Paul Craig Roberts 71 ist Doktor der Ökonomie, war Stellvertretender Schatzminister unter Präsident Ronald Reagan, war Mitverfasser der "Reaganomics" Wirtschaftspolitik und ist ein bekannter Journalist, der für alle wichtigen Zeitungen, wie das Wall Street Journal, Business Week, New York Times und viele andere Blätter geschrieben hat.
Er wurde 1989 von der französischen Regierung in die Ehrenlegion aufgenommen und erhielt 1992 den Warren Brookes Award für ausserordentlichen Journalismus. Er wird als einer der besten sieben Journalisten der USA eingestuft.
Er hat als Autor oder Mitautor acht Bücher geschrieben und bei vielen Büchern Kapitel beigetragen. Er hat 30 Mal vor dem Kongressausschuss über die Wirtschaftspolitik referiert.
Dr. Robert ist ein entschiedenen Gegner der Kriege und während der Präsidentschaft von George W. Bush verlangte er seine Amtsenthebung, weil er die Vereinigten Staaten mit Lügen in den Irakkrieg hineinbrachte.
Er kritisiert laufend die Politik Israels und nennt GAZA "das grösste Gefangenenlager der Welt". Die USA, meint er, wir vom Militärisch-Industriellen-Komplex, Grosskonzernen, Wall Street Banken und AIPAC kontrolliert.
Die offizielle Erklärung der US-Regierung über die Ereignisse vom 11. September 2001 hält er für wissenschaftlich nicht haltbar. Er meint, es handelt sich um eine Operation unter falscher Flagge, die von der Bush-Regierung als Kriegsgrund und als Grund für die Einführung des Polizeistaates genutzt wurde.
Über die amerikanischen Medien sagte er, jeder der sich nur über die Presse- und TV-Medien informiert ist völlig desinformiert. Die Bush-Administration hat de facto ein Propagandaministerium errichtet. Die US-Medien werden von fünf Grosskonzernen beherrscht. Amerikaner, die sich auf die völlig korrupten Massenmedien verlassen, haben keine Ahnung was in der Welt passiert, geschweige den Zuhause.
Am 26. März 2010 verabschiedet er sich von seiner journalistischen Arbeit mit dem Artikel "Die Wahrheit ist gefallen und hat die Freiheit mit sich genommen!“ den ich hier übersetzte und veröffentlichte.
Sein letztes Buch hat den Titel: "How the Economy Was Lost: The War of the Worlds" oder "Wie die Wirtschaft verloren ging: Der Krieg der Welten".
In meinem Interview mit ihm sprechen wir über die Ursachen der Wirtschaftskrise, den aktuellen Zustand der USA, über die Kriege, 9/11, was in Zukunft passieren wird und was er uns als Rat empfiehlt, um uns gegen einen möglichen Kollaps der Wirtschaft zu wappnen.
Am Schluss des Interviews sagte er zu mir, wenn er jung wäre, würde er aus Amerika auswandern und es schmerz ihn sehr, dass sein Land faktisch ein faschistischer Polizeistaat ist. Die amerikanische Verfassung wäre total demontiert.
Er spricht übrigens etwas Deutsch, da er wie er mir sagte, für kurze Zeit in Deutschland studierte. Das Interview führte ich in Englisch.
Hier Teil 1:
Teil 2:
3. und letzter Teil:
Freitag, 30. Juli 2010
Interview mit Paul Craig Roberts
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Freitag, 25. Juni 2010
Oliver Stones neuer Film – South of the Border
Der neueste Dokumentarfilm vom bekannten Regisseur und Oscar-Preisträger Oliver Stone läuft ab heute in 30 Ländern in den Kinos an. Er heisst „South of the Border“ und beschreibt wie die Medien in den USA das Erscheinungsbild über Südamerika „beeinflusst“ haben und Stone rückt dieses falsche Bild zurecht. Der Film beginnt mit Szenen über den versuchten Sturz des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez durch die CIA. Stone zeigt, wie die USA mindestens 55 Mal in den lateinamerikanischen Ländern „interveniert“ haben.
In einem Interview mit Robert Greenwald erzählt Stone die Hintergründe des Films, was sich in Südamerika so abspielt und wie die Presse dort funktioniert:
„Die amerikanische Strategie war immer schon, jeden anzugreifen der Reformen in Südamerika durchführen wollte, entweder militärisch oder mit einem Coup d'Etat. Wir haben viele lateinamerikanische Länder besetzt, einschliesslich Haiti und das am längsten. Wir haben jeden Reformer zerstört, weil wir immer gegen Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte waren. Alle unsere Konzerne, von United Fruit Company über Wal-Mart, haben Süd- und Mittelamerika wegen der Rohstoffe und der billigen Arbeitskräfte ausgenutzt. Sie wollen keinerlei Arbeiterreform und auch keine Landreform, denn von den spanischen Kolonialtagen her gehören grosse Landstriche den sehr reichen Familien, genau wie die Presse auch.
Die Medien in Südamerika sind im völligen Privatbesitz und die meiste davon, im Gegensatz zu dem was die Amerikaner glauben, gegen jegliche Reform. Jeder der kommt und versucht etwas zu verändern wird von der Presse niedergemacht. Chavez ist ein Beispiel dafür, in dem sie ihn töten, jeden Tag. Die Medien sind aufsässig, in Opposition, verlangen seinen Rücktritt, nennen ihn einen Verrückten und manchmal rufen sie nach dem Sturz der Regierung. Das passiert jeden Tag. Und wir in Amerika behaupten aber es findet dort Zensur statt. Wir sind verrückt. Wenn wir solche Medien hätten, wäre es wie Fox News auf Steroide.
Die einzigen Alliierten die wir dort übrig haben ist Peru und Kolumbien. Beides Bösewichte, weil wir haben ihnen 6 Milliarden Dollar gegeben, um den sogenannten „Krieg gegen Drogen“ zu führen. Die paramilitärischen Kräfte haben dort bis zu 200'000 Menschen in den letzten 20 Jahren getötet, wir wissen die genau Zahl gar nicht. Es ist ein schrecklicher Krieg. In Venezuela wurde niemand getötet, aber wir behandeln das Land wie wenn sie das schlimmste Ding seit der Sowjetunion wären. Es ist eine sehr befremdende Doppelmoral.
Seit 2001 hat sich aber der Wind gedreht. Chavez ist dreimal hintereinander gewählt worden. Castros Vorhersage, es wird eine grosse Veränderung in der Welt geben, wird wahr. Ich denke, Amerika ist auf der falschen Seite der Geschichte und steht völlig Abseits, aber völlig.
Ich hoff dieser Film wird etwas bewirken.“
Hier das Interview zwischen Robert Greenwald und Oliver Stone:
Der Film South of the Border, eine Anspielung auf alles was südlich der Grenze von Texas liegt ist der Hinterhof der USA, ist eine einmalige Sicht auf Lateinamerika, wo eine stille Revolution stattfindet, wo demokratisch gewählte Präsidenten es wagen die Macht der USA zu trotzen, in dem sie das Geld für den „Krieg gegen Drogen“ und die aufgezwungenen Strukturveränderungen des Internationalen Währungsfonds ablehnen und damit Geschichte schreiben.
Oliver Stone hat Lula da Silva aus Brasilien, Argentiniens Christina Kirchner und ihren Ehemann und ex Präsidenten Nestor Kirchner, Ekuadors Rafael Correa, Fernando Lugo aus Paraguay, Evo Morales aus Bolivien, Fidel Castro aus Kuba und Hugo Chavez aus Venezuela ausführlich interviewt und zu Wort kommen lassen, alles Staatsführer die sich dazu verpflichtet haben, die Wirtschaft ihre Länder zu stärken, ohne die Einmischung der USA.
Hier der Trailer zum Film:
Verwandter Artikel: Wirtschaftskiller II: Der Wandel in Südamerika
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Montag, 14. Juni 2010
Heute wieder zu Gast bei Radio Utopie
Ich bin heute ab 18:00 Uhr wieder als Gast bei Radio Utopie und unterhalte mich mit Daniel Neun live in seiner Sendung. Daniel will mich über meine Berichterstattung der diesjährigen Bildeberg-Konferenz in Sitges Spanien befragen. Nähere Informationen gibt es hier ...
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Sonntag, 30. Mai 2010
Heute zu Gast bei Radio Utopie
Ich bin heute ab 18:00 Uhr als Gast bei Radio Utopie und unterhalte mich mit Daniel Neun live in seiner Sendung. Es handelt sich um Internet-Radio, es kann jeder egal wo zuhören. Nähere Informationen gibt es hier ...
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Sonntag, 4. April 2010
ElBaradei sagt: Der Irakkrieg hat eine Million unschuldige Zivilisten getötet
Der ehemalige Chef der UNO-Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed ElBaradei, sagte in einem Interview mit der britischen Zeitung Guardian am Mittwoch, dass die welche den Krieg im Irak befohlen haben, für die Tötung von einer Million unschuldiger Zivilisten verantwortlich sind und sie könnten unter internationalen Recht dafür zur Verantwortung gezogen werden. Er meinte ganz eindeutig damit Präsident George W. Bush, Premierminister Tony Blair und ihre obersten Militär- und Sicherheitsberater.
Meiner Meinung nach gehört Angela Merkel auch auf die Liste der Kriegsverbrecher, denn sie hat am 20. Februar 2003, genau einen Monat vor Kriegsbeginn, in ihrem Artikel mit der Überschrift „Schröder spricht nicht für alle Deutschen“, der in der Washington Post veröffentlicht wurde gesagt, sie befürwortet den Krieg und findet ihn richtig. Sie sagte: „Die Gefahr aus dem Irak ist nicht fiktiv sondern real ...“ was sich als totale Fehleinschätzung und sogar bewusste Lüge herausstellte.
Ich habe ihr damals, als sie Oppositions- und CDU-Parteiführerin war, einen Brief geschrieben, wo ich sie darauf hinwies, Saddam Hussein hat keine Massenvernichtungswaffen, das hätte Hans Blix der UNO-Waffeninspektor festgestellt und deshalb ist ein Angriffskrieg völlig ungerechtfertigt. Sie antwortete mir, nein das stimme nicht, Saddam wäre sehr gefährlich für seine Nachbarn und sogar für Europa und die ganze Welt.
Das wäre genau so wie wenn man sagen würde, der Überfall auf Polen durch Hitler wäre gerechtfertigt gewesen, weil Polen eine "Gefahr" für das Deutsche Reich dargestellt hätte, was er ja behauptet hat mit der Aussage: "Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!"
Als dann Mitte 2003 nach der Bombardierung von Bagdad mit "Shock and Aw", anschliessender Invasion und vergeblicher Suche keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden, schrieb ich ihr wieder einen Brief, worin ich sie fragte, „... und wo sind die bedrohlichen Waffen? Sie haben sich geirrt und einen Angriffskrieg befürwortet, der völlig grundlos ist. Da Sie die Lage falsch eingeschätzt haben, fordere ich Sie auf sofort zurückzutreten, da sie unfähig sind. Wenn ich gewusst habe Saddam Hussein hatte keine Massenvernichtungswaffen, dann hätten Sie es erste recht wissen müssen.“ Daraufhin bekam ich selbstverständlich keine Antwort und die Bundesbürger haben sogar danach sie als Belohnung für ihre Kriegshetze zur Kanzlerin "gewählt" und dann auch noch 2009 wiedergewählt. Unglaublich!
Während ihrer Amtszeit hat sie alles getan, damit die Amerikaner von Deutschland aus als Basis diesen völkerrechtswidrigen Krieg führen können und tut es heute noch. So viel zum Märchen, wenn man Frauen an die Macht lässt, dann gebe es keine Kriege. Sie ist ja auch für die Weiterführung und Eskalation des illegalen Bundeswehreinsatz in Afghanistan verantwortlich und für die Verbrechen die dort passieren. Ob Margret Thatcher mit dem Falklandkrieg, Golda Meir mit dem Jom-Kippur-Krieg oder Indira Gandhi mit dem Indisch-Pakistanischer Krieg, alle diese Frauen die Staatsführer waren haben Kriege geführt.
Aber zurück zu ElBaradei. Es war das erste Interview mit einer grösseren Zeitung, seit er in seine Heimat Ägypten zurückgekehrt ist, nach dem er ein Jahrzehnt die Internationale Atomenergiebehörde in Wien geleitet hat und den Friedensnobelpreis 2005 bekam. Hauptsächlich deswegen, weil er verhinderte, dass Bush mit seinen erfundenen Behauptungen über „Massenvernichtungswaffen“ im ganzen Mittleren Osten eine generelle Ausrede suchte, um militärisch eingreifen zu können, denn der Iran war/ist das nächste Ziel.
“Ich hoffe, dass die Lehre aus dem Irak in London und in den USA dort langsam begriffen wird,“ erzählte er dem Guardian. „Sicher gibt es Diktatoren, aber ist man bereit jedes mal wenn man einen Diktator los werden will, eine Million unschuldige Zivilisten zu opfern? Alle Anzeichen die aus der Chilcot Untersuchung in Grossbritannien rauskommen ist zeigen, dass es beim Irak nicht wirklich um Massenvernichtungswaffen ging, sondern um 'Regimewechsel' und ich stelle immer wieder die selbe Frage, wo findet man im internationalen Recht diesen Regimewechsel? Und wenn es eine Verletzung des internationalen Rechts ist, wer ist dafür verantwortlich?“
Diese Beurteilung, dass Bush und Blair für Kriegsverbrechen schuldig sind, kommt nicht von irgendjemand, sondern von einem höchsten UNO-Offiziellen und würde normalerweise, wenn wir eine echte Presse hätten, grosse Schlagzeilen machen. Über das Interview des Guardian wurde wohl in französischen und britischen Medien berichtet, auch die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP brachten es, aber in den amerikanischen erschien absolut nichts. Nicht eine einzige Zeitung und kein TV-Sender hat es erwähnt. Auch in Deutschland, kein Wort darüber, nichts! So viel zur korrekten Berichterstattung „unserer“ Medien über so eine wichtige Aussage. Lachhaft und beschämend!
Die Diskussion über die Verletzung des internationalen Rechts durch den Befehl einen Krieg gegen den Irak zu führen, kam in der längeren Aussprache über den völligen Bankrott der Aussenpolitik der USA und Grossbritannien in der muslimischen Welt. ElBaradei kritisierte die langanhaltende Unterstützung Washingtons für Diktatoren wie Mubarak in Ägypten. „Die Idee, dass die einzige Alternative zu autoritären Regimen ist Bin Laden und Co., ist eine gefälschte, trotzdem wird die Weiteführung dieser Politik die Prophezeiung war werden lassen.“
Was er damit meint, der Westen unterstützt brutale diktatorischen Regime in Ägypten, Jordanien, Saudi Arabien, Kuwait, Emirate, Marokko usw. die dem Westen hörig sind und verhindert jede Demokratisierung mit der Ausrede, sonst kommen islamische Fundamentalisten an die Macht. Er meint, wenn sie das so weiter machen, wird es tatsächlich so oder so passieren.
ElBaradei warnte vor der “steigenden Radikalisierung” in der arabischen Welt: “Die Menschen fühlen sich durch ihre eigene Regierung unterdrückt, sie fühlen sich durch die Aussenwelt ungerecht behandelt, sie wachen am Morgen auf und was sehen sie? Sie sehen Menschen die erschossen und getötet werden, Muslime von Afghanistan, über Irak, Sudan bis nach Darfur.“
“Die Politik des Westens in dieser Region hat total versagt, nach meiner Meinung,” sagt er. „Es stützt sich nicht auf Dialog, Verständnis, der Unterstützung der zivilen Gesellschaft und Ermächtigung der Menschen, sondern es basiert auf die Unterstützung von autoritären Regimen, so lange das Öl gepumpt wird.“
ElBaradei warnte vor der Heuchelei und Doppelmoral der westlichen Politik. „Der Westen spricht viel über die Wahlen im Iran, zum Beispiel, aber wenigstens haben sie eine Wahl,“ sagte er. „Aber wo sind die Wahlen in der arabischen Welt? Wenn der Westen nicht darüber redet, wie kann es irgendeine Glaubwürdigkeit haben?“
Das sieht man ja auch an Gaza. Als dort Wahlen 2006 abgehalten wurden und die Hamas statt die Fatah mit überwältigender Mehrheit gewählt wurde, hat Israel und der gesamte Westen diesen Volksentscheid nicht akzeptiert. Ja, Demokratie gibt’s nur dann, wenn man das wählt was einem befohlen wird. Stattdessen wurde die Hamas zu einer terroristischen Vereinigung deklariert und die Bevölkerung von Gaza für ihr "Ungehorsam" einer Kollektivstrafe unterzogen, einem totalen Boykott, bis hin zu einem Krieg 2009 mit Bombenangriffen auf wehrlose Zivilisten, mit 1'400 Tote. Der Goldstone Bericht im Auftrag der UNO hat den Völkermord durch Israel bestätigt.
ElBaradei überlegt sich eine Kandidatur für das Präsidentenamt gegen den 81 jährigen Hosni Mubarak zu führen, dessen fünfte sechsjährige Amtszeit nächstes Jahr endet. Da haben wir so einen vom Westen unterstützten Diktator, der alles macht was Washington befiehlt, egal wie er die Bevölkerung und die Opposition unterdrückt. Der wird doch nur durch Milliarden an westlichen Geldern und einem repressiven Geheimdienst- und Polizeiapparat an der Macht gehalten. AlBaradei hofft, der Westen ändert seine Politik und übt Druck aus, damit die Opposition etwas bessere Chancen bekommt.
ElBaradei warnt damit die europäischen Länder, wie konterproduktiv die westliche Politik ist, speziell die von den USA. „Wenn man sieht, dass die populärsten Figuren im Mittleren Osten Ahmadinejad (Iran) und Hassan Nasrallah (Hezbollah) sind, dann müsste es die klare Botschaft senden: eure Politik kommt nicht bei den Menschen an,” sagte er.
Er machte auch auf die extremen sozialen Spannungen in Ägypten aufmerksam, wo die Mehrheit der Bevölkerung in zerstörender Armut lebt. Er sagt: „In Ägypten leben die Reichen in Gettos,“ und meint damit die wunderschönen manikürten Gärten, komplett mit Swimmingpools. „Der Spalt durch die soziale Ungleichheit ist einfach unglaublich.“
Zusätzlich zum Totschweigen des Interviews in den westlichen Medien, kommt noch die Selbstzensur des Guardian hinzu. Die erste Version des Artikels erschien um 18:01 Uhr auf der Webseite des Guardian, einschliesslich die Bemerkung über Bush und Blair, welche das internationale Recht gebrochen haben, wie hier zu sehen.
Zwei Stunden später wurde dieser Artikel durch einen längeren ersetzt, der die kritischen Kommentare über Ägypten beinhaltet. Aber die Aussage über die Chilcot Untersuchungskommission in die Gründe für den Irakkrieg und die Tötung von einer Million unschuldiger Menschen wurde gelöscht. Siehe den überarbeiteten Artikel hier.
Was war in der Zwischenzeit passiert? Hat der Guardian gemerkt, so etwas dürfen sie nicht melden und haben es von sich aus entfernt, oder wurde die Zeitung von gewissen Mächten unter Druck gesetzt?
Die Medien überschlagen sich mit Hysterie über die Wahlen im Iran und behaupten sie wären angeblich gefälscht, regen sich aber nicht über die nachweislich von der UNO bestätigten gefälschten Wahlen in Afghanistan auf. Ist ja klar warum. Karzai ist "unser" Diktator, der darf das. Er darf auch korrupt sein und mit Drogen handeln, solange er das macht was Washington ihm befiehlt. Um so ein Regime zu schützen werden NATO und Bundeswehrsoldaten in den Krieg geschickt, töten Tausende Zivilisten dabei, was uns aber nicht durch die Medien erzählt wird. Sie lügen uns nur mit Märchen über "Aufbauhilfe" an und was für einen "tollen" Job sie da machen.
Ein weiterer Beweis wie die Medien nicht die Wahrheit berichten, sondern sie unterdrücken und mit den Weltverbrechern und Kriegstreibern unter einer Decke stecken. Und wenn mal die Wahrheit doch mal „durchflutscht“, dann wird sie nachträglich gelöscht. Wie ich schon lange sage, die Medien sind unser Feind! Ohne ihre Mittäterschaft gebe es gar keine Kriege und wie ElBaradei bestätigt, keine Million getötete irakische Zivilisten.
Deutscher Kriegsminister gibt endlich zu, Deutschland führt KRIEG in Afghanistan:
Die einzigen die ein verabscheuungswürdiges Handeln an den Tag legen, ist die deutsche Regierung, in dem sie die Bundeswehr in einen völkerrechtswidrigen und illegalen Angriffskrieg schicken. Was hat sie dort zu suchen?
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Donnerstag, 18. März 2010
Interview mit Professor Otto E. Rössler
Dies ist ein Interview mit Professor Otto E. Rössler durch notepad publishing leitenden investigativen Journalisten Armin Albarracin. notepad publishing ist eine gemeinnützige Nachrichtenagentur domiziliert in der Schweiz. Sie haben Professor Otto E. Rössler in Tübingen, Deutschland besucht, um mit ihm über den CERN LHC zu sprechen.
Der Large Hadron Collider (LHC, deutsche Bedeutung in etwa Grosser Hadronen-Beschleuniger) ist ein ringförmiger Teilchenbeschleuniger für Hadronen am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf.
Im LHC werden in Vakuumröhren Hadronen gegenläufig auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht, um unterschiedliche Elementarteilchen zu erzeugen. Insbesondere erhoffen sich die Wissenschaftler bei diesen Kollisionen den experimentellen Nachweis des bislang nur hypothetischen Higgs-Bosons.
Die unmittelbaren Kosten des LHC beliefen sich auf über drei Milliarden Euro. Die Gesamtkosten wurden über den Etat des CERN gedeckt, der von den 20 Mitgliedstaaten sowie sechs weiteren Staaten mit Beobachterstatus finanziert wurde.
Da am LHC eventuell schwarze Mini-Löcher oder seltsame Materie erzeugt werden könnten, gibt es vereinzelte Warnungen vor möglichen Risiken der LHC-Experimente. Eine Gruppe um den Chemiker Otto Rössler reichte beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Klage gegen die Inbetriebnahme des LHC ein. Der damit verbundene Eilantrag wurde vom Gericht abgewiesen. Das Hauptsacheverfahren steht noch aus.
notepad: Guten Tag Herr Professor Rössler und willkommen.
Professor Rössler: Es ist mir ein Vergnügen.
notepad: Professor Rössler, wie fühlen Sie sich heute, speziell in Bezug zum Large Hadron Collider, der jetzt wieder angestellt wird?
Professor Rössler: Ich bin ernsthaft beunruhigt. Weil die Sicherheit des Experiments lückenhaft ist.
notepad: Als wir im April 2008 begonnen haben über den CERN LHC zu berichten, haben wir überall nach Informationen über die grösste und teuerste Maschine gesucht, die je gebaut wurde. Sie waren die einzige kritische Stimme, die wir fanden. Heute gibt es viele Kritiker weltweit. Sind Sie sich bewusst, dass Sie viele Leute aufgeweckt haben gegenüber den Gefahren des CERN LHC's und wie fühlt sich dies an?
Professor Rössler: Es fühlt sich nicht gut an. Gefahren sind nie etwas, wobei man sich gut fühlt, wenn man sie verbreitet. Eine Warnung ist immer etwas, was man tut, nicht nur um sich selbst von Schmerz zu befreien ... sondern auch um Schmerz von anderen abzuwenden. Es ist eine Art medizinische Aktivität meinerseits. Ich habe als Arzt begonnen. Und ich denke, das Aerzte manchmal sagen müssen, wenn es ein Sicherheitsproblem gibt.
notepad: Ist das in etwa so, als hätten Sie einen Patienten mit Krebs und Sie müssen ihm dies sagen?
Professor Rössler: Genau. Wenn es eine Behandlung gibt und man kann sie vorschlagen.
notepad: Um es nicht passieren zu lassen sondern etwas dagegen zu tun.
Professor Rössler: Ja. Wie Chirurgie. Es ist vielleicht ein Bischen schmerzhaft zu sagen, bitte stoppen sie das, aber am Ende lohnt es sich.
notepad: Zeitweise wurde ihre Position zum CERN LHC scharf kritisiert. Wir haben sogar Artikel gelesen, die behaupten, dass ihre Theorie zu der Entstehung von stabilen schwarzen Löchern, welche letztendlich das Universum zerstören, wiederlegt wurde.
Professor Rössler: Zurzeit geht es nur um die Erde. Und soweit ich weiss, hat niemand Beweise für einen Fehler in meinen Berechnungen geliefert.
notepad: Ja. Das ist es, was auch mich überrascht hat. Einerseits war da diese, lassen Sie es mich CERN Propaganda nennen, dass Ihre Argumente widerlegt worden seien und andererseits konnte ich diese Information nirgends finden.
Professor Rössler: Genau. Soweit ich weiss, sind meine harten Argumente nie widerlegt worden - aber selbstverständlich bin ich eine dumme Person. Vielleicht habe auch ich etwas Dummes gesagt irgendwo. Aber meine Theorie, welche die Gefahr beweist, ist nach meinem besten Wissen gültig.
notepad: Als der CERN LHC das 1. Mal im September 2008 angestellt wurde, vor dem ernsten Unfall und der langen Pause, welche für Reparaturarbeiten benötigt wurde, haben die Zeitungen auf eine sehr sensationalistische Weise über den durch den CERN LHC verursachten Weltuntergang berichtet. Wir waren zufrieden, dass über den CERN LHC berichtet wurde, aber wir waren unglücklich wie die Presse - mit einigen Ausnahmen, über die Sache berichtet hat. Wir empfanden Sie die Medienberichterstattung in 2008?
Professor Rössler: Ich war nicht zu enttäuscht in 2008. Es gab eine ganze Reihe von Fernseh-Stationen, welche über die angeblichen Gefahren, welche ich aufgebracht hatte - berichtet haben. Und ich war selbstverständlich nicht der Erste. Walter Wagner muss erwähnt werden. Er begann vor fast 10 Jahren und hat andere Befürchtungen als ich - aber es ist im 2. Abschnitt der Experimente mit Blei Nuclei statt während den Protonenkollisionen, wo er die Gefahr sieht. Ich bewundere ihn.
notepad: Also sagen Sie dass Wagner - welcher die Klage in Hawaii, die erste Klage meines Wissens gegen den CERN LHC, erhob - dass Wagner die Gefahr zu einem späteren Zeitpunkt in den Experimenten sieht.
Professor Rössler: Genau. Also haben wir sozusagen das Gebiet zwischen uns beiden aufgeteilt.
notepad: Das ist praktisch!
Professor Rössler: Ja. (Lacht).
notepad: Es macht uns auch ein wenig grösser. Eine Sache, welche ich interessant finde ist dass in der Zwischenzeit - ich meine in den 2 Jahren welche vergangen sind seit ich zum Ersten Mal von den Gefahren, welche Sie erwähnen, hörte - viele andere Theorien publiziert wurden. Manche recht seriös, andere etwas extravagant. Was ist Ihre Meinung dazu? Ich selbst denke dass Ihre Theorie alleine eine neue Sicherheitskonferenz erfordert, welche sicherstellt, dass die Gefahr abgewendet wird bevor der CERN LHC angestellt wird. Aber es gibt noch viele andere Theorien. Was denken Sie dazu?
Professor Rössler: Ich denke, im Prinzip ist es schön nicht alleine zu sein, speziell wenn man der Überzeugung ist, recht zu haben. Und jeder, der auf meiner Seite ist, ist eine grosse Hilfe. Aber manchmal sind gewisse Theorien nur ein Wenig möglich, so dass die Wahrscheinlichkeiten, welche mit diesen Theorien verbunden sind, unterschiedlich sind. Und die mit der schlechtesten Wahrscheinlichkeit (oder der höchsten Wahrscheinlichkeit) ist die, auf welche wir uns konzentrieren sollten. Weil sonst das Interesse abnimmt, falls nach Prüfung einige der Argumente falsch sind.
notepad: Ich stimme Ihnen zu. Ich bin persönlich auch beeindruckt wie viele Menschen ein profundes Interesse am CERN zeigen. Ich habe Dokumente mit 300 bis 400 Seiten gesehen.
Professor Rössler: Im Prinzip ist es eine wundervolle Leistung. Es ist auch schön, so viele Leute zu sehen, welche plötzlich von dieser Sparte der Wissenschaft fasziniert sind.
notepad: Richtig. Ich meine, sie fangen an zu lernen, Bücher zu lesen, zu diskutieren.
Professor Rössler: Ja. Und plötzlich kann jede junge Person ein Spezialist in Gefahrentheorie werden. In diesem speziellen Gebiet. Also wird die Wissenschaft wieder zu etwas, für das sich jeder interessieren darf.
notepad: Ich bin einverstanden. Dies ist ein interessanter Punkt. Ich habe eine Tochter, welche gerade 11 Jahre alt wurde und sie liebt Experimente. Und ich glaube mich daran erinnern zu können, dass ich als Kind Experimente auch liebte.
Professor Rössler: Es sind wundervoll schöne Aktivitäten der Menschen. Es ist nicht Krieg (Lacht). Es ist nicht Geld verdienen. Es ist nur etwas, was jedem hilft, mehr über den Planeten zu erfahren. Die Essenz der Wissenschaft.
notepad: Der CERN LHC wird jetzt wieder angestellt.
Professor Rössler: Ich befürchte, dass er nächste Woche wieder angestellt wird.
notepad: Sie sagten letzte Woche und dann Morgen aber jetzt gestern aber vielleicht nächste Woche würde er vielleicht wirklich angestellt werden. Und ich denke der Plan ist ihn während 18 bis 24 Monaten angestellt zu lassen. Ohne Winterpause. Das habe ich gelesen.
Professor Rössler: Und vielleicht werden sie die Maximalenergie schon diesen Monat erreichen. Dies ist ein Grund zu tiefer Sorge.
notepad: Das ist die Hälfte der Höchstenergie, welche geplant wurde.
Professor Rössler: Richtig. Es ist nicht 14 - dies wird das Maximum in 2 Jahren sein - sondern - aber es ist schon 7 Tera Electron Volts. Dies ist etwa 4 Mal höher als jemals in der Vergangenheit erreicht wurde.
notepad: Und ich verstehe es so, dass sie nur wegen Designproblemen nicht auf Maximalenergie schalten. Es wird oft in Artikeln geschrieben, dass sie Design Anpassungen vornehmen müssen um die geplante Maximalenergie zu erreichen ...
Professor Rössler: ...das 14 TeV Ziel. Ja.
notepad: Aber das ist nicht wegen der CERN Kritiker Bewegung oder weil sie selber denken: Wir müssen vorsichtig vorgehen.
Professor Rössler: Nein, einverstanden. Es ist eine angemessene Entscheidung, da die Maschinen zu alt sind und man festgestellt hat, dass diese unzuverlässiger sind als sie gemeint haben.
notepad: Der CERN LHC wird nächste Woche wieder angestellt werden und sie möchten diesen hohen Energielevel während bis 2 Jahren ohne Unterbruch beibehalten. Das, denke ich, sagen sie zurzeit.
Professor Rössler: Ich weiss nicht.
notepad: Wieso diese Ungeduld? Warum so schnell? Was denken Sie?
Professor Rössler: Vielleicht ist ein Grund die Tatsache, dass Interviews wie dieses stattfinden. Sie sind jetzt sehr in der Defensive gedrängt worden, dass sie versuchen, einen - in Französisch würde man sagen - 'Un fait accompli' zu schaffen. Etwas zu schaffen, was nie mehr rückgängig zu machen ist. Selbstverständlich wird es, wenn die Kritik Recht bekommt, nicht mehr möglich sein, dass zu vermeiden, was sie tun wollen.
notepad: Ja. Das würde heissen das Ihre Theorie, die Bekanntheit der Kritikerbewegung im Allgemeinen eine hohe Popularität ...
Professor Rössler: ... dies könnte der Grund für einen Unfall sein zum Beispiel. Ja.
notepad: ... das Thema in etwas mehr in unser Bewusstsein geführt hat.
Professor Rössler: Ja, das auch, ja. Aber wenn es zu spät kommt, wird es am Ende einen negativen Effekt haben statt eines positiven Effekts.
notepad: Ja, weil wir sie dazu provozieren. Wir provozieren sie indirekt, will sie sich sagen: 'Wenn wir es jetzt nicht tun, könnte man uns daran hindern...'
Professor Rössler: Ja. Also bin der echte Direktor des CERN in diesem Moment eigentlich ich und ich wäre dafür verantwortlich, wenn Er den Fehler macht (Lachen). Wie traurig dies ist - ich habe noch nie so darüber nachgedacht.
notepad: Das CERN wird in den Medien oft mit Lob überschüttet. Genauer gesagt von den meisten Medien. In Spanien, zum Beispiel, nennen die Medien den CERN 'La maquina de dios'. Die Gottesmaschine. Die Gottmaschine oder die Göttermaschine.
Professor Rössler: Und das Internet ist natürlich eine Frucht des CERN's. Das Internet ist ein Segen. CERN hat der Welt ein wunderschönes Geschenk gegeben. Ja.
notepad: Ja, man kann es auf zwei Arten sehen. Auf der einen Seite ist das CERN der Vater, die Mutter des Internets - auf der anderen Seite wurde die CERN Kritiker Bewegung nur Dank des Internets möglich.
Professor Rössler: Das ist so, ja. Aber das ist nur fair. Auch wenn diese Tatsache einige Leute enttäuschen könnte.
notepad: Als Nicht-Wissenschaftler habe ich Mühe das konkrete Bedürfnis für den LHC zu verstehen. Ich habe Schwierigkeiten zu verstehen, wieso wir das benötigen. Das ist ein etwas spezieller Punkt. Aber verstehen Sie, das CERN sagt 'Wir wollen den Higgs Partikel finden', 'Wir wollen den Gott Partikel finden, wir wollen dies tun, wir wollen das tun. Mir persönlich geht es gut, wenn ich eine gute Flasche Wein habe und ein wenig Käse, wenn ich ein schönes Wochenende mit meiner Familie verbringe, beim Wandern in den Bergen. Ich muss den Gottpartikel nicht finden. Wieso benötigt das die Menschheit?
Professor Rössler: Es ist dieses Geheimnis oder Wunder der Wissenschaft. Leider gibt es auch eine militärische Seite. Es gibt diese beiden Seiten. An jegliche Grundlagenforschung ist nützlich für beide Seiten. Und die Atombombe beweist, dass etwas falsch ist mit dem ganzen Prinzip von ungebändigter Grundlagenforschung. Trotzdem wäre ich kein Kritiker des LHC, sobald ich keinen Grund mehr hätte, besorgt zu sein. Man darf nur hoffen, dass die Ernte es wert ist.
notepad: Meine Tochter liebt Experimente und ich bin auch nicht gegen Experimente. Solange sie nicht die Welt zerstört damit.
Professor Rössler: Speziell die Medizin beweist, dass es möglich ist, diese kollektive Anstreungen für den Forschritt zu haben. Und es ist nur die Bombe die, wie soll ich sagen, diese Hoffnung in die Wissenschaft geschwächt hat.Das ist sehr schade. Und jetzt besteht die Gefahr, dass man es nicht mit genügend Vorsicht angeht. Dies ist alles, was ich fordere. Ich möchte, dass man meine Beweise für eine Gefahr wiederlegt. Und nicht zu Wiederlegen ist unvorsichtig. Und Unvorsichtigkeit kann rückwirkend nicht legitimiert werden. Warum nicht nett sein und warum Gewalt anwenden, indem man verhindert, dass die Frage beantwortet wird, bevor es zu spät ist. Dem ist nichts Endgegenzuwenden.
notepad: Das ist wahr. Ich habe oft gelesen, dass die Menschen denken, dass Sie und generell die CERN Kritiker Bewegung gegen das CERN sind.
Professor Rössler: Nein, nein. Ich bin der Einzige auf dem ganzen Planeten, der dem CERN nicht kritisch gegenübersteht (Lachen), solange der CERN die Regeln der Wissenschaft befolgt. Aber das CERN ist dabei, die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu zerstören - sogar wenn der Planet überlebt, was selbstverständlich jedermann hofft.
notepad: Ich bin einverstanden. Ich denke, was hier ein wenig falsch gesehen wird, wenn man sagt, die CERN Kritiker Bewegung sei gegen das CERN, ist dass die Meisten der Kritiker oder ich würde sagen sogar alle Kritiker, die ich je getroffen, mit welchen ich gesprochen habe oder welche ich gesehen habe, welchen ich zugehört habe oder über welche ich etwas gelesen habe - Sie alle sind auf eine Art CERN Fans. Dies sind Menschen, welche sich für Wissenschaft interessieren und dafür, neue Dinge zu verstehen und für den Fortschritt der Menschheit.
Professor Rössler: Und das CERN könnte den jungen Menschen erklären, wie wunderschön es ist, diese Fragen zu diskutieren. Damit sie lernen, dass Wissenschaft auf Dialog und gegenseitigem Vertrauen basiert.
notepad: Dies bringt mich zu meiner nächsten Frage. Ich habe mit mehreren Menschen persönlich oder über das Internet kommuniziert, welche am mit dem CERN direkt zu tun haben, dort arbeiten sind oder am RHIC in den USA arbeiten und habe meistens diese Position gehört: 'Sind Sie ein Teilchenwissenschaftler? Nein? Dann, was wollen sie? Wieso diskutieren Sie das mit mir? Wir kümmern uns darum.' Es ist wie beim Arzt, wenn Sie dorthin gehen und fragen 'Sind Sie sicher, dass ich dieses Medikament benötige?' und er artwortet: 'Ich schreibe Ihnen ein Rezept. Ich weiss das am Besten'. Hier handelt es sich um eine Einstellung, welche ich persönlich ... sie macht mir Angst.
Professor Rössler: Ich setzt voraus, dass es verschiedene Ebenen von Spezialisten gibt und einige von ihnen dürfen mit Kritikern reden und andere nicht und diese können sich entschuldigen. Aber es müsste andere geben, welche kommunizieren können.
notepad: Ja. Absolut. Und auf eine Art, falls sie am CERN ausschliesslich Anfang des Universum finden wollen, woher wir kommen, dass sind alles wundervolle und grosse Fragen. Sollte dies der Fall sein, sollte dies der einzige Grund dafür sein, den LHC zu betreiben, wieso nicht die Menschen teilhaben lasssen? Dies ist ein wundervolles Ereignis. Wieso Nein sagen, stellen Sie keine Fragen, interessieren Sie sich nicht dafür?
Professor Rössler: Genau. Das ist eine gönnerhafte Einstellung. Und die Wissenschaft ist - das ist nicht die ihre Essenz, das ist nicht vereinbar mit Wissenschaft. Weil die Wissenschaft... wenn man die Wahrheit nicht kennt, sollte man sehr, sehr geduldig und sehr bescheiden sein. Und eine Wissenschaft, welche nicht bescheiden ist, ist der Beweis dafür, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Es ist wie mit einer psychologischen Krankheit infiziert worden zu sein. Es ist ein psychiatrisches Symptom.
notepad: Mein Held in der Wissenschaft - neben ihnen natürlich - ist Einstein. Und wenn man sein Gesicht sieht, mag man ihn. Alle mögen ihn sosehr, dass Scientology ihn mag und überall Poster von ihm aufhängt. Das mag ich nicht so. Aber was ich meine ist, er erweckt den Eindruck einer That I don't like so much. But, what I mean, he looks like a demütigen Person...
Professor Rössler: Ja. Er war ehrlich.
notepad: ... und einer ehrlichen Person. Er hat diese humanitäre Einstellung...
Professor Rössler: Und er wusste dass jede junge Person dieselben Fähigkeiten hat wie er.
notepad: Es wäre schön, wenn das CERN Management und die CERN Angestellten den gleiche Art von 'look & feel' hätten wie Einstein. Wissen sie, dieser leicht vergessliche Wissenschaftler mit den etwas wirrem Haar - er ist Ihnen etwas ähnlich, muss ich zugeben - welchen man einfach gerne hat, welchem man einfach Vertrauen schenkt. Er ist wie ein Kind. Er schaut sich Dinge an aber er ist kein gefährliches Kind.
Professor Rössler: Ja, richtig. Obwohl die Dinge die er fand sich als Gefährlich schlussendlich herausstellten. And er sehr...
notepad: ... traurig ...
Professor Rössler: ... wurde und sein ganzes Leben in sich zusammenfiel, als die Bombe abgeworfen wurde.
notepad: Ja. Das stimmt. Ich denke das ist ein grosses Problem und das könnte auch am CERN ein Problem sein. Ich habe gehört oder gelesen das sogar ein Patent für den Einsatz von Schwarzen Löchern als militärische Waffe registiert wurde - sollte dies eines Tages möglich sein. Aber auf eine Art ist dies der Beweis dafür, dass einige Menschen im Militär vielleicht die Idee hegen, das einzusetzen falls möglich oder einen Einsatz mindestens abzuklären.
Professor Rössler: Ja. Die Wissenschaft sollte unter der Kontrolle der Medizin stehen letztendlich (Lachen). Das ist eine Frage des ... the Eid des Hippokrates. Es gibt einige Wissenschaftler genannt Mediziner. Diese haben den Eid des Hippokrates. Und es muss einen Eid des Hippokrates für alle Gebiete der Wissenschaft geben - selbstverständlich - schlussendlich. Weil wir Menschen, die Menschheit, die Erde so klein ist dass wir uns schliesslich auf eine gemeinsame Ethik einigen müssen. Und dies könnte eine Gelegenheit sein. Das jeder einsieht, dass es möglich ist, so nett zu sein wie die Wissenschaft sein kann. Und CERN hat uns dieses Geschenk des Internets gegeben, wie wir bereits erwähnt haben, also ist die Wissenschaft so etwas wie der gute Onkel des Planeten.
notepad: Ja. So möchte ich die Sache sehen und dies ist der Weg, auf welchem ich die Wissenschaft spannend finde.
Professor Rössler: Und das CERN ist der gute Onkel des Planeten. Und sie würden diesen Planeten zerstören. Sie würden jede Wertschätzung gegenüber einer Mehrheit der jungen Menschen auf diesem Planeten verlieren. Warum so etwas riskieren?
notepad: Wissen sie, diese Art... ich finde es persönlich ein wenig Arrogant, dieses Auftreten des CERN's nicht... einfach nicht zu sehen, nicht zu hören, nicht sich zu treffen, nich mit Kritikern zu sprechen - mit wenigen Ausnahmen. Ich glaube Sie sind ans CERN eingeladen worden?
Professor Rössler: Nein, nein. Mir wurde eine Audienz gewährt.
notepad: Eine Audienz, richtig. Das ist nicht sehr lange her. Wann war das, Professor Rössler?
Professor Rössler: Vor 2 Monaten.
notepad: Können Sie uns einige Impressionen mitteilen, wie das dort ist? Ich war noch nie im CERN, wie sind die Menschen dort? Wie ist Stimmung dort?
Professor Rössler: Oh, es ist wundervoll. Ich habe auch einige Stunden in der Cafeteria verbracht, als ich auf eine junge Person wartete, welche mich anschliessend zu einer Diskussion eingeladen hatte. Er kam nicht - er entschuldigte sich später. Aber die Atmosphäre ist wundervoll. Es ist wie die Mensa der Universität Tübingen, nur 100 Mal grösser. Und die Atmosphäre ist phantastisch und alles ist nett.
notepad: Haben Sie ein oder zwei Paar Augenbewegungen bemerkt, die sagten: 'Hallo, ich habe Sie erkannt!'?'?
Professor Rössler: Nein. Nein.
notepad: Als Sie dort waren, hatten Sie nicht das Gefühl, dort bekannt zu sein?
Professor Rössler: Nein. In keiner Weise. Ich war absolut anonym. Es fühlte sich sehr angenehm an. Sehr gut. Und Menschen die Essen, sind meist in guter Laune, wissen Sie (Lachen). Sie hatten ganz einfach nette Diskussionen. Der Geist war ein Max Planck Geist, um es so zu sagen.
notepad: Als ich mich als Journalist bei notepad publishing anfänglich für das CERN zu interessieren begann, erinnere ich mich, dass Sie erwähnten, man könnte das CERN LHC auf dem Mond bauen. Und meine Frage dazu wäre, wir berichteten damals darüber und wir fanden das einen interessanten Vorschlag, wenigstens eine Lösung, eine mögliche Lösung und ein gute Einleitung in eine Diskussion: Aber in Wirklichkeit, haben Sie sich damals einen Witz erlaubt oder waren es Ihnen vollkommen ernst damit? Ist dies immer noch eine Option? Könnten wir es auf dem Mond tun?
Professor Rössler: Es wäre zu teuer. Bestimmt.
notepad: Mir wurde dies auch oft gesagt.
Professor Rössler: Auf der anderen Seite wäre es nicht sicher genug. Leider.
notepad: Können Sie uns dies erklären? Ist es möglich, dies auf so simple Weise zu erklären das Leute wie ich - ich bin kein Wissenschaftler - das wir das verstehen können?
Professor Rössler: Sehen Sie, ich bin ein auf ein Thema fokusierter Wissenschaftler in diesem Kontext. Es geht mir hier um die Schwarzen Löcher, für welche ich mich interessiere. Nicht die Strangelets, über welche Walter Wagner spricht. Und betreffend der kleinen Schwarzen Löchern: Sollte das CERN erfolgreich dabei sein, diese zu produzieren, würde es zirka eines pro Sekunde produzieren. Viele, viele, viele von ihnen. Die Meisten würden wegfliegen. Eines pro Million oder so würde im Innern der Erde bleiben, weil es langsam genug wäre, nicht auszubrechen. Intrinsische Geschwindigkeit und praktisch keine Reibung - und alle würden direkt durch die Erde durchgleiten und weggehen, ausser eines ist langsam genug. Es würde dann innerhalb der Erde zirkulieren und falls es schnell genug wächst - wofür ich meiner Meinung nach Beweise habe - würde es die Erde von innen her auffressen in wenigen Jahren.
notepad: Vor unserem Interview heute erwähnten Sie, dass am Ende die Erde 2 Zentimeter gross sein würde...
Professor Rössler: 1.9 Zentimeter. 'Die Grösse jeder Masse, jedes Schwarzen Loches welches die selbe Masse wie die Erde hat, ist 1.9 Zentimeter'
notepad: Genau. Sie korrigierten mich und sagten 1.9 Zentimeter. Also basiert diese Aussage auf Berechnungen.
Professor Rössler: Absolut. Die Grösse jeder Masse, jedes Schwarzen Loches welches die selbe Masse wie die Erde hat, ist 1.9 Zentimeter. Aber natürlich würde ein Grossteil der Energie abgestrahlt werden, also könnte sie eventuell noch etwas kleiner werden als 1.9 Zentimeter. Aber wir sprachen über die Gefahr für die Sonne und den Mond. Für den Mond zum Beispiel. Einige dieser kleinen Schwarzen Löcher die da wegstrahlen, würden in alle Richtungen gehen. Ich wusste dies nicht, als ich sagte, der Mond sei sicher. Ich lernte dies von Professor Landua am CERN. Und deshalb in Bezug auf den Mond: Genug würden auf den Mond treffen und eines wäre langsam genug und auf dem Mond zu bleiben. Es ist nicht sehr wahrscheinlich aber wenn es genug sind würde es auch mit einem, welches auf dem Mond trifft passieren und mit einem, welches die Sonne trifft. Also würde die Sonne auch ausgelöscht.
notepad: Ich bin ein wenig überrascht. Ich erinnere mich wie das CERN ganz am Anfang behauptete, dass sie keine Schwarzen Löcher produzierten.
Professor Rössler: Ja. Nein. Ja. Noch bevor all dem, hatten sie gehofft, Schwarze Löcher zu produzieren. Aber sie lernten dass es Argumente gibt, welche gegen das Sicherheitsargument sprechen, dass Schwarze Löcher nicht gefährlich sind - dies ist Stephen Hawkings wundervolle Theorie... und dann, ich weiss nicht wieso sie aufhörten über Schwarze Löcher als Ihre Hauptziel zu sprechen. Denn es ist zweifelsohne das spekakulärste Ereignis, welche aus dem CERN Experiment entstehen könnte.
notepad: Also denken Sie dass sie am Anfang eigentlich dieses Schwarze Loch finden wollten?
Professor Rössler: Ja, es war ihr bestes Verkaufsargument.
notepad: Und dann fanden sie heraus, dass die Menschen sagten 'Wir haben tatsächlich Angst vor diesen Schwarzen Löchern' und dann sagten sie 'Nein, nein, nein - es ist nicht wirklich das Schwarze Loch, dass wir finden wollen!'. Etwas anderes, den Higgs Partikel zum Beispiel.
Professor Rössler: Ja. Und alles, wass man nicht weiss - auf das kann man selbstverständlich hoffen.
notepad: Ist es korrekt zu sagen: Wenn Einstein Recht hat, ist der CERN LHC gefährlich?
Professor Rössler: Ja, das ist genau richtig, was Sie da gesagt haben. Weil Hawking Einstein wiederspricht. Und Hawkings Theorie benötigt wird um die Schwarzen Löcher, welche am CERN produziert würden, sicher zu machen, weil sie verdampfen würden. Aber Hawkings hatte diese kleine grossartige Idee das Schwarze Löcher in 10 hoch minus 29 Sekunden oder so was verdampfen würden, was bedeutet, dass dann überhaupt keine Gefahr mehr bestünde.
notepad: Das ist phantastisch. Aber ist das nicht auch sehr praktisch? Ich empfinde Einstein als DEN Wissenschaftler, den wir hatten. Selbstverständlich ist Hawkings auch ein sehr, sehr guter Wissenschaftler aber...
Professor Rössler: ... ja, und eine sehr symphatische Person auch und er ist auch ein Held in seinem privaten Leben.
notepad: Absolut. Aber ist es nicht ein wenig zu angenehm zu sagen das man absolut sicher ist, dass Einstein völlig falsch lag, Hawking absolut recht hat und im Vorbeigehen zu Beweisen, dass Schwarze Löcher ausnahmslos und sofort alle verdampfen.
Professor Rössler: Ja. Und das CERN weiss das und wiederholt deshalb diese Sätze heute nicht mehr. Yes. Sie ziehen sich auf eine zweite Sicherheitsstufe zurück, sozusagen. Aber sie wissen immer noch, dass die Theorie von Hawking die einzige reale Lebensversicherung ist.
notepad: Ich höre oft von Menschen, von Menschen mit denen ich zufällig auf der Strasse rede, vielleicht ist der CERN LHC gefährlich, aber, wissen Sie, ich kann nichts dagegen tun. Aber jetzt höre ich von Ihnen das in Wirklichkeit wir die Menschen, die Fragen stellen, dass wir das CERN schon mehrmals zu einer Strategie Aenderung gezwungen haben. Also haben wir eine Wirkung. Obwohl wir noch nicht Milionen sind - aber wir sind wahrscheinlich schon Zehntausende. Als ich vor 2 Jahren auf dem Internet nach dem CERN LHC suchte, fand ich rein gar nichts - ausser von Walter und Ihnen - heute finde ich Hunderte und Hunderte, Tausende und Tausende von Blogs, Forum Einträgen und Fragen auf Yahoo 'Ist der CERN gefährlich' oder so ähnlich. Die Kinder sprechen in der Schule darüber.
Professor Rössler: Ja. Das ist schön. Aber es wäre wundervoll, wenn jemand diese grundlegende Gefahr, dass Schwarze Löcher nicht verdampfen würden und deshalb essentiel unendlich wären so dass sie letztendlich die Erde auffressen würden, widerlegen könnte. Ob ich richtig liege in der Annahme, dass es nur 5 Jahre dauert oder ob es länger dauert, erscheint mir da weniger wichtig im Vergleich. Aber das ist die grundlegende Frage, die da auf dem Tisch liegt, und die Oeffentlichkeit sollte an einer Diskussion über diese Frage teilnehmen dürfen. Ich nenne es eine Sicherheitskonferenz. Und diese Konferenz kostet nicht viel. Und es wird nicht mehr als eine Woche benötigt, um diese zu organisieren. Es kann getan werden. Und wenn genug Menschen auf dem Planeten sagen, warum nicht den sicheren Weg gehen, dann ist alles gut.
notepad: Etwa so 'Auto fahren - nicht trinken'. Wir sollten ganz einfach den sicheren Weg einschlagen.
Professor Rössler: Richtig. Ich will widerlegt werden. Ich will zu einem Narren gemacht werden. Aber es fühlt sich nicht so gut an, ein Narr zu sein aber bis heute nicht zu einem Narren gemacht zu werden. Ich hoffe, dass ich ein Narr bin. Es gibt nichts besseres als ein Narr zu sein, wenn man warnt.
notepad: Ich bin einverstanden. Also ist diese Sicherheitskonferenz - denke ich, dass was die meisten Kritiker, mit welchen ich sprechen konnte auch wollen. Das scheint ein gemeinsames Ziel zu sein. Zu sagen: 'Halten wir einen Augenblick inne. Lasst uns sich treffen. Lasst uns diskutieren.'
Professor Rössler: Präzise. Ja.
notepad: Lasst uns genau abklären, welche genau die Risiken sind, wie hoch diese sind und dann eine Entscheidung treffen. Sollte das Risiko als 1:100 bestimmt werden, also 1%, zum Beispiel, und alle würden sagen:'Ja. Das ist Ok. Wir wollen dieses Risiko eingehen.' Nicht nur die Teilchenwissenschaftler sondern alle...
Professor Rössler: Ja. Dann hätte die Erde es verdient.Ja, Ja.
notepad: Das wissen wir. Aber ich denke wir sollten Mindestens an den Punkt gelangen, an dem wir das Risiko abgeklärt haben - damit wir uns entscheiden können.
Professor Rössler: Ja. Man benötigt dies solange da ein Wissenschaftler ist der sagt 'Ich haben einen Beweis das ein Risiko existiert' - und ich bin auch keinen einzigen Kollegen gestossen, welcher sagt, ich kann Ihnen beweisen, dass Sie Ihre Theorie falsch ist. Es gibt da niemanden der unter seinem wahren Nahmen sagt, ich hätte Unrecht und ich gebe Ihnen die Versicherung das diese Warnung falsch ist. Und warum nicht? Warum nicht? Sehen Sie, warum widerspricht mir kein Wissenschaftler auf diesem Planeten wenn ich sage, bitte starten sie mit diesem nicht bevor sie bewiesen haben dass das Risiko, dass spezifische Risiko welches hier vor unseren Augen liegt, nicht existiert.
notepad: Wenn eine Organisation wie das CERN nicht Angst hätte Ihre eigene Argumentation darzulegen und anderen zuzuhören... Da sind die besten Wissenschaftler dieser Welt wiedervereinigt am CERN. Und ich bin sicher, die können mit Otto Rössler, Professor Otto Rössler, klarkommen - die sollten doch eigentlich intelligent genug sein.
Professor Rössler: Richtig. Sie sollten dazu fähig sein, mir in einer Diskussion eine Niederlage zu bereiten. Wieso trauen sie sich nicht?
notepad: Sie sagten in einem Artikel zu diesem Thema kürzlich, dass sie diese Sicherheits fordern und dass sie jetzt seit 23 Monaten darauf warten.
Professor Rössler: Ja. Diese wissenschaftliche Sicherheitskonferenz. Ja.
notepad: Und nichts passiert. Hier eine gute Frage: Warum? Ich wünsche mir, dass wir eines Tages hier sitzen können, 3 oder vielleicht 4 von uns, mit einigen Leuten vom CERN, und dies unter Freunden diskutieren können. Nicht als Feinde.
Professor Rössler: Ja. Hoffentlich bevor es zu spät ist.
notepad: Hoffentlich bevor es zu spät ist. Das wäre also vor nächster Woche. Also wäre Montag ein guter Tag oder Dienstag, um diese Konferenz zu starten.
Professor Rössler: Und wir bitten sehr nett und sehr wohlwollend die Menschen am CERN: Bitte, warten Si bis die Sicherheits Clearance auf dem Tisch liegt.
notepad: Was meinen Sie, was sollte ein Gericht - da wir genau so eine Situation bereits erlebt haben, welche wir ein wenig später diskutieren werden - was sollte ein Gericht mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung, ein Multimilliarden Teilchen Physik Experiment zu stoppen tun, welches, so behauptet der Antragssteller, ein Schwarzes Loch, das den Planet auffrisst, produzieren könnte? Der Realfall vom CERN erscheint wie ein echter Klassiker in der Entscheidungsfindung. Leider hat noch kein Gericht den Mut bewiesen, sich dieses sehr komplexen Themas anzunehmen. Dies sind - aus dem Englischen übersetzt - nicht meine Worte sondern die von Professor Johnson.
Professor Rössler: Ja. Aber er sagte dies bevor das Deutsche Bundesverfassungsgericht vor 3 Tagen ihr Urteil gefällt hatten.
notepad: Genau. Also wusste das Deutsche Bundesverfassungsgericht möglicherweise von diesem Essay. Es hat einen Urteilsspruch gegeben - und ich denke wir sollten dies erklären - es hat einen Urteilsspruch gegeben in Deutschland, vom höchsten Deutschen Gericht, das Bundesverfassungsgericht hat entschieden die Beschwerde abzuweisen.
Professor Rössler: Es wies diese Geschwerde den CERN zu stoppen ab.
notepad: Exakt. Und das ist das letzte Wort in Deutschland. Da es sich hier um das höchste Gericht handelt und dieses Nein gesagt hat. Was ich persönlich hier interessant finde, ist warum sie Nein gesagt haben. In der Urteilsbegründung wurden Sachen geschrieben wie, weil 'Die meisten Wissenschaftler finden, dies sei nicht gefährlich'.
Professor Rössler: Sie sagten dass die Klägerin - eine Arzthelferin, ich kenne die genaue Bezeichnung des Berufs nicht, es handelt sich um eine technische Assistenz im Medizinbereich - das diese nicht bewiesen habe, nicht genug Beweise vorgelegt habe, um die Gefährlichkeit des CERN's zu beweisen.
notepad: Aber wie kann dies funktionieren? Sehen Sie, wenn ich diese Situation mit einem Spitalbesuch vergleiche: ch gehe ins Spital, sie öffnen meinen Körper und der Arzt lässt ein Skalpell darin liegen. Das passiert. Passiert manchmal. Ich als Patient muss nun dem Arzt und dem Spital beweisen, dass das Messer wirklich ihnen gehört, dass ich es nicht selbst in mich hineingetan habe, damit ich zu meinem Recht komme. Wie kann erwartet werden, dass die Menschen dem CERN beweisen, dass mit absoluter Sicherheit ein finaler Umfall passieren wird?
Professor Rössler: Sehen Sie, das Gericht hätte eine Anhörung zur Sicherheit anordnen können. Um es herauszufinden. Aber wenn dieses Gericht sagt, wir wollen nicht wissen, ob es gefährlich ist oder nicht aber formell wird die Klage abgewiesen, dann hat dieses Gericht gesagt, dasss es nicht am Grund interessiert ist, wieso es ins Leben gerufen wurde: Um als Gericht Menschen zu helfen, zu ihrem Recht zu kommen. Das ist nicht Gerechtigkeit. Dieses Gericht kann nicht mehr weiterhin seine frühere Rolle einnehmen. This court hat sich selbst entsorgt mit seinem Urteil. Aber ich bin Herrn Papier, dem Chef des Gerichts, sehr dankbar. Weil ich den Verdacht hege, dass er aus spezifischen Gründen nicht anders konnte. Er konnte nicht anders agieren. Aber er tat es im falschen Moment. Genau 3 Tage bevor wir dieses Meeting hier in letzter Minute über eine Sicherheitskonferenz haben.
notepad: Also ist das Timing interessant.
Professor Rössler: Ja. Ich habe einen Verdacht. Das er ein echter Mensch ist. Und ich hoffe, ich werde nicht widerlegt (Lachen).
notepad: Das Timing ist sehr interessant. Er hätte einfach das Gleiche tun können, wie da zum Beispiel mit einer anderen Beschwerde vor der Menschenrechts Kommission in Genf, wo wir - soweit ich informiert bin - immer noch keine Antwort bekommen haben.
Professor Rössler: Die haben nicht den Mut von Herrn Papier.
notepad: Genau. Also ist es eine Frage des Mutes. Ich denke er schreibt eigentlich zwischen den Zeilen, das ist wieso ich denke, er versteht unsere Argumentation, aber er befindet sich unter politischem Druck. Dies ist nicht überraschend, wenn man sich die grösste, teuerste Maschine der Menschheit vor Augen hält. In welche natürlich viele Nationen involviert sind und viele Interessen... aber er hatte den Mut, er war der erste Richter. Und ich glaube, ich gebe Ihnen recht. Er hatte den Mut, zum richtigen Zeitpunkt wenigstens etwas zu sagen.
Professor Rössler: Zum falschen Moment. Ja.
notepad: Genau. Zum richtigen Moment für uns aber zum falschen Moment für einige andere Interessen.
Professor Rössler: Genau. Für dieses Establishment, welches die Wissenschaft daran hindert, wissenschaftlich vorzugehen. Vielleicht aufgrund militärischer Interessen. Wir wissen nicht warum.
notepad: Wir wissen es nicht. Aber wir möchten es gerne wissen. Und wir finden, die Wissenschaft sollte gut für die Menschen sein.
Professor Rössler: Ja. Menschen sollten gut für Menschen sein. Ich muss sagen, es ist grossartig, dieses Diskussion mit Ihnen zu haben.
notepad: Es wurde berichtet, dass Doktor Ellis vom CERN zum Thema LSAG - der Sicherheitsbericht, welcher vor fast 2 Jahren erstellt wurde - gesagt habe auf Englisch: 'Es gibt keine wissenschaftliche Motivation für diese Berichte. Das Resultat steht von vornherein fest.' Wie kommt es, dass jemand wie Doktor Ellis so etwas sagt?
Professor Rössler: Ich habe einen sehr guten Eindruck von Doktor Ellis. Ich habe ihn nie getroffen aber er hat mich öffentlich kritisiert in einer Vorlesung und mein Papier, die erste Seite, gezeigt, und der Audienz gesagt, dass dies völliger Blödsinn ist. Ich war nicht glücklich. Aber es war wenigstens eine faire Bemerkung. Und nun hat dieselbe Person scheinbar Zweifel. Und ich habe damit noch einen weiteren Grund, ihn zu bewundern.
notepad: Wenn wir uns diesen Richter Hans-Jürgen Papier und John Ellis anschauen - wir haben hier 2 Leute, 2 Menschen und 2 Fachleute, welche nicht bereit sind zu sagen 'Ja, es gibt eine Gefahr - wir müssen diese Sicherheitskonferenz durchführen - aber sie tun etwas, es scheint eine Nachricht versteckt zu sein.
Professor Rössler: Sie benehmen sich fair. Es ist ein faires Statement, wenn ein Gericht sagt, dass niemand auf diesem Planeten davon wissen will. Sehen sie. Das ist wundervoll.
notepad: Das ist interessant. Ich denke es gibt da wirklich diese Angelegenheit des Timing. Denn würde der CERN nicht sich beeilen, würde er sich genug Zeit nehmen - wäre da vielleicht dieser Richter, ich denke, eines Tages, welcher sich des Falls annehmen würde - wie es Mr. Johnson suggeriert hat. Auf der anderen Seite was dies das CERN vielleicht auch und versucht es so schnell wie möglich zu machen. Und macht es damit noch gefährlicher, da sie nicht genau beobachten können, was passiert. Sie müssen diese Maschine wirklich rasch starten. Dies ist eine etwas schwierige Situation.
Professor Rössler: Es ist fast tragisch. Es ist fast eine Komödie. Es ist ein Stück...
notepad: ... eine Tragikomödie. Einige Autoren - ich weiss, diese Frage ist etwas speziell, vor allem für einen Wissenschaftler - aber einige Autoren schreiben über eine CERN LHC Konspiration. Eine versteckte Agenda. Es wurde über Geheimdienste geschrieben, welche am CERN tätig seien und ich weiss nicht was noch. Wir haben sogar einen Bericht gelesen über eine behauptete Infiltration der Geheimdienste. Wie viel Glaubwürdigkeit haben diese Berichte? Sie schreiben auch, dass Erdbeben mit dem LHC zusammenhängen könnten... Menschen sprechen mich auf der Strasse an und sie sagen: 'Haben Sie gesehen, es gab gerade so viele Erdbeben und der LHC wurde wieder angestellt'. Was denken Sie über diese Theorien, welche - so würde ich sagen - etwas weit hergeholt sind?
Professor Rössler: Sehen Sie. Wissenschaftlich hätten sie keinen Stand, selbstverständlich. Aber die Tatsache dass das Unterbewusstsein der Menschen nicht vollständig korrekte Visionen produziert, beweist, dass die Oeffentlichkeit intelligenter ist als die Wissenschaft.
notepad: Ich verstehe, was Sie meinen. Sie können nicht einfach sagen: 'Ja, an diesem Erdbeben ist das CERN schuld'. Aber sie fühlen, das das CERN in der Lage ist, etwas zu tun, was gefährlich ist. Also sehen die Menschen die Symbolik hier and da und sie ...
Professor Rössler: Man muss die Sprache verstehen. Das Letztere beschreibt etwas, was sich etwas von dem unterscheidet, wie es klingt. Und dann stimmt es.
notepad: Eine andere Theorie, welche vor etwa 2 bis 3 Monaten diskutiert wurde - es handelt sich sogar um 2 recht bekannte Wissenschaftler gemäss meinem Wissen - eine andere Theorie will beweisen, dass der LHC nie funktionieren wird, da eine Kraft aus der Zukunft uns daran hindern wird, die Erde zu zerstören. Ich kümmere mich persönlich lieber selbst um die Sicherheit, unabhängig von einer Kraft aus der Zukunft, die kommt, um uns zu beschützen. Und Sie?
Professor Rössler: Ich würde das gleiche sagen. Dies ist wieder so ein pseudo wissenschaftliches Statement, welches jedoch eine tiefere Wahrheit birgt. Da gibt es diesen Schweizer Psychoanalytiker C.G. Jung, welcher behauptete, dass es so etwas wie eine öffentliche Sensitivität gibt, welche tiefer geht, aus die Oberfläche uns vermuten liesse. Ich würde dies auch im selben Kontext sehen. Das die Oeffentlichekeit und diese Wissenschaftler etwas zu sagen versuchen, was sie nicht ganz erfolgreich ausdrücken können. Und es zeigt die Angst der Menschen. Und die Wissenschaft sollte den Kindern keine Angst machen.
notepad: Nein.Das ist sehr persönlich, aber ich denke nicht, dass es Ok ist, wenn meine Tochter nach Hause kommt und sagt: 'Oh, mein Gott. Sie sprechen über das CERN in der Schule'. Wenn wir die Wissenschaft wirklich weiterbringen wollen - und ich denke, dass ist der Beste Weg für alle Wissenschaftler, und ich denke für den Berufsstand des Wissenschaftlers, speziell am CERN - damit diese eine Zukunft hat und die Wissenschaftler respektierte Bürger sind, müssen diese Gefahren ernstgenommen werden.
Professor Rössler: Auf ein einziges Wort reduziert: Ehrlichkeit. Offenheit. Warum nicht sagen dass da Beweise dagegen sprechen und hier sind die Beweise, so dass jeder das sehen kann und die alles offen auf dem Tisch liegt. Wieso es unter den Teppich kehren?
notepad: Genau. Wenn wir diese Sicherheitskonferenz durchführen könnten, welche Professor Rössler seit 23 Monaten fordert und ich fordere und viele andere auch. Wenn wir dies tun könnten, es braucht nicht Jahre zu dauern... es könnte vielleicht länger als eine Woche dauern, sicherzustellen, dass keine Gefahr besteht. Wir können nicht garantieren, dass dieser Prozess in 5 Tagen abgeschlossen ist.
Professor Rössler: Jedoch werden wir vermutlich die wichtigsten Schwächen ganz am Anfang behandeln. Ich habe Prinz Charles angefragt, ob er Vorsitz übernehmen würde. Wir könnten das erwähnen. Es ist auf dieser öffentlichen Anfrage und ich habe übriens auch einige nette Worte am Anfang hinzugefügt...
notepad: Hat er akzeptiert?
Professor Rössler: Er hat nicht einmal geantwortet.
notepad: Also, wenn Sie zuhören, Prinz Charles. Ich weiss, dass Sie gerne mit Pflanzen sprechen und dass Sie die Nature lieben...
Professor Rössler: Und wir bewundern Sie.
notepad: Wir bewundern Sie und wir hoffen wirklich dass Sie der Sponsor dieser Sicherheitskonferenz werden.
Professor Rössler: Order Sie könnten der Welt mitteilen, wieso Sie den Vorsitz nicht übernehmen wollen.
notepad: Falls Sie einen guten Grund haben, dies nicht zu tun - dann tun Sie es nicht.
Professor Rössler: Und bitte helfen Sie Stephen Hawking baldmöglichst zum Ritter geschlagen zu werden. Dies ist eine persönliche Anfrage meinerseits.
notepad: Ich verstehe Sie und wir würden besser schlafen, wenn der LHC - so wie er ist - nicht angestellt würde.
Professor Rössler: Ich kann nicht mit der Idee leben, dass sie es tun. Ich kann mir nicht vorstellen, nach diesem Tag noch weiterzuleben. Selbstverständlich möchte ich nicht Selbstmord begehen. Aber ich weiss es ist unmöglich. Es ist unmöglich, dass die Welt so blöd ist.
notepad: Vielleicht sind wir auf eine Art Optimisten. Ich weiss nicht. Vielleicht sind wir Realisten, ich hoffe wir sind Realisten... wir setzen unsere ganze Hoffnung darauf.
Professor Rössler: Falls irgendein Kind auf diesem Planeten dieses Interview sieht - wird das Kind verstehen. Es wird verstehen, dass meine Eltern es nicht zulassen würden, dass das passiert.
notepad: Und alle Eltern sollten ihr Kind anschauen und diese Angelegenheit verstehen. Falls sie Ihr Kind lieben und eine Zukunft für ihr Kind wollen.
Professor Rössler: Und hoffentlich ist die Angst unbegründet. (Lachen).
notepad: Was ist Ihre persönliche Meinung, gerade jetzt: Was wäre der effizienteste Weg dies zu erreichen? Noch eine Klage vor einem anderen Gericht? Die Medien?
Professor Rössler: Gute Frage.
notepad: Ein politisches Instrument. Zum Beispiel wissen wir um die Schweizer Volksinitiative. Wenn sie Schweizer sind, benötigen sie 3 Bürger um die Initiatie zu deponieren, sie erhalten dann Zeit, um Unterschriften zu sammeln and können dann wirklich einen Volksentscheid via Abstimmung erreichen. Aber es benötigt viel Zeit.
Professor Rössler: Es ist bewundernswert. Aber man hätte es vor 2 Jahren beginnen sollen. Dann hätte es vielleicht funktioniert.
notepad: Genau. Aber was würden Sie persönlich als den effizientesten Weg empfehlen, damit diese Sicherheitskonferenz stattfindet?
Professor Rössler: Das ist ganz einfach. Falls diese Diskussion veröffentlicht wird auf dem Internet und die ganze Welt nicht antwortet (Laughter). Dann hätten die Kinder dieser Welt einen Grund, zu fragen warum.
notepad: Das ist sehr schön ausgedrückt. Ich bin einverstanden. Und wenn das nicht passiert, werden wir die Kinder auf der Strasse fragen warum. Ich werde dann zu den Schulen gehen und die Kinder fragen, ob das Ok ist. Wir werden einfach weitermachen. Ich weiss, dass Sie weitermachen werden, ich weiss, dass andere weitermachen werden. notepad publishing wird weitermachen. Wir werden einfach weitermachen. Im Namen der Kinder.
Professor Rössler: Vielleicht ist das ein guter guter Schlusspunkt. Aber vielleicht haben Sie ja noch mehr schwer zu beantwortende Fragen (Lachen).
notepad: Wir könnten das Interview hier beenden aber ich hätte noch 2 oder 3 recht interessante Fragen, welche ich Ihnen stellen möchte.
Professor Rössler: Da bin ich sicher. Ich bin sehr neugierig.
notepad: Und ich bin auch sehr neugierig so viele Fragen zu stellen. Ich glaube dies ist eine gute Frage: Wenn wir davon ausgehen, dass einige der CERN Wissenschaftler oder andere Wissenschaftler, welche am CERN Experiment teilnehmen, dieses Interview diesem Interview zuhören, was würden Sie ihnen mitteilen?
Professor Rössler: Ich würde sagen, ich bin dankbar inmitten von Freunden zu sein und ich bin vollkommen auf ihrer Seite in allem, was sie denken. Ich unterschreibe das. Und ich bin sicher, sie würden sich nicht dagegen wehren, offenzulegen warum meine Warnungen falsch sind. Vielleicht können sie der Welt mitteilen, dass sie sich nicht dagegen stemmen das die Fakten auf den Tisch gelegt werden. Weil sie meine Freunde sind.
notepad: Ich habe noch eine kleine Frage, welche etwas speziell ist - ich bin zur Hälfte Spanier und zur Hälfte Schweizer, deshalb lese ich auch eine ganze Reihe von Spanischen Medien. Und seit Jahren schreiben diese relativ häufig über den CERN - nicht sehr kritisch aber oft - und sie nenenen den CERN LHC 'La maquina de Dios'. Die Gottmaschine, die Gottesmaschine oder die Göttermaschine. Wie auch immer. Es zählt einfach 2 und 2 zusammen in meinem Kopf und ich sehe folgendes. Speziell wenn man sich diese Detektoren anschaut, den Atlas Detektor, den CMS Detektor. Sie wirken wirklich wie Kathedralen. Gibt es da ein religiöses Element?
Professor Rössler: In jeder Hinsicht. Die Wissenschaft ist schon heute die moderne Religion. Obwohl die Wissenschaft nicht über die Essenz von Religion spricht. Welche ist: 'Woher kommt das JETZT?' und 'Woher kommen die Farben?'. Es hat eine wunderschöne rote Farbe auf Ihrem Logo und niemand weiss, woher das Rot kommt. Und die Wissenschaft lügt jeden auf dem Planeten letztlich, indem sie nicht zugibt, dass es keinerlei wissenschaftliche Begründung gibt für die Existenz der Farbe Rot. Aber wir haben sie. Also ist sie ein Geschenk vom Himmel, welches uns gegeben wurde. Wie die Welt selbst.
notepad: Mit diesen Worten, Professor Rössler, ich denke das sind sehr schöne Schlussworte, möchte ich Ihnen für das Interview danken und ich denke das wir beide hoffen, möglicherweise mit vielen von unseren Zuhörern, dass diese Sicherheitskonferenz sehr bald stattfinden wird.
Professor Rössler: Ich bin sehr dankbar, dass es so einen notepad gibt, wie sie ihn jetzt gerade produziert haben. Vielen Dank.
notepad: Danke.
Mit freundlicher Genehmigung: notepad publishing 2010.
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Sonntag, 14. März 2010
Interview mit Nigel Farage
Der britische Abgeordnete des Europaparlaments Nigel Farage ist einer der wenigen Politiker der sich lautstark gegen den Lissabon-Vertrag äussert und die Gefahren darin aufzeigt. Er hat auch in letzter Zeit die Personen, welche durch den Lissabon-Vertrag auf die neu geschaffenen Posten gehievt wurden, scharf kritistert, wie den ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates Herman Van Rompuy und die hohe Vertreterin der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik Catherine Margaret Ashton. Deshalb wollte ich Nigel Farage persönlich einige Fragen stellen und seine Meinung hören.
Siehe als Einleitung dazu meine Artikel "Herman Van Wer? Ach so, Van Bilderberg!" und "Sie sind der stille Mörder der europäischen Demokratie!"
Freeman: Vielen Dank für die Möglichkeit ein Interview mit Ihnen zu führen. Am 24. Februar haben Sie bei einer Ansprache vor dem europäischen Parlament den Präsidenten des Europäischen Rates Van Rompuy ziemlich heftig angegriffen. Was sind die Konsequenzen gewesen aus Ihrer Ansprache?
Farage: Ich habe Van Rompuy heftig kritisiert ... und aus zwei wichtigen Gründen. Erstens, die EU hat uns erzählt, dass der neue Präsident der Union eine grosse globale Figur darstellen würde, der den Verkehr in Washington und Peking zum Stillstand bringen wird. Tatsächlich haben sie jemand rausgepickt der völlig unbekannt ist. Ich glaube der würde nicht mal den Verkehr in Brüssel stoppen. Ich dachte es wäre völlig legitim sie darüber aufzuziehen.
Aber mein zweiter und fundamentaler Einwand ist, hier haben wir einen Mann, der vor uns im Parlament stand, der über die Tatsache sprach, er möchte eine europäische Regierung haben, der über den Trend zu einer globalen Regierung mit grosser Entzückung und einem Enthusiasmus sprach. Und dieser Mann hat nur diesen Posten bekommen und wird höher bezahlt als Obama, weil die Referenda in Frankreich und Holland ignoriert wurden und die Iren zu einer zweiten Wahl gemobbt wurden und die Briten keine Wahlmöglichkeit bekamen, obwohl es ihnen versprochen wurde. Dieser Mann bekam seinen Job nur wegen dem Lissabon-Vertrag. Ich erkenne die Legitimität dieses Vertrages nicht an.
Und der letztendliche Schlag ins Gesicht für die Menschen in Europa ist die Tatsache, er wurde nicht durch die Wähler gewählt und er kann auch nicht durch die Wähler entfernt werden. So habe ich diese Punkte ziemlich heftig vorgetragen und als Antwort darauf wurde ich mit 10 Tagen Gehalt vom Präsidenten des europäischen Parlaments gebüsst, was unter den Regeln des EU-Parlaments die höchste Strafe darstellt die sie mir geben können und mir wurde von Angesicht zu Angesicht gesagt, dass diese Sache nie wieder passieren darf.
Jetzt sollen wir doch angeblich in einer Demokratie leben, wir sollen an die Redefreiheit glauben und hier werde ich, der dieses Recht ausübt, mit einer Geldbusse bestraft und eigentlich gesagt, in der Zukunft darf ich nicht meine Meinung äussern, ich darf nicht die Wahrheit erzählen, so wie ich sie sehe. Und für Leute wie mich, die zu tiefst misstrauisch sind über die Richtung welche dieses europäische Projekt in den letzten 15 Jahren eingeschlagen hat, ist es der absolute Beweis, was sie aufbauen ist undemokratisch, antidemokratisch und schlecht für die Bevölkerung von Europa.
Freeman: Was glauben sie ist der gefährlichste Teil des Lissabon-Vertrages?
Farage: Ich glaube ohne Zweifel, es ist der explizite Wunsch ein harmonisiertes Strafgesetz und System über die ganze europäische Union zu schaffen. Wir haben bereits den europäischen Haftbefehl gesehen. Wir sahen britische Staatsbürger die in griechische Gefängnisse verschleppt wurden oder sonst wohin, wo ein grundlegender Schutz mit Habeas Corpus (Gesetz zum Schutze der persönlichen Freiheit) nicht existiert. Ich meine, es gibt einen Kerl den ich versuche zu verteidigen, der schon seit Juli in einem griechischen Gefängnis sitzt, der noch nicht mal angeklagt wurde, er wurde einfach ins Gefängnis geworfen. Das alles bringt uns zurück in eine finstere Zeit. Ich mache mir Sorgen darüber.
Und noch was, über das niemand spricht, hoch oben in den Hügeln in Italien, in einem Ort mit dem Namen Vicenza, wird gerade während wir sprechen, eine Einheit mit Namen Europäische Gendarmerietruppe (im Aufbau befindliche europäische militärische Polizeitruppe) ausgebildet, welche als europäische Polizeieinheit gegen zivile Aufstände eingesetzt werden soll. So sehe ich auf der einen Seite meine Redefreiheit, unsere Möglichkeit als Menschen in einer Demokratie unseren Willen auszudrücken, erodiert und gleichzeitig sehe ich die Schaffung einer Maschinerie, die ich glaube benutzt wird, um uns daran zu hindern auszudrücken was wir denken und potenziell uns die Freiheit und Rechte nimmt. Das ist für mich die grösste Sorge die ich wegen Lissabon habe.
Freeman: Heisst das, diese europäische Gendarmerietruppe, über die Sie gerade gesprochen haben, wird in den verschiedenen EU-Staaten eingesetzt, um das Recht durchzusetzen?
Farage: Das ist die Absicht und die spanische EU-Führung sagt, ab April, was ja unmittelbar vor uns steht, wird es ein Netzwerk an EU weiten Staatsanwälten geben und es wird einen EU-Oberstaatsanwalt geben mit untergeordneten Staatsanwälten in den 27 EU-Mitgliedsländern. Sie sehen, sie bauen eine Maschinerie auf, sie schaffen eine Bereitschaftspolizei gegen Aufstände, sie schaffen alle diese Sachen und behindern bereits Leute ihre Meinung zu äussern.
Meine Botschaft an alle, denn ich weis Sie haben viele Leser in Deutschland, schaut euch an was passiert, die gleichen abscheulichen Fehler die in der europäischen Geschichte gemacht wurden, werden wiederholt. Es ist Zeit das wir aufwachen!
Freeman: Es gab Proteste gegen Lissabon. So war ich zum Beispiel in Berlin im Herbst und hab an einer Demo teilgenommen, um dagegen zu protestieren, was aber nichts verhinderte. Es sieht aus wie wenn die Menschen in Deutschland völlig für die EU sind, weil die Medien nicht die andere Seite zeigen, ich meine die Gefahren des Lissabon-Vertrages aufzeigen, sondern nur einseitig berichten. Welche Rolle der Medien sehen Sie in diesem ganzen Spiel?
Farage: Darf ich zuerst einen Kommentar zur deutschen öffentlichen Meinung äussern? Ich ging nach Berlin, wissen Sie, zu der grossen 50jährigen Geburtstagsparty welche Angela Merkel veranstaltete vor einigen Jahren. Ich war in Berlin und führte meine eigene Umfrage durch. In den zwei Abenden die ich dort war besuchte ich 12 Kneipen und fuhr mit dem Taxi zwischen jeder und jeden Taxifahrer und jeden Kneipenwirt fragte ich, seid ihr glücklich, dass die D-Mark durch den Euro ersetzt wurde? Ich fand keine einzige Person die dachte es wäre eine gute Sache, keine einzige. Deshalb denke ich, die Menschen in Deutschland sind nicht anders als die in Frankreich oder Grossbritannien oder Dänemark oder Holland oder sonst wo. Wissen Sie, wir wollen in einem modernen Europa leben, wo wir untereinander kooperieren und Handel betreiben, aber wir wollen unsere eigene Demokratie behalten. Wir wollen die Möglichkeit haben unsere eigene Führung zu wählen und sie auch wieder zu entfernen.
Jetzt in Deutschland, zurückkommend auf Ihre Frage wegen den Medien, wenn man nicht die andere Seite präsentiert bekommt, dann werden die Menschen dort wahrscheinlich nicht verstehen, wie tot die Demokratie in Deutschland ist. Aber hey, die Welt verändert sich und mit Quellen wie Ihre, mit dem Wachsen des Youtube-Phänomens, gibt es eine junge Generation, welche die traditionellen Medien umgeht, sie finden die Informationen die sie suchen und bilden ihre eigene Meinung. Deshalb, obwohl es manchmal depressiv ist zu sehen, wie die Medien nur eine Seite zeigen und nicht objektiv sind, glaube ich, wachen die Menschen endlich auf und finden auf verschiedenen Wegen die richtigen Informationen.
Freeman: Genau, deshalb verlieren die etablierten Medien viele Zuschauer und Leser und wir gewinnen immer mehr dazu.
Farage: Absolut, es findet ein fundamentaler Wandel statt und ich finde es gesund, demokratisch und gut und ich unterstütze das völlig.
Freeman: Sie sind schon Abgeordneter im europäischen Parlament seit längerem, seit 1999, richtig?
Farage: Ja, ich hatte kein einziges graues Haar am Kopf, war jung und optimistisch, als ich durch das Tor schritt. Tatsächlich kam ich dazu, ohne jemals vorher in der Politik involviert zu sein. Ich wollte nicht in der Politik tätig sein, ich war ein Geschäftsmann, ich arbeitete in der City of London als Händler für Kupfer, Aluminium und ähnliche Produkte. So reiste ich auch viel durch das Rheinland und der Ruhr in Deutschland in all den Jahren, um Geschäfte zu machen. Ich wurde in der Politik tätig, weil ich meinte, die politische Klasse in Grossbritannien hat grundsätzlich aufgegeben, sie haben ihr Rückgrat verloren. Und oft wenn ich Menschen privat traf sagten sie zu mir, selbstverständlich Nigel, ich bin mit dem was du sagst einverstanden, aber ich darf nichts sagen und nichts tun. Ich dachte das wäre empörend, deshalb ging ich in die Politik in den 90ger Jahren, half die UK Independence Party (UKIP) zu gründen und schreite seit dem kräftig voran.
Wenn man es sich überlegt, haben wir erstaunliche Fortschritte gemacht, weil wir aus dem Nichts kamen und jetzt zu den europäischen Wahlen im Juni vergangenes Jahr, zweite in ganz Grossbritannien wurden. So ist es eine fantastische Reise geworden. Wir haben die Mehrheit hinter uns und durch die ständigen Botschaften die wir verkünden und durch gewisse Medien, sogar etablierte Medien, die sich gedreht haben und kritischer geworden sind, die öffentliche Meinung immer stärker auf unserer Seite. Das ist sehr erfreulich.
Freeman: Ja, Ihre Einstellung ist sehr positiv und dass Sie die Stärke haben die Wahrheit zu sagen.
Farage: Ja, das ist sehr wichtig und ich sage Ihnen warum es wichtig ist. Die neuen Vereinigten Staaten von Europa werden geschaffen, ohne der Zustimmung der europäischen Völker. Das letzte Mal wo wir dieses Phänomen in Europa gesehen haben, lief unter dem Namen Jugoslawien, wo wir einen künstlichen Staat schufen, ohne die Serben und Kroaten und die anderen zu fragen, ob sie das überhaupt wollten. Wir haben es getan im falschen Glauben, wenn man alle unter einer Flagge, einer Hymne und einer Währung zusammenfügt, wird es Frieden und keine Kriege mehr geben. Gut, Jugoslawien wurde unter Tito und dem Kommunismus zusammengehalten, aber als er weg war, sahen wir diese schrecklichen Bürgerkriege und Massaker, als die einzelnen Nationen um ihre eigene Unabhängigkeit rangen.
Und der Grund warum ich so hart kämpfe ist, weil ich leidenschaftlich daran glaube, wenn wir nicht eine demokratische Lösung bekommen, zu dem sich Europa hinverwandelt, dann fürchte ich für unsere Kinder und Enkelkinder. Wie gesagt, der europäische Kontinent wird sonst in kleine Aufstände und Bürgerkriege aufgehen. Denn sehen Sie, wenn man den Menschen die Möglichkeit weg nimmt, ihre eigene Zukunft durch die Wahlurne zu gestalten und die Demokratie damit verschwunden ist, dann bleibt ihnen nur der Ungehorsam übrig. Deshalb kämpfe ich so hart wie ich es tue.
Freeman: Ja, das ist eine sehr gute Analyse. Das bedeutet, sonst baut sich der Druck wie in einem Dampfkochtopf auf, meine Sie das?
Farage: Ja, stellen Sie sich vor, wir wären heute in Griechenland. Es spielt heute gar keine Rolle mehr, ob man dort die Konservativen oder die Sozialisten wählt, denn das ist irrelevant. Denn man hat weder eine Kontrolle über die Zinsen, noch über die Wirtschaft. Ein europäischer Kommissar taucht ab und zu auf und befiehlt was man zu tun hat. Er sagt wie viel man für die Renten ausgeben oder nicht ausgeben darf. Man ist praktisch ein Protektorat dieses EU-Regimes geworden und man kann nichts mehr über die Wahlurne bestimmen. Deshalb ist es kein Wunder, dass wir Gewalt auf den Strassen von Griechenland sehen.
Ich will aber hier betonen, ich beführtworte nicht so was, ich möchte nicht, dass es gewaltsam wird, das ist das letzte was ich will. Aber man kann den Menschen das nicht vorwerfen.
Deshalb gibt es Demokratie, so funktioniert sie. Auch wenn man mit der Arbeit einer Regierung nicht einverstanden ist, weiss man, bei der nächsten Wahl kann man für eine Veränderung kämpfen, ein fantastisches Sicherheitsventil. Deshalb, in der ganzen Menschheitsgeschichte und der Geschichte Europas, wenn man eine Demokratie hat, dann hat man eine gesunde Situation. Erst wenn die Demokratie zusammenbricht und die Menschen nicht mehr die Macht haben, dann läuft es schief.
Freeman: Ja, wenn wir Griechenland anschauen, die wollen eine bargeldlose Gesellschaft und völlig neue einschränkende Gesetze einführen. Für mich sieht es aus, wie wenn die Krise in Griechenland dazu benutzt wird, um radikale Änderungen durchzusetzen, ein Modell der Zukunft für ganz Europa.
Farage: Ja, das ist richtig. Wenn man zurückgeht in die 50ger Jahre, zum Hauptarchitekten dieses europäischen Projekts, zu Jean Monnet, er schrieb im Jahre 1951 über ein Phänomen, was er die „nützliche Krise“ nannte. Wenn es eine Krise gibt, dann sind Politiker und Staatsführer wie gelähmt, starren wie Hasen in die Scheinwerfer. Und Monne schrieb, das ist die Chance um das europäische Projekt voranzutreiben. Und das passiert jetzt, während diese griechische Tragödie sich abspielt, benutzt die EU sie um die zentrale Wirtschaftsregierung durchzusetzen. Genau das passiert jetzt.
Aber ich glaube es ist unmöglich für Deutschland und Griechenland im gleichen Währungssystem zu sein. Die Volkswirtschaften sind einfach zu verschieden. Ich bin froh, dass wir in Grossbritannien den Kampf dagegen gewonnen haben.
Freeman: Wie sehen Sie die Zukunft des Euro, wo es so einen grossen Unterschied in den Volkswirtschaften gibt? Der Euro steht unter Stress, wenn man sich Portugal, Spanien, Italien usw. anschaut. Glauben Sie, der Euroraum wird wie bisher weiterbestehen oder werden einige dieser Länder gezwungen sein aus dem Euro aussteigen, um die Souveränität über ihre Finanzpolitik wieder zu gewinnen?
Farage: Ich habe keine Zweifel, sogar wenn Griechenland gerettet wird diese Woche, und es sieht danach aus, dann wird es nicht die letzte Rettungsaktion sein. Warum soll ... und ich wiederhole ... warum soll der deutsche Steuerzahler für die nächsten zehn Jahre die Rechnung zahlen, wegen der Fehler der Politiker. Ich glaube nicht, dass sie das tun wollen. Und ich glaube wenn Griechenland dann gerettet ist, auch wenn es ihnen kurzfristig hilft, wird es nicht das langfristige fundamentalen Probleme lösen, nämlich, sie sind in der falschen Währungsunion.
Ich kann Ihnen nicht sagen wann das passieren wird, aber ich bin sicher wie ich nur sein kann, dass bevor neue Länder zum Euro hinzukommen, wird es welche geben die ihn verlassen.
Freeman: Darüber wird viel gesprochen, denn vorher, als sie noch ihre eigenen Währungen hatten, konnten sie über Abwertung ihre Finanzsituation selber steuern. Jetzt kontrolliert Frankfurt alles.
Farage: Das ist richtig und es wird einfach nicht funktionieren. Wissen Sie, ich habe lange genug Commodities gekauft und verkauft um zu wissen, wenn Regierungen meinen sie können den Preis festsetzen, dann bekommen sie das nie und niemals hin.
Freeman: Was schlagen sie vor, was soll die Bevölkerung tun? Sie sind ein gutes Beispiel, in dem Sie sich entschieden haben in die Politik zu gehen, um eine Veränderung zu bewirken. Haben Sie einen Vorschlag was man tun soll?
Farage: Wählt keine Parteien die das angerichtet haben. Wählt nicht diejenigen, die euer Geld benutzen um Griechenland zu retten. Wählt keine Parteien welche den Lissabon-Vertrag durchgedrückt haben. Entzieht ihnen eure Unterstützung und sucht politische Alternativen. So einfach ist das. Jetzt werden Sie sagen, aber diese Alternativen gibt es nicht, dann geht raus und erschafft sie selber.
Freeman: So wie Sie es gemacht haben.
Farage: Ganz genau und in Österreich sehen wir durch die Resultate bei der Europawahl, die euroskeptischen Parteien haben einen Zulauf dort und das ist gut so.
Freeman: Was empfehlen Sie den Schweizern? Wir haben versucht die EU fern zu halten, aber unsere Politiker würden am liebsten das Land nach Brüssel verkaufen.
Farage: Selbstverständlich machen sie das, denn es ist der Traum aller Karrierepolitiker. Das europäische Projekt wird von ihnen allen unterstützt, weil es ihnen die Pfründe und einen Job fürs Leben garantiert. Das Schweizer Volk hat sich als sehr vernünftig gezeigt, denn beim letzte Referendum über dieses Thema glaube ich haben 78 Prozent Nein dazu gesagt. Ich bin zu tiefst eifersüchtig auf die Schweizer Situation, ihr seid frei bilaterale Verträge mit wen immer ihr in der Welt wollt auszuhandeln. Ihr seid in einer viel besseren Lage als Grossbritannien und ich glaube, das Schweizer Volk wird weiterhin den Karrierepolitikern Widerstand leisten.
Freeman: Wenn ich höre was unsere Aussenministerin Calmy-Rey sagt, dann merke ich, die würde sich sofort Brüssel unterwerfen und die findet auch noch den Oberglobalisten Henry Kissinger bewundernswert. Das ist unglaublich!
(Anmerkung: Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe, hat Bundesrätin Calmy-Rey anlässlich der letzten Weihnachtsfeier bei ihrer internen Ansprache vor den ganzen Bediensteten des Aussenministeriums gesagt, die Schweiz muss in die EU und Henry Kissinger ist ihr grosses Vorbild. Meiner Meinung nach müsste sie wegen dieser Aussage sofort wegen Landesverrat des Amtes enthoben werden!)
Farage: Ich weiss, ich weiss, nur ihr habt ein tolles System, denn die können euch das nicht antun, ohne das es ein Referendum gibt. Und einer der Kampagnen für die wir uns als Independence Party einsetzen, wir möchten ein ähnliches System in Grossbritannien haben, damit wir ein Referendum bei wichtigen Themen einleiten können. Deshalb, die Schweiz ist in einer guten Position, die Politiker können euch nicht ständig belügen und betrügen, so wie sie es mit uns gemacht haben.
Freeman: Jetzt zurückkommend auf die zwei Personen die sie sehr stark kritisiert haben, Van Rompuy und Ashton. Was ist deren Hintergrund, wer glauben Sie hat diese Figuren gemacht und eingesetzt?
Farage: Catherine Ashtons einzige bemerkenswerte Leistung ist, sie war Schatzmeisterin der Kampagne für nukleare Abrüstung. Würde die Weltanschauung von Catherine Ashton weiterbestehen, dann würde die Berliner Mauer heute noch stehen. Bei der einzigen und wichtigsten aussenpolitischen Entscheidung seit 1945 lag Ashton völlig falsch und jetzt wird sie zuständig sein für die europäische Armee. So etwas absurdes kann man sich gar nicht ausdenken. Es ist lachhaft. Sie ist die am besten bezahlte weibliche Politikerin der Welt, hat aber noch nie ein gewähltes Amt in irgend einem Parlament inne gehabt, noch nie!
Ich weis nicht warum sie Van Rompuy und Ashton ausgewählt haben, ich weis es einfach nicht. Es gibt viel Gerede über ein Bilderberg-Treffen welches vorher stattfand und sie sollen von denen ausgewählt worden sein, damit sie manipuliert werden können und deren Befehle ausführen. Darüber kann ich aber nichts sagen. Für mich sind das schwache Figuren, die extra deswegen ausgesucht wurden. Der grosse Gewinner dieser Auswahl ist die europäische Kommission unter Barroso. Sie sind jetzt in der mächtigsten Position.
Hier ein Gedanke den Ihre Leser überlegen sollen. Ist es nicht unglaublich, dass die Regierung dieser neuen europäischen Union aus 27 Bürokraten besteht? Das ist sehr ungewöhnlich, meinen Sie nicht?
Freeman: Und sie nennen sich sogar Kommissare ...
Farage: Ja, es ist einfach unglaublich. Nur diese Bürokraten haben als einzige das Recht Gesetze vorzuschlagen und dürfen als einzige Gesetze wieder abschaffen. Sie sind die grossen Gewinner aus diesem Lissabon-Vertrag. Und ich werde nie, niemals und unter gar keinen Umständen es akzeptieren, dass meine Gesetze von der europäischen Kommission kommen. Das ist völlig unakzeptabel.
Interessant ist was Herr Gorbatschow vor einigen Jahren bei einem privaten Abendessen in London sagte; es ist erstaunlich, hier in Westeuropa bauen sie genau die Form von Regierung auf, die wir in Osteuropa demontiert haben.
Freeman: Ja das stimmt, deshalb heisst es auch die „Europäische Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken - EUDSSR“
Farage: (Lach) ... ja ich sollte eigentlich nicht lachen, weil es viel zu ernst ist, aber man muss wirklich darüber lachen.
Freeman: Was ich nicht verstehe, wieso die Parlamentarier der EU-Länder, deren wichtigste Aufgabe es ist Gesetze vorzuschlagen und zu verabschieden, also der oberste Gesetzgeber einer Demokratie eigentlich sind, warum sie dieses Recht an eine übergeordnete nicht gewählte Bürokratie abgeben? Warum entmündigen und kastrieren sie sich selber?
Farage: Oh, das ist ganz einfach zu erklären, weil es ihnen alle Vorteile der Macht gibt, ohne die Verantwortung dafür tragen zu müssen. Das ist perfekt für sie, oder? Sie bekommen alle Annehmlichkeiten und Privilegien wie bisher, einschliesslich chauffierte Limousinen, bekommen hohe Diäten die ständig mehr als die Inflation steigen und man muss nichts mehr dafür tun, keine Arbeit mehr leisten. Man kann gegenüber den Wählern nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, weil man immer die Ausrede bringen kann, das wurde von oben von der EU beschlossen.
Jedes Gesetz welches das Leben der EU-Bürger bis ins letzte Detail betrifft kommt aus Brüssel. Jedes Unternehmen in Grossbritannien, ob es ein Tante Emma Laden in meinem Dorf ist oder ein grosses Handelshaus in der City of London, wird direkt von der EU-Kommisson reguliert und wenn die Bürger zu ihren Abgeordneten ins Westminster gehen um sich zu beschweren, dann wird er oder sie sagen, das hat nichts mit mir zu tun, das sind EU-Regeln, da können wir nichts machen.
Es passt ihnen perfekt und sollten sie ihren Sitz im Parlament verlieren, vorausgesetzt sie haben das europäische Projekt in ihrer Amtszeit unterstützt, werden sie einen netten Versorgungsposten in Brüssel bekommen. So funktioniert das System muss ich leider sagen.
Freeman: Die Gefahr besteht damit, die EU verwandelt sich in eine Diktatur durch Bürokraten.
Farage: Wie ich Ihnen bisher im Interview erklärt habe, die Redefreiheit verschwindet, die Möglichkeit unsere politische Führung zu bestimmen ist weg und sie etablieren einen Apparat der gegen die europäische Bevölkerung benutzt werden kann. Ich bin sehr über unsere Zukunft besorgt. Ich glaube, dass alle Demokraten auf dem ganzen europäischen Kontinent besorgt sein sollten und wir dürfen nicht, ich wiederhole, dürfen nicht unsere Stimme genau den Politikern geben, welche uns das angetan haben.
Freeman: Wie Sie sagten, haben Sie in der City of London früher mit dem Finanzbereich zu tun gehabt. Die Medien wollen uns einreden, die Finanzkrise ist vorbei und es geht wieder aufwärts. Meinen Sie die Finanzkrise ist wirklich vorbei?
Farage: Nein, das glaube ich nicht. Die Amerikaner und auch viele Länder in Europa haben gravierende Fehler Ende der 90ger Jahre gemacht. Es ging uns besser als es noch die Trennung zwischen Investmentbanken und Kundenbanken gab, der Zusammenschluss dieser war ein Fehler. Wir müssen untersuchen, wie wir diese wieder trennen können. Aber der Rest des Finanzbereichs ist nicht das Bankgeschäft, es ist der Investmentbereich, der Commodity-Handel und der Versicherungsbereich und ich glaube die drei neuen Regulatoren werden bestenfalls dieses Geschäft zerstören. Die grossen Profiteure werden Zürich, New York und Bermuda sein. Das ganze Geschäft welches in London, Frankfurt und Paris stattfindet wird verschwinden, sich ausserhalb der Grenzen der EU begeben, weil Leute die dieses Geschäft nicht verstehen werden es auf falsche Weise regulieren.
Freeman: Noch eine letzte Botschaft an meine Leser aus Ihrer Sicht.
Farage: Bitte denkt dran, keine freien Völker geben das Recht auf sich selber zu regieren. Man kann keine vereinigten Staaten von Europa aufbauen, ohne der Zustimmung der Menschen darin. Der Lissabon-Vertrag wurde gegen den Willen der Menschen durchgesetzt, wir haben das in Frankreich und in Holland gesehen und wir hätten es auch in vielen anderen Ländern gesehen, hätten sie eine Entscheidungsmöglichkeit gehabt. Was unsere Politiker gemacht haben und machen ist falsch, es ist unmoralisch und dagegen muss man kämpfen. Unterstützt niemanden mehr, der das verbrochen hat, sucht neue politische Wege und Möglichkeiten und wenn ihr das nicht macht, dann verurteil ihr eure Kinder und Enkelkinder in Zukunft in einem undemokratischen Staat zu leben, in dem ich befürchte, unsere Freiheiten und Rechte uns weggenommen werden, so wichtig ist das!
Freeman: Vielen Dank für dieses Interview.
Es wäre nett wenn so viele von euch wie möglich sich bei Nigel Farage für seinen Mut die Wahrheit auszusprechen bedanken würden und ihm eine Mail schicken, damit er sieht, er ist nicht alleine und viele in D, A und CH unterstützen ihn. Klick hier für seine Mail:
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Freeman-Fortsetzung
um
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