Dienstag, 8. September 2009

Alex Jones schadet unserer Sache

Normalerweise kritisiere ich nie einen "Kollegen" der mehr oder weniger am gleichen Strang zieht, auch wenn ich über gewisse Methoden anderer Meinung bin. Aber was sich Alex Jones heute geleistet hat ist unter jedem Niveau und schadet unserer Sache der Aufklärung. Das muss einmal gesagt werden.

Ja, er hat Mut bewiesen und vieles richtig gemacht. Ja, er ist ein Vorbild (gewesen) und hat viele aufgeweckt. Ja, er ist einer der ersten der schon lange was wirklich abgeht aufzeigt. Nur jetzt muss er sich auch mal Kritik gefallen lassen. Seine (Werbe)Aktion heute ist die reinste Verarsche und bewirkt genau das Gegenteil, es schadet nicht nur ihm sondern auch uns.

Mit einem Video hat er gestern gross angekündigt, heute wird es eine "Sensation" geben, welche "nationale Bedeutung" haben wird. Gut, dachte ich, dann bin ich ja gespannt was er veröffentlichen wird. Dann brachte Alex am Nachmittag einen Artikel mit der Überschrift "20 Minuten mit dem Präsidenten" und veröffentlicht ein Interview zwischen Charlie Sheen und Präsident Barack Obama. Das wäre wirklich sensationell.

Ich las das Interview in dem Charlie Sheen Präsident Obama über 9/11 befragt und ihn mit 20 der wichtigsten Punkte konfrontiert. Wow, dachte ich, das Charlie überhaupt 20 Minuten für ein Interview beim Präsidenten bekommt ist ja schon toll, aber Obama direkt ins Gesicht über 9/11 zu informieren und zu stellen ist wirklich super. Ich kündigte dieses Interview an und fing sogar an das Interview auf Deutsch zu übersetzen.

Als ich die ersten Zeilen übersetzt hatte, frischte ich die Seite auf und siehe da, es stand neu ganz unten der kleine Satz: "Was sie gerade gelesen haben ist nicht passiert ... noch nicht." Zuerst kein Hinweis und man muss annehmen das Interview ist echt, 1 1/2 Stunden später die Erklärung es ist alles erfunden.

Wie bitte? Eine grosse Ankündigung machen, dann ein Interview zwischen dem Schauspieler Charlie Sheen und Präsident Obama veröffentlichen, das absolut echt aussieht ... und dann ist das ganz nur eine Fiktion und wird in einem Nebensatz ganz am Ende später so beschrieben. Die totale Verarsche ist das.

Damit hörte ich sofort auf und löschte alles. Ich gebe mich doch nicht für so eine Luftnummer her, die offensichtlich ein Werbestunt ist.

Die eigentliche Nachricht ist nichts besonderes, Sheen soll dieses fiktive Interview geschrieben haben und will es dem Präsidenten schicken und ihn um eine Stellungnahme bitten. Er fordert ein Treffen mit dem Präsidenten und eine neue Untersuchung. Ist das alles? Wo ist da eine Nachricht von nationaler Bedeutung?

Wir wissen doch Charlie Sheen hat vor Jahren schon 9/11 öffentlich angezweifelt. Ja, das war sehr mutig und hätte seine Karriere schaden können. Hat es aber nicht, er macht weiter seine TV-Show. Es ist auch gut wenn er seinen Zweifel als Promi jetzt wiederholt und ich bewundere seinen Mut. Laut Jones will Charlie Sheen mit diesem Trick Aufmersamkeit beim MSM erlangen.

Nur wer ist Charlie Sheen? Ein beliebter Schauspieler, mehr nicht. Da lachen doch alle wenn er dem Präsidenten um einen Stellungnahme bittet oder sogar zu einem Treffen zwingen will. Das landet im Abfall, wird ignoriert und mehr nicht. Der hat doch nichts zu sagen. Die MSM werden es, wenn sie es überhaupt erwähnen, als lächerliche Spinnerei eines Hollywood-Futzi abtun.

Das kann ich auch. Wenn ich Satire mache dann steht es wenigstens oben drüber. Was Alex Jones heute sich erlaubt hat ist nur Sensationsmacherei ohne Inhalt. Damit schadet dieser Schaumschläger nur unserer Sache. Ich kann auch ein fiktives Interview mit Obama schreiben und veröffentlichen und dann sagen ich werde es ihm schicken und ich will jetzt ein Treffen. Was soll der Scheiss Alex? Hast du das so nötig?

Ja, es ist richtig eine neue Untersuchung zu verlangen und die Lügen aufzuzeigen. Ja, es ist auch richtig Prominenz dafür zu verwenden. Ja, die 20 Punkte die im fiktiven Interview aufgelistet werden sind die Hauptargumente gegen die offizielle 9/11 Story. Aber man darf doch nicht 9/11 als Fake darstellen und selber ein gefaktes Interview dafür benutzen!

Aber vielleicht unterschätze ich die Beliebtheit und den Einfluss von Charlie Sheen in Amerika. Möglicherweise wird Barack Obama sagen: "Wow, wenn Charlie das will, dann muss ich ihn selbstverständlich sofort im Weissen Haus empfangen und seinen Wunsch für eine neue 9/11 Untersuchung erfüllen."

Nur, wie kann man Obama ständig scharf kritisieren, sogar einen Film "Die Obama Täuschung" produzieren, wo man ihn als Lügner der genauso wie Bush handelt darstellt, und dann aber meinen, mit so einem erfundenen Interview kann man ihn zu einer neuen 9/11 Untersuchung zwingen. Entweder ist Alex Jones völlig naiv, was er sicher nicht ist, oder es ist nur eine Werbeaktion für seine Seite, dann ist es kontraproduktiv für uns alle.

Wenn man die Kommentare auf seiner Seite und auch in seiner Radioshow über diese Sache analysiert, dann gibt es viele Fans die ihn wegen diesen Stunt kritisieren. Ich bin nicht der einzige.

Nach einer kurzen Querprüfung anderer 9/11 und Truth-Seiten in Amerika, erwähnt niemand diese "sensationelle" Nachricht von Alex Jones und die MSM sowieso nicht. Mal abwarten ob es noch erscheint.

UPDATE 9.9.09 - Es ist bestätigt, der Artikel mit dem Pseudointerview erschien zuerst ohne Hinweis es ist ein Fake. Nach 1 1/2 Stunden wurde die Zeile ganz unten hinzugefügt. Jetzt regen sich die ersten Blogs wie abovetopsecret und sagen: "Alex Jones hat sie entgültig nicht mehr alle - seine und unsere Glaubwürdigkeit hat er damit beschädigt."

Die Finanzapokalypse ist sichtbar in den USA

Wie ich schon mehrfach berichtet habe, werden ganze Wohngebiete in den USA plattgemacht um die Immobilien vom Markt zu nehmen. Die Städte sind pleite, die Bevölkerung ist wegen der hohen Arbeitslosigkeit nicht mehr in der Lage die Hypotheken zu zahlen oder einzukaufen, sie ziehen weg. Deshalb stehen viele Häuser leer und es schliesst ein Einkaufszentrum nach dem anderen. Das ist die Realität und nicht was uns die Medien über die USA erzählen, alles ist gut und es geht wieder aufwärts.

Hier ein Beispiel was wirklich in Südkalifornien passiert. Neue Häuser werden in Victorville im Auftrag der Banken zerstört, weil der Bauträger pleite ist und keine Käufer gefunden werden. Die Bank welche die Kredite gewährt hat, die Guaranty Bank, ist einer der Banken die vom Steuerzahler Rettungsgelder bekommen hat, TARP-Funds. Sie wurde von der Stadt aufgefordert die Umgebung in Ordnung zu bringen, damit diese nicht verfällt. Statt Geld zur Verbesserung reinzustecken hat die Bank entschieden 16 neue Häuser einfach zu demolieren. Die Kredite kann sie abschreiben und die Sicherheiten in Form von Häusern zerstört sie auch noch. Was für eine Perversität.



Dann sehen wir geschlossene Einkaufszentren und Supermärkte die keine Kunden mehr haben. Milliarden wurden für den Neubau in den Boomjahren investiert aber jetzt stehen sie leer. Genauso ergeht es den Autohändlern die neu Gebäude errichteten, den Showroom voller Neuwagen haben aber keine Käufer finden. Alle diese Baukredite können nicht mehr zurückgezahlt werden und die Banken müssen sie als Verlust abschreiben.



Letzten Freitag sind übrigens weitere fünf Banken in den USA geschlossen worden, was die Gesamtzahl für dieses Jahr auf 86 erhöht. Die Finanzapokalypse zeigt sich in der Realität.

Goldpreis wieder über 1000 Dollar

Der wahre Wert des Goldes lässt sich trotz massiven Eingriffs durch die Zentralbanken und dem Plunge Protection Team (PPT) nicht mehr länger unterdrücken. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde die 1'000 Dollar Marke wieder durchbrochen.

Im März 2008 ging der Goldpreis das letzte Mal über die "magische Marke" und im Februar dieses Jahres berührte er sie kurz.

Die Finanzkrise, Inflationsängste und ein schwacher Dollar treiben nach verbreiteter Ansicht das Edelmetall hoch. Goldmünzen, Goldvreneli und Goldbarren verschiedener Grösse werden rege nachgefragt. Bei der Zürcher Kantonalbank sei der Markt nach Münzen noch immer so gut wie ausgetrocknet, sagt ein Sprecher, das habe Probleme bei der Lieferung grösserer Stückzahlen zur Folge.

Aber die Käufer von Münzen und Barren sind nicht die massgeblichen Marktteilnehmer. Offensichtlich finden jetzt grosse Umschichtungen durch die Bigplayer statt, wie Nationalbanken und staatliche Pensionfonds aus Russland, China, Fernen- und Nahen Osten die aus dem Dollar flüchten.

Vier Anzeichen für den Austieg aus dem Dollar durch China:

1. Im Juni war China zum erstenmal ein Nettoverkäufer von U.S. Treasury bonds.
2. China wird am 28. September Renminbi-Bonds im Wert von 6 Milliarden zum Verkauf anbieten.
3. China will IWF-Bonds (Sonderziehungsrechte) im Wert von 50 Milliarden Dollar kaufen.
4. Der ehemalige Vizevorsitzende des chinesischen Politbüros Cheng Siwei sagte: "Wir werden unsere Reserven schrittweise in Euros, Yen und andere Währungen diversifizieren. Wir müssen es vorsichtig machen um die Märkte nicht zu stimulieren."

Mal sehen ob das PPT bei Markeröffnung in New York mit massiver Intervention wieder versucht den Preis zu drücken.

Rechts unten könnt ihr den Goldkurs auf dieser Seite verfolgen.

Montag, 7. September 2009

Sepp Holzers Permakultur

Am 28. August 2009 war Sepp Holzer in Luzern und hielt einen Vortrag über seine Methode der Permakultur.

Zur Einführung ein Film über seinen Krametter Hof:



Vortrag Teil 1:

800 afghanische Wahllokale existierten nur auf Papier

Westliche Diplomaten bestätigen, es gab massiven Wahlbetrug in Afghanistan, wie die New York Times berichtet. Die meisten Betrügereien wurden zu Gunsten von amtierenden Präsidenten Hamid Karzai verübt. Obwohl diese Tatsache schon vom ersten Tag der Wahl letzten Monat gemeldet wurde, siehe meinen Bericht "Die Wahlen in Afghanistan sind eine Komödie", übersteigt das Ausmass des Betrugs jede Vorstellung sogar der abgeklärtesten Skeptiker.

Laut Offiziellen haben 800 Wahllokale, das sind 15 Prozent der Gesamtzahl, gar nie geöffnet sondern existierten nur auf dem Papier. Trotzdem haben diese Lokale tausende Stimmen gemeldet und es ist nicht überraschend, dass Karzai bei den fiktiven Wählern sehr gut abschnitt.

In einigen Provinzen war das sogenannte Stopfen von Wahlurnen so massiv, Karzai bekam 10 mal mehr Stimmen als Wähler überhaupt an die Urne gingen. Obwohl Offizielle bisher 447 Wahllokale disqualifiziert haben, ist diese Zahl nur ein Tropfen auf dem heissen Stein im Vergleich zur was Experten einen „Massenwahlbetrug“ nennen.

Dieser neueste Bericht wird die Behauptungen von Obamas Abgesandten für Afghanistan und Pakistan Richard Holbrook schwer untergraben, die Wahlen in Afghanistan waren ein „grosser Erfolg“ und Hinweise auf Betrug „passieren in jeder Demokratie.“

So so, in jeder Demokratie passiert Wahlbetrug. Danke für die Bestätigung. Da spricht Holbrook wohl aus Erfahrung im eigenen Land, als George W. Bush 2001 und 2004 nur durch Wahlfälschung US-Präsident wurde. Der notorische Verbrecher Holbrook war als US-Botschafter in Deutschland in den 90ger Jahren die treibende Kraft hinter der NATO-Osterweiterung und der Hauptfadenzieher des Balkankriegs der NATO.

Es ist eindeutig, die Wahlen in Afghanistan sind eine von den NATO-Staaten inszenierter Farce, um die westliche Marionette Karzai an der Macht zu halten. Die Afghanen hatten ja gar keine wirkliche Wahl, denn die grösste politische Kraft des Landes die Taliban standen nicht auf dem Wahlzettel.

Sollte Karzai wieder zum Präsidenten erklärt werden, dann hat er überhaupt keine Legitimation durch das afghanische Volk, ist nur durch massiven Wahlbetrug dazu gekommen, der von der NATO gedeckt wird. Damit liefert man den Taliban noch mehr Argumente für ihren Kampf gegen die fremden Besatzungstruppen.

Bei diesem Vorgehen ist es mehr als eine Frechheit wenn der Westen von Wahlbetrug im Iran spricht und wochenlang über die Medien ein riesen Geschrei macht, selber aber in Afghanistan einen durchführt. Die Heuchler wie Merkel, Brown, Sarkozy und Obama sollten ihren Mund halten und den Dreck vor der eigenen Tür zuerst kehren.

Update 8.9.09 - Die von der UNO unterstützte Wahlprüfungskommission hat heute Dienstag eine Neuauszählung der afghanischen Präsidentwahl angeordnet und sagt, es gebe "überzeugende Beweise für einen Betrug." Insgesamt sind 720 Betrugsanzeigen bei der Kommission eingegangen. Daoud Ali Najafi, oberster Wahloffizieller der unabhängigen Wahlkommission sagte, die Nachzählung könnte "zwei oder drei Monate" dauern. Die Resultate von 92 Prozent der Wahllokale zeigen, Karzai hat 54,1 Prozent der Stimmen, was ihm zum Sieger machen würde gegenüber seinen grössten Rivalen Abdullah Abdullah.

Sonntag, 6. September 2009

Ireland, Ireland please say NO!

Am Samstag den 5. September 2009 fand die Anti-Lissabon-Demo in Berlin statt. Ich war selbstverständlich dort und habe einige Aufnahmen gemacht. So was muss man unterstützen, denn schliesslich ist der Lissabon-Vertrag der Weg in eine EU-Diktatur und muss verhindert werden.



Zuerst versammelten wir uns vor dem Bahnhof Friedrichstasse um 17:00 Uhr. Dann ging es los mit Ansprachen und Live-Musik der Bandbreite. Um 17:30 Uhr war Abmarsch in Richtung Pariser Platz am ARD-Gebäude vorbei mit einer Zwischenkundgebung vor dem Brandenburger Tor.

Wir machten Halt in der Nähe der irischen Botschaft und riefen "Ireland, Ireland please say NO!" um die Iren aufzufordern am 2. Oktober mit Nein zu stimmen.

Die Schlusskundgebung fand am Postamer Platz statt wo sich diverse Parteien vorstellen konnten wie BüSo, ödp, STATT Partei, Tierschutzpartei, Willy Weise Projekt.

Redner waren Sandra Müller, Klaus Buchner, Jürgen Elsässer, Christoph Hörstel, Mael (französischer Aktivist), und meine Wenigkeit.

Ich kann bestätigen, es war eine ganz friedliche und freundschaftliche Kundgebung mit toller Stimmung. Ein Lob auch an die Berliner Polizei die sehr kooperativ war.

Anschliessend ging es mit der After-Demo-Party wo die Bandbreite spielte bis nach 3 Uhr Früh weiter.

Laut Veranstalter www.eu-vertrag-stoppen.de waren über 1'000 Teilnehmer in Berlin ... und wo wart ihr?

Unterstützt die gute Sache mit Spenden oder kommt mit als Helfer für die Kampagne nach Irland.



Ich möchte mich für die Gastfreundschaft in Berlin und für die vielen vielen ASR-Leser die ich persönlich kennen lernen durfte herzlich bedanken.

Freitag, 4. September 2009

Bundeswehr verursacht ein Massaker in Afghanistan

Auf Befehl eines Bundeswehroffiziers, der lokale ISAF-Kommandeur Oberst Georg Klein, haben NATO-Luftstreitkräfte zwei Tanklaster bombardiert, die vorher von den Taliban entführt worden sind. Laut Bundeswehr haben die Taliban nachts gegen 1.50 Uhr Ortszeit in der Nähe von Kunduz an einem vorgetäuschten Checkpoint zwei beladene Tanklaster gekapert. Die Ladung war für die deutschen Truppen bestimmt. Danach wurde der Bombenagriff angefordert, dabei sollen zwischen 90 und 150 Zivilisten getötete worden sein, welche nur Benzin abzapfen wollten.

Die herumliegenden Benzinkanister sind ein Indiz für die Richtigkeit dieser Aussage.

Ein Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums sagte, "zwischen 200 und 250" Dorfbewohner hätten sich um die Laster geschart. Darauf wurden dann Bomben abgeworfen. Daher sei eine "grosse Zahl" von Zivilisten unter den Toten und Verletzten zu befürchten. Im gigantischen Feuerball sind die Menschen bei lebendigem Leib verbrannt.

Nach Angaben des Provinzgouverneurs von Kunduz, Mohammed Omar, wurden bei den Explosionen insgesamt bis zu 90 Menschen getötet. Ein Bewohner des betroffenen Dorf Hadschi Amanullah erklärte gegenüber der dpa: "Mehr als 150 Menschen wurden getötet oder verletzt." Sein 20-jähriger Cousin sei unter den Toten.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat sein "tiefes Bedauern" geäussert. Der Präsident habe eine Delegation entsandt, um den Vorfall zu untersuchen, bei dem "rund 90 Menschen getötet oder verletzt" wurden, teilte Karsais Büro mit. "Unschuldige Zivilisten sollten bei Militäroperationen nicht getötet oder verwundet werden."

Die Taliban sagen, sie hätten bei dem Zwischenfall gar keine Opfer erlitten. Alle Toten seien Zivilisten gewesen, sagte der Taliban-Führer des Distrikts Char Darah, Mullah Schamudin. "Die Taliban haben die Tankwagen der armen Bevölkerung übergeben und die Gegend dann sofort verlassen." Erst danach seien die Bomben gefallen und hätten 150 Zivilisten getötet, sagt Schamudin weiter.

Die Vereinten Nationen forderten von der NATO eine eingehende Untersuchung des Luftangriffs. Er sei angesichts der Berichte über zivile Opfer "sehr besorgt", sagte der stellvertretende UNO-Gesandte für Afghanistan, Peter Galbraith. Es müsse geklärt werden, warum ein Luftangriff angeordnet worden sei, obwohl die Situation vor Ort unübersichtlich gewesen sei. Galbraith kündigte zudem an, dass auch die UNO-Mission in Afghanistan ermitteln werde.

Heftige Kritik kam vom Netzwerk Friedenskooperative. "Sollten sich die bisher spärlichen Informationen über die Kämpfe nach der Entführung der Tanklastzüge in der Nähe von Kunduz bestätigen, hat die Bundeswehr ein Massaker zu verantworten", sagte der Geschäftsführer des Netzwerks, Manfred Stenner. "Das ist ein erschreckender Preis für ein paar Gallonen geklauten Benzins."

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) wollte sich bisher nicht dazu äussern. Auf die Frage in der Bundespressekonferenz, ob die Bundeswehr immer noch an ihrem Sprachgebrauch festhalten wolle, wonach in Afghanistan kein Krieg herrsche, sagte der Sprecher: "Es handelt sich um einen Stabilisierungseinsatz, zugegeben um einen recht robusten Stabilisierungseinsatz, der Kampfhandlungen miteinschliesst."

Merkel-Regierung Newspeak: "Robuster Stabilisierungseinsatz" ist das neue Wort für Krieg und ermordete Zivilisten sind nur Menschen "die am falschen Ort zur falschen Zeit" waren. Dabei sind die einzigen die am falschen Ort sind und dort nichts zu suchen haben die Deutsche Bundeswehr. "Bundeswehr" ist ja auch die falsche Bezeichnung, seit wann wehrt sie den Feind gegen den Bund ab? Sie ist eine Besatzungs- und Angriffsarmee für die imperialistischen Ziele der USA.

Was sind diese NATO-Kommandeure überhaupt für feige und unfähige Soldaten? Zuerst lassen sie zwei Tankwagen ohne Schutzeskorte durch die Nacht fahren und wundern sich dann wenn sie von den afghanischen Freiheitskämpfern entführt werden. Statt mit einer Kompanie auszurücken, die Entführer zu stellen und das wertvolle Benzin zurückzuholen, wird ein völlig unverhältnismässiger Bombenangriff befohlen der Fahrzeuge, Treibstoff und Menschen vernichtet.

Mann, da muss man ja sehr mutig sein um auf seinen Arsch im sicheren Kommando vor den Bildschirmen zu sitzen und das anzuordnen. Und dann haben diese feigen Verbrecher nicht mal das Rückgrad sich ihrer Verantwortung zu stellen und lügen einfach, es gebe keine zivile Opfer sondern nur Taliban.

Wo ist der Unterschied zwischen eine afghanischen Zivilisten und einen Taliban? Es gibt keinen. Laufen die mit Schildern rum, "ich bin ein Taliban, schiesst mich ab!" Die Taliban sehen aus wie jeder andere auch, sie sind keine Fremden, sie fallen nicht vom Himmel, sondern sie sind Teil der Bevölkerung, es ist ihre Heinmat und die verteidigen sie gegen die verdammten Eindringlinge und Besatzer.

Wie unfähig die NATO ist sieht man ja alleine daran, das sie in sagenhaften acht Jahren mit ihrer hochgerüsteten High-Tech-Armee nicht einen zerlumpten Haufen von Bauern die nur Kalashnikovs haben besiegen können, sondern laufend verlieren und bald ihr Vietnam-Erlebnis bekommen.

UPDATE 8.9.09: Die von der NATO eingesetzte Untersuchungskommission ist nach vier Tagen zum Ergebnis gekommen, es gab zivile Opfer, sagt aber nicht wieviele. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hatte am Wochenende ebenso wie Offiziere von Bundeswehr erklärt, dass es sich bei den mindestens 72 Toten ausschliesslich um bewaffnete Taliban-Kämpfer gehandelt hätte. Die unabhängige Menschenrechtsgruppe Afghan Rights Monitor erklärte, sie habe die Umgebung des Angriffs untersucht. Dabei habe sich gezeigt, dass bis zu 70 Dorfbewohner getötet worden seien. Damit wird Jung von der NATO und von der Menschenrechtsgruppe als Lügner hingestellt.