteilt. Selbst der nette Mann im Putzfahrzeug am morgenfrüh hatte Verständnis für unsere Aktion und umfuhr grosszügig unsere informativen Kreide-Werke. So arbeiteten wir uns bis zum Central durch, wo wir sehr erschöpft noch das letzte gemeinsame Kunstwerk vollbrachten.
Um 6:30 Uhr sassen wir wieder im HB beim Kaffee und redeten voller Freude über den gelungenen Event und wann wir das nächste Mal so was machen können. Um 7:00 Uhr war Schluss! …äh Nein! Nicht ganz. Vier unermüdliche Infokrieger entschlossen sich weiter zu machen und gingen noch zu diversen Medienhäuser und malten Ihren Unmut über die Mainstream-Presse vor deren Türen.
Unser Freund und Helfer verhielt sich, ganz im Gegenteil zu anderen Städten, sehr ruhig. Bei einigen Aktivisten wurden die Personalien kontrolliert. Einige Jungs die mit wasserlöslichem Kreidespray unterwegs waren, mussten der Polizei beweisen, dass dies mit dem nächsten Regen weg geht.
Zitat:
“Ich und mein Kumpel wurden auch von 4 Polizisten durchsucht + Personalien aufgenommen - da wir mit Kreidespray arbeiteten.
Die Polizisten wollten sichergehen das es auch wirklich nur Kreide ist und auch ja leicht abwaschbar ist (Auf der Rückseite ist vermerkt das es "leicht mit Wasser entfernbar" ist - naja vielleicht können bullen ned lesen :-P). Also sprayten wir einen Punkt und der Polizist wusch es mit Wasser ab ;-) Bei einem Gespräch unter 2 Bullen konnte ich hören, wie sie diskutierten, ob sie uns nicht für "Unfug" drannehmen könnten. Das war Ihnen wohl dann doch zu absurd...
Auch auf mehrmaliges Nachfragen meinerseits, was den der liebe Herr Polizist zu unsere ganzen Aktion meint, bekam ich leider keine Antwort. Jedoch empfahl er uns stattdessen lediglich beim Paradeplatz zu bleiben - vorauf ich freundlich erwiderte - das unser Ziel sei, möglichst viel Leute zu erreichen und die Infos zu spreaden :-D
Noch während die Polizei dastand, vollendete ich mein Werk“
Es war hier in Zürich eine durchwegs gelungene Aktion. Nur friedliche Menschen und keine Vandalen oder Schmierereien an Hauswänden.
Endlich konnten wir den Cyber-Phantomen der Wahrheitsbewegung ein Gesicht geben und persönliche Kontakte knüpfen die wir auf keinen Fall missen möchten.
Die Resonanz der Nachtgänger übertraf unsere besten Vorstellungen und war gewaltig.
Vielen Dank an Alle die gekommen sind oder spontan mit gemacht hatten! Es war einfach genial! Hoffentlich bald wieder.
Hier geht’s zu den allen Bildern: http://www.wearechange.ch/strassenkreide/
TeleTop berichtet über die Aktion in Zürich:
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Kreideaktion in Düsseldorf
Film über die Kreideaktion des ASR-Stammtisch Düsseldorf:
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Kreideaktion in München
Hallo WeAreChange Team,
eurem Aufruf folgend, kamen wir Gestern ca. zu acht beim Fischbrunnen am Marienplatz zusammen. Wir waren dann auch ziemlich fleißig und haben so viel mit kreide auf den Boden geschrieben wie möglich war. Schließlich jedoch kam die Polizei und war garnicht erfreut darüber was wir da machen. Es wurden Fotos von allen Beschriftungen gemacht und wir wurden so ähnlich wie Staatsfeinde behandelt. Schließlich landeten wir in einem 1 1/2 stündigen Verhör bei der Polizei und uns wurde eine Ordnungswidrigkeit wegen Verunreinigung öffentlicher Plätze vorgeworfen bzw. angehängt. Der krönende Abschluss war dann, dass, obwohl wir angeboten hatten die Kreide wieder zu entfernen, die Feuerwehr angerückt ist und zeitgleich mit der Stadtreinigung den Marienplatz wieder gesäubert hat.
Wir machen uns nun ziemliche Sorgen darum, dass diese enorme Summe die der Feuerwehreinsatz gekostet hat, von uns bezahlt werden muss.
Könnt ihr uns in irgendeiner Art und Weise helfen, einen Rat geben oder habt ihr sonstige Kenntnisse über die Rechtslage solcher Aktionen???
Wie gesagt, nicht nur dass sie uns Verunreinigung vorgeworfen haben, sie taten auch so als wäre ich der neue "Baader" - und unsere Gruppe die bayerische "R.A.F". War schon wirklich eine erschreckende Erfahrung, da es sich ja schließlich nur um Strassen-Kreide gehandelt hat.
Trotzdem haben wir Fotos von der Aktion gemacht, welche wir euch nach Bedarf gerne schicken können.
Danke für eure Bemühungen!!!
Gruß aus München
Kommentar: Lasst euch nicht einschüchtern. Mit Kreide auf öffentlichen Grund zu malen ist weder eine Verunreinigung noch Sachbeschädigung. Es gibt ein deutsches Gerichtsurteil wo das bestätigt wird und die Klage abgewiesen wurde. Der Richter sagte in seiner Begründung, der nächste Regen wäscht das sowieso weg. Was hier in München passiert ist ganz klar Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Sollten Bussen kommen sofort Einspruch erheben, nicht gefallen lassen. Aber das ist typisch München, man kann wohl als Besoffener während des Oktoberfest überall hinkotzen, aber nicht mit harmloser Kreide schreiben.
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Kreideaktion Rheintaltour
Es ist Donnerstag Abend, 10. September, Neuenburg, 40 km südlich von Freiburg. Ich bin gerade mit der Arbeit fertig und muss morgen nachmittag beruflich in Karlsruhe sein. Ich habe einen Plan:
Am Tag vorher habe ich mir paar Eimerchen mit Kreide besorgt. Warum nicht die Infos auf grosser Fläche an vielen Orten rausbringen? Also fahre ich erst einmal von Neuenburg bis Freiburg über die Bundesstrasse, durch die kleinen Dörfer. Ich halte in jedem Dorf auf der Strecke und schreibe vor Bushaltestellen, Bäckereien, Radfahrwegen, Hauptzufahrtsstrassen zu Gewerbegebieten, damit morgen früh die Leute, wenn sie zur Arbeit fahren es auf der Strasse lesen können.
In Freiburg mache ich noch einen Abstecher ins Rieselfeld, einer der grössten Wohngegenden und male auf die zentrale Zufahrt- und Durchgangsstrasse. In Freiburg denke ich: Wenn ich jetzt Glück habe, treffe ich womöglich noch auf eine andere Gruppe, die gerade unterwegs ist. Oder vielleicht komme ich schon an Plätze wo andere waren? Kam aber leider nicht so.
Ich wechsel dann auf die Autobahn A5 Richtung Karlsruhe. Bei fast jedem Parkplatz schreibe ich die Sätze auf die Strasse. Dabei fange ich meist etwa auf Höhe der Mülltonnen an, wo die meisten Leute Rast machen und es auch beim Aussteigen sofort lesen können "9/11 SIE LÜGEN", gehe dann 20 m weiter und schreibe den nächsten Satz z.B. "google WTC7", dann wieder einen entsprechenden Abstand und "Nanothermit". Wenn also die Autos durchfahren, können sie nacheinander die einzelnen Worte wie einen Satz lesen.
Mir ist vorher nie bewusst gewesen wie viele Parkplätze doch auf so einer Strecke liegen. Es ist eine echt mühselige Arbeit. Dann fahre ich bei Baden-Baden raus und weiter über die Bundesstrasse Richtung Rastatt, wo ich auch nochmals auf paar zentrale Strassen, vor Schulen und Bäckereien schreibe. Es ist 3 Uhr früh und ich bin jetzt richtig müde.
Kaum im Bett, ruft mich um 5 Uhr früh ein Industriekunde aus Neuenburg an wo ich doch gerade hergekommen bin: Eine wichtige Maschine läuft nicht mehr. Ich denke: "Ne, bitte nicht den Weg jetzt zurück. Warum ausgerechnet heute?" Ich gebe 1 Stunde lang Telefonsupport bis die Maschine wieder läuft, Gott sei Dank. Und falle zurück ins Bett.
Als ich mein Auto im Tageslicht sehe, weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich sehe schon die Kreide aussen an der Tür. Und innen sieht es aus wie in einer Puderdose, das Lenkrad, die Sitze, die Ablage, die Polster alles voll mit Kreidepulver. Ich beginne also erst einmal mit der Autowäsche.
Der Muskelkater macht sich bemerkbar, anfangs noch gar nicht so stark, aber dann wirds immer stärker. Am 2. Tag kann ich kaum mehr in die Knie gehen. Ich hätte im Lebtag nicht geglaubt, dass das so in die Muskeln geht. Jetzt beginnt der 3. Tag und es wird wieder besser.
Es war wirklich eine unvergessliche Aktion und wenn eines Tages meine Tochter fragen wird: "Papa, was hast Du damals gemacht als das grosse Elend begann?" dann kann ich sagen: "Ich habe alles gemacht was in meinen Kräften stand!" Vielleicht treffe ich ja bei der nächsten Aktion auch auf andere Leute oder Gruppen. Das würde mich enorm freuen!
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Kreideaktion in Schaffhausen
Kurz nach zwölf Uhr zählte unsere Gruppe sechs Aktivisten und Aktivistinnen. Es wurden nicht allzu viele erwartet, aber mit zehn Personen hätte man eigentlich rechnen dürfen. Nichts desto trotz machte man sich auf um die Lügen rund um 9/11 zu lüften.
Zum Glück starteten drei TeilnehmerInnen schon früher um das einzige Einkaufszentrum im Kanton Schaffhausen, den Herblinger Markt, mit der Wahrheit zu konfrontieren. Gegen zwölf Uhr begaben sich auch diese zum Bahnhof und trafen auf drei weitere. Nach einigen Minuten Wartezeit und Personensuche begaben wir uns dann als erstes zum Manor. Dort wurden die ersten Botschaften auf den Boden gemalt, schon tauchte auch unser Freund und Helfer auf. Die Polizei konnte allerdings keine widerrechtlichen Handlungen feststellen und liess darauf den Schreibenden seinen Rucksack auspacken um den Inhalt zu kontrollieren, allerdings fanden die vier Beamten darin nur drei weitere Kreidepackungen vor und so gingen sie fürs erste weiter, so dass wir unser Kunstwerk noch in Ruhe vollenden konnten.
Die ebene Passage, die zwischen den Pflastersteinen in Richtung Vögele führt, wurde ebenfalls mit Schlagworten versehen.
Zweiter Halt war ungefähr 100 Meter unterhalb der Kirche St. Johann. Riesige und dicke Buchstaben, welche ausgefüllt wurden, prägten dort nun den Boden, aber die Polizei schien uns nochmals einen Besuch abzustatten. Weil wir aber immer noch nichts verbrochen haben, geschah vorerst nichts. Die äusserst freundlichen Beamten wünschten uns noch einen schönen Abend und so konnten wir ungestört weitermalen.
Die ganze Zeit strömten Leute vom Fronwagplatz, wie auch von der Bachstrasse her, welche unsere Aktion guthiessen und sich zum Teil mit uns in interessante Gespräche verwickelten. Inzwischen war es kurz vor zwei Uhr und man entschied sich, die bisherige Botschaft „Mach die Augen auf“ zu ergänzen. Als dies dann geschafft war, waren einige Aktivisten in weitere Gespräche mit interessierten Passanten verwickelt, allerdings war dies unter anderem ein Grund dass die Bahnhofsstrasse unberührt blieb.
Während deren Gespräche, besuchte uns die Polizei ein weiteres Mal. Immer noch vier Beamte, alle, oder zumindest ein Teil, waren dieselben die uns schon kontrolliert haben. Nun galt es aber ernst:
Falls irgendetwas geschehen würde, bisher waren wir weder zu laut, noch pöbelten wir Leute an, sei es besser, wenn sie die Daten von zumindest einer Person hätten.
Nach kleineren Diskussionen gab der Schreibende nach und zeigte die verlangte Identitätskarte. Ob dies hätte getan werden müssen, wusste niemand so genau. Uns war nur klar, dass die Polizei beim leisesten Verdacht das Recht hatte, Personen bis zu 24 Stunden auf dem Revier festzuhalten und so gab ein Aktivist aus dem deutschen Raum noch seine Telefonnummer preis, da der Schreibende dies verweigerte. Weiter wurde nach dem „Veranstalter“ gefragt. Dazu konnte niemand klar Stellung nehmen und man gab, eventuell fälschlicher Weise, www.infokrieg.ch an.
Leider zerfiel die Gruppe nun und auch der Schreibende machte sich auf den Weg nach Hause. Jedoch wurden durch ihn noch die angefangenen Kreidekübel auf der Bahnhofsstrasse aufgebraucht. Nach den ersten Slogans kamen ein weiteres Mal die vier Beamten und meinten, dass am Bahnhof an der Wand Schmierereien, ebenfalls mit Kreide, stattgefunden hätten. Diese stammten aber keineswegs von uns, allerdings mag es sehr wohl zutreffen, dass uns einzelne Kreidestücke entwendet worden sein könnten und für diese Schandtat benutzt wurden. Dies nicht zuletzt, da wir mit betrunkenen Personen zu tun hatten.
Die Bahnhofsstrasse wird vermutlich nachträglich noch etwas ergänzt.
Im Ganzen war die Aktion aber ein voller Erfolg, auch wenn die Schmierereien die Aktion in den Augen des Schreibenden noch in ein schlechtes Licht rückten. Dafür, dass dies alle zum ersten Mal taten, kann sich das Ergebnis sehen lassen.
Es stellt sich mir die Frage, ob die Polizei an diesem Freitag tatsächlich keine anderen Verbrechen aufzuklären hatte…
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Freeman-Fortsetzung
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Kreideaktion in Duisburg
Es ist 23:55 Uhr am besagten Tag X... „9/11“ 2009
Ich fahre auf den Haupteingang des Duisburger Hbf. zu. Nachdem ich auf den ersten Blick keine Personen ausmachen kann, welche sich vielleicht in einer größeren Gruppe zusammen gefunden hätten, entschließe ich mich meine Möhre zu parken um auch sicher zu sein, dass ich hier heute nur einer von Wenigen oder sogar allein stehen werde. Bewaffnet mit Fragen gespickten Flugblättern, welche ich mir von Nuoviso.tv besorgt und kopiert habe, betrete ich den Bahnhofsvorplatz. Ich schaue mich ungläubig um und denke, wo sind die Leute denn alle? Wollten die sich eventuell am Osteingang treffen und ich Idiot bin der Einzige, der es nicht gelesen hat? Ich laufe also auf den Haupteingang zu um Ausschau nach den Anderen zu halten. Vorbei an einer Grupe von ca. 7 Leuten, von denen einige eine Flasche Bier in der Hand halten und denke, nee, die werden bestimmt nicht dazu gehören... Am Besten sprichst Du die auch mal nicht an, denn wer weiß was das für Freaks sind? ;-)
Ich gehe also an dieser „Siebener“ Gruppe vorbei und bleibe 10 Meter vorm Haupteingang verwundert stehen. Nachdem ich erkenne das eine weitere Gruppe, die sich im Eingangsbereich aufhält, noch finsterer und eher nach chronischen Schluckis als nach fragenstellenden klugen Köpfen ausschaut, drehe ich mich noch einmal um. Kaum habe ich mich zur besseren Orientierung noch einmal umgesehen, da merke ich, dass man in der “Siebener“ Gruppe auf mich und meine Bewaffnung (Flugblätter) aufmerksam geworden ist. Ich habe den Entschluss gefasst einfach mal irgendwie, irgendwen und irgendwas zu fragen... „Entschuldigung, 23:55 Uhr ??? Die Kreideaktion???“
Sie lachen und wenden sich zu mir. Ich habe sie gefunden. Sind wir etwa alle, frage ich ungläubig??? Einer sagte ja, leider. Genau das hätte ich auch geantwortet, wenn man mich gefragt hätte. Wir kommen ins Gespräch und unterhalten uns über die neuesten Meldungen und worüber die Jungs und Mädels sich sonst noch so informiert haben. Während dessen stoßen noch 3 weitere “Fragensteller“ hinzu. Als ich hörte dass nur einer von denen aus Duisburg kommt, war ich dennoch positiv überrascht. Vier von uns kamen mit dem Zug aus Dortmund, zwei aus Mülheim an der Ruhr, ich aus Moers und wer weiß, wie viele Kilometer die anderen in Kauf genommen hatten. Nach einer Weile entschließen wir uns zur Duisburger Einkaufsmeile, die Königsallee, zu ziehen um dort dem Pflaster einige unverkennbare Zeilen zu verpassen. Zeilen, welche nicht nur neugierig, sondern auch aufwecken sollen. Ich erinnere mich noch gut, wie viele Gedanken ich mir gemacht habe, dass ich dort bloß keinen Müll hinschreibe, der von den vielen “Realitätsverweigerern“ schnell als dummes Zeugs oder als Verschwörungsschrott verstanden werden könnte. Wir sind nun 11 Personen... 11!!! Eine denkwürdige Zahl denke ich noch...
Es geht los... Wir verteilen uns auf der gesamten Breite der Meile und lassen der Kreide freien Lauf! Es fängt an Spaß zu machen und jeder bewundert noch einmal sein eigenes Werk. Zeilen wie: "9/11 selbst gemacht" - "Öl ist wichtiger als Menschenleben" - "Die Medien lügen!" - "9/11 was an inside job!" - Die 9/11 Lüge..." usw.
Einige wenige Passanten bestaunen und einige misstrauen unseren Zeilen im Vorbeigehen. Niemand fragt was wir da machen und niemand will mit uns etwas zu tun haben. Egal, wir machen weiter. Nach einer halben Stunde die erste Pause. Unsere Kreide neigt sich langsam dem Ende zu. Wir versammeln uns noch einmal auf eine Zigarette und verteilen unsere Kreidereste auf brüderliche Art. Plötzlich nähert sich uns ein zu diesem Zeitpunkt längst schon erwartetes grün-weißes Fahrzeug mit der Aufschrift "Polizei". Ob sie nur eine Routinedurchfahrt an uns vorbei führte oder wir der eigentliche Auslöser für ihre plötzliche Präsenz waren, ist bis heute unklar. Ich denke mir, „Ralle, dass ist die Chance.... “ Angriff ist die beste Verteidigung. Ich laufe auf den Streifenwagen zu und signalisiere dem Fahrer, dass er doch bitte kurz anhalten solle. Der Beamte dreht sein Fenster runter und schaut mir fragend und verwundert in die Augen. Ich drücke ihm und seiner mich mit finsteren Blicken verunsichernde Beifahrerin einen Flyer mit den Worten in die Hand, " Bitte sehr, das ist für Sie". Der Fahrer fragt mich was denn das sei und ich antworte ihm nur, " etwas sehr interessantes zur politischen Weiterbildung"... Er ließt, er lacht, ich lache, er bedankt sich und wir sehen uns nie mehr wieder...
Nachdem jeder von uns seine Vorräte aufgebraucht hat und auch meine Flyer nur noch zu dritt sind, kommen wir zu einem letzen Gedankenaustausch zusammen und tauschen fleißig unsere Mailadressen aus. Wir sind uns einig, dass wir viel zu wenige waren und solche Aktionen wesentlich öfter in Angriff genommen werden müssen um gegen die Volkskrankheit "Realitätsverweigerung" anzukommen.
Fazit:
Wir waren zwar nur 11 Leute, aber wir haben mindestens 911 Fragen und Antworten im Duisburger Stadtzentrum bei den ahnungslosen Bürgerinnen und Bürgern ins Bewusstsein gerufen... Eine gelungene und stolze Aktion hinterlässt Spuren!
Bis zum nächsten Mal und viele Grüße!!!
Colorado...
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Freeman-Fortsetzung
um
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