Ein “Superunkraut” welches immun gegen das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel “Roundup” ist, verbreitet sich immer mehr in den Baumwoll- und Sojafeldern Amerikas. Ganze Landstriche bestehen nur noch aus diesem Unkraut und viele Bauern gehen her und reissen es mit der Hand aus, oder geben den Kampf auf, oder weigern sich die genmodifizierten Samen von Monsanto weiter zu verwenden und wechseln zurück zu herkömmlichen Anbau.
Zur Erklärung, Monsanto entwickelte durch Genmanipulation Samen welcher gegen ihr eigenes Unkrautvernichtungsmittel "Roundup" unempfindlich ist. Wenn das Mittel versprüht wird, gehen nur die nicht genmodifizierten Pflanzen ein, die Gen-Baumwolle oder das Gen-Soja bleibt unberührt von dem Gift. So konnte Monsanto den Gensamen unter dem Markennamen “Roundup ready” verkaufen und das passende Unkrautvernichtungsmittel dazu liefern. Ein riesen Geschäft, mit dem sich aber die Farmer vom Konzern total abhängig machen.
Die Natur schlägt aber jetzt zurück. Offensichtlich kann man nicht mit Genmanipulation auf Dauer bescheissen. Das Wundermittel “Roundup” hat seine Wirkung verloren. Ende 2004 tauchte dieses “Superunkraut“ in den Feldern mit dem genmodifizierten Anpflanzungen auf. Diese neue “Pest” genannt “Pigweed” verbreitet sich in rasenden Tempo über die südlichen amerikanischen Bundesstaaten und bedrohen die Baumwolle- und Sojaernten. Die Anbaufläche hat sich in ein Schlachtfeld gegen das Unkraut verwandelt.
Das Superunkraut hat sich auf alarmierende Weise in Teilen von Georgia, South Carolina, North Carolina, Arkansas, Tennessee, Kentucky und Missouri verbreitet. "Roundup" beinhaltet den Giftstoff Glyphosate, das meistverwendete Unkrautvernichtungsmittel in den USA, welches aber dem wuchernden Unkraut nichts anhaben kann. Das schöne Geschäftsmodell von Monsanto, in dem sie ein Paket an die Bauern verkauften, mit Samen der gegen das Mittel resistent ist, scheint zusammenzubrechen. Die Farmer verliessen sich zu sehr auf dieses “Roundup” Herbizid in Kombination mit dem Gensamen von Monsanto und meinten sie können die Natur umgehen.
Mittlerweile sind 100’000 acers oder 404 Quadratkilometer im Bundesstaat Georgia mit dem Unkraut Pigweed verseucht, wie der Unkrautspezialist Stanley Culpepper der University of Georgia berichtet.
“Die Farmer nehmen diese Gefahr sehr ernst. Wir benötigten zwei Jahre um sie auf den Ernst der Lage hinzuweisen. Aber als sie es verstanden, sind sie aggressiv gegen das Unkraut vorgegangen,” erzählte Culpepper FRANCE24.
“Um zu zeigen wie aggressiv wir vorgehen, vergangenes Jahr haben wir mit der Hand 45 Prozent der befallenen Felder gejätet,” sagte Culpepper, und er fügte hinzu, “das kostet sehr viel Geld.”
Im Jahre 2007 wurden 40 Quadratkilometer Land einfach in Mason County aufgegeben, das Zentrum der Superunkraut-Explosion, erzählte Alan York den Medien von der North Carolina State University.
Es ist das perfekte Unkraut
Müsste Monsanto in seiner Pervertierung das übelste Unkraut erfinden, dann könnte sie es nicht besser machen wie jetzt die Natur. Resistentes Pigweed ist das gefürchtetste Superunkraut, neben Horseweed, Ragweed and Waterhemp.
“Pigweed ist die eine Pest die man nicht will, es ist so dominierend,” sagt Culpepper. Pigweed kann 10’000 Samen auf einmal produzieren, verträgt Trockenheit und ist sehr diversifiziert in seiner Genetik. Es kann drei Meter hoch wachsen und die jungen Baumwollpflanzen ersticken.
Die Bauern suchen krampfhaft jetzt eine Alternative und ein effektives Unkrautmittel, welches die Baumwolle nicht gleichzeitig vernichtet.
Im Angesicht der Unkrautexplosion im Bereich der Baumwolle und Soja, überlegen einige Farmer zurück zu herkömmlichen, nicht genmanipulierten Samen zu gehen. “Es ist gut für uns wenn wir zurückgehen, die Leute haben es mit Roundup Samen übertrieben," sagte Alan Rowland, ein Samenproduzent für Soja aus Dudley Missouri. Er verkaufte bis zu 80 Prozent ”Roundup Ready” Sojabohnen und jetzt ist er zurück zu traditionellen Samen gegangen, einen Markt den Monsanto absolut dominiert. Dazu kommt noch, dass Gensamen aus den Konzernlabors immer teurer werden, es also auch um Wirtschaftlichkeit geht.
Rowland sagt dazu, “wir sehen die Leute gegen die höheren Kosten rebellieren.”
Kommentar: Meiner Meinung nach ist Monsanto mit seiner pervertierten Genmanipulation und erpresserischen Modell die Bauern von ihren tödlichen Produkten abhängig zu machen, sowieso eines der grössten Übel dieser Welt. Diese Firma und alle anderen Konkurrenten in diesem Bereich gehören verboten und wegen Verbrechen gegen die Menschheit vor Gericht gestellt.
Die Natur schlägt gegen das Imperium zurück!
Dienstag, 21. April 2009
Die Natur schlägt gegen das Imperium zurück
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Donnerstag, 16. April 2009
So sieht ein Zusammenbruch aus
Um zu sehen wie ein Zusammenbruch in der Zukunft möglicherweise bei uns aussehen könnte, muss man gar nicht so weit in die Vergangenheit gehen, sondern nur die jüngsten Bespiele in Südamerika und Afrika betrachten. Wer wissen will was eine Hyperinflation ist, muss sich nur anschauen was mit der Währung von Simbabwe passiert ist. Und wer wissen will wie der Kollaps einer ganzen Nation aussieht, kann die Wirtschaftskrise von Argentinien studieren. Es ist alles schon wo anders passiert und könnte auch bei uns bald so sein.
Die inoffizielle Inflationsrate in Simbabwe lag am 24. Oktober 2008 bei 10,2 Billiarden Prozent, ja das ist eine Zahl mit 15 Nullen. Das Cato Institute beziffert die Inflation am 31. Oktober 2008 auf 2,79 Trillionen Prozent (18 Nullen) und stieg am 7. November 2008 auf 215 Trillionen Prozent. Sie stieg am 14. November 2008 weiter auf 89,7 Trilliarden Prozent (21 Nullen). Im November 2008 vervielfachten sich die Preise bereits jeden Tag. Die Banknote mit dem höchsten Nominal war die 100-Milliarden-Dollar-Banknote, die Mitte Juli 2008 ausgegeben wurde. Am 16. Januar 2009 gaben staatliche Medien die Ausgabe einer Banknote mit dem Wert von 100 Billionen Simbabwe-Dollar bekannt. Am 21. Januar 2009 erreichte die Inflation nach Forbes Asia angeblich eine Rate von 6,5 Oktodezillionen Prozent (108 Nullen). Damit wäre die Hyperinflation in Simbabwe die höchste jemals erreichte Inflation.
Ein Land welches vor der Machtübernahme durch Mugabe eine blühende Landwirtschaft hatte und sogar Lebensmittel exportierte, wurde durch die völlig korrupte Regierung in den Ruin getrieben, komplette zerstört, kann seine eigene Bevölkerung nicht ernähren und jetzt verhungern die Menschen, leiden unter Epidemien und sind völlig verarmt.
Auf uns übertragen, müssen die ganzen Billionen welche die westlichen Regierungen zur Bankenrettung, Verstaatlichung und Wirtschaftsankurbelung ausgeben haben, früher oder später ebenfalls zu einer Hyperinflation führen. Denn, wenn die Geldmenge bei gleicher Warenmenge drastisch steigt, müssen die Preise explodieren.
Dann haben wir Argentinien, ein Land welches reich an Ressourcen, moderner Infrastruktur und gut ausgebildeten Menschen ist. Jeder der schon mal in Buenos Aires war hat festgestellt, es ist die europäischeste Stadt in Südamerika. Und trotzdem erlebte das Land eine Wirtschaftskollaps im Jahre 2001. Der Hauptgrund für diesen Kollaps waren die korrupten Politiker und die verbrecherischen Banken, welche sich verbündeten um das Land in eine massive Verschuldung zu führen.
Klingt doch alles sehr bekannt, oder?
Ja die beiden Länder sind wirtschaftlich viel schwächer als wir, aber diese Beispiele zeigen wie die gleichen Ursachen zum gleichen Resultat auch bei uns führen können.
Im Folgenden habe ich die Dokumentation aufgeschaltet welche sehr plastisch aufzeigt, wie ein Wirtschaftskollaps aussieht der in Argentinen stattfand. Der Bericht beschreibt die Proteste der Bevölkerung und wie die Menschen auf sich selber gestellt versuchen zu überleben. Die Mittelklasse wurde vernichtet und die Armen machten einen Anteil von 57.5 Prozent der Bevölkerung aus. Und letztes Jahr hat die argentinische Regierung die privaten Pensionskassen einfach verstaatlicht und das Guthaben der Sparer eingesackt, selbstverständlich mit der Ausrede, die Gelder müssen gesichert werden.
Lügende Politiker und die gierige Finanzmafia, eine massive Verschuldung mit gleichzeitigem Niedergang der Wirtschaft und stark steigender Arbeitslosigkeit ist genau was wir auch zurzeit erleben. Argentinien wurde systematisch vom internationalen Bankensystem ausgeplündert und vom IWF zerstört, ein Vorlauf was mit der ganzen Welt jetzt passiert.
Deshalb, so sieht ein Zusammenbruch aus:
Was passierte mit Argentinien?
Wie war es möglich, dass in so einem reichen Land die Menschen hungerten? Das Land wurde durch eine neue Form der Aggression geplündert, verübt in einer Zeit des Friedens und der Demokratie. Eine tägliche und stille Gewalt, die eine grosse soziale Verunsicherung verursachte. Mehr Auswanderung und Tod als während der Diktatur und dem Falklandkrieg.
Seit der Unabhängigkeit vor 200 Jahren, war die Auslandsverschuldung von Argentinien ein Grund für Verarmung und Korruption und grössten Skandalen. Seit der ersten Verhandlung durch Rivadavia im Jahre 1824 mit der britischen Baring Brothers Bank, wurden die Staatsschulden benutzt um die argentinischen Financiers zu bereichern, um die Finanzen zu kontrollieren und das Vermögen den Landes zu stehlen. Die Auslandsschulden gingen immer Hand in Hand mit dem Grosskonzernen und mit der Tatbeteiligung fast jeder Regierung, von Miter und Quintana, bis Menem und De La Rua.
Die Politik der Verschuldung half einer ganzen Generation von Technokraten und Bürokraten den Aufstieg, welche Banken und internationalen Konzernen gegenüber ihrem eigenen Land bevorzugten. Ausgebildet in Harvard, Chicago, Oxford oder Buenos Aires, hängen ihre Porträts in den offiziellen Galerien. Dort sieht man die Lobbyisten des 19. Jahrhunderts, die Verwalter der Verschuldung.
Die jetzige Verschuldung ist der uneheliche Abkömmling der Militärdiktatur aus den 70ger Jahren. Obwohl die Gerichte die betrügerische Herkunft der Schulden bestätigten, gewann der Druck des Establishments die Oberhand. Seitdem diktiert es die nationale Politik und stahl das öffentliche Erbe.
Die Allianz zwischen den ausländischen Banken und den Konzernen übernahm die Macht in Argentinien. Nach 7 Jahren neoliberaler Politik, hinterliess die Diktatur ein ausgeblutetes Land, gegenüber dem Ausland mit 45 Milliarden Dollar verschuldet, von dem aber die Hälfte privat war. 23 Milliarden davon schuldeten die multinationalen Konzerne im Lande, wie die Citibank, First Boston, Chase Manhattan, Bank of America, Banco de Italia, Banco, de Londres, Banco Espanol, Banco Frances, Deutsche Bank, Banco Rio, Banco Quimes, Banco Galicia und viele andere, sowie die Konzerne wie Esso, Fiat, IBM, Ford, Mercedes Benz, Swift, Pirelli, oder auch lokale Firmen. Eine überbordende private Verschuldung welche die obersten Bürokraten aus der Diktatur dem Land aufluden, wie Domingo Cavallo, der Superminister der Finanzen in der Regierung von Menem und De la Rua, ist er verantwortlich für die unendlich wachsende Verschuldung und der schlimmsten Plünderung welche die argentinische Bevölkerung erlitt.
Die Muttergesellschaften gaben Kredite an ihre Niederlassungen, also waren diese interne Bewegungen. Diese Kredite wurden der Staatsschuld hinzugefügt, obwohl sie tatsächlich intern zwischen den Gesellschaften waren. Dollars wurden im Land gekauft und auf Konten der USA eingezahlt. Mit dieser Hinterlegung bekam man einen Kredit um mehr Dollars zu kaufen usw. wegen dem Unterschied in den Zinsen. Dies nannte man Fahrrad-Fonds und viele wurden reich dabei. Die Hauptprofiteure waren die grossen Konzerne, wie immer.
Am Ende der Amtszeit von Alfonsin betrug die Auslandsverschuldung 54 Milliarden Dollar. Menem erlaubten den Kreditgebern zu bestimmen was ihnen geschuldet wurde. Der Kongress debattierte nie diese Schulden und ignorierten die Verfassung und die Beschlüsse der Gerichte. Zehn Jahre später erreichte die Verschuldung die Höhe von 120 Milliarden Dollar. Cavallo beschloss, dass die privaten Schulden durch den Staat übernommen werden.
1983 kam die Demokratie wieder ins Land, durch dem Radikalen Raul Alfonsin und seinem sozialdemokratischem Programm. Er versprach er würde die Menschenrechte verteidigen und die Armut bekämpfen, und wollte zeigen, dass in einer Demokratie „jeder eine Ausbildung, Versorgung und Essen bekommt.“ Aber der Staat war Bankrott und musste eine Entscheidung treffen. Der Wirtschaftsminister Grinspun schlug vor die Schulden abzuerkennen und favorisierte ein Wachstum. Aber Alfonsin zog nicht mit und gab der Finanzmacht nach. Er forderte eine Politik der Sparsamkeit, welche grosse Anstrengungen von jedem verlangte.
Diese drastische Massnahme nannte man „Plan Austral“. Wieder einmal wurden gigantische Summen öffentliche Gelder zu den Banken und Grosskonzernen überwiesen. Alfonsin sagte zwei Sachen: Er versprach die Schulden zurückzuweisen, gab aber dem Präsidenten der Zentralbank den Befehl sie zu legalisieren. Er zog es vor die Offiziere der Diktatur wegen ihrer Verbrechen zu verfolgen, aber zwei Jahre später, ermöglichten die „Gehorsamsgesetze“ die Befreiung von den verübten Verbrechen, die von den Befehlshabern befohlen wurden, Verbrechen die gegen die argentinischen Bevölkerung verübt wurden. Die Menschen gingen aus Protest auf die Strasse und stellten sich vor die Panzer. Alfonsin amnestierte aber trotzdem die Verbrecher.
1989 beschleunigte der Wahlverlust der Radikalen die Krise. Die Börse stürzte ab und eine Hyperinflation begann, die einen Sturm auf die Supermärkte verursachte. Alfonsin musste zurücktreten, sechs Monate vor seinem Amtsende. Der Peronist Carlos Menem wurde Präsident, nach dem er die Provinz La Roja viele Jahre als Gouverneur regierte, eines der ärmsten des Landes. Sein kometenhafter Aufstieg ereignete sich parallel zum Fall der Berliner Mauer und der Idee des „Konsens aus Washington“. Mit seiner Offenheit und seinen predigerhaften Gesten versprach er eine „Produktive Revolution“ und hohe Löhne. In seinen Ansprachen bat er darum ihm zu vertrauen und zu folgen, denn „ich werde euch nicht verraten.“ Dies war die Ära der Theorie des „Ende der Geschichte“ der Einseitigkeit der Globalisierung und der neoliberalen Demokratien in Südamerika.
Nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt verwarf er seine Reformversprechen und verriet seine Wähler. Er übernahm das liberal konservative Programm der Minderheit. Niemand vor Menem hatte es gewagt den Hochverrat so dreist durchzuführen und zynische Aktionen gegen die Nation umzusetzen. Das zweiseitige Gesicht des neuen Führers zerstörte den 50 jährigen populären Widerstand. Er verhängte den Gehorsam zum globalen Modell, amnestierte die Führer der Junta, und hinterging Millionen von Arbeitern, welche die Repression erlebt hatten. Er warf den populären Antiimperialismus und die Bündnisfreiheit seiner Vorgänger über Bord und initiierte ein „physisches Verhältnis“ mit den Vereinigten Staaten. Seine Politik wurde von der Weltbank und dem IWF diktiert.
Aber Menem war nicht der einzige Verräter. Viele andere Politiker und Gewerkschaftsführer warfen ein ganzes Leben des Widerstandes über Bord. Viele von ihnen akzeptierten Arrangements und entschieden sich für Entschädigungen. Andere stiegen auf den Zug der Privatisierung. Wie erklärt man den Verrat von Menem? Das passiert sehr oft in der Politik eines Landes. Es gibt ein kleines französisches Buch „Der Lob des Verrats“ in dem bewiesen wird, dass der Verrat ein integrierter Bestandteil von Politik ist. Um Erfolg zu haben muss man lügen. Wenn man das sagt was man denkt, wir man von niemanden gewählt. Das passierte auch in Argentinien, nur in einem extremen Ausmass. Menem gab sogar zu, dass er seine wirklichen Ziele versteckte, um gewählt zu werden.
Wie erklärt man diese „Mafiokratie“, in der die Wirtschaftsmacht, die Banken, und die Class Politique zusammen sich verbünden? Unbestritten war der Verrat sehr effektiv und hat phänomenale politische Macht ermöglicht, gerade weil es Verrat ist, weil er sich anschleicht aus einer Richtung aus der man es nicht erwartet. Eine Partei die seine historischen Ideen gegenüber dem Feind kapituliert, eine Arbeiterpartie dessen Bewegung durch die Deindustrialisierung erodiert wurde, völlig von Verrätern durchsetzt, Gerichte die das dulden, eine Opposition die keine Manövrierungsraum hat, was dieses Resultat verursachte.
Menems neoliberales Modell war eng mit dem Zerfall der Republik und der Korruption verbunden. Sein politischer Plan benötigte die Mittäterschaft des obersten Gerichtshofes und der Bundesgerichte unter seiner Kontrolle, und spezielle Gesetze welche das Parlament ihm zugestand. In nur einem Monat bekam er sein Gesetz aller Gesetze, die Reform des Staates, um die Tür für eine extreme Privatisierung zu öffnen. Dies wurde die „Produktive Revolution“ genannt.
Die Demokratie wurde durch das Parlament lächerlich gemacht. Menem gab seinen Ministern ganz aussergewöhnliche Vollmachten, die absolute Macht die staatlichen Institutionen zu privatisieren, ohne das eine Inventur oder eine Bilanz erstellt wurde, ohne zu überprüfen ob diese Gesellschaften Gewinn oder Verlust machten. Diese Machtübergabe und Genehmigung durch das Parlament war der Beginn der Plünderung des Volksvermögens.
Diese Reform gab Menem absolute diktatorische Macht, die sogar ein Diktator wie Videla nie hatte. Dieser abscheuliche Akt des Parlaments kam durch die Bestechung von Abgeordneten zustande, welche dann für die Privatisierung der staatliche Ölgesellschaft YPF und der Gasgesellschaft Gas de Estado abstimmten, den beiden grössten Firmen Argentiniens. Das Land verlor Unternehmen, welche seine Infrastruktur finanzierte, und die Arbeiter und Rentner wurden betrogen.
Gegner der Privatisierung wurden bedroht und angegriffen. In Mai 1991 wurde der Autor dieses Film von sechs Kugeln getroffen, weil er Menem wegen der Privatisierung und Ausschlachtung der YPF anzeigte. Er sagte damals, „Die Privatisierung der YPF ist Wahnsinn. Es ist ein ungeheuerlicher Diebstahl.“
Selbstverständlich geht die Privatisierung Hand in Hand mit Korruption einher. Niemals vorher gab es so viele Lobbyisten, so viel Geld im Spiel, so viele Absprachen und Geschäfte hinter verschlossenen Türen ... während die Medien die Vorteile der Privatisierung anpriesen. Nicht nur die Politiker, sondern auch die Journalisten spielten eine grosse Rolle. Das Radio und Fernsehen in der Hand von Landesverrätern.
Der Kongress in dieser mafiosen Dekade verabschiedete so viele skandalöse Gesetze die gegen die Nation waren, dass die Polizei sie gegen die aufgebrachte Menge beschützen musste. Die Menschen waren so empört, dass es jede Woche Proteste durch Rentner, Lehrer, Beamte, Studenten, Arbeiter und die Arbeitslosen aus allen Bereichen gab. Das Staatsbudget musste vorher von Washington genehmigt werden, bevor es überhaupt vor dem Kongress kam. Der Minister bat um Verständnis, da das Land völlig am Boden war.
Das Instrument um das neoliberale Modell anzuwenden war der Konvertierungsplan, der den Import liberalisierte, aber auf einer Lüge basierte, ein Peso ist gleich einem Dollar. Dieser verringerte die Inflation, hatte aber die Industrie des Landes ohne Abwehr gelassen. Bis dahin wurden in Argentinien 95 Prozent der Produkte produziert die konsumiert wurden, es wurden Werkzeugmaschinen, Lokomotiven und Elektrogeräte exportiert. Von da an wurden aber dann Textilien, Fleisch, Milchprodukte, Früchte und Gemüse importiert. Das Land wurde „dollarisiert“, man konnte mit Pesos und Dollars zahlen. Mit einer Inflation von Null haben die Banken und Kreditinstitutionen Geld zu Wucherzinsen von 50% pro Jahr verliehen, während in den USA und Europa man 7 Prozent zahlte. Die Euphorie der Dollar/Peso Parität bewirkte, dass das Handwerk und die Kleinunternehmer nicht mehr konkurrenzfähig waren und die Banken trieben sie in den Bankrott. Hunderte Fabriken und Werkstätten verschwanden, die Textilien, Metallteile, Autoersatzteile, Konsumartikel und vieles andere herstellten.
Das waren die Jahre der Übertreibung durch illegal erworbenen Reichtum. Das Leben lief hinter hohen Mauern im Privaten ab, in Country Clubs und von Sicherheitsleuten geschützt. Das Land der „reichen und berühmten“. Die Medien taten ihren Teil und die Politik wurde zu einem Spektakel. Sie behaupteten, es wäre eine Lüge, das Wirtschaftsmodell von Menem würde Armut produzieren. Dabei war die Realität eine ganz andere. Der Staat tat nichts für die Armen und lies sie völlig alleine in ihrem Schicksal. Statt Geld für Schulen, Strassen, Kanalisation und anderen Infrastrukturen auszugeben, haben die Politiker wie im Selbstbedienungsladen alles eingesackt. Sie haben den Menschen gezeigt wie man Diebstahl begeht.
Der Konvertierungsplan war Teil des globalen Projekts, verbunden an eine Verschuldung die niemals zurückgezahlt werden kann. Im Jahre 1992 vereinbarte Finanzminister Cavallo mit seinem amerikanischen Gegenpart Nicholas Brady, dass die Schuld mit dem Nationalvermögen zu einem Schnäppchenpreis verrechnet wird. Die staatlichen Unternehmen wurden mit Staatspapieren gekauft, zum fixen Preis von 15% des Nennwertes, abzahlbar aber zum vollen Wert. Diese Vereinbarung bewirkte, dass das Land 30 Milliarden verlor.
Die Privatisierung wurde in allen Bereichen umgesetzt. Das Fernsehen, die Telefonfirmen, die Autobahnen, die Bahn, das Radio und die nationale Fluggesellschaft. Das oberste Gebot von Menem war, „nichts was dem Staat gehört wird in dessen Händen bleiben.“ Nichts wurde ausgelassen. Egal was es war und wie viel es kostete, oder wie und warum es verkauft wurde. Diese Privatisierung war die Fortsetzung der alten kolonialen Zwangsenteignung. Damals wurde Gold und Silber geraubt. Diesmal war es Öl, Wasser und Kommunikation. Die ausländischen Firmen haben das gemacht, was sie in ihren eigenen Ländern niemals machen durften.
Die multinationalen Konzerne machten riesige Gewinne. Die argentinischen Gesellschaften wurden ohne Schulden verkauft. Der Staat musste sich um 150'000 Entlassene kümmern, was die Käufer als Bedingung verlangten. Die Hauptinvestoren kamen aus Spanien und Frankreich. Die profitable ENTEL würde für 1/5 ihres Wertes an die spanische Telefonica und an France Telecom verscherbelt, welche sie dann mit 6 Milliarden Schulden belasteten. Aerolinas Argentinas war pofitabel und besass 37 Flugzeuge. Die spanische Iberia belieh diese um die Gesellschaft kaufen zu können, und verkaufte anschliessend alle Aktiva. Die staatliche Wasserversorgung wurde von europäischen Syndikat Suez und Vivendi übernommen. Nachdem es um das achtfache ihres Wertes beliehen wurde, wurden riesige Gewinne eingefahren, aber dafür wurden die vereinbarten Infrastrukturarbeiten nie ausgeführt. 800'000 Menschen hatten danach kein Trinkwasser und 1 Million keine Kanalisation.
Aber der schlimmste Fall geschah mit der staatlichen Eisenbahn. Die Auflösung von zahlreichen Strecken gab der Wirtschaft vieler Regionen einen Todesstoss. Tausende Familien mussten umsiedeln. Von den 36'000 Kilometer an Schienen blieben nach der Privatisierung nur noch 8'000 Kilometer übrig. Von den 95'000 Angestellten hatten nur noch 15'000 eine Arbeitsstelle. Nach 10 Jahren musste der Staat immer höhere Subventionen zahlen und schuldete nun der Weltbank 700 Millionen Dollar, die für die Abfindung der Entlassenen gezahlt werden musste, und schuldet weitere 700 Millionen an Zinsen, um 80'000 Stellen zu vernichten.
Dabei war ja das Ziel der Privatisierung, die staatlichen Subventionen zu beenden, welche zu einem Staatsdefizit führten. Die Ironie dieser Aktion ist, dass die meisten privatisierten ehemaligen Staatsgesellschaften subventioniert werden. Alleine für das nationale Autobahnnetz beliefen sich die Subventionen auf 1.1 Milliarden Dollar, obwohl der vereinbarte Kaufpreis von 980 Milliarden Dollar gar nie bezahlt wurde. Sie stahlen insgesamt damit 2 Milliarden Dollar.
Genau so passierte es mit Konzessionsgebühren für Sachen die dem Staat gehören. Sie wurden nie gezahlt. Nichts für die Strassen, für die Post, den Flughäfen.
Die Gerichte und das Justizsystem waren immer auf der Seite der Grosskonzerne und vertraten überhaupt nicht die Interessen der Bevölkerung. Das Grosskapital erhielt völlige Straffreiheit. Die Privatisierung wurde nur im Interesse der Konzerne geplant. Um das zu erreichen, finanzierten sie alle Wahlkampagnen aller Regierungen, alle Staatsstreiche, alle wichtigen öffentlichen Bauarbeiten. Kein anderer Sektor profitierte so stark von solchen Privilegien, geschützte Märkte, astronomische Subventionen, Steuererleichterungen und Gebührenabzocke, das Absehen von Strafen bei Nichterfüllung der versprochenen Leistung, die Verlängerung von Konzessionen, und der Umtausch von Schulden in Pesos zu Dollar. Sie hielten sich nicht an Verträge mit dem Staat, bescheissten wo sie nur konnten und hatten die Frechheit noch auf Schadenersatz zu klagen.
Die Arbeitslosigkeit verbreitete sich wie einen Plage und untergrub die ganze Gesellschaft. Die Schlangen um ein Almosen zu bekommen wurden überall immer länger. Die Arbeitslosigkeit stieg von 11 Prozent auf über 20 Prozent. In dieser Situation verloren die Arbeiter alles, ihr Einkommen, die Sozialleistungen, die Arbeitslosenversicherung, ihre Unfall- und Krankenversicherung. Die meisten Betroffenen haben kein Dach über dem Kopf, und trotzdem trauten sie sich nicht Widerstand zu leisten, weil sie Angst hatten entlassen zu werden. Diese Angst und Terror führt zu Bereitschaft Lohnkürzungen zu akzeptieren. Denn wer in die Arbeitslosigkeit kommt, fällt ins bodenlose, in der man sich der Armee an Arbeitslosen anschliesst, was zu Depressionen führt.
In dem südamerikanischen Land, in dem das soziale Netz als das fortschrittlichste galt, sind jetzt Tausende bettelarm.
Argentinien ist ein Ausnahmefall in der Welt und in Lateinamerika. Kein anderes Land hat sein Öl und Gas freiwillig ohne einen Krieg aufgegeben. Das Land wurde wahrhaftig durch die regierende Clique verraten. Mexiko, Brasilen und Venezuela würden niemals ihre Ölgesellschaften verkaufen. Die stattliche Ölgesellschaft YPF spielte ein wichtige Rolle in Lande und auf den Ölmärkten der Welt. Das man Öl als einen strategischen Wert darstellte wissen wir schon lange, und dass der Verkauf von Treibstoff von nationalem Interesse sei. Wenn der internationale Marktpreis stieg, dann hat die YPF den Preis niedrig gehalten, nicht so wie der Marktpreis ist, sondern wie die Förderkosten sind.
Um den staatlichen Energiebereich zu privatisieren, mussten sie viele Regelwidrigkeiten begehn. Wenn mann die Gesetze laut Wortlaut angewendet hätte, dann wären alle Konzessionsverträge ungültig. Die strategischen Reserven, wo die grössten Summen investiert wurden, sind für 25 Jahre zu einem Preis verpachtet worden, der in 9 Monaten Förderung zurückbezahlt werden konnte. Die Gesellschaften wurden so billig verschleudert, dass Menem persönlich eingreifen musste. Sie zahlten $19 für Aktien die $38 wert waren, 390 Millionen Aktien zu $19 das Stück ist ein gigantischer Schwindel. Sie haben sogar McKinsey angeheuert um die Reserven sehr niedrig zu schätzen. Nach einem Jahr erschienen die Reserven wieder in der Buchhaltung nach ihrem echten Wert. Sie haben also für Reserven als Beispiel 100 bezahlt, obwohl sie bis zu 140 wert waren.
Argentinien wurde über Jahrzehnte von der internationalen Finanz- und Konzernmafia bis aufs letzte Hemd ausgeraubt und ausgeplündert, und dies mit Hilfe der ganzen politischen Führung des Landes, die korrupter nicht sein kann. Ein Hochverrat wurde begangen auf Kosten des argentinischen Volkes. Übrig blieb ein total verschuldetes Land mit dem Verlust aller Ersparnisse der Bevölkerung, Massenarbeitslosigkeit und totaler Verarmung. Genau diese Vorgehensweise mit Argentininen, erleben wir heute in der gleichen Weise in Amerika und Europa, und wir können uns auf das gleiche Schiksal gefasst machen.
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Interview durch infokrieg.tv
Ich war am 15. April 2009 Gast bei Infokrieg Radio und wurde von Alexander Benesch interviewt.
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Verwandte Artikel: 60 Jahre NATO: Guerilla von Staats wegen
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Mittwoch, 15. April 2009
Interview mit Prof. Dr. Niels Harrit
Ich hatte heute das besondere Privileg Professor Dr. Niels Harrit von der Universität Kopenhagen zu interviewen, einer der acht Wissenschaftler die Nanothermit als Sprengstoff in den Staubproben vom Ground Zero gefunden haben. Siehe meine Artikel hier und hier für mehr Details.
Zur Information, der Staub wurde von den Bewohnern rund um Ground Zero am Tag des Zusammenbruchs eingesammelt und aufbewahrt. Also die Behauptung der Gläubigen an die offizielle Story, der Stoff stamme von den monatelangen Aufräum- und Schweissarbeiten, ist dummes Zeug. Auch nicht vom Aluminium der Verkleidung.
Ganz Lower Manhatten war ja von einer dicken Staubschicht bedeckt, jeder Balkon, jede Terrasse und Fenstersims. Dieser Staub mit allen Inhaltsstoffen aus der Pulverisierung der drei Wolkenkratzer wurde an Professor Jones und anderen Wissenschaftlern übergeben. In den letzten zwei Jahren sind diese Proben von 8 Professoren getrennt von einander in Labors untersucht worden und alle sind zum selben Resultat gekommen, Reste von Nanothermit wurde gefunden. Danach ist ein wissenschaftliches Papier mit allen Ergebnissen erstellt und jetzt veröffentlicht worden.
Dieser wissenschaftliche Beweis belegt, die World Trade Center Türme und das dritte Gebäude WTC7 wurden am 11. September 2001 absichtlich gesprengt. Der angebliche Täter Bin Laden hatte weder die Möglichkeit Nanothermit herzustellen, noch Zugang zum den Gebäuden um den Sprengstoff zu platzieren. Deshalb ist die offizielle 9/11 Story eine gigantische Lüge, denn sie haben es selber gemacht und den Arabern in die Schuhe geschoben, um ihre Angriffskriege begründen und den Polizeistaat rechtfertigen zu können.
Dr. Harrit kommt zu uns
Es freut mich sehr, dass Professor Dr. Harrit am 7. Mai zu uns kommen wird, und zusammen mit Professor David Ray Griffin einen Vortrag über seine Forschungsarbeit abhält. Damit ist unser Abend mit Vorträgen zum Thema: "9/11 - Zeit für eine zweite Betrachtung" noch informativer und interessanter geworden. Die seltene Gelegenheit diese beiden Spitzenexperten zu sehen und zu hören darf man sich nicht entgehen lassen. Deshalb kommt am 7. Mai und meldet euch hier an.
Da Dr. Harrit gerade in den Ferien weilt, wurde das Interview über sein Handy geführt. Er spricht wohl etwas Deutsch, aber auf Englisch kann er sich besser ausdrücken und deshalb ist das Gespräch in Englisch.
Die wichtigsten Aussagen die er macht:
- Nanothermit ist ein viel explosiver Sprengstoff als Dynamit.
- Es wird von den Herstellern als neue Zukunftswaffe angepriesen.
- Es hat keine zivile, nur eine militärische Anwendung.
- Es gibt nur wenige Labors die das herstellen können.
- Es gibt keine sonstige Erklärung für Nanothermit im Staub ausser zur Sprengung.
- Die Partikel die gefunden wurden reagieren jetzt noch sehr stark.
- Die NIST arbeitet eng mit den Herstellern von Nanothermit zusammen.
Teil I:
Teil II:
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Dienstag, 14. April 2009
Ein Blick hinter die Kulissen der Hochfinanz
Bei meinen Recherchen über den Nachfolger von Dr. Jean-Pierre Roth als neuen Präsidenten des Direktoriums der Schweizer Nationalbank, habe ich die Biographie von Dr. Philipp Hildebrand studiert, schliesslich will man ja wissen, wer der mächtigste Mann der Schweiz ab Herbst wird.
Warum der mächtigste? Ist nicht der Bundesrat, also die Regierung, die höchste Macht im Staat? Na ja, theoretisch schon, nur wenn man die Tatsachen kennt, dann hat der Zentralbankchef die wirkliche Macht, denn durch die Geldpolitik wird ein Land gesteuert. Und wie wir bei der Rettung der UBS gesehen haben, entscheidet nicht die Politik, sondern die Nationalbank über die Rettungsmassnahmen in Höhe von fast 70 Milliarden. Die Regierung und das Parlament werden gar nicht gefragt, dürfen im Nachhinein nur noch Amen dazu sagen. Und so läuft es überall, ob mit der Fed, der Bank of England oder der EZB.
Wie bereits Mayer Amschel Bauer, Gründer der Rothschild-Dynastie, sagte: „Erlaube mir das Geld einer Nation herauszugeben und zu kontrollieren, dann ist es mir egal wer die Gesetze macht.“ Er muss es ja wissen.
Also in der Biographie von Philipp Hildebrand ist mir dann aufgefallen, ich zitiere aus der Seite der SNB: „Im Januar 2006 wurde Phillip M. Hildebrand zum Vorsitzenden der Stellvertreter der Zehnergruppe (G-10) ernannt, und im August 2006 zum Präsidenten des Stiftungsrates des 'International Center for Monetary and Banking Studies' (ICMB) in Genf. Er ist Mitglied des Comité stratégique von Agence France Trésor, des für die Schulden- und Vermögensverwaltung Frankreichs zuständigen Organs, und wurde im Jahr 2008 Mitglied des Group of Thirty.“
Die G-10? Wer ist denn das? „Die G10 ist eine 1962 gegründete Gruppe zehn (inzwischen elf) führender Industrienationen. Die Gründungsmitglieder USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, die Niederlande, Schweden und Japan kamen darin überein, dem Internationalen Währungsfonds über die GAB (General Agreements to Borrow) weitere Kredite zur Verfügung zu stellen. 1983 trat auch die Schweiz den G10 bei, wobei der Name aber beibehalten wurde.“ Ach ja, die Zentralbankchefs dieser Länder treffen sich alle zwei Monate in der Bank für internationalen Zahlungsausgleich, die BIZ in Basel, die Zentralbank der Zentralbanken. Nun gut, die hat ja ihren Sitz in der Schweiz. Das Hildebrand dort dabei ist, kann ich noch verstehen.
Aber wieso kann ein Mitglied des Direktoriums der Schweizer Nationalbank gleichzeitig Mitglied bei der Agance France Trésor sein, also über die Finanzen von Frankreich mitbestimmen? Gibt es da keinen Interessenskonflikt? Schliesslich hat die SNB hochheitliche Aufgaben und muss im Interesse der Schweiz handeln. Gleichzeitig muss er aber auch die Interessen Frankreichs wahrnehmen. Vielleicht sehe ich das nur zu eng und die Finanzverräter, ich meine –experten, denken nicht besonders national sondern eher global. Gut zu wissen. Die Schweizer Nationalbank ist ja auch nicht wirklich national, sondern gehört zu fast 40 Prozent Privataktionären, davon fast 5 Prozent Ausländern die man nicht kennt, und dem Schweizer Bund gehört keine einzige Aktie, nur 39 Prozent den Kantonen, wie man hier nachlesen kann. Passt doch.
Dann Moment mal, Mitglied bei der Goup of Thirty? Von diesem Verein habe ich schon mal was gehört. Ja genau, als Timothy Geithner im Dezember von Obama zum neuen Finanzminister ausgesucht wurde (oder ist es umgekehrt?), habe ich seinen Werdegang studiert, und er ist auch Mitglied der G30, wie sie abgekürzt heisst. Interessant, dann muss man sich die G30 mal genauer anschauen, und siehe da: „Die Group of Thirty wurde 1978 von Geoffrey Bell auf Initiative der Rockefeller-Stiftung gegründet, die auch die ersten Mittel für das Gremium bereitstellte. Der erste Vorsitzende wurde Johan Witteveen, der ehemalige Präsident des Internationalen Währungsfonds.“ Da haben wir es, wieder einer der üblichen Verdächtigen, Rockefeller. Es bleibt alles in der Familie der Hochfinanz. Wo hat diese Gangsterbande nicht ihre Finger drin?
Was macht denn dieser Verein? „Die Group of Thirty ist ein privates, internationales Gremium, bestehend aus führenden Personen aus dem Finanzwesen und der Wissenschaft. Sein Ziel ist es, das Verständnis der internationalen wirtschaftlichen und finanziellen Fragen zu vertiefen, Auswirkungen der politischen Entscheidungen zu untersuchen und politische Optionen für wichtige Fragen zu prüfen.“ So so, ein privates Gremium, also noch so eine Denkfabrik die im Hintegrund die Fäden zieht, wo sich die obersten Finanzheinis im Geheimen treffen und die Geldpolitik der Welt "diskutieren". Na ja, zum Kaffeetrinken und Witze erzählen werden sie nicht zusammen kommen.
Schaun wir mal wer alles noch Mitglied bei G30 ist:
• Paul Volcker - Vorsitzender des Überwachungsausschusses; ehemaliger Vorsitzender des Federal Reserve Systems.
• Jacob A. Frenkel - Vorsitzender; stellvertretender Vorsitzender der American International Group
• Geoffrey L. Bell - Vorstandssekretär; Präsident der Geoffrey Bell and Company
• Montek Singh Ahluwalia - stellvertretender Vorsitzender der Planning Commission in Indien
• Abdulatif Al-Hamad - Vorsitzender des Arab Fund for Economic and Social Development
• Leszek Balcerowicz - ehemaliger Präsident der Polnischen Nationalbank
• Jaime Caruana - Beirat und Direktor des MCM Departments des Internationalen Währungsfonds
• Domingo Cavallo - ehemaliger Außen- und Wirtschaftsminister Argentiniens
• Gerald Corrigan - Generaldirektor von Goldman Sachs, ehemaliger Präsident der Federal Reserve Bank of New York
• Andrew Crockett - Präsident von JP Morgan Chase
• Guillermo de la Dehesa - Direktor und Mitglied im Exekutivausschuss der Grupo Santander
• Mario Draghi - Präsident der italienischen Zentralbank
• Martin Feldstein - Präsident des National Bureau of Economic Research
• Roger W. Ferguson, Jr. - Präsident von TIAA-CREF
• Stanley Fischer - Gouverneur der Bank of Israel
• Arminio Fraga Neto - ehemaliger Präsident der Banco Central do Brasil
• Timothy F. Geithner - Finanzminister der Vereinigten Staaten
• Gerd Häusler - stellvertretender Vorsitzender von Lazard International
• Philipp Hildebrand - Vize-Präsident der Schweizerischen Nationalbank
• Mervyn Allister King - Gouverneur der Bank of England
• Paul Krugman - Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University, Wirtschaftsnobelpreisträger 2008
• Guillermo Ortiz Martinez - Präsident der Banco de México
• Tommaso Padoa-Schioppa - ehemaliger Wirtschafts- und Finanzminister Italiens
• Kenneth S. Rogoff - Professor an der Harvard University, ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungsfonds
• Tharman Shanmugaratnam - Finanzminister von Singapur
• Lawrence Summers - Professor für Wirtschaftswissenschaften and der Harvard University, ehemaliger Chefökonom der Weltbank
• Jean-Claude Trichet - Präsident der Europäischen Zentralbank
• Sir David Walker - Beirat von Morgan Stanley
• Zhou Xiaochuan - Gouverneur der Chinesischen Volksbank
• Yutaka Yamaguchi - ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Bank of Japan
• Ernesto Zedillo - Direktor des Yale Center for the Study of Globalization and der Yale University, ehemaliger Präsident von Mexiko
Sehr interessant, da haben wir sie alle wieder zusammen, was wir so tagtäglich wegen der Finanzkrise an grossen Empfängern von Rettungspaketen in Billionenhöhe hören ... AIG, Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Morgan Stanley ... dann die Zentralbankchefs die unser Geld diesen Bankstern nachschmeissen, wie der USA (Fed), Polen, Italien, Israel, Brasilien, Schweiz, Grossbritannien, Mexiko, China, Japan, ... dann diverse Finanzminister ... und der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), und last but not least, der Cheffinanzberater von Präsident Obama Lawrence Summers.
Toller Verein der sich da versammelt. Die Crème de la Crème der Finanzwelt. Da gilt womöglich auch die Regel wie bei den Ärzten, keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus.
Wenn laut Rotschild die Zentralbank die Macht im Staate hat, dann hat die G30, wo sich die Obersten treffen, die Macht über die Welt, oder was? Da wird der Kuchen aufgeteilt und die globale Finanzpolitik bestimmt.
Wer mir besonders negativ auffällt ist Paul Krugman - Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University und Kolumnist bei der New York Times. Das hätte ich nicht gedacht, dass er auch im Verein ist, wo er doch seit dem Amtsantritt der neuen US-Regierung immer in seinen Artikeln die Finanzpolitik seines Kollegen Geithner und von Obama scharf kritisiert. Wieso veröffentlicht er seine Kritik in der Zeitung, wenn er es Geithner direkt bei den G30 Sitzungen mitteilen und sogar die Politik mitbestimmen kann?
Aber wie sagte ein Freund zu mir, der Beste Weg die Opposition zu kontrollieren, ist sie selber zu gründen. Ja so macht man das, die ganzen Umweltvereine sind ja auch deswegen gegründet worden. Nur ein Naivling meint, die setzen sich wirklich für die Rettung des Planeten ein. Ihre Aufgabe ist es die gutgläubigen Umweltschützer zu benutzen und an der Nase herum zu führen. Der Greenpeace Gründer Patrick Moore ist ja auch vehement für die Atomenergie. Ist doch geil die Verarsche.
So nach dem Motto, guter Polizist, böser Polizist, hat Krugman die Aufgabe die Stimme der Gegner zu sein, dabei gehört er genau so dazu. Was für ein Theater und abgekartetes Spiel doch die ganze Hochfinanz ist.
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Washington versucht die Türkei gegen Russland auszuspielen
Der Besuch der Türkei durch Präsident Obama anlässlich seiner Tour durch Europa wegen des G20-Gipfels hat mehr Bedeutung als man annimmt. Für Washington ist die Türkei ein geopolitischer “Schlüsselstaat”, welcher in der Position ist das Gleichgewicht in Richtung Amerika zu steuern, oder weg davon, je nachdem wie die Beziehungen zu Russland sich entwickeln in Bezug auf die Pipelines. Zu diesem Schluss kommt William Engdahl in seinem neuesten Artikel.
Sollte sich Ankara entscheiden enger mit Russland zu kooperieren, dann ist die Position von Georgien und Aserbaidschan was den Gasexport betrifft ziemlich prekär. Die sogenannte Nabucco Pipeline wäre dann blockiert. Wenn Ankara sich entscheidet mit den USA zu kooperieren, und einen stabilen Vertrag mit Armenien unter den wachsamen Augen der Amerikaner aushandelt, dann hat Russland einen schwachen Stand im Kaukasus und die alternative Route für Erdgas nach Europa ist eröffnet, was die russischen Energielieferungen schwächen würde.
Jetzt verstehen wir auch warum die Northstream Pipeline über den direkten Weg von Russland nach Deutschland über die Ostsee gewissen “Verzögerungen” unterliegt. Da hat jemand ein grosses Interesse den Bau zu verhindern. Laufend werden durch die Anreiner der Ostsee künstliche Hindernisse aufgestellt, und die Bundesregierung ist auch nicht gerade kooperativ. Wer wohl dahinter steckt? In dieses Bild passt auch der angebliche Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine in diesem Winter, mit der medienwirksamen Propaganda, Russland ist ein böser Erpresser, der den Gashahn zugedreht hat. Dabei ist das ein schmutziges Spiel im grossen strategischen Plan der Amerikaner, die offensichtlich Russland schädigen wollen.
Die westliche Marionette Wiktor Juschtschenko, Präsident der Ukraine, wurde von Washington angewiesen den Durchfluss von Gas aus Russland nach Europa durch sein Land mit fadenscheinigen Gründen zu stoppen. Es wurde ein absichtliches Problem geschaffen, um die EU-Länder zu überzeugen, Russland sei ein unzuverlässiger Energielieferant, und diese Botschaft wurde durch die westlichen Medien wirksam verbreitet. Parallel dazu hat Obama mit seinem Besuch in Ankara an der alternativen Nabucco Pipeline durch die Türkei gearbeitet, um die Abhängigkeit der EU von russischem Gas zu brechen.
Damit ist auch klar, warum Obama während seines Besuchs sich so deutlich für einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen hat. Für den türkischen Premierminister Erdogan sind die beiden Themen, EU-Beitritt und Durchlass der Gaspipeline über die Türkei, im Zusammenhang zu sehen. Gegen einen Beitritt der Türkei haben sich aber vehement Frankreich und etwas weniger Deutschland bisher ausgesprochen.
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Die Türkei ist die einzige Route die es erlaubt das Gas aus Zentralasien am Kaukasus entlang über den Balkan nach Europa zu liefern. Deshalb auch der Georgien-Konflikt im vergangenen Sommer, der ganz klar durch Micheil Saakaschwili unter westlichen Einfluss angezettelt wurde. Der ganze Weg muss unter amerikanischen Einfluss stehen. Wie immer geht es um Macht und ums Geschäft. Die Europäer sollen “amerikanisches” Gas kaufen und nicht russisches, und damit von Amerika abhängig sein, statt von Russland.
Wir können uns vorstellen, da die Türkei das Zünglein an der Waage ist, werden beide Seiten massiv um dessen Gunst buhlen. Moskau weis um was es geht und beobachtet schon lange die Erweiterung der NATO in die ehemaligen Sowjetrepubliken argwöhnisch, die offensichtlich wie ich schon öfters gesagt habe, keine Verteidigungsallianz ist, sonder ein Werkzeug des amerikanischen Imperialismus. Deshalb auch der Balkankrieg, die Schwächung von Serbien als russischen Alliierten und die Unabhängigkeit des Kosovo, Mazedonien und andere ehemalige jugoslawische Territorien, die auf dem Weg der Pipeline liegen, einschliesslich des jüngsten Beitritts von Kroatien und Albanien in die NATO.
Bei allen Konflikte in der die NATO involviert ist geht es nicht um die Verteidigung der Demokratie und um die Freiheit der jeweiligen Bevölkerung, sondern nur um Strategie und um Geschäftsinteressen. Es werden bewusst Konflikte geschürt, damit man eine Ausrede hat einzugreifen, notfalls zu bombardieren und zu erobern, um die Lander in die Einflusssphäre zu holen. Der Weltgemeinschaft wird dann nur das Märchen einer humanitären Aktion über die kontrollierten Medien verkauft. Dabei ist das tatsächliche Schicksal der Bevölkerung der NATO und den westlichen Staaten völlig egal, sonst würden sie nicht die "befreiten" Länder mit Uranmunition verseuchen, deshalb bekommt die Balkanmafia einen eigenen Staat im Kosovo.
Für Nabucco und die amerikanische Seite spricht die Lieferung von zusätzlichem Erdgas daraus, die Einnahmen aus den Transitgebühren und die Aussicht des EU-Betritts für die Türkei. Russland hat auf der anderen Seite bereits eine Pipeline durch das Schwarze Meer in die Türkei und liefert Gas. Ausserdem gibt es eine bestehende Pipline aus dem Iran. Russland könnte noch zusätzlich der Türkei Kredite für ihren bankrotten Staatshaushalt geben, damit das Land sich nicht dem IWF und seinen strengen fiskalischen Regeln unterwerfen muss.
Obamas Auftrag war, im Namen der amerikanischen Energiekonzerne und des strategischen Plans des Pentagon den Verkäufer zu spielen und die Türkei auf ihre Seite und holen. Deshalb der kurzfristig angekündigte Besuch dort, die Verbeugung vor dem islamischen Land, die Forderung des EU-Beitritts der Türkei, und kein Wort in seiner Ansprache über den türkischen Genozid an den Armeniern. Wir werden sehen ob Putin sich das gefallen lässt und den Gegenzug im grossen Schachspiel macht.
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Freeman-Fortsetzung
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Warum wir uns treffen
Nur noch wenige Tage, dann ist es wieder soweit: Es schallt und raucht während eineinhalb Tagen in der Chlöpfen / Luzern / Schweiz. Wieso ist es wichtig, dass wir uns treffen? Hauptsächlich weil die "seriösen" Medien nicht ihren Job machen. Sie erfüllen nicht ihren Auftrag als vierte Säule des Staates, die Machtverhältnisse zu kontrollieren und die Öffentlichkeit über was wirklich passiert zu informieren. Diese sogenannte Informationskanäle verbreiten nur das Weltbild ihrer Auftraggeber und sorgen für die gewünschte Meinungsbildung. Wir dürfen nur das wissen was wir wissen sollen.
Wenn wir eine Nachrichtensendung unter die Lupe nehmen, so sehen wir, dass ein Grossteil der sogenannten Nachrichten (= jemanden nach etwas richten) Ablenkungsmanöver sind. Statt über das wirkliche wichtige Geschehen welches uns betrifft zu informieren (= in Form bringen), werden wir mit ausgesuchten Brocken von Desinformation gefüttert, damit wir im Dunkeln bleiben, von der Wahrheit nichts wissen, die Verbrechen und die Täter nicht erkennen, nicht darüber nachdenken um was es wirklich geht, und man hetzt uns auch noch gegenseitig auf. Dazu kommt das sensationslüsterne Gelaber über die völlig unwichtigen Promis und ihrem belanglosem Leben, wer wen jetzt wieder betrügt oder verlässt, welcher Star seinen Busen gerade vergrössert, ob Madonna noch ein Kind adoptieren will, oder das Obama jetzt einen ach so süssen First Dog für seine Kinder gekauft hat.
Noch sind viele Mitmenschen dieser Fernhypnose verfallen. Der wirtschaftliche Zerfall der Mittelklasse und völlige Verarmung der Massen wird aber dazu beitragen, dass immer mehr aufwachen und sich hinterfragen, wer hat dieses Chaos überhaupt angerichtet, wessen Interesse vertreten eigentlich die Regierungen? Warum werden den Banken Billionen nachgeschmissen, aber für die sozialen Aufgaben ist kein Geld vorhanden? Warum ist die Bundeswehr in Afghanistan und was ist die Aufgabe der NATO wirklich? Wem dient die Abwrackprämie? Werden damit deutsche Autos verkauft und Arbeitsplätze gesichert, oder ist es nur ein Strohfeuer als Wahlkampftaktik, die zu noch mehr Verschuldung der Bürger und Problemen führt? Was passiert in der Wirtschaft wirklich und wie viele werden ihren Job verlieren? Stehen wir vor einem totalen Kollaps?
Ich bekomme viele Mails jeden Tag von euch, die mich über was ihr als Leser des Blog draussen in der Welt beobachtet informiert. Diese Beobachtungen zeigen viel genauer die wirkliche Lage, als irgendwelche Aktienindexe und Aussagen von Wirtschaftsexperten, was sowieso manipuliert, gefälscht und gelogen ist. Hier ein Beispiel von Lorenz R. der erzählt:
"Bin seit 8 Wochen unterwegs und zu Zeit immer noch in Frankreich. Aufgefallen ist auf der Reise der wesentlich geringere LKW Verkehr. Viel weniger Techniktransporte, Baumaterial, Autos, LKW Fahrgestelle usw. Alles fehlt auf der Strasse. Die LKW Parkplätze sind gespenstisch leer. Die Tomatenbomber sind noch unterwegs, will heissen die Früchtetransporte von Spanien nach Zentraleuropa laufen noch. Beängstigend ist diese Leere verglichen mit den überfüllten Parkplätzen in den letzten Jahren. Auch sehr viel weniger PW Verkehr. Positiv bemerken kann ich, dass die verbliebenen LKW nun vernünftig fahren und nicht mehr 'auf Teufel komm raus' wie in der Vergangenheit.
Zu der Bautätigkeit in Portugal (Algarve) und in Spanien, da gibt es auch nicht viel Positives zu berichten. Unglaublich, was in den letzten 4 Jahren in der Algarve gebaut worden ist. Unheimlich, was immer noch leer steht und nicht verkauft ist. Unglaublich, was immer noch an Neuem gebaut wird und davor stehen die Verkaufscontainer und die Verkäufer ohne Kunden. Im portugiesischen Fernsehen sieht man den grossen Zulauf zu den Suppenküchen. Was wird da noch auf uns zu kommen?"
Diese Aussage aus eigener Beobachtung ist eine weitere Information die bestätigt, die Weltwirtschaft stürzt komplett ab und kommt zu einem Stillstand. Was uns die Politiker, Experten und Medienfutzis erzählen, es geht wieder aufwärts, guckt euch die Börsen an, ist Zweckoptimismus oder einfach nur gelogen.
Die Zeit in der wir nur uns selber und andere informieren und des Jammerns über die Zustände ist aber jetzt vorbei. Wir wissen warum, weshalb, wieso und durch wem alles passiert, wir wissen, was auf uns zukommt:
In den nächsten 10 Jahren werden wir unsere Gürtel sehr viel enger schnallen müssen. Wir werden eine lange Periode der Depression durchlaufen müssen. Warum? Weil wir viel zu lange über unsere Verhältnisse gelebt haben. Weil alles seinen Preis hat und weil die Politiker nicht das Problem lösen. Das ganze Gesellschaftssystem ist sterbenskrank. Der Krebs des pervertierten Finanzwesens hat den Körper der Welt befallen und wuchert ungehindert. Die Verantwortlichen die uns regieren wollen aber die Ursache nicht zur Kenntnis nehmen und den Tumor herausschneiden. Sie ignorieren das Problem und meinen, es löst sich von selber, oder man muss nur genügend Geld als Medizin verabreichen, kann mit noch mehr Schulden das Schuldenproblem lösen.
Es wird auch bei uns Volksaufstände geben, wenn das Geld durch Hyperinflation nichts mehr wert ist, wir 20% Arbeitslosigkeit haben, und die Ersparnisse, Lebensversicherungen, Pensionen und Renten wegschmelzen wie Schnee in der heissen Sonne. Zur Zeit erleben wir eine Deflation, die Preise fallen, aber irgendwann müssen die Billionen welche in das Geldsystem gepumpt werden und die Geldmenge gewaltig aufbläht Auswirkung zeigen. Um diese Geldflut aus dem System zu nehmen müssen die Zinsen stark erhöht werden. Mit der gleichzeitigen galoppierenden Inflation wird die Kaufkraft und unser Ersparnisse sich in Luft auflösen. Wer es nicht glaubt, der muss gar nicht so weit bis in die 20ger und 30 Jahre zurückgehen, sondern wir haben aktuelle Beispiele und nur studieren was in Argentinien und in Zimbabwe passiert ist.
Es geht also um die Frage, wie können wir die schwere Krise überleben, was können wir tun um unser Leben auf Nachhaltigkeit umzustellen und wie werden wir unabhängig von diesem unmenschlichen System, wie befreien wir uns aus der Versklavung und bestimmen unser eigenes Leben?
Die zwei Tage dienen dazu uns gute Vorträge anzuhören, neue Information zu bekommen und gleichgesinnte zu Treffen. Wir berichten über Aktionen in den Gemeinden, im Bundesland bzw. Kantonen und sogar Bundesweit. Wir erweitern ein Netzwerk für nachhaltige Aktionen, die uns unser Mensch- und Bürgersein wieder vor Augen bringen, die Schall und Rauch - Leser sind keine Manipuliermasse (M&M’s) sondern engagierte und zeitkritische Bewohner dieser Erde. Wir lassen uns von unehrlichen Volkszertretern nicht weiter bevormunden, sondern nehmen das Steuer in die eigene Hand. Wir zeigen uns gegenseitig, wie wir uns für eine lebenswerte Gesellschaft einsetzen können.
Deshalb freut sich meine Mannschaft und ich euch bald zu sehen, dass wir uns kennen lernen, Gedanken austauschen, Fragen anhören und beantworten können. Bei aller Ernsthaftigkeit der Lage wollen wir aber den gemütlichen Teil nicht vergessen. Bei Speis und Trank sowie guter Musik werden wir auch Spass haben. Wir freuen uns auf das Fest: Auf dass es aus unseren Kehlen schalle und aus unseren Köpfen rauche!! Geniessen wir ein paar Tage.
Euer Freeman
(PS: Ihr könnt neu auch auf der Wiese zelten)
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Freeman-Fortsetzung
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