Mittwoch, 16. Juni 2010

Schoki schlägt Paella

Die ganze Schweiz ist nach der WM-Sensation aus dem Häuschen. Ein historischer 1:0-Sieg über Spanien. Landauf, landab fuhren Autos hupend durch die Strassen.

Dienstag, 15. Juni 2010

Die Blockade von Berlin versus die von Gaza

Mit diesem Artikel will ich die heuchlerische Politik der deutsche Regierung darstellen, und des Westens allgemein, was die Blockade von Gaza betrifft. Was damals mit Berlin geschah, passiert heute mit Gaza, die totale Blockade. Nur was damals als völkerrechtswidriger Akt weltweit verurteilt wurde, wird heute kritiklos geduldet, ja sogar verteidigt. Das zeigt, es kommt immer darauf an wer ein Verbrechen begeht. Diese Doppelmoral ist unmenschlich und ein Skandal.

Gehen wir zurück ins Jahr 1948 und erinnern wir uns an die Berlin-Blockade und an die Rosinenbomber. Dieses historische Ereignis wird doch so gerne als heroisches Durchhalten der Berliner Bevölkerung, der grosszügigen Hilfeleitung der Alliierten und böse Tat der Sowjets dargestellt.

Vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949, also für fast ein Jahr, wurde West-Berlin, das mitten in der Sowjetischen Besatzungszone lag, komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Versorgung der Stadt von Westdeutschland aus, über die Transitstrecke, Eisenbahn und Binnenschifffahrt, war nicht mehr möglich. 2,2 Millionen Menschen waren davon betroffen.

Die Sowjetunion wollte mit dieser Blockade einen Rückzug der Westalliierten aus Gross-Berlin erzwingen und ihren Anspruch auf das gesamte Berlin demonstrieren. Eine kriminelle Erpressung und verbotene Kollektivstrafe.

Als Blockade-Brecher wurden dann Flugzeuge der drei Westmächte eingesetzt, die berühmte Luftbrücke, welche die Stadt mit lebensnotwendigen Gütern versorgte. Neben Nahrungsmitteln wie Getreide, Trockenmilch, Trockenkartoffeln und Mehl wurde hauptsächlich Kohle als Brennstoff und zur Stromproduktion, Benzin, Medikamente und alle anderen in Berlin benötigten Dinge eingeflogen.

Genau wie in Gaza lag Berlin durch die Bombardierung in Trümmern und wartete auf Hilfe:


Es wurden bis zu 1.398 Flüge innerhalb von 24 Stunden durchgeführt und insgesamt 2,34 Millionen Tonnen Fracht transportiert. Dadurch konnten die Menschen in West-Berlin einigermassen überleben. Bei dieser Hilfsaktion kamen 83 Menschen, darunter 13 Deutsche, durch Abstürze oder Unfälle ums Leben. Ich möchte aber betonen, die Sowjets haben nie eines dieser Hilfstransporte angegriffen oder abgeschossen.

Die Flugzeugbesatzungen und Helfer riskierten ihr Leben und wurden als Helden gefeiert, weil sie die Blockade durch die Sowjets brachen. Es wurden Gedenksteine errichtet und an das Ereignis wird jedes Jahr erinnert, völlig zu recht!

Jetzt schauen wir uns die Situation in Gaza an.

Der Gazastreifen ist das Küstengebiet am östlichen Mittelmeer das fast gänzlich von Israel umgeben ist, mit einem kurzen Grenzabschnitt zu Ägypten. Es leben dort 1,5 Millionen Palästinenser. Das Gebiet gehört, wie das Westjordanland, zu den Palästinensischen Autonomiegebieten und steht im Inneren formal unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde. Israel nimmt die Kontrolle der gesamten Aussengrenzen auf der Landseite und der Seeseite sowie die indirekte Kontrolle des Personenverkehrs über Videoüberwachung der ägyptischen Seite wahr.

Der Gazastreifen ist durch eine undurchdringliche Mauer oder einem Stacheldrahtzaun umschlossen. Niemand darf rein oder raus, auch der Warenverkehr ist auf ein Minimum eingeschränkt. Kein Bewohner von Gaza darf sich dieser Mauer auf 300 Meter nähern, sonst wird er von israelischen Soldaten erschossen. Bauern dürfen ihr Land nicht bestellen. Auch das Meer darf nicht mit Schiffen befahren werden. Fischerboote aus Gaza werden durch die Israelische Marine entweder zurück an die Küste gedrängt oder die Boote geentert und die Mannschaften nach Israel verschleppt.

Im Jahre 2006 erlaubte die israelische Regierung die Durchführung einer Wahl, um das selbst behauptete Image „die einzige Demokratie im Nahen Osten“ zu sein aufzupolieren. Sie erwartete, dass die von ihr unterwanderte und gesteuerte Partei der Fatah gewinnen würde. Zu ihrer Überraschung und auch die der westlichen Mächte, gewann aber die Partei der Hamas die Parlamentswahlen mit 76 von 132 Sitzen und damit die absolute Mehrheit. Die Bevölkerung von Gaza durchschaute den Trick und entschied sich nicht so wie erwartet, bzw. wie von ihr verlangt.

Diese demokratische Entscheidung wurde aber nicht von Israel und vom Westen akzeptiert. Demokratie ist nur dann gut, wenn so gewählt wird wie von oben befohlen.

Die israelische Regierung konterte mit einer kollektiven Bestrafung der Bevölkerung, verhängte eine totale Blockade, um die Menschen in Gaza mit Hunger und Not zu erpressen, die legitime Regierung der Hamas zu stürzen und klein bei zu geben. Seit dem wird nur ein Minimum an Güter reingelassen, gerade genug damit die Menschen nicht sterben. Die Bevölkerung hat nur sporadisch Strom und Wasser, die sanitären Verhältnisse sind menschenunwürdig und die medizinische Versorgung katastrophal. Tatsächlich handelt es sich um das grösste Freiluftgefängnis der Welt.

Israel wendet die gleiche Erpressungsmethode gegen Gaza an, wie damals die Sowjets gegen West-Berlin.

Mit der Zeit wurde die Not der Bevölkerung so schlimm, dass die Hamas nur noch einen Ausweg sah, um Israel an den Verhandlungstisch zu zwingen, um die Umklammerung zu lockern. Sie fingen an selbst gebastelte Raketen auf Israel abzufeuern, die aber praktisch keinen Schaden anrichteten. Diese Notwehr wurde von Israel propagandistisch völlig aufgeblasen und dazu benutzt, um sich als armes Opfer darzustellen, die Hamas als Terrororganisation zu brandmarken, eine Bezeichnung welche die USA, die EU und alle Medien übernahmen, und sie begannen Gaza regelmässig anzugreifen. Auch die Treibstofflieferungen wurde für das einzige Kraftwerk eingestellt. Es gab keinen Strom mehr.

Im Juni 2008 wurde ein Waffenstillstand zwischen den Parteien vereinbart, den die Hamas bis November einhielt. Erst als Israel sechs Hamas-Aktivisten in der Nacht vom 4. auf den 5. November 2008 bei einer Kommando-Aktion ermordete, fing der Raketenbeschuss als Reaktion wieder an. Das hat dann Israel als Vorwand benutzt, um einen Bombenkrieg gegen Gaza ab 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009 zu starten. Dabei wurden 1.417 Zivilisten ermordet, davon 313 Kinder und 116 Frauen, sowie 5'500 Menschen verletzt, 4'000 Häuser total zerstört, darunter Moscheen, Schulen und Krankenhäuser, und 21'000 Gebäude schwer beschädigt.

Die Blockade wurde dann noch mehr verschärft und auf die Liste der sogenannten sicherheitsrelevanten Güter, die nicht eingeführt werden dürfen, kamen Sachen wie, Schokolade, Kekse, Papier, Konfitüre, Fleisch, Essig, Samen, Margarine, Gips, Bauholz, Zement, Eisen, Glas, Metallbehälter, Plastikplanen, Stoffe, Ersatzteile, Musikinstrumente, Zeitungen, Spielzeug, Heizkörper, Nutztiere und Angelruten.

Diese Waren sollen die Sicherheit Israels gefährden und sind deshalb verboten.

Das heisst, die Menschen in Gaza können gar nicht ihre zerstörten Häuser wieder aufbauen oder reparieren, ja nicht mal die zerplatzen Glasscheiben der Fenster ersetzen und sie leben unter den primitivsten Verhältnisse in ausgebombten Ruinen, völlig von der Aussenwelt abgeschnitten.

Die Bewohner von Gaza leben im Zelten neben ihren zerstörten Häusern:


Um diese unsägliche Not zu lindern, haben verschiedene Hilfsorganisation versucht mit Lastwagen über Land und mit Schiffen übers Meer, die dringend benötigte Güter den Bedürftigen nach Gaza zu liefern. Immer wieder wurden Boote mit Gütern gerammt und die Besatzung verhaftet, die Lastwagen an der Grenzüberquerung gehindert. Der neueste Lieferungsversuch war der Hilfskonvoi der sechs Schiffe vom 31. Mai 2010, der wie bekannt von israelischen Soldaten in internationalen Gewässern überfallen wurde. Bei diesem Piratenakt sind mindestens 19 Teilnehmer der Hilfsaktion ermordet und 50 verletzt worden.

Die Passagiere sind von der israelischen Regierung als Terroristen verleumdet und der Überfall als legitime Notwehr bezeichnet worden, eine völlige Verdrehung der Tatsachen. Mit gefälschten Beweisen und grosser Medienaktion hat man die Blockade-Brecher als Bösewichte hingestellt, dabei wollten sie nur den Menschen in Gaza helfen.

Was Israel mit den Schiffen getan hat, wäre genau so wie wenn die Sowjets damals die Rosinenbomber auf dem Flug nach Berlin abgeschossen hätten. Und wenn die Westberliner sich gegen die Blockade gewehrt hätten, weil sie um ihr Überleben kämpften, die Sowjets zur Bestrafung mit Bomben, Granaten und Panzern angegriffen und Tausende Berliner dabei getötet hätten.

Wir sehen, im Falle von Berlin waren die Blockade-Brecher gefeierte Helden, die Lieferung von Hilfsgütern war richtig und von der ganzen Welt begrüsst. Die Sowjets waren mit ihrer Erpressung die Bösen. Jetzt ist alles verdreht und pervertiert. Die welche die Blockade machen, 1,5 Millionen Menschen einsperren, einer Kollektivstrafe unterziehen und leiden lassen, Passagiere ermorden und die Hilfslieferungen verhindern, sind die guten. Die Helfer sind die bösen, ja sogar Terroristen. Die westlichen Regierungen goutieren die kriminelle Handlung Israels.

Woher kommen die Bewohner von Gaza? Die meisten sind Flüchtlinge, bzw. ihre Vorfahren, die aus dem heutigen Gebiet das Israel heisst durch ethnische Säuberung und Gewalt vertrieben wurden. Die marodierenden Vandalen des Zionismus ermordeten unschuldige Menschen, zerstörten Tausende Häuser, planierten Hunderte Dörfer und vertrieben einen Grossteil der Palästinenser von ihrem angestammten Heimatland. Die Palästinenser nennen diese Vertreibung die Nakba, oder die grosse Katastrophe.

Was haben die Bewohner von Gaza getan, dass sie diese unmenschliche und illegale Behandlung erleben müssen? Wieso dürfen sie die lebensnotwendigen und für uns völlig alltäglichen Waren nicht bekommen? Haben die Palästinenser keine Menschenrechte wie wir? Wieso war es richtig die Blockade von Berlin zu brechen, aber die von Gaza jetzt nicht? Wir wissen warum. Weil Israel sich alles erlauben kann und seine Nachbarn wie Dreck behandeln darf.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die israelische Blockade des Gaza-Streifens eine Verletzung der Genfer Konvention genannt und rief die israelische Regierung dazu auf, sie aufzuheben. In einer Verlautbarung vom vergangenen Montag beschrieb die Organisation die Blockade als "Kollektivstrafe", was ein Verbrechen unter internationalen Gesetzen darstellt. Sie beschrieb Gaza als ein Territorium welches durch ständige Stromausfälle, ruinierter Wirtschaft und zusammengebrochenem Gesundheitssystem geplagt ist.

"Die auferlegte Schliessung des Gaza-Streifen geht ins vierte Jahr und erdrosselt alle echten Möglichkeiten einer Wirtschaftsentwicklung," sagte das IKRK. "Die Bewohner von Gaza leiden unter Arbeitslosigkeit, Armut und Krieg und der Zustand des Gesundheitssystems ist auf einem Tiefpunkt." B'Tselem, eine israelische Menschenrechtsorganisation, hat am Montag ihren eigenen Bericht veröffentlicht. Darin steht, 95 Prozent der Fabriken in Gaza sind geschlossen, 98 Prozent der Bewohner leiden unter Stromausfällen und 93 Prozent des Trinkwassers ist verseucht.

Das Verhalten der deutschen Regierung, diese Doppelmoral, speziell mit dieser Vergangenheit, ist ein Skandal. Wie kann man die Blockade weiter unterstützen? Wie kann man zuschauen wie 1,5 Millionen Menschen verrecken? Wer die kriminelle Vorgehensweise Israels akzeptiert, ja sogar schönredet und verteidigt, ist ein gewissenloses Subjekt, ein Feind der Menschheit, ein Mittäter und Mörder.

General Petraeus bricht während der Senatsanhörung zusammen

Als Senator John McCain am Dienstag bei einer Anhörung David Petraeus eine Frage zum Krieg in Afghanistan stellen wollte, wurde der Viersternegeneral ohnmächtig und knallte mit dem Kopf auf dem Tisch.

Petraeus, der Oberkommandierende der Kriege im Irak und Afghanistan, wurde von seinen Assistenten geholfen und verlies benommen den Saal aus eigener Kraft. Die Sitzung wurde danach unterbrochen.



Nach ca. 20 Minuten kam er kurz zurück zur Anhörung und sagte, seine Blackout war nicht wegen der Frage des Senators, ihm wäre im Kopf nur etwas schwummrig.

Ich würde mal sagen, das ist symptomatisch, der Kerl ist ziemlich im Stress, denn der Krieg in Afghanistan läuft gar nicht gut für die NATO-Besatzungstruppen. Ausserdem muss er ja den nächsten Krieg gegen den Iran vorbereiten, da kann es einem schon schwummrig werden.

Barroso – EU-Länder könnten sich in Diktaturen verwandeln

Der Präsident der EU-Kommission warnt, die Demokratien in Griechenland, Spanien und Portugal könnten zusammenbrechen und sich in Diktaturen verwandeln, wenn sie die Schuldenkrise nicht in den Griff bekommen.

Manuel Barroso informierte Gewerkschaftsführer vergangene Woche und beschrieb das am schlimmste anzunehmende Szenario für die durch die Schuldenkrise betroffenen Länder. Der Zusammenbruch der staatlichen Aufgaben aus Geldmangel, Verlust des Einkommens und allgemeine Notlage, könnte zu massiven Aufständen führen, welche eine Übernahme der Kontrolle durch das Militär notwendig macht.

Der Chef des Europäischen Gewerkschaftsbunds John Monks sagte laut MailOnline, er war „schockiert” über die drastische Warnung von Barroso. „Ich hatte eine Diskussion mit Barroso letzten Freitag, was man für Griechenland, Spanien, Portugal und dem Rest tun könnte und seine Botschaft war unverblümt: 'Schauen Sie, wenn sie nicht diese Sparmassnahmen durchziehen, dann werden die Länder praktisch verschwinden, so wie wir sie als Demokratien kennen. Sie haben keine Wahl, das war’s.'“

Er ist sehr, sehr besorgt,” beschrieb Monks die Stimmung von Barroso. „Er schockierte uns mit einer apokalyptischen Aussicht, von Demokratien in Europa, die wegen der Verschuldung zusammenbrechen.

Es zeigt die Sorge auf höchster Ebene in Brüssel, dass die Wirtschafts- und Schuldenkrise nicht nur zum Zusammenbruch des Euro führen kann, sondern der ganzen EU selber.

Griechenland, Spanien und Portugal, welche vor grossen Problemen der Finanzierung der staatlichen Aufgaben stehen, waren bis in die 70ger Jahren Militärdiktaturen und sie könnten zu dem zurückkehren, wenn die Gesellschaftsordnung zusammenbricht.

So lange ist das gar nicht her und die Generäle könnten sich gezwungen sehen, die einzigen zu sein welche in der Lage sind, die Ordnung wieder herzustellen, wenn die "demokratisch gewählten" Politiker in ihrer Aufgabe völlig versagen und die Bevölkerung nach einer starken Hand ruft.

General Franco war der Diktator Spaniens bis 1975, Georgios Papadopoulos führte eine Militärjunta in Griechenland bis 1973 und Antonio de Oliveira Salazar regierte in Portugal als Dauerpräsident bis 1968.

Es gibt sicher oberste Militärführer, welche die unfähigen Politiker, die ihr jeweiliges Land in den Ruin treiben, nicht mehr länger gewähren lassen wollen und bereit sind im Notfall und im Interesse des Landes die Macht zu übernehmen. Wenn die Panzer aus den Kasernen fahren, wer will sich denen im Weg stellen? Jede Armee hat fertige Pläne für einen Staatsstreich.

Alle drei Länder haben tief greifende Sparmassnahmen angekündigt, was bereits zu Generalstreiks und blutigen Unruhen in Griechenland und Protestmärschen in Spanien geführt hat. Das gleiche auch Italien, Ungarn und Rumänien, wo die Einkommen der Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienst um bis zu 25 Prozent gekürzt wurden.

Massive Kürzungen der Staatsausgaben, bei gleichzeitigem starken Anstieg der Steuern, mit dem damit verbundenen Rückgang des Einkommens und Kampf ums Überleben, könnte zu blutigen Aufständen führen. Wenn Hunderttausende anfangen zu plüdern, dann ist die Polizei machtlos und nur das Militär kann Ordnung schaffen.

Monks warnte, die neuen Sparmassnahmen könnten den Kontinent zurück in die 30-ger Jahre bringen. Er sagte: „Das ist extrem gefährlich. Das ist wie 1931, mit der grossen Depression und wir hatten am Schluss eine Militärdiktatur.

Ich sage nicht, wir sind bereits dort, aber es ist potenziell sehr ernst, nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch.

Monks sagte, die Gewerkschaften in ganz Europa planen einen koordinierten „Tag der Aktion“ gegen die Kürzungen für den 29. September, mit Generalstreiks und Grossdemonstrationen.

Monk antwortet in einem anderem Interview mit der Überchrift "Beängstigende Parallelen zu den 30er Jahren" in ZeitOnline auf die Frage: "Stehen alle hinter Ihrem Streikaufruf, auch die deutschen Gewerkschaften?"

"Die deutschen Gewerkschaften sind in einer sehr schwierigen Position. Deutschland profitiert ja ganz besonders vom Euro, die Arbeitslosigkeit ist niedriger als anderswo. Dennoch gehe ich davon aus, dass alle mitmachen. Sogar die dänischen Gewerkschaften, die sonst sehr pragmatisch sind, planen jetzt Demonstrationen gegen die Regierung.

In der Gewerkschaftsbewegung hat sich grosser Ärger über die Krise und ihre Verursacher an der Wall Street und in der Londoner City angestaut. Die Grundstimmung ist, dass es keinen Hoffnungsschimmer gibt. Wir sollen alle den Gürtel enger schnallen, während die wahren Verursacher ungeschoren bleiben.
"

Bis September muss aber Spanien erstmal gerettet werden, denn das Land ist das nächste grosse Sorgenkind Brüssels, benötigt dringend Hilfe und die EU-Chefs sind in aller Eile gerade dabei ein Nothilfepaket zusammenzustellen, welches in die hunderte Milliarden geht.

Ein Staatsbankrott Spaniens stellt eine viel grössere Gefahr für Europa dar als Griechenland. Der Anteil der Griechen am BIP Europas ist nur 2,5 Prozent, das von Spanien aber 12 Prozent.

Ende vergangenen Monat haben die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit Spaniens zurückgestuft. Die Investoren haben kein Vertrauen mehr in die Zahlungsfähigkeit des Landes und die Negativspirale geht jetzt dort genau so los.

Die Kreditschulden gegenüber dem Ausland belaufen sich auf 1,5 Billionen Euro, 147 Prozent des BIP. Das meiste ist kurzfristig fällig, 600 Milliarden alleine in diesem Jahr.

Der Kreditmarkt ist zusammengebrochen, keine Bank traut der anderen und sie geben sich gegenseitig kein Geld mehr. Niemand weiss wie viele faulen Kredite in den Büchern der spanischen Banken stehen, der Abschreibungsbedarf muss gigantisch sein. Wahrscheinlich sind die meisten Banken völlig pleite. Hier wird nur noch eine Fassade aufrechterhalten.

Und Italien ist der nächste Kanidat. Im April kletterte die Verschuldung Italiens auf 1,8 Billionen Euro, wie die Notenbank in einem neu veröffentlichten Dossier mitteilte. Dies bedeutet, dass auf jedem der 60 Millionen Italiener eine Schuld von fast 30'000 Euro lastet.

Zur Eindämmung der Rekordverschuldung hat die italienische Regierung vor drei Wochen einen Sparplan in Höhe von 24 Milliarden Euro verabschiedet. Gegen den Plan, der unter anderem die Löhne im öffentlichen Dienst drei Jahre einfriert, ist am 25. Juni ein Generalstreik geplant.

Wenn das kleine Griechenland den Euro und die EU bereits in eine Notlage brachte, was ist erst wenn das grosse Spanien und auch noch Italien in den Schulden ertrinken und gerettet werden müssen? Und dann kommen Portugal, Irland und Grossbritannien noch dazu, von den osteuropäischen Ländern gar nicht zu reden ... das Gewicht der Schulden wird so gross, das kann niemand mehr stemmen.

Montag, 14. Juni 2010

Obama wird am Dienstag wegen der Ölkatastrophe zum Volk sprechen

SATIRE

Wie wir aus absolut gesicherter Quelle vorab erfahren haben, wird Präsident Obama am Dienstagabend eine Rede im amerikanischen Fernsehen halten und die Bevölkerung über die Ölkatastrophe informieren. Das Weisse Haus hat dafür einen entsprechenden Sendeplatz um 20:00 Uhr für 15 Minuten bei den TV-Anstalten reserviert.

Dies erfolgt, nach dem er Montag und Dienstag die betroffenen Golfstaaten besucht und am Abend aus dem Weissen Haus die nächsten Schritte als Reaktion auf die Umweltkatastrophe den Amerikanern berichten wird. Vorher trifft er sich noch mit den obersten Offiziellen von BP (Bad Petroleum), die ihm Anweisungen geben werden, was er zu sagen hat.

Wir haben sogar den Entwurf seiner Rede vorab schon zugespielt bekommen, den ich hier im Wortlaut veröffentliche:

Liebe Amerikanischen Landsleute,

wir stehen hier wirklich vor einer verdammten Schweinerei am Golf von Mexiko und haben keinen blassen Schlimmer wie wir diese sprudelnde Quelle stoppen sollen. Unsere Massnahmen seit der Explosion der Ölplattform am 20. April, mit anschliessendem Feuer und Ölaustritt, haben überhaupt nichts bewirkt. Die ganze Küste des Golf von Mexiko ist mit einem braunen, stinkenden, giftigen Schleim überzogen. Grauenhaft. Meine Klamotten stinken jetzt noch danach.

Die Behauptungen, die Katastrophe wurde durch schlechte Sicherheitsvorkehrungen, Sparmassnahmen und Profitgier seitens BP verursacht, oder mangelnder Aufsicht der Bohrarbeiten durch die zuständigen US-Behörden, die sich dafür haben schmieren lassen, oder sogar, die Zerstörung der Bohrinsel wäre geplant gewesen und Goldman Sachs hätte mit Leerverkäufen Millionen damit verdient, ist eine böswillige Unterstellung, die ich hiermit strikt zurückweise.

Auch die Behauptung, die Küstenwache würde Journalisten von den verseuchten Stränden wegschicken, damit sie nicht über das Ausmass der Verschmutzung berichten können, ist eine Lüge. Jeder ist herzlich willkommen und kann beim Aufräumen mithelfen. Bitte Gasmaske und Schutzkleidung mitbringen.

Wir sind mittlerweile der festen Überzeugung, das Al Kaida-Taliban-Hamas-Hezbollah ... hab ich noch jemand vergessen? ... Terrornetzwerk hat einen Anschlag mit einer Atombombe gegen die Plattform verübt, welche ihnen der nordkoreanische Staatsführer und Kim Jong-il persönlich ausgehändigt hat. Sie hassen Amerika, unsere Freiheit, unsere weissen Strände und unsere schönen Frauen, die sich dort im Bikini sonnen. Deshalb haben sie es gemacht. Wir werden sie mit allen militärischen Mitteln zur Rechenschaft ziehen und deshalb den Iran angreifen, der grundsätzlich hinter allen bösen Taten dieser Welt steckt.

Das Bin Laden sich in seiner letzten Botschaft als Umweltschützer geoutet hat und sagte, der Westen wäre mit seinem Kapitalismus für alle globalen Umweltschäden verantwortlich, ist eine plumpe Fälschung. Das kann er gar nicht gesagt haben, denn er ist ja tot. Ups, jetzt hab ich was verraten. Vergesst das mal.

Unsere Experten haben als neueste Massnahme uns empfohlen, den Ölschlamm mit Küchentüchern aus Papier der Marke „Bounty“ aufzusaugen, da diese dreimal so saugkräftig sind wie herkömmliche Haushaltstücher. Die Supermärkte haben deshalb die 16-Packung im Sonderangebot aufgelegt und beim Kauf erhält man eine Sandschaufel mit Eimer dazu. Damit werden jetzt im grossen Stil die Küsten gesäubert.

Hier ein kleiner Tipp von mir. Für die, welche einen schnellen Dollar verdienen wollen, rate ich deshalb die Aktie des Herstellers Procter & Gamble sich ins Portfolio zu legen. Warum nicht an der Säuberung der Umwelt auch was verdienen? „That’s the American way“ und „Gier ist gut. Gier ist richtig. Gier ist gesund“, hat schon Gordon Gecko gesagt.

An alle unsere treuen Alliierten in Europa, und speziell an meine Fans in Deutschland, ... hallo Berlin ..., habe ich diese gute Nachricht zu verkünden. Freut euch, der Golfstrom wird euch das Öl demnächst frei Haus an eure Küsten spülen. Wir sind nämlich keine Egoisten, wie man uns immer unterstellt, ihr sollt auch euren Anteil davon haben. Ja, so grosszügig sind wir Amerikaner.

Wie wir den Ölfluss stoppen sollen wissen wir immer noch nicht, vielleicht habt ihr eine Idee? Das kann noch Jahre dauern wenn uns nichts einfällt. Wir können nicht einfach runtertauchen und einen Korken reinstecken, es ist zu tief. Teile unseres Militärs schlagen vor, genau wie das Loch verursacht wurde, es wieder zu schliessen, mit einer Atombombe. Aber dann haben wir vielleicht noch ein grösseres Problem. Das sind die Sorgen mit denen ich mich als Präsident rumschlagen muss.

Ich habe jetzt die Führung bei den Aufräumarbeiten und Schliessung des Lochs übernommen und werde mein Bestes geben, so wie mein Vorgänger George W. Bush, der mit dem Katrina Desaster in New Orleans so hervorragend umgegangen ist. Der Süden der USA wird schon arg bestraft. Aber daran kann man mich messen. Sollte ich darin versagen, werde ich meinen Rücktritt erklären und dann als Barry Soetoro zurück nach Hawaii gehen, oder war es Kenia? Wo wurde ich jetzt wieder geboren? Hab’s vergessen.

So meine lieben Landleute, das habe ich euch zu sagen. Der Teleprompter ist am Ende und die Zeit ist um. Ich muss jetzt telefonieren und mit meinem Busenfreund Benji Netanjahu die Angriffspläne gegen den Iran besprechen oder war es gegen den nächsten Hilfskonvoi nach Gaza? Ist ja egal, Hauptsache wir können jemanden angreifen, um von dieser schrecklichen Umweltkatastrophe abzulenken.


Anmerkung: In Deutschland tritt BP unter der Marke Aral auf. Ihr könnt ja deren Tankstellen boykottieren, wenn ihr euren Unmut über die Ölpest ausdrücken wollt.

Heute wieder zu Gast bei Radio Utopie

Ich bin heute ab 18:00 Uhr wieder als Gast bei Radio Utopie und unterhalte mich mit Daniel Neun live in seiner Sendung. Daniel will mich über meine Berichterstattung der diesjährigen Bildeberg-Konferenz in Sitges Spanien befragen. Nähere Informationen gibt es hier ...

Sonntag, 13. Juni 2010

4 zu 0 und die Welt ist in Ordnung

Das war ja ein Auftaktspiel nach Mass, wie von der Bundesregierung gekauft, ich meine bestellt, um von den einschneidenden Massnahmen die sie durchdrücken muss abzulenken. Die deutsche Mannschaft hat ein tolles Spiel hingelegt, das "unterhaltsamste" im bisherigen Turnier der langweiligen Chaotenkickerei.

Aber der Gegner war ja auch ziemlich schwach, oder war er es wirklich? Australien, wer ist das schon? Fussball ist nicht gerade der Nationalsport dort, die können viel besser Cricket und Rugby spielen.

Die Schlgazeilen der deutschen Medien: "Wir tröten alle weg, das wird unsere WM", oder "Der Tanz der Teutonen", oder "Die DFB-Elf schon im WM-Rausch", oder "Deutschland fegt Australien vom Platz" um das Glücksgefühl auszudrücken.

Während die Nation vor der Glotze den ganzen Sonntag hang, mit drei Fussballspiele und zwischendurch noch das Formel 1 Rennen in Montreal zur Ablenkung, wurde einfach so die Wehrpflicht abgeschafft. Ja, die Bundeswehr wird nach der Gründung 1955 zu einer Berufsarmee umgebaut, wegen den Kosten sagen sie, denn es muss ja gespart werden. Wer es glaubt.

Die wenigsten verstehen um was es wirklich geht, sicher nicht wegen der Geldeinsparung. Mit einer Armee die nur noch aus „Freiwilligen“ besteht, lässt sich viel leichter Krieg führen. Das ist der wahre Grund. Und Konflikte wird es reichlich bald geben, in welche die Kriegshetzer in Berlin ganz scharf sind deutsche Soldaten hinzuschicken, völlig freiwillig natürlich, dann muss man auch die "Gefallenen" nicht gross betrauern.

Tolle Ausrede, es muss gespart werden, oder geht es darum was die Schwesterwelle sagt? Um die Wehrgerechtigkeit, weil ja die meisten Wehrpflichtigen sowieso dienstuntauglich sind oder sich drücken. Hat sie eigentlich gedient? Dann kann man gleich die Bundeswehr zu einer reinen Berufsarmee machen, mit dem tauglichen Rest der gerne nach Afghanistan geht, um dort Opiumfelder zu bewachen und zwischen durch mal Zivilisten als lebende Zielscheiben zu verwenden.

Dann das Sparpaket von 80 Milliarden über die nächsten vier Jahre, das beschlossen wurde. Die Hartz-IV-Empfänger und andere die vom Staat leben sollen den grössten Teil der Zeche zahlen. Schliesslich machen die Sozialausgaben mittlerweile die Hälfte des Gesamthaushalt aus. Die müssen massiv gekürzt werden, aber das dürfen die Betroffenen nicht merken. Deshalb kommt die WM 2010 gerade recht. Und wenn die DFB-Auswahl auch noch siegt, um so besser.

Die 20 Milliarden die pro Jahr eingespart werden sollen, sind nur ein Bruchteil des jährliche Defizit von 80 Milliarden, aber irgendwo muss man ja ansetzen, muss man das Geld welches man den Banken geschenkt hat wieder zurückholen. Wie zum Beispiel beim kleinen Mann, der sowieso nichts hat, ist doch klar. So ist das Defizit halt nur 60 Milliarden pro Jahr und die Gesamtverschuldung steigt trotzdem weiter. Toll wie die sich schön rechnen können.

Der Schuldendient beläuft sich ja nur auf 40 Milliarden pro Jahr.

Aber das reicht nicht. Die Steuern müssen auch noch irgendwie mit einem Trick erhöht werden. Es muss mehr Geld in die Kasse. Das Versprechen der Regierung, ohne einer Erhöhung der Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und beim Soli auskommen zu wollen, ist doch wieder eine Lüge. Und, dass die Renten unberührt bleiben sollen, ha ha, sicher.

Klar werden sie es machen. Die Finanzmarkt-Transaktionsteuer und die ökologische Luftverkehrsabgabe (lach) kommt ja schon. Sie müssen sich nur noch einfallen lassen, wie sie die restlichen Steuererhöhung den Bürgern unterjubeln, damit die FDP nicht ihr Gesicht verliert. Oder es ist ihnen völlig egal was die Leute nachher denken. Im Torjubel wird man schon einen Weg finden und keiner merkt es.

Dann muss man den Bürgern noch Christian Wulff als neuen Bundespräsidenten gegen ihren Willen vor die Nase setzen. Aber was heisst hier schon Willen? Sie können ihn ja eh nicht direkt wählen, der wird einfach bestimmt und vom Parlament abgesegnet, so läuft das. Der Gauck und wer sonst noch da ist haben keine Chance.

Es wird sicher noch andere Gesetze geben, die schon länger in der Schublade liegen, die bei dieser Gelegenheit verabschiedet werden, während die Aufmerksamkeit wo anders liegt. So wird’s immer gemacht. Guck da, du sollst auf den Bildschirm gucken, Tor für Deutschland, Hurra!

Also, wir sehen, das 4 zu 0 kommt wie gerufen, damit kann man die Massnahmen gegen die Bevölkerung jetzt leichter durchbringen, die sonst nicht so einfach möglich wären, durch Ablenkung. Böse Zungen würden behaupten, da hat einer den Australiern einige Umschläge verteilt und Versprechungen gemacht, das wäre ja die billigste Variante.

Noch eine Grund für die WM, man muss von sich als miserable und völlig unfähige Regierung ablenken. Die ist doch reif für einen Sturz, hat keine Unterstützung mehr und es werden Neuwahlen verlangt. Aber soll ich euch was sagen? Die wird erst nach dem Oktober fallen. Warum? Mehr als hundert Abgeordnete von Unionsparteien und FDP, sitzen zum ersten Mal im Bundestag. Wird das Parlament vor September aufgelöst, hätten sie laut den rechtlichen Bestimmungen keinen Anspruch auf eine Altersversorgung.

Und wenn die deutsche Mannschaft sogar ins Finale kommt, dann werden sich gewisse Politiker im Erfolg sonnen und es als ihren darstellen, sofort einen Flug nach Südafrika buchen, damit sie bei der Feier auch im Rampenlicht stehen.

Aber lassen wir das, denn jetzt kommen die wirklich grossen Spiele, mit Brasilien, Italien und den Niederlanden, auf die wir uns freuen können und die Welt ist in Ordnung, bis zum 11. Juli.

Schatz, reich mir bitte das Bier und die Chips, das Spiel fängt an!

Anmerkung: Wer hat es im ZDF gestern gehört? Die Aussage der Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein über das Tor von Miroslav Klose: "... ein innerer Reichsparteitag ...". Ich dachte ich hör nicht richtig und war sicher, nach der Werbepause ist sie weg vom Fenster, so wie andere Kolleginnen, die Wörter die man dem III. Reich zuordnet benutzt haben. Aber nein, sie kam wieder und sprach weiter. Sie soll sich ja dafür entschuldigt haben. Jetzt macht man daraus kein Aufhebens, aber ob sie nach der WM noch einen Job hat?



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