Samstag, 6. Dezember 2008

Die Amerikanische Zeitbombe

Dieser BBC Bericht zeigt den finanziellen Zustand der USA und wie es zum totalen Bankrott gekommen ist. Übrigens, die $8.5 Billionen Staatsschulden die im Film erwähnt werden, sind durch die ganzen Rettungspakete für die Bankster mittlerweile auf $13 Billionen in diesem Jahr gestiegen.

American Time Bomb

Teil 1:


Teil 2:


Teil3:


Übrigens, wie AP berichtet, haben die Rettungsaktionen des amerikanischen Staates bisher mindestens $9 Milliarden in nur einem Monat an Verlust eingefahren. Der Kaufpreis der Aktien der dahinsiechenden Banken und der aktuelle Kurswert, hat sich um 1/3 verringert. Alle Aktienkurse der Banken die der Staat gerettet hat, sind unter dem Preis der beim Kauf ausgehandelt wurde.

Das US-Finanzministerium sagt dazu, sie sind nicht an einem kurzfristigen Gewinn interessiert und sehen das eher auf lange Zeit. Das heisst, es wurden nicht nur Billionen an Steuergeldern für die Rattenpakete ausgegeben, sondern die Schrottpapiere die damit gekauft wurden, haben auch noch an Wert verloren und verursachen einen Verlust für den Steuerzahler.

Dazu kommt noch, dass die staatliche Garantie der Kundengelder durch den Einlagensicherungsfond FDIC und die Garantie für andere Kredite, dem amerikanischen Staat insgesamt $7 Billionen kosten wird!

Verwandter Artikel: Amerika hat ein Defizit von $55 Billionen

Freitag, 5. Dezember 2008

Hat die Bank Julius Bär Probleme und deshalb der Selbstmord?

Der Chef der bekanntesten Schweizer Privatbank Julius Bär, hat sich in der Nacht auf Donnerstag im Alter von 52 Jahren das Leben genommen. Hat es mit der wirtschaftlichen Situation der Bank zu tun? Jedenfalls ist die Aktie am Freitag nach dieser Nachricht um fast 10 Prozent gefallen.

Der Banker soll sich in seiner Eigentumswohnung erhängt haben. Nach aussen wirkte er immer wie ein Gewinner: selbstsicher, souverän, erfolgreich. Was hat ihn zum Selbstmord getrieben?

Julius-Bär-Sprecher Jan Bielinski sagte: „Die Bank hat sich entschieden, die Umstände von Herrn Widmers Ableben nicht zu kommentieren. Das ist Privatsache der Familie.“ Das Motiv des Suizids ist unklar. Eine Quelle geht von wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bank aus. Laut Bär-Sprecher Bielinski gibt es keinen Zusammenhang zwischen Alex Widmers Tod und Entwicklungen innerhalb der Bank.

Die Leitung der Bank Julius Bär wird Hans de Gier übernehmen, der im September 2008 als CEO der Julius Bär Gruppe zurücktrat, um sich auf seine Funktion als Verwaltungsratsvorsitzender der Bär Gruppe zu konzentrieren.

In Zürcher Bankenkreisen wird nach Widmers Ableben trotzdem über mögliche Probleme bei Julius Bär spekuliert. Die Aktie verlor massiv an Wert am Freitag.

Alex Widmer hat Julius Bär auf einen aggressiven Expansionskurs geführt. In Singapur baute die Bank unter seiner Führung ein Zentrum mit über 200 Mitarbeitern auf. Neue Niederlassungen wurden in Kairo, Istanbul, Mailand, Moskau, Verbier und Hongkong eröffnet.

Am Donnerstag hat die Bank sogar eine neue Niederlassung im Engadiner Nobelort St. Moritz eingeweiht.

Unter Widmers Leitung verpflichtete Julius Bär Dutzende von neuen Kundenberatern. Der massive Ausbau der Vermögensverwaltung erhöhte die Kosten. Widmer stand im Ruf, Manager anderer Banken mit hohen Boni angelockt zu haben.

Alex Widmer stiess vor drei Jahren von der Grossbank Credit Suisse zur Julius Bär.

Widmers Frau starb im März 2006 an Krebs. Er hinterlässt drei minderjährige Kinder.

In seinem letzten Interview, erst vom vergangenen Dienstag, sagte Widmer, die Bank bereite sich auf eine schwierigere und komplexere Zukunft vor. Generell seinen 2008 erhebliche Teile der Kundenvermögen durch die Finanzkrise zerstört worden. Die Konkurrenz habe sich verschärft, das bisherige Geschäftsmodell von Julius Bär stosse daher an Grenzen.

Der Präsident der Zürcher Privatbank, Raymond Bär, hat seinen Mitarbeitern unter anderem folgendes geschrieben: "Ich kann jedoch versichern, dass es keine Beziehung zwischen dieser persönlichen Tragödie und der weiterhin befriedigenden Geschäftsentwicklung von Julius Bär gibt."

Wenn sich ein Banker in diesen Zeiten das Leben nimmt, stellt sich die Frage: Hat ihn die Finanzkrise in den Tod getrieben? Sah er keinen anderen Ausweg mehr?

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Welche Länder stehen vor dem Staatsbankrott?

Um herauszufinden, welche Länder völlig pleite sind und vor dem Staatsbankrott stehen, muss man sich nur die Liste der Leistungsbilanz der Länder anschauen.

Die Leistungsbilanz ist Teil der Zahlungsbilanz eines Staates. Sie umfasst die Handelsbilanz mit den exportierten und importierten Waren, der Dienstleistungsbilanz mit den Dienstleistungen aus Reiseverkehr, Transport- und Versicherungsleistungen und Kapitalerträgen, der Übertragungsbilanz mit den geleisteten und empfangenen privaten und öffentlichen Übertragungen (also Überweisungen) von ausländischen Arbeitnehmern in ihre Heimatländer, den Beiträgen an internationale Organisationen und die Entwicklungshilfe. Der Saldo der Leistungsbilanz stellt eine wichtige ökonomische Grösse zur Bewertung der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft dar.

Hier die Liste dank unseren "Freunden" bei der CIA: (für etwas sind sie auch mal gut)

Die ersten 20 Länder mit dem grössten Überschuss sind:

China, Deutschland, Japan, Saudi Arabien, Russland, Schweiz, Norwegen, Kuwait, Holland, Singapore, Schweden, Vereinigte Emirate, Taiwan, Algerien, Iran, Malaysia, Hong Kong, Lybien, Venezuela und Thailand.

Diese Länder stehen verhältnismässig gut da.

Jetzt fahren wir die Liste runter und schauen uns die Länder mit dem grössten Defizit an:

Island, Sudan, Estland, Slovakei, Tschechien, Kroatien, Lithauen, Mexico, Kolumbien, Ukraine, Lettland, Serbien, Vietnam, Kazakhstan, Ungarn, Pakistan, Bulgaria, Neuseeland, Indien, Ireland, Polen, Südafrika, Portugal, Rumänien.

Diese Länder stehen alle unmittelbar vor dem Staatsbankrott. Tatsächlich hat Island faktisch Konkurs erklärt und die anderen verhandeln mit dem Internationalen Währungsfond über einen Rettungsplan.

Die Länder an letzter Stelle, Frankreich, Türkei, Griechenland, Italien, Australien, Grossbritannien und Spanien liegen im Koma.

Und am Ende der Liste, die USA, sind ganz klar der Todeskandidat überhaupt, wird nur noch künstlich am Leben erhalten!

Amerika hat ein Defizit von $2 Milliarden PRO TAG, oder $2'404.- pro Einwohner im Jahr!

Wenn man das Minus pro Kopf rechnet, dann ist Spanien mit $3'152.- Weltmeister!

Und wenn man die Defizite aller EU-Staaten zusammenaddiert, dann finden wir die EU an zweitletzter Stelle in der Liste!!!

Damit steht die EU als Ganzes gesehen, genau so katastrophal da wie die USA!

Fabled Enemies - mit deutschen Untertitel

Der Film von Loose Change Macher Jason Bermas konzentriert sich vor allem auf das Geheimdienstnetzwerk der Anschläge vom 11. September 2001. Wie inländische und ausländische Geheimdienste die sogenannten "9/11 Terroristen" unterstützten. Neu mit deutschen Untertitel.



Danke an infokrieg.tv für die Arbeit.

Israelische Cyber-Krieger wieder am Werk

Was würdet ihr sagen, wenn ein ausländischer Geheimdienst in EUER nationales Telefonnetz eindringt und EURE Mitbürger fragen würde, sie sollen doch Informationen an diesen Dienst verkaufen? Nicht so toll oder? Eine Unverschämtheit, ein Eindringen in die Privatsphäre und Verletzung der Souveränität des Landes wäre das. Nur, genau das hat Israel gemacht. Ihre elektronischen Informationskrieger haben sich vor einigen Tagen ins syrische Telefonnetzwerk gehackt und Tausende SMS verschickt und Nachrichten auf den Comboxen hinterlassen.

In der Nachricht, die viele Syrer auf ihrem Handy vorfanden, hat Israel eine Belohnung von $10 Millionen Dollar versprochen, für Informationen über vermisste israelische Soldaten. Der syrische Geheimdienst sieht das etwas anders. Er meint, bei diesem Eindringen geht es um die Rekrutierung von Informanten und Spione für Israel.

Viele der Syrer wiederum meinten, es wäre der Versuch der Regierung, unloyale Bürger in den eigenen Reihen zu identifizieren. Egal, solche Angriffe der Israelis gegen seine Nachbarn sind jedenfalls nichts neues.

Seit vielen Jahren führt Israel einen Informationskrieg, in dem es sich ins Kommunikationsnetz der Nachbarländer einklinkt.

So hat Israel im Jahre 2006 die TV-Station von Hezbollah im Libanon gehackt und schockierende Fotos von Leichen am Bildschirm gezeigt und behauptet, der Führer der schiitischen Gruppe, Hassan Nasrallah, wäre ein Lügner.

Nicht gerade angenehm vor dem Fernseher zu sitzen und plötzlich unterbricht das Programm mit Schockbildern und Propaganda aus dem Ausland.

Eines der Bilder, welche im Al-Manar TV auftauchten, zeigte die Leiche eines Kämpfers. Darunter stand der arabische Text: “Dies ist das Foto eines Mitglieds der Hezbollah Spezialeinheit.”

“Nasrallah lügt: es sind nicht wir die unsere Verluste verheimlichen,” ging der Text weiter, welcher mitten in der Hauptnachrichtensendung erschien und mehrere Minuten auf dem Bildschirm stand.

Israel hat sich auch in Radiostationen gehackt und statt dem normalen Programm wurde die Sendung durch eine Propagandaansage unterbrochen.

“Hassan hat Männer geschickt, um gegen die israelische Armee zu kämpfen, ohne sie vorzubereiten. Hört für einen Moment auf, die patriotischen Hymnen zu hören, denkt nach und kommt auf den Boden zurück,” verkündete die Nachricht auf Arabisch.

Israel hat verschiedene elektronische Waffen eingesetzt, um einen psychologischen Krieg gegen Libanon zu führen. Sie haben auch Tausende Textnachrichten als SMS auf Handys verschickt und Anti-Hezbollah Tonaufzeichnungen hinterlassen.

Muss ja nicht gerade angenehm für die Bevölkerung sein, zu wissen, Israel kann sich ins Telefonnetz einklinken und es nach Belieben manipulieren und selbstverständlich dann auch abhören.

Ob diese Kampagnen einen Propagandawert haben ist fraglich. Was sie jedenfalls den "Feinden" Israels zeigen, dass die gleiche Methode um das Kommunikationsnetzwerk zu hacken, auch benutzt werden kann um es ganz auszuschalten. Und so wie es aussieht, können die arabischen Nachbarländer nicht viel dagegen machen.

Der Informations- und Internetkrieg wird sicher ein wichtiger Bestandteil eines zukünftigen Konflikts im Nahen Osten sein.

Auch gegen den Iran ist Israel in dieser Hinsicht aktiv. Die Regierung in Teheran hat zugegeben, dass der israelische Spion, welcher für seinen Verrat zum Tode verurteilt und gerade hingerichtet wurde, auch israelischen Technikern ermöglicht hat, Abhörgeräte in Computersysteme zu installieren. Einige der Computer wurden an Einrichtungen geliefert, die am angeblichen iranischen Waffenprogramm arbeiten.

So wie es aussieht, war es die Absicht Israels, über eine "Hintertür" am Computersystem, Einsicht ins iranische Nuklearprogramm zu bekommen ... und wenn notwendig, auch die IT-Systeme bei Gelegenheit zum Absturz zu bringen.

Ein einseitiger Krieg tobt schon lange zwischen Israel und seinen angeblichen Feinden, und wenn es ein Cyber-Krieg im Versteckten ist. Diese Attacken bestätigen jedenfalls den Eindruck in der arabischen Bevölkerung, Israel ist mit dem Teufel im Bunde und hat irgendwelche Zauberkräfte, wenn sie so einfach ihre Botschaften einspeisen können.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Wer pessimistisch ist, wird verhaftet

So geschehen in Lettland. Dort ist es verboten sich pessimistisch über das Finanzsystem zu äussern.

Wie der Wall Street Journal berichtet, wurde ein 32 jähriger Universitäts-Dozent von der lettischen Sicherheitspolizei verhaftet, weil er zu pessimistisch war. Auch eine Art die Finanzkrise zu bewältigen.

“Alles was ich tat war, ich sagte was sowieso jeder weis," sagte Dmitrijs Smirnoys. Jetzt geht die Behörde, die sonst Spione und Terroristen jagt, und andere Gefahren gegen den baltischen Staat mit 2.3 Millionen Einwohner und 26 Banken verhindert, auf Leute los, die sich negativ äussern.

Nach zwei Tagen der Befragung, wurde Smirnoys ohne Anklage freigelassen. Aber es läuft ein Verfahren gegen ihn, weil er schlecht über die Stabilität der lettischen Banken und der Landeswährung LATS sich ausgesprochen hat. Die Untersuchungsbeamten beschuldigen ihn “unwahre Information” verbreitet zu haben. Sie forderten ihn auf, nicht das Land zu verlassen und beschlagnahmten seinen Computer.

Die Finanzen des Landes sind ein heikles Thema in Lettland, eines welches die Regierung mit Vehemenz versucht vor Gerüchten zu schützen. Es ist eine Straftat dort, wenn man “unwahre Daten oder Informationen” über die Lage des Finanzsystem des Landes verbreitet. Es wird als Subversion angesehen.

Als das globale Finanzsystem im Herbst in die Knie ging, hat die lettische Sicherheitspolizei mobil gemacht und destabilisierendes Gerede über Banken und dem Umrechnungskurs bekämpft. Agenten richteten ihr Augenmerk auf Internet-Foren, Zeitungsartikel, SMS Nachrichten und sogar Rock Konzerte. Ein populärer Musiker wurde zur Vernehmung gebeten, nach dem er Witze über die instabilen Banken bei einem Konzert äusserte.

Nur, die Tatsache ist so, die meisten spekulativen Gerüchte sind wahr.

Nach dem es darauf bestand, der Bankensektor wäre gesund, hat Lettland im vergangenen Monat die grösste Bank Parex übernommen, um sie vor einem Zusammenbruch zu retten. Zuerst wies sie Behauptung zurück, das Land benötigt Hilfe, jetzt ist die Regierung in Verhandlungen mit dem IWF.

Offizielle des Finanzministeriums haben bestätigt, die Geheimpolizei wird das Land nicht vor einer Wirtschaftskrise retten. Aber sie glauben, die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte wird die Öffentlichkeit dazu bewegen, sich es zweimal zu überlegen, uninformiertes Geschwätz über Banken zu verbreiten.

“Es ist eine Form der Abschreckung,” sagt Martins Bicevskis, Staatssekreter im Finanzministerium.

Smirnoys sagte, er wird bestimmt “vorsichtiger” sein, wenn er seine Meinung über die Zukunft äussert. Aber er spottet über die Verwendung von Sicherheitsagenten “als Medizin, welche die Menschen nur sorgenvoller macht.”

Bis zu seiner Verhaftung, war seine pessimistische Meinung über die finanziellen Aussichten Lettlands nur seinen Studenten bekannt und den Lesern einer kleinen Zeitung in seiner Heimatstadt Ventspils.

“Jetzt wissen alle wer ich bin und was ich denke,” sagte er.

Die Probleme in Lettland sind genau wie überall auch, eine Kreditkrise, fallende Immobilienpreise und ein extreme Verlangsamung der Wirtschaft. Aber in einem kleinen Land, welches argwöhnisch die Nachbarn betrachtet, hauptsächlich Russland und Schweden, geht es bei den wirtschaftlichen Sorgen nicht nur ums Geld.

„Wir sind ein kleines Land, und Panik hat ernste Kosequenzen,“ sagt Teodors Tverijons, Chef der Vereinigung lettischer Banken. Das Verhindern von Gerüchten, sagt er, ist eine „Sache der Staatssicherheit.“

„Kritik wird als unpatriotisch angesehen,“ sagt Alf Vanags, Direktor des baltischen Internationalen Zentrums für wirtschaftspolitische Studien.

Anfang des Jahres hat Vanags eine Pressekonferenz abgehalten und die Alarmglocken über das explodierende Haushaltsdefizit geläutet. Kurz danach, sagte er, bekam er einen Anruf von der Sicherheitspolizei. „Innerhalb einer Stunde waren sie am Telefon und verlangten Einsicht in meine Dokumente,“ erinnert er sich. Vanags sagt, er übergab seine Daten und hat aber seit dem nichts mehr gehört.

Die Letten haben allen Grund dazu, nervös über ihre Banken zu sein. Im Jahre 1995 haben die Kontoinhaber $800 Millionen wegen dem Zusammenbruch der grössten Bank des Landes, die Bank Baltija, verloren, was fast das ganze Bankensystem zu Fall brachte. Das oberste Kader der Bank ging dann ins Gefängnis.

Trotz Proteste von Anwälten für Menschenrechte, wurde das Strafgesetzbuch um den Paragrafen erweitert, welcher die Verbreitung von „falschen Informationen über das Finanzsystem in mündlicher, schriftlicher oder einer anderen Form“ verbietet. Eine Strafe von bis zu sechs Jahren ist dafür vorgesehen.

Unter der sowjetischen Vergangenheit Lettlands, haben Offizielle oft die Problem auf Saboteure und andere Sündenböcke geschoben. „Dies ist Teil der politischen Kultur hier,“ sagt Sergei Kruks, ein Dozent für Medienwissenschaft.

„Wenn der Staat keine Lösung weis, dann sucht er einen Schuldigen.“

Kommentar: Wie die Geschichte zeigt, wird jedes Finanzsystem, welches auf dem Mindestreserveprinzip beruht, und keinerlei Deckung hat, deshalb nur eine Luftnummer ist, grundsätzlich früher oder später zusammenbrechen. Uups, mit dieser wahren Aussage, habe ich mich jetzt strafbar gemacht.

Montag, 1. Dezember 2008

Jetzt wollen sie Live-Auftritte überwachen

Hallo Musiker, hier ist was für euch:

Wie der Londoner Independent berichtet, müssen Musiker und sonstige Künstler die in London auftreten wollen, laut Gesetz vorher ein vierseitiges Formular ausfüllen und der Polizei aushändigen, mit allen persönlichen Angaben. Darin werden viele Details verlangt, wie alle Namen, Künstlernamen, Wohnadressen, Telefonnummern usw. UND DER OBERHAMMER, die ethnische Zusammensetzung der Zuschauer, vor denen sie auftreten!

Die Information muss vom Veranstalter und Manager eingeholt werden und die Prozedur muss man befolgen, wenn man live Musik in der Stadt machen will.

Sollte man nicht die verlangte Information auf Formular 696 !!!! abliefern, dann kann man die Lizenz als Veranstalter verlieren, oder gebüsst oder sogar in Gefängnis gehen.

Es wird auch die Angabe verlangt, was für eine Art Musik man macht, wie "Bashment, RnB, Garage". Und die Frage die wirklich rassistisch ist, "Gibt es eine bestimmte ethnische Bevölkerungsgruppe als Publikum?", die als harmlose Frage "Wer ist das Zielpublikum?" versteckt wird.

Nach dem Konzert muss man noch das zweite Formular 696A als Debriefing ausfüllen und einreichen, worin man alle Ereignisse während der Veranstaltung "wahrheitsgemäss" auflisten muss.

Begründet wird diese Datensammlung, mit der Gewährleistung der Sicherheit ... ja natürlich, "wir sind nur um eure Sicherheit besorgt", verdammter Polizeistaat.

Als Sicherheitsleute dürfen nur lizensierte Firmen angeheuert werden, die von der staatlichen Security Industrie Authority (SIA) genehmigt werden. Wenn man seine eigenen Türsteher verwendet, dann wird man angezeigt und bestraft.

Viele Musiker sind jetzt wütend darüber und sehen die Einschränkung von Live-Auftritte dadurch. Deshalb haben sie Anwälte beauftragt, um dieses Gesetz zu bekämpfen.

Einige Veranstalter die Bands buchen haben gesagt, unter diesen Umständen, wollen sie keine Live-Musik mehr.

Ist doch klar, es geht dem Staat um die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Der direkte Informations- und Meinungsaustausch zwischen Musikern und Publikum, ohne Zensurmöglichkeit, darf nicht zugelassen werden. Die Jugend könnte ja die Wahrheit erfahren. Und was in London eingeführt wird, kann ganz schnell überall in der EU passieren.

Hier die Links zu den Formularen 696 und 696A

Die vielen Überwachungskameras haben auch was Gutes. Hier sieht man wie drei Polizisten einen ehemaligen britischen Soldaten, der in Afghanistan gekämpft hat, brutal auf der Strasse zusammenschlagen, obwohl er gar nichts gemacht hat.