Dienstag, 15. April 2008

Greenpeace Gründer befürwortet Atomenergie

Patrick Moore ist einer der Mitbegründer von Greenpeace, war deren Direktor für 15 Jahre, und segelte 1971 in der ersten Mission der Umweltorganisation zu den Inseln der Aleuten, um gegen die amerikanischen Atombombentest zu protestieren.

Jetzt ist er auf der Seite des grössten Feindes der Umweltschützer und er sagt, Atomkraftwerke sind die Energieträger der Zukunft.

In einem Newsweek Interview, welches in der nächsten Ausgabe erscheint, erzählt er warum er seine Meinung radikal geändert hat. Hier ein Ausschnitt:

Bei Greenpeace haben sie gegen die Atomenergie gekämpft. Was hat sich verändert?

Meine Einstellung war, wenn ich das rückwirkend betrachte, da wir so fokusiert auf die zerstörerische Kraft der Atomtechnologie und eines Atomkrieges waren, haben wir den Fehler gemacht, alles was mit Atomkraft zu tun hat mit Atomwaffen in Verbindung zu bringen, wie wenn alles Nukleare böse wäre. Und tatsächlich, heute benutzt Greenpeace immer noch das Wort „böse“, um die Atomkraft zu bezeichnen. Ich glaube das ist ein grosser Fehler, wie wenn man die Nuklearmedizin mit Nuklearwaffen verbinden würde. Deshalb habe ich Greenpeace verlassen. Ich habe gesehen, wie meine Mitdirektoren, keiner von denen hatte eine wissenschaftliche Ausbildung, anfingen sich mit Themen rund um die Chemie, Biologie und Genetik zu befassen, in der sie gar keine formale Ausbildung hatten, und sie haben die Organisation, in was ich den „Pop-Umweltschutz“ nenne, gewandelt, welche Sensation, Missinformation, Angst usw. verwendete, um mit den Menschen auf einer emotionalen Ebene umzugehen, statt auf einer intellektuellen.

Warum bevorzugen sie Atomkraft über die nichtfossilen Energiequellen?

Ausser der Wasserkraft, die ich auch sehr stark unterstütze, ist die Atomkraft die einzige Technologie, neben fossilen Brennstoffen, die eine kontinuierliche Energiequelle im grossen Massstab zur Verfügung stellt, und ich meine eine auf die man sich 24 Stunden am Tag verlassen kann, sieben Tage die Woche. Wind und Sonnenenergie sind sporadisch und deshalb unzuverlässig. Wie kann man Spitäler und Fabriken und Schulen oder sogar Häuser mit einer Stromversorgung betreiben, die für drei oder vier Tage verschwindet? Wind kann eine kleine Rolle in der Reduzierung des Verbrauchs an fossilen Brennstoffen spielen, denn man kann diese ausschalten wenn der Wind bläst. Und Sonnenenergie ist völlig lächerlich. Die Kosten sind so hoch, die Subventionen des Staates Kalifornien in Höhe von $3.2 Milliarden fliessen nur zu den Firmen in Silicon Valley und zu den Beratern. Es ist ein Witz.

Eine Anzahl Analysen sagen, dass die Atomkraft nicht konkurrenzfähig wäre, und dass ohne Staatssubventionen, gebe es keinen wirklichen Markt dafür.

Das ist einfach nicht wahr. Die massiven Subventionen gehen in die Wind- und Sonnenenergie. Ich weiss, dass Frankreich, das ja 80% des Stromes mit Atomkraft produziert, nicht hohe Energiekosten hat. Schweden, das 50% seiner Energie mit Atomkraft und 50% mit Wasserkraft produziert, hat sehr annehmbare Energiekosten. Ich weiss, dass die Produktionskosten für Strom in den 104 Atomkraftwerken der USA 1.68 Cents pro Kilowattstunde betragen. Das beinhaltet nicht die Kapitalkosten, aber die Produktionskosten für Atomstrom sind sehr niedrig, und konkurrenzfähig mit der schmutzigen Kohle. Gas kostet dreimal so viel wie Atom, mindestens. Wind kostet fünfmal so viel, und die Sonnenenergie 10 Mal mehr.

Was ist mit dem Atommüll?

Wie jetzt geplant ist, würde ich eine Wiederverwertungsindustrie errichten, welche den anfallenden Müll auf 10% reduziert, im Vergleich wie wenn es ohne Recyling wäre. Wie viele Amerikaner wissen, dass 50% der Atomenergie in den USA aus abmontierten russischen Atomwaffen entsteht? Die Umweltschutzbewegung regt sich darüber auf, wie fürchterlich es wäre, wenn jemand etwas zerstörerisches damit anrichten würde. Nur, tatsächlich passiert genau das Gegenteil, überall auf der Welt werden die Atomwaffen für friedliche Zwecke eingesetzt ... Schwerter zu Pflugscharen. Diese permanente Propaganda über die Kosten der Atomenergie ... dass sind nur die Aktivisten welche die richtigen Knöpfe drücken, und der wichtigste Knopf den man drücken muss, ist die Konsumenten in Angst zu versetzen, dass ihr Strompreis in die Höhe geht, wenn Atomkraftwerke gebaut werden. Tatsächlich ist es aber Erdgas welches die Energiepreise laufend ansteigen lässt.

Machen sie sich keine Sorgen wegen der Verbreitung?

Man benötigt keine Atomreaktoren um eine Atomwaffe zu bauen. Mit der Technologie der Zentrifugen ist es viel einfacher, schneller und billiger Atomwaffen zu bauen, in dem man Uran direkt anreichert. Kein Atomreaktor war daran beteiligt, um die Hiroshima-Bombe zu bauen. Man wird nie böse Menschen auf der Welt daran hindern können. Die meisten Toten bei Kampfhandlungen wurden nicht durch Atomwaffen, oder Autobomben, oder Gewehren oder Landminen verursacht, sondern durch Macheten. Und doch ist die Machete das wichtigste Werkzeug für die Bauern in den Entwicklungsländern. Hunderte Millionen Menschen benutzen sie um ihr Land zu roden, Feuerholz zu spalten und um ihre Ernte einzubringen. Die Machete zu verbannen ist keine Option.

Sind sie optimistisch, dass es eine aggressive Bewegung zur Atomenergie in der industrialisierten Welt und speziell in den USA geben wird?

Es sind 32 Atomkraftwerke auf dem Zeichentisch gerade jetzt. Im letzten Jahr haben 4 eine Zulassung beantragt und 10 oder 11 werden dieses Jahr erwartet. Das ist nur in den Vereinigten Staaten. Es gibt hunderte Atomkraftwerke die auf der ganzen Welt geplant werden. Dies ist ein völlig neues Ding: der Begriff „nukleare Renaissance“ hat vor drei Jahren noch nicht existiert, und jetzt ist er weithin bekannt. Unglücklicherweise ist die Umweltbewegung noch ein Hindernis dazu. Wenn nicht ihre Opposition wäre, dann gebe es viel weniger Kohlekraftwerke in den USA und sonst wo auf der Welt.

Kommentar:
So kann man sich vom Saulus zum Paulus verwandeln ... oder umgekehrt. Ich höre jetzt schon wie die Grünen und Linken, sowie die ganzen Gutmenschen da draussen, das Wort "Verräter" schreien. Nur eins müssen sie wissen, wie ich in allen meinen Klimaartikel geschrieben habe, bei der ganzen CO2-Dabatte geht es um die Wiedereinführung der Atomenergie (und um Steuern) und Al Gore wird von der Atomlobby gesponsort. Sie sind die treibende Kraft hinter der CO2-Klimalüge, spenden viel Geld an die Wissenschaftler und Umweltorganisationen, damit das Märchen verbreitet wird, das CO2 vom Menschen ist an der Klimaveränderung schuld. Sie verkaufen uns dann die Lösung, denn Atomkraftwerke produzieren ja laut ihrem Argument kein CO2. Die ganze Umweltschützer und Klimafanatiker sehen gar nicht, wie sie für diese Agenda missbraucht und wie sie verarscht werden.

Montag, 14. April 2008

Interview mit William Engdahl - Teil 3

Hier die Fortsetzung des II. Teils meines Interviews mit William Engdahl:

III. und letzter Teil

Freeman: Jetzt haben wir die Situation in Amerika, viele Leute verlieren ihre Häuser und die Finanzkrise zerstört ihre Existenz. Auch in Europa gehen wir in diese Richtung. Was meinen sie können wir in der Zukunft erwarten?

Engdahl: Was jetzt kommt, und die Banken haben dies aus ihren Büchern rausgehalten, weil das geniale an der Verbriefungsrevolution ist, sie können die Auflagen von Basel I damit umgehen und die US-Banken haben nicht mal Basel II unterschrieben. Ausserdem hat Greenspan sich vehement dagegen gewehrt, den amerikanischen Finanzsystem irgendwelche Einschränkungen aufzuerlegen.

Nur, diese faulen Kredite aus den Hypothekenschulden stehen eben dann doch in den Bilanzen und müssen jetzt massiv abgeschrieben werden. Das geht soweit, dass die Abschreiber höher sind als das Kapital der Bank, und ohne frischem Geld sind sie pleite. Das passiert ja laufend, Abschreibungen in zweistelligen Milliardenhöhen und die Suche nach neuen Geldgebern. Nur es nimmt keine Ende, denn der Höhepunkt der Katastrophe kommt noch.

Was jetzt passiert, die Menschen welche in diese räuberische Hypotheken reingelockt wurden, welche alle amerikanische Gross- und Hypothekenbanken ihnen andrehten, erleben eine massive Hypothekenjustierung, sie müssen jetzt erheblich mehr für ihr Häuschen zahlen als vorher.

Es war nämlich so, bis zum Höhepunkt der Hypothekenblase Ende 2005, Anfang 2006 wurden die Hausbesitzer mit niedrigen oder gar keinen Zinsen zur Unterzeichnung der Verträge geködert, mit der versteckten Klausel im Kleingedruckten, die Zinsen würden nach zwei Jahren auf Marktniveau steigen.

Damit bekamen Leute Hypotheken und haben sich Häuser gekauft, die streng genommen gar nicht dazu qualifiziert waren und sicher nicht für die nächsten 10 oder 20 Jahre die Zinsen zahlen können. Sie wurden einfach mit Lockvogelangeboten reingelegt und mussten in den ersten zwei Jahre nichts oder nur wenig zahlen.

Freeman: Es sieht aus, wie wenn alles geplant gewesen wäre um den kleinen Mann reinzulegen, und die Unverschämtheit ist, Greenspan drehte dann an der Zinsschraube.

Engdahl: Ja, das funktionierte gut, ausser in der Zwischenzeit fing Greenspan an die Zinsen alle 6 Wochen zu erhöhen, und sein Nachfolger auch, bis zum Höhepunkt im Sommer 2007. Die mittlerweile panikartigen Zinssenkungen von Bernanke ändern nichts an der Situation, denn die kommen nur seinen Wall Street Freunden zu Gute, die mittel- und langfristigen Hypothekenzinsen für den kleinen Mann haben sich ganz wenig verringert.

Was dann letztes Jahr 2007 begann und in diesem Jahr 2008 seinen Höhepunkt erreichen wird, ist der Auslauf dieser Zweijahresfrist und nun kommt die Welle der Hypothekenblase aus 2006 voll zum tragen. Die Verträge der ganzen Hausbesitzer schalten jetzt um auf die hohen Marktzinsen, die sie aber nicht zahlen können. Damit werden nun $690 Milliarden dieser Hypothekenjustierungen bis Juli dieses Jahres stattfinden und die Zinsen dafür fällig.

Eine unglaubliche Summe. Das wird eine Explosion an unbezahlbaren Hypotheken verursachen, was mindestens die nächsten 2 Jahre beeinflussen wird. Natürlich werden die Leute so lange wie möglich sich an ihre Häuser klammern und auf vieles verzichten, sogar auf ordentliches Essen, nur um ihre Hypotheken zahlen zu können, schliesslich benötigen sie ein Dach über den Kopf.

Aber dies verzögert nur das Unvermeidliche, der Rückstau an unbezahlten Hypotheken wird immer grösser. Wer dreimal hintereinander die monatliche Rate nicht zahlt, dem droht die Räumung und muss raus. Die Banken versuchen dann über eine Zwangsversteigerung einen Teil der Schuld wieder reinzubekommen.

Freeman: Warum sehen wir jetzt in Amerika so eine grossflächige Epidemie an Verarmung?

Engdah: Was jetzt passiert, ganze Regionen und Stadteile quer über Amerika sind durch diese Masse an Zwangsräumungen betroffen. Schöne, ruhige und stabile Wohngegenden der Mittelklasse, wo die Immobilienpreise ständig gestiegen sind, verwandeln sich innerhalb kürzester Zeit in leere, verwahrloste Gettos, der ganze Häusermarkt bricht zusammen, die Menschen verlassen ihre Häuser, entweder weil sie müssen oder sie flüchten einfach vor der finanziellen Last und lassen alles liegen und stehen.

Gleichzeitig verlieren ja viele auch ihre Arbeitsstellen und mit dem niedrigeren oder fehlenden Einkommen, ist der Traum von eigenen Haus sofort zu Ende. Die Amerikaner haben doch keine Ersparnisse, im Gegenteil, die sind über beide Ohren wegen dem Konsumrausch hoch verschuldet. Wenn der wöchentliche Gehaltsscheck nicht mehr eintrifft, ist Schluss.

Man darf nicht vergessen, die Amerikaner sind nicht so gesetzestreu und brav wie die Europäer, oder so sesshaft, sie sagen einfach tschüss, ich kann mein Haus nicht mehr bezahlen und muss deshalb weg. Sie gehen in ein anderes Bundesland und suchen dort neue Arbeit und einen Platz zum Wohnen. Die haben kein schlechtes Gewissen deshalb.

Dazu kommt dann noch, sobald die Häuser verlassen werden, ziehen Drogenhändler und anderes Gesindel ein. Diese Hausbesetzungen bewirken aber einen weiteren Zerfall der Nachbarschaft, die restlichen Hausbesitzer welche keine Hypothekenprobleme haben bekommen Angst und hauen dann auch noch ab. Und das passiert in Massen, ein ganzes Volk ist in Bewegung.

Wir sind dadurch am Anfang einer neuen Grossen Depression in den Vereinigten Staaten, die meiner Meinung nach, gleich oder sogar noch schlimmer sein wird als 1929, abhängig davon was für eine Politik in den USA und der Welt gefahren wird.

Freeman: Wie sehen sie die Zukunft und werden die Wahlen im Herbst etwas ändern?

Engdahl: Diese sehr schlechte Wirtschaftslage wird Jahre andauern und ich sehe keine Besserung mit den Lösungen die vorgeschlagen werden. Es ist sogar so, keiner der Präsidentschaftskandidaten redet gross darüber und bietet eine konstruktive Lösung an, und John McCain schon mal gar nicht, der ist ja nur auf Kriege fixiert. Die tun alle so wie wenn alles in Ordnung wäre und wollen nicht sehen, wie die Wirtschaft und die Gesellschaft in Amerika zusammenbricht.

Es finden lächerliche Diskussionen im TV statt, man streitet sich darüber, ob eine Rezession überhaupt schon begonnen hat oder nicht, und Bush leugnet sowieso alles, wie er immer alle Probleme leugnet und ignoriert.

Die Realität ist aber, nicht nur hat eine Rezession schon lange begonnen, Amerika steht am Anfang einer Depression und wir gehen in eine Weltwirtschaftskrise.

Und die grosse Hoffnung für den „Change“, für eine Veränderung in Amerika, Barack Obama, der hat doch tatsächlich den ehemaligen Fed-Chef Paul Volker als Wirtschaftsberater. Sollte Obama Präsident werden, braucht es keine grosse Fantasie, was dieser dann für radikale Lösungen umsetzen wird.

Freeman: Was raten sie uns sollen wir tun?

Engdahl: Wir in Europa stehen vor einer grossen Herausforderung, denn durch die Globalisierung der Finanzmärkte und der Wirtschaft, sind wir mit Amerika verbunden, sind die Probleme schon bei uns. Es läuft ein Dominoeffekt ab, ein Stein fällt um und bringt den nächsten zum umfallen usw. Wir können nur hoffen, dass die Weltwirtschaftskrise in abgeschwächter Form bei uns stattfindet. Amerika wird es sicher ganz böse erwischen.

Es ist nicht meine Aufgabe den Menschen zu raten was sie im einzelnen tun sollen. Ich zeige die Probleme auf und erläutere die Zusammenhänge. Jeder muss daraus seine eigenen Schlüsse ziehen und Massnahmen treffen. Ich wünsche uns allen, dass wir über diese Durststrecke einigermassen unbeschadet hinwegkommen, aber ohne gewisse Schmerzen und Einschnitte wird es auch hier nicht gehen.

Freeman: Vielen Dank für dieses Interview.

Zurück zum I. Teil.

Copyright © 2008 Alles Schall und Rauch – Freeman

Sonntag, 13. April 2008

Der Finanztsunami kommt erst

Die Deutsche Bank versucht €35 Milliarden an Giftmüll auf private Kapitalfirmen abzuladen. Der Wert ihrer maroden hebelwirksamen Kredite in ihrer Bilanz ist grösser als ihr Kapital. Sie versuchen den Schrott auszulagern, um ihre Bilanz in Ordnung zu bringen, sonst ... tschüss.

Citigroup muss weitere $12 Milliarden an Hypothekenschulden abschreiben. Auch sie versucht den toxischen Abfall auf Kapitalgesellschaften abzuladen, wie auf Blackstone, Apollo und Texas Pacific Group.

Citi verkündete Pläne ihren Anteil an der Kreditkartenfirma Diners Club an Discovery zu verkaufen und sie sind am überlegen ihr gesamtes Bankgeschäfte in Deutschland los zu werden. Jetzt wird das Tafelsilber verscherbelt.

Bei Meryll Lynch wird mit Abschreibern von weiteren $5 Milliarden gerechnet.

Auch die Credit Suisse muss nochmals 5 Milliarden Franken abschreiben.

Der Internationale Währungsfonds IMF schockierte die Märkte letzte Wochen, in dem er verkündete, die weltweiten Verluste aus der Kreditkrise könnten $945 Milliarden erreichen.

Einer der grössten Konzerne der Welt GE General Electric verkündete eine Gewinnwarnung am Freitag und sagte, sie würden die vorhergesagten Jahreszahlen nicht erreichen. Diese schlechte Nachricht eines Bluechips, schickte die Aktienmärkte in einen Sturzflug und der Dow Jones verlor daraufhin 2%.

Der britische Premierminister Gordon Brown und der Finanzminister Alistair Darling haben die Chefs aller britischen Grossbanken und Hypothekenbanken zu einer Krisensitzung nach Nr. 10 Downing Street am kommenden Dienstag eingeladen. Dort soll ein Weg gefunden werden, wie man aus der Finanzkrise raus kommt.

Alle Politiker und Wirtschaftsexperten die jetzt sagen, das Schlimmste ist vorbei, sind Lügner. Nichts ist vorbei, der Tsunami kommt erst. Wenn sie sagen das Schlimmste ist vorbei, dann ist es Zeit die Luken dicht zu machen.

Während das Schiff am sinken ist, amüsiert sich Madam prächtig. Wir können uns ja am freizügigen Dekolleté von Angie kollektiv ausweinen, wie an der Eröffnung der neuen Osloer Oper am Samstagabend gezeigt.

So sollte TV wirklich sein

Hier ein Ausschnitt aus der TV-Serie "Boston Legal", wo der Anwalt Alan Shore, gespielt von James Spader, dem Gericht die Wahrheit über den Zustand in Amerika ins Gesicht schleudert. Aber es wäre zu schön um wahr zu sein, der Richter lässt ihn und seinen Kollegen Denny Krane, gespielt von William Shatner, verhaften, weil sie mit der Aussprache der Wahrheit, die Würde des Gerichts und des Landes misachtet haben.



In diesem zweiminütigen Auftritt, hat Alan Shore alle Probleme Amerikas perfekt aufgezählt, nur ... die will niemand hören.

Der Schluss ist am "witzigsten", wo Denny seine eigenen Handschellen rausholt, denn die des Staates zwicken. Ja, heute muss man seine eigenen Handschellen dabei haben, man kann jederzeit verhaftet werden.

Wäre überhaupt eine neue Geschäftsidee für ein Modeaccessoire, vergoldete Edelhandschellen mit Swarovskisteinen ... bling bling. Was, du hast keine eigenen Designerhandschellen, wenn du mal verhaftest wirst? Wow, bist du out!

Und plötzlich steht man ohne Geld da

Die meisten Menschen glauben, das Geld welches sie als Guthaben auf der Bank haben gehört ihnen. Wie naiv ... lach. Es ist Zeit aufzuwachen, denn wenn es darauf ankommt gehört einem gar nichts und man darf nicht mehr ran.

Deutschland hat gerade seine erste Bankenpleite in diesem Jahr erlebt, in dem die Weserbank in Bremerhaven plötzlich geschlossen wurde. Die Menschen standen vor verschlossenen Türen und der Geldautomat spuckte auch nichts mehr aus. So kann es einem gehen und es wird nicht die letzte Bank sein die demnächst am Ende ist.

Deshalb, überlegt mal was ihr tun könnt, damit euch nicht das Gleiche passiert wie diesem Bankkunden, der sein Erlebnis der Bildzeitung berichtete.

"So geht’s dir, wenn deine Bank pleite ist..."

Samstag, 12. April 2008

Ist Cheney wieder auf dem Kriegspfad?

Gestern gab Vizepräsident Cheney zwei telefonische Interviews in den rechtslastigen Radioshows von Sean Hannity und Hugh Hewitt, und brachte neue Argumente um den Iran davon abzuhalten, Atomwaffen zu erlangen. Jetzt beschuldigt er die iranische Führung, sie wären religiöse apokalyptische Fanatiker, die eine nukleare Zerstörung des Nahen Osten wollen, als neuen Grund sie angreifen zu können.

Cheney weigerte sich, über seine Gespräche die er im Nahen Osten neulich geführt hat etwas zu erzählen, speziell was er mit der israelischen Regierung besprochen hat. Einige politische Kommentatoren meinen, er hätte Israel aufgefordert, die iranischen Atomanlagen als Stellvertreter doch bitteschön mal anzugreifen, dann könnten die USA als Ausrede ihnen beistehen und am Krieg sich beteiligen.

Vorausschicken möchte ich, dass die Befürworter eines Angriffs des Iran in Washington ziemlich kleinlaut geworden sind, seit der Veröffentlichung des Geheimdienstberichtes NIE, in dem festgestellt wurde, der Iran hat sein Atomwaffenprogramm seit dem Jahre 2003 aufgegeben.

Im Interview mit seinen zwei Lieblingsmedienhuren tat er aber so, wie wenn es den NIE-Bericht nie gegeben hätte.

Ausserdem möchte ich festhalten, dass Ahmadinejad nie gesagt hat, Israel soll von der Landkarte verschwinden. Das ist eine bewusste falsche Übersetzung seiner Aussage durch die westlichen Medien, die schon mehrmals von Sprachwissenschaftlern, welche den Text studiert haben, widerlegt wurde. Trotzdem gehen die Medien und die Politiker immer wieder her und zitieren diese Lüge, wie im folgenden Text zu lesen.

Hier jeweils ein Ausschnitt aus den Interviews, welche auf der Webseite des Weissen Haus hier und hier stehen:

Hannity: Was halten sie von der Aussage Senator Barack Obama, dass er mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad Gespräche führen würde, einen Holocaustleugner, der wiederholt damit gedroht hat, Israel von der Landkarte zu tilgen und offensichtlich nukleare Kapazitäten verfolgt?

Cheney: Na ja, er ist, und ich glaube unsere Position in Bezug zu diesem Thema ist diese, wir sind bereit zu reden, wenn sie damit aufhören Uran anzureichern. Selbstverständlich haben sie diese Bedingung nie erfüllt, deshalb gibt es keine Gespräche auf dieser Ebene.

Aber Ahmadinejad glaube ich ist eine sehr gefährlicher Mann. Auf der einen Seite hat er mehrmals gesagt, er möchte Israel zerstören. Er hat auch … er ist eine Mann der an die Rückkehr des 12. Imam glaubt, und es wäre die grösste Ehre für einen Mann, als Märtyrer zu sterben, damit der 12. Imam zurückkehren kann.

Es ist eine radikale Einstellung. Bernard Lewis sagte mal, gegenseitige gesicherte Zerstörung im Verhältnis zwischen der Sowjetunion und USA im Kaltenkrieg bedeutet Abschreckung, aber gegenseitige Zerstörung für Ahmadinejad ist ein Anreiz. Man muss sich darüber Sorgen machen.

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Moment mal, was ist denn das für ein neues Argument, der 12. Imam? Zwei Stunden später hat dann Cheney diesen Punkt näher erklärt.

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Hewitt: Meinen sie Herr Vizepräsident, haben sie ein persönliches Gefühl ob die iranische Führung tatsächlich durch diese Endzeit motiviert ist, diese „Rückkehr des 12 Imam“- Theologie, über die wir so viel lesen?

Cheney: Na ja, ich habe auch darüber gelesen. Ich weiss nicht ob dies die Führung motiviert. Der Typ der immer darüber redet ist Ahmadinejad. Und … in anderen Worten, ein Bericht über seinen Besuch im Irak sagte, mindestens bei einer Gelegenheit, bestand er darauf einen leeren Stuhl am Tisch für den 12. Imam freizuhalten. Und es ist ... es ist schwer zu sagen. Ich meine, wenn ich mir anschaue was sein Glaube angeblich ist, die Behauptung, dass die Wiederkehr des 12. Imam sehr wünschenswert wäre, und dass der beste Beitrag den ein Mann dazu leisten kann, ist als Märtyrer zu sterben, um seine Rückkehr zu ermöglichen, und alles was damit zusammenhängt ... ich denke dann immer an Bernard Lewis, der sagte, dass gegenseitige gesicherte Zerstörung während des Kaltenkrieges zwischen USA und den Sowjets bedeutet Frieden und Stabilität und Abschreckung, aber gegenseitige sichere Zerstörung in den Händen von Ahmadinejad ist möglicherweise ein Ansporn. Es ist ein besorgniserregendes Angebot.
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Diese beiden Radiointerviews am selben Tag, hat die amerikanischen Zuhörer mit einem Haufen Desinformation und Lügen konfrontiert, welche diese glauben sollen. Das Motiv von Cheney und den kriegshetzerischen Medien ist es, den Iran und Ahmadinejad als unberechenbaren religiösen Wahnsinnigen hinzustellen, den man vernichten muss.

Eine Wiederholung der gleichen Taktik wie gegen Saddam Hussein.

Das Cheney ein verbrecherischer Kriegstreiber ist und deshalb den Spitznamen „Darth Vader“ trägt, wissen wir ja, aber noch schlimmer sind die Medienhuren, die das Verleumdungsspiel, die Lügenverbreitung und die Kriegshetze mitmachen und fördern.

Alles was in den Interviews erwähnt wird basiert auf Lügen. Diese sind:

1. Der Iran arbeitet an einem Atomwaffenprogramm. Laut eigenem US-Geheimdienstbericht NIE ist das schon seit 2003 nicht der Fall. Wie kann man dann ständig weiterbehaupten, sie arbeiten noch dran und stellen deshalb eine Gefahr dar?

2. Ahmadinejad will Israel von der Landkarte tilgen. Eine bewusste falsche Übersetzung, die ständig von den Massenmedien wiederholt wird. Tatsächlich sagte er „Das Regime welches Jerusalem besetzt muss aus den Analen der Zeit verschwinden.“ Das ist ja wohl ganz was anderes. Wenn man früher gesagt hätte, das Regime welches Moskau besetzt muss aus den Analen der Zeit verschwinden, was ja auch passiert ist, hat man damit die Zerstörung Russlands gemeint? Ganz sicher nicht, Russland existiert noch und geht es bestens nach dem Kollaps des Sowjetregimes. Wie kann man aus der Aussage von Ahmadinejad, über das zionistische Regime, daraus eine Vernichtung Israels konstruieren?

3. Der schiitische Glaube an den 12. Imam bedeutet der Wunsch nach einer Apokalypse. Auch eine komplette Lüge und Verfälschung. Es wird wohl an die Rückkehr geglaubt, aber das hat mit der Zerstörung der Welt nichts zu tun und sie ist nicht erstrebenswert. Eine völlig falsche Darstellung diesen Teil des Islams, um die Menschen im Westen in Angst zu versetzen. Im Gegenteil, die einzigen Religionen die eine Apokalypse sich sehnlichst wünschen, Harmagedon, damit der Messias zurückkehrt oder überhaupt kommt, ist das Christen- und Judentum, bzw. die radikalen Fundamentalisten darunter. Sie wollen die Welt zerstören, als Voraussetzung für das Erscheinen des Messias. Und die Anhänger dieses Glaubens sind genau die, welche an der Macht in Washington und Tel Aviv sitzen.

4. Einen Stuhl für den 12. Imam freizuhalten, ist ein Zeichen für religiösen islamischen Wahnsinn. Dies ist eine unverschämte Unterstellung, denn in vielen Religionen ist so eine Sitte üblich. Im Christentum wird bei Strenggläubigen oft bei Tisch ein Platz extra für ein mögliches Erscheinen Jesus angerichtet, damit er an den Speisung teilnehmen kann. Oder auch im Judentum wird wärend des Pessachfestes ein spezielles Glas Wein für den Propheten Elija bereitgestellt, denn laut jüdischer Religion, ist der Prophet Elija der Bote Gottes und verkündet das Kommen des Messias. Während der Zeremonie, wird die Tür des Hauses geöffnet und Elija dazu eingeladen einzutreten.

Das heisst, die Machthaber in Amerika und Israel tun alles um den Iran und den Islam im schlechten Licht zu zeigen und zu verleumden. Es ist nicht der Iran sondern SIE die einen apokalyptischen Atomkrieg im Nahen Osten wollen, damit die biblischen Prophezeiungen wahr werden. Wer hat denn tatsächlich Atomwaffen und ist bereit sie einzusetzen? Nicht der Iran, sondern nur die USA und Israel. Sie verdrehen nur alles und verbreiten laufend Lügen über wie gefährlich der Iran und der Islam sind, um ihre Kriegsabsichten zu verschleiern und einen Feind der gar keiner ist aufzubauen, damit sie zuschlagen können.

Freitag, 11. April 2008

Was spiegelt sich in Cheneys Brille?

Schaut euch dieses Foto an, welches auf der offiziellen Seite des Weissen Hauses veröffentlicht wurde. Was spiegelt sich in der Sonnenbrille von Cheney und warum lächelt er so? Na? Auf dem ersten Blick meinen viele, es ist eine nackte Frau.

Zuerst hat er seinen Jagtpartner angeschossen und war deshalb die Lachnummer der Nation. Geht er jetzt mit nackten Frauen zum Fischen?

Seit Mittwoch ist die Blogosphäre in Amerika jedenfalls völlig aus dem Häuschen, weil Fotos auf der Web-Seite des Weissen Haus veröffentlicht wurden, die Cheney beim Fliegenfischen im Snake River in Idaho zeigen.

Das kontroverse Foto zeigt Cheney mit seiner Sonnenbrille und einem breiten Grinsen. Nur, was reflektiert denn in den Gläsern?

Einige meinen, es zeigt eine nackte Frau und deshalb grinst er so. Dies wurde dann übers Internet sofort verbreitet.

Was meint ihr dazu?