Der Einsatz der niederländischen Armee in Afghanistan endet am Sonntag nach vier Jahren und die Truppen gehen nach Hause. 1950 Soldaten treten die Heimreise an und in der südlichen Provinz Oruzgan werden Einheiten aus Australien, Slowakei und Singapore sie ersetzen.
Der Krieg in Afghanistan hat den niederländischen Steuerzahler 1,4 Milliarden Euro gekostet und 24 niederländische Soldaten verloren ihr Leben seit 2006.
Oruzgan ist einer der ärmsten und abgelegensten Provinzen in Afghanistan. Es ist auch die Gegend mit der höchsten Opiumproduktion. Die niederländische Mission wurde als 3D Handlungsweise bekannt, (defence, development und diplomacy) oder Verteidigung, Entwicklung und Diplomatie.
Mit Hilfe von NGOs ist die Entwicklungsarbeit von 6 auf 50 Projekte gestiegen, wie die niederländische Botschaft in Kabul verkündete. 50'000 Kinder besuchen die Schule in Oruzgan, viermal mehr als 2002. Eine Million Obstbäume wurden an die Bauern in der Provinz verteilt, um eine alternative Einkommensquelle zu den Mohnfeldern anzubieten. Die Botschaft meldet weiter als Erfolg, sie haben auch dabei geholfen eine Strasse zwischen den zwei grössten Städte der Provinz, Chora und Tarin Kowt, zu bauen, um den Handel zu fördern.
Sie haben auch 3'000 afghanische Soldaten ausgebildet, die „jetzt unabhängig Einsätze durchführen können,“ wie der oberste Kommandeur der niederländischen Streitkräfte General Peter van Uhm sagte.
“Wir haben der Mehrheit der Bevölkerung relative sichere Lebensbedingung und Fortschritt in der Gesundheitsversorgung, Ausbildung und Handel gegeben,“ sagte van Uhm als Hinterlassenschaft in Oruzgan. „Wir haben spürbare Resultate erreicht, auf die die Niederlande stolz sein kann,“ verkündete er bei einer Presskonferenz am Donnerstag.
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat bereits den Einsatz der Niederländer als Musterbeispiel für andere bezeichnet.
Der afghanische Präsident Hamid Karzai bedankte sich bei den Niederländern “für die Arbeit welche die niederländischen Soldaten und Entwicklungshelfer geleistet haben und noch leisten, um das Land aufzubauen.”
Ein Sprecher der niederländischen Regierung sagte, alle ihre ISAF-Soldaten werden bis September zurückkehren, einschliesslich der vier F-16 Kampfflugzeuge bis Ende des Jahres.
Kommentar: Das ist eine gute Nachricht und zeigt, es geht also doch. Die anderen Länder sollen sich nicht nur ein Beispiel an der Vorgehensweise der Niederländer in den letzten vier Jahren in Afghanistan nehmen, sondern auch wie sie, ihre Truppen sofort abziehen und endlich den Angriffskrieg den sie seit 10 Jahren dort führen beenden. Jetzt macht eine Regierung mal was richtig, ist aufgewacht und geht.
Es ist ja schlimm genung, dass die Niederländer sich auch in den Krieg gegen Afghanistan haben reinziehen lassen, aber wenigstenst haben sie es kappiert, es ist falsch dort zu sein und gehen, trotz massivem Druck der sogenannten Partner. Die anderen NATO-Staaten sind völlig verblödet und nur Befehlsempfänger Washingtons, so wie Deutschland, verteidigen den verbrecherischen Krieg auch noch und verstärken ihre Präsenz.
Freitag, 30. Juli 2010
Die Niederländer verlassen Afghanistan am Wochenende
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Donnerstag, 29. Juli 2010
Ja der Bote ist wieder der Täter
Jetzt kommen die Kritiker und platzen vor Neid, weil Wikileaks eine Scoop gelandet hat. Die auf "unserer Seite" Wikileaks jetzt kritisieren können nicht logisch denken, fallen wieder typisch auf "der Bote ist der Täter" rein. Wieso kritisiert man Wikileaks für den Inhalt der militärischen Dokumente, oder unterstellt ihnen böses? Sie veröffentlichen sie ja nur und habe sie nicht geschrieben. Sie interpretieren sie auch nicht, sondern das machen die Medien.
Man kann die Behauptungen in den Berichten anzweifeln, ja, aber doch nicht Wikileaks. Vieles was da drin steht ist mit Vorsicht zu geniessen, denn die Berichte wurden von Soldaten abgefasst, damit sie sich nach Oben rechtfertigen können. Vieles wird nicht stimmen und erfunden sein, zum Beispiel das über Bin Laden. Klar müssen sie so tun wie wenn er noch lebt, sonst ist der Sinn des Krieges erledigt. Die Berichte sind auch kein Beweis für seine Existenz.
Wer aber behauptet, Wikileaks ist eine CIA-Operation, um sie damit in den Dreck zu ziehen, ist ganz klar ein nützlicher Helfer der Schattenmacht, oder ein armseliger Neider des Erfolgs.
Der Hauptpunkt den man Wikileaks-Gründer Julian Assange vorwirft und als "Beweis" für seine Falschheit bringt, ist die angebliche Aussage von ihm: "Ich bin dauernd generved, dass Leute durch falsche Verschwörungen wie 9/11 abgelenkt sind ...". Ich bin der Sache nachgegangen und habe herausgefunden, alle die das zitieren schreiben von einer Quelle ab oder voneinander ab. Diese Aussage steht im Ursprung in einem Artikel des Belfast Telegraph, aber ohne zu sagen wie sie zustande kam. Wie glaubwürdig ist das denn? Aber alle springen drauf, prüfen nichts und plappern nach.
Und wenn man die Redlichkeit von Wikileaks nicht anzweifelt, aber dafür die Quelle der 92'000 Seiten an Dokumenten, dann muss man sich mal den Aufwand vorstellen, um diese Menge zu produzieren. Und für was? Damit man sagen kann, Pakistan und der Iran helfen den Taliban? So eine Behauptung kann die Obama-Regierung auch einfacher machen. Dazu muss sie nicht einen gigantischen Berg an Seiten als Fake produzieren und über Wikileaks veröffentlichen.
Um den Krieg gegen den Irak zu begründen, hat Colin Powell nur ein Glasfläschchen mit einem Pulver und eine Powerpoint-Präsentation über mobile Giftgasfahrzeuge der UNO-Vollversammlung gezeigt. Der Rest an Kriegspropaganda lief über die Medien mit der Lüge über Massenvernichtungswaffen, nur mit unbewiesenen Behauptungen. Das war alles. Die Leute haben es geschluckt und der Krieg ging los.
Ausserdem wissen ja alle, die Nachbarländer helfen den Taliban. Ist doch logisch und nichts neues. Von wo haben sie sonst ihre Waffen her? Die fallen doch nicht vom Himmel. Das wäre doch nicht Grund genug den Iran anzugreifen, denn schliesslich umgekehrt war es ja auch so.
Die USA gaben den Mujahedin Waffen um die Sowjets zu bekämpfen, oder gaben Saddam Hussein Waffen um den Krieg gegen den Iran zu führen. Das ist doch normal in diesem Dreckgeschäft. Die CIA hat damals sogar die Ägypter dazu gebracht, eine ganze Fabrik zur Herstellung von AK-47 und Panzerfäuste für die afghanischen Widerstandskämpfer aufzuziehen.
Aktuell werden die pakistanischen Taliban mit Ausbildung, Geld und Waffen von Israel und Indien ausgestattet, um das einzige muslemische Land das Atomwaffen hat zu destabilieren. Und die Amerikaner unterstützen die Jundallah mit Waffen und Geld, um im Iran Terroranschläge zu verüben. Die CIA lässt sogar ganze Lastwagenladungen voller Waffen einfach abseits stehen, damit die afghanischen Taliban sich bedienen können. Alle Seiten liefern Waffen an die, welche sie gerade benutzen, um den Feind zu bekämpfen oder um überhaupt einen Feind zu haben.
Denkt doch mal nach, wenn die CIA Desinformation verbreiten will, um einen Krieg gegen den Iran zu begründen, dann machen sie das über ihre üblichen Kanäle, über die sogenannten "seriösen Medien" und mit Profijournalisten, die sie in der Tasche haben, und nicht über eine "obskure" Webseite, die bis jetzt nur Insider kannten. Die gehen über die Massenmedien damit es glaubhaft wirkt, um die Massen zu beeinflussen und nicht über das Internet, das immer noch als unseriös gilt.
Was die CIA mit ihren Handlangern beeinflusst, ist sicher die Auswertung und Berichterstattung über die Papiere durch die Medien, aber damit hat ja Wikileaks nichts zu tun. Deshalb sagte ich auch, was die New York Schleim und der Schmiergel darüber schreibt kann man vergessen. Höchstens der Guardian ist glaubhaft.
Ausserdem, guckt euch die Vergangenheit an. Das Apache-Video zum Beispiel, welches Wikileaks veröffentlichte, wo man die Abschlachtung der Zivilisten und Journalisten mit Maschinengewehrsalven aus Helikoptern in Bagdad sah. Das hat die CIA ihnen zugespielt und das soll zum Vorteil der USA sein? Lächerlich. Das war doch ein grosser PR-Gau für Amerika und zeigte der Öffentlichkeit wie verbrecherisch das US-Militär im Irak vorgeht.
Ich muss immer wieder den Kopf schütteln über sogenannte "Infokrieger", die nicht differenzieren können zwischen dem Boten und der Botschaft. Wikileaks identifiziert sich nicht mit dem Inhalt oder der Quelle der Afghanistan-Papiere, sondern sie haben sie zugespielt bekommen und zeigen sie nur. Das ist wie wenn man den Wetteransager der einen Sturm ankündigt unterstellt, er findet es gut wenn es stürmt. Echt Kindergarten was hier abläuft und sehr schädlich für unsere Sache.
Was wäre die Konsequenz der Madigmachung von Wikileaks? Das man nichts mehr glaubt was die Whistleblower ihnen aushändigen und sie veröffentlichen. Das kein Whisteblower ihnen mehr was schickt. Genau das wollen die, welche durch die Bekanntmachung der geheimen Papiere blossgestellt werden. Ziel erreicht.
Warum versucht die Obam-Regierung mit allen Mitteln weitere Veröffentlichungen zu verhindern und warum schiesst die Systempress wie der Schmiergel auf Wikileaks, wenn sie doch eine CIA-Operation sein soll? Das ist ein Widerspruch und zeigt, es ist eben nicht so. Statt zum Paranoika zu werden und alles und jeden zu verdächtigen, sollte man den gesunden Mittelweg gehen.
Wenn man nichts mehr glaubt, auch nicht den Whistleblower oder den Seiten die ihre Informationen veröffentlichen, hilft man ja auch der NWO. Genau das wollen sie ja. Das hat doch nichts mit gesunder Skepsis zu tun, speziell wenn man nicht den Funken eines Beweises hat, sondern mit einer negativen Einstellung gegenüber jedem und alles, die einen nur runterzieht.
Statt den Krieg und die Kriegstreiber zu kritisieren, gehen jetzt einige her und kritisieren den Boten der Kriegsnachrichten, streuen damit Zweifel und Unsicherheit, lenken vom wesentlichen ab. Ach wie freuen sich die Weltverbrecher über diesen Innenkampf und lachen sich schief. So funktioniert "divide et impera".
Regel Nummer 2 meines Zehnpunkteplan, "Denk dran, wir sind auf der selben Seite".
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Deutschland hat auch ein Killerkommando in Afghanistan
Die Veröffentlichung der US-Militärdokumente durch Wikileaks zeigt, dass die Amerikaner Sondereinheiten wie die Taskforce 373 (TF373) einsetzen, um Jagt auf die Talibanführung zu machen. Es handelt sich dabei um Killerkommandos die mit Listen von „Feinden“ ausgesandt werden, um sie zu ermorden. Deutschland hat auch so eine Mördertruppe, die genau das gleich macht: Sie heisst Taskforce 47 (TF47).
Die Truppe besteht aus 120 Männern, die zum Teil aus Mitgliedern des Kommandos Spezialkräfte (KSK) und aus Aufklärern der Bundeswehr zusammengesetzt ist. Sie arbeiten mit Geheimdiensten zusammen und ihr Auftrag ist es Jagt auf die Führung des Widerstandes zu machen, die auf einer Feindesliste der ISAF stehen. Dabei werden keine Gefangenen gemacht, sondern sie werden einfach liquidiert, oder den Amerikanern übergeben, die sie dann verschwinden lassen.
Über dieses im Geheimen, völlig autonom und ohne Aufsicht operierendes Killerkommando ist wenig bekannt. Das deutsche Parlament und die Kontrollgremien der Bundeswehr wissen wenig oder gar nichts darüber. Sie unterliegen auch nicht der normalen militärischen Befehlsstruktur.
Sie haben keine Namensschilder, tragen längere Bärte und unterscheiden sich deutlich von normalen Bundeswehrsoldaten und lassen es denen auch spüren. An die Bekleidungsregeln der Bundeswehr müssen sie sich scheinbar nicht halten.
Bekannt wurde die Existenz der Truppe erst richtig Anfang September 2009, weil sie hauptsächlich an der Koordinierung der Bombardierung der beiden Tanklastwagen beteiligt war, bei dem mindestens 140 afghanische Zivilisten ermordet wurden. Daraus ergaben sich Fragen seitens des Parlaments. Der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Thomas Kossendey (CDU) verweigerte aber den Abgeordneten die Auskunft und sagte, nur die Chefs und deren Stellvertreter im Verteidigungs- und im Auswärtigen Ausschuss dürfen darüber was wissen.
Hans-Christian Ströbele der Grünen nannte diese Geheimhaltung gegenüber den Parlamentariern verfassungswidrig und verwies auf zwei Urteile des Bundesverfassungsgerichts. Danach kann die Bundesregierung nicht einfach Auskünfte ohne solide Einzelfall-Begründung verweigern. Aber Guttenbergs geheime Greifertruppe kann weiterhin ohne Kontrolle machen was sie will.
Offensichtlich gibt es eine Verbindung zwischen der TF47 und der amerikanischen TF373 und sie bearbeiten die selbe ISAF-Fandungsliste, führen den selben Auftrag des „search and kill“ aus. Dabei werden zahllose unschuldige Zivilisten auch getötet, was dann als Kollateralschaden und „sie sind selber schuld“ abgetan wird, wie die Bombardierung der Tanklastwagen zeigt.
In Kunduz, wo die Truppe stationiert ist, haben sie einen eigenen geheimen Kommandostand, der bestens technisch ausgerüstet ist. Für ihre Aufklärungsarbeit setzt die TF47 die von Israel gelieferten Aufklärungsdrohnen „Heron“ ein. Sie sollen das Lager schützen, überwachen die Umgebung, suchen nach Widerstandskämpfern, werten Drohnenbilder aus, werben lokale Informanten an oder hören mit Dolmetschern den Funkverkehr möglicher Feinde ab.
Der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Christian Dienst, sagte, wenn man Verdächtigen nicht anders habhaft werden könne, sei im Rahmen der Verhältnismässigkeit "auch die gezielte Tötung im Einklang mit dem Völkerecht". Er ergänzt: "Und so handeln auch die Amerikaner." Was die deutsche TF47 betrifft räumte er ein, in einem Gefecht "kann es natürlich auch bei Aktionen, die das Ziel haben, einen Zugriff herbeizuführen, zu tödlichen Ereignissen kommen".
Wie schön doch Schreibtischtäter dieses Morden ohne Rechtsgrundlage umschreiben können.
Die Schattentruppe - Task Force 47 - Deutsche Spezialkräfte in Afghanistan:
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Mittwoch, 28. Juli 2010
Israelische Polizei zerstört Dorf der Beduinen
Am Dienstag wurde das Dorf al-Arakib in der Negev-Wüste von israelischen Polizisten gestürmt und die Häuser von rund 300 Beduinen dem Erdboden gleich gemacht. Rund 1'500 Polizisten rückten im Morgengrauen in die offiziell "nicht anerkannte" Siedlung ein und vertrieben die Menschen, bevor sie mit fünf Schaufelbaggern und Planierraupen die 30 bis 40 Häuser zerstörten. Auch hunderte Olivenbäume der Dorfbewohner sind einfach platt gemacht worden. Damit haben die Beduinen ihr Zuhause verloren und sind obdachlos.
Die Dorfbewohner und linke Aktivisten die ihnen halfen, versuchten sich gegen die massive Polizeipräsenz zu wehren. Dabei sind mehrere Menschen verletzt und einige verhaftet worden. Zeugen berichten, mit der Polizei kamen auch mehrere Busse mit rechtsradikalen Nationalisten, welche die Zerstörung beobachteten und dabei laut jubelten.
In der Negev-Wüste leben 155'000 Beduinen die israelische Staatsbürger sind. Mehr als die Hälfte in sogenannten "nicht anerkannten" Dörfern. Sie werden wie Dreck behandelt, weil sie Araber sind und dem Islam folgen. Seit 1948 hat Israel sich geweigert die Dörfer zur Kenntnis zu nehmen und deshalb wird ihnen alle lebensnotwendigen Dienste, wie Wasser, Strom, Strassen, Schulen und Abfallbeseitung verweigert. Systematisch werden ihre Siedlungen von der israelischen Regierung zerstört, um die Politik der Judaisierung durchzusetzen.
Ganz klar eine ethnische Säuberung, brutaler Rassismus und staatlicher Terror.
Genau wie mit den Indianern in Amerika, hat man die seit Jahrtausenden nomadisierenden Beduinen ihre ursprüngliche Lebensweise genommen und in ein Reservat-ähnliches Gebiet im Nordosten des Negev umgesiedelt, welches lediglich 10% der Fläche des Negev ausmacht. Mit der Ausrede des Umweltschutzes hat man ihnen das Grasen von Vieherden verboten und dadurch ihre Lebensgrundlage zerstört.
Damit hat man Platz für jüdische Siedler geschaffen, die aus dem Ausland in den letzten 20 Jahren eingewandert sind.
Ausserdem wird die Negev als Mülllager verwendet, für die Entsorgung des Abfalls aus den israelischen Grossstädten und auch für den gefährlichen Sondermüll. Aber der grösste Teil des Negev wird von den israelischen Streitkräften als Übungsgelände für die Luftwaffe und für Raketen- und anderen Waffentests benutzt.
Hier Aufnahmen der Aktion:
Durch die brutale Polizeiaktion haben 300 Beduinen, davon 200 Kinder, kein Dach über dem Kopf.
Die israelischen Behörden begründen die Zerstörung der Siedlung mit der Ausrede, die Beduinen wären nicht Eigentümer des Landes und hätten keine Baugenehmigung. Die Bewohner von al-Arakib sagen aber, sie haben Besitzurkunden aus dem Jahre 1929, als die Briten Palästina regierten, und noch weiter zurück, aus der Zeit des Osmanischen Reich, lange vor der Gründung des Staates Israel 1948, das durch die Vertreibung der Palästinenser erst entstanden ist.
Genau wie in anderen Teilen Palästinas, wird der Urbevölkerung des Negev, die seit Jahrtausenden dort lebt, durch das zionistische Regime einfach das Land geraubt und die Lebensmöglichkeit verweigert.
Wir haben hier wieder eine völlige Perversion und Doppemoral. Die israelische Regierung und auch die Weltgemeinschaft dulden und fördern die Errichtung von illegalen jüdischen Siedlungen für Neueinwanderer auf palästinensischen Gebiet, wie im Westjordanland. Aber die berechtigten Siedlungen der Palästinenser, oder in diesem Fall der Beduinen, die immer schon dort gelebt haben, werden ohne Skrupel plattgewalzt und keine westliche Regierung sagt was oder protestiert.
Und dann wundert man sich, wenn diese geschundenen und entrechteten Menschen sich wehren? Kenner der Situation sagen, die nächste Intifada wird eine der Beduinen sein.
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Britischer Premierminister – Gaza ist ein Gefangenenlager
Bei seinem Staatsbesuch der Türkei hat der britische Premierminister David Cameron die Situation in Gaza mit einem Gefangenenlager verglichen. Es war nicht das erste Mal, dass er die totale Blockade des Gaza-Streifen durch Israels so beschreibt. Die Aussage erfolgte während einer Ansprache vor führenden Geschäftsleuten in Ankara.
Bereits am 28. Juni hat Cameron im Parlament gesagt: “Jeder weiss, dass wir die Probleme mit dem Friedensprozess im Nahen Osten nicht lösen können, während Gaza effektiv ein Gefängnis ist."
Jetzt gab es einen „kleinen“ Unterschied in der Wortwahl. Im Juni benutzte er das Wort „Gefängnis“ und jetzt in Ankara „Gefangenenlager“, was noch deutlicher die Situation beschreibt.
Cameron sagte, Grossbritannien opponiert weiter die Blockade von Gaza.
„Die Tatsache ist, wir haben schon lange die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens verlangt, wir haben schon lange einen richtigen humanitären Zugang unterstützt. Obwohl es einigen Fortschritt gegeben hat, sind wir immer noch in der Situation, wo es sehr schwer ist rein zu kommen, es ist sehr schwer raus zu kommen. Deshalb denke ich, ist die Beschreibung (als Gefangenenlager) berechtigt.“
An der gemeinsamen Pressekonferenz kritisierte der türkische Ministerpräsident Erdogan die Vorgehensweise Israels gegen den Schiffkonvoi mit humanitärer Hilfe für Gaza, der am 31. Mai überfallen wurde, wobei 9 türkische Staatsangehörige ermordet wurden.
„Was wir in internationalen Gewässern gesehen haben, kann man nur als Piraterie bezeichnen. Es gibt keine andere Beschreibung dafür. Die Piraten sind in Somalia und wir greifen zu Massnahmen. Wenn eine ähnliche Situation hier passiert ... bleiben die politischen Führer stumm, die für ein faires Leben für jedermann da sind ... sie sollten nicht stumm bleiben.“
Bei seiner Ansprache kritisierte Cameron auch die Opposition von Frankreich und Deutschland gegen den EU-Beitritt der Türkei. In einer emotionalen Verteidigung der Türkei beschuldigte der Premierminister Paris und Berlin der Doppelmoral, weil sie von der Türkei verlangen, die europäischen Grenzen als NATO-Mitglied zu verteidigen, während sie die Tür zur EU zuhalten.
“Wenn ich daran denke, was die Türkei für die Verteidigung Europas als NATO-Alliierter getan hat … glaube ich ist es einfach falsch zu sagen, die Türkei kann das Lager bewachen, darf aber nicht ins Lager kommen.“
Cameron sagte auch, die Türkei sollte seine Verbindungen mit dem Iran dazu benutzen, um Teheran von der Aufgabe ihres nuklearen Waffenprogramms zu überzeugen.
Erdogan sagte, die Türkei wird die UNO-Sanktionen einhalten, welche das iranische Nuklear- und Raketenprogramm treffen sollen. Aber sie werden nicht die zusätzlichen Restriktionen der USA und EU gegen Banken und der Ölindustrie implementieren, denn sie wollen die Verbindungen mit Iran vertiefen.
Cameron befindet sich auf einer Staatsvisite der Türkei, die ihn dann nach Indien weiterführt.
Es ist erstaunlich, was die neue britische Koalitionsregierung bisher von sich gegeben hat:
- Am 20. Mai sagte Cameron bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags, es wird keine weitere Übertragung von Kompetenzen an die EU geben und ein Betritt zur Eurozone ist vom Tisch.
- Am 12. Juni sagte Cameron bei einem Truppenbesuch in Afghanistan, die Zwillingstürme wurden am 11. September 2001 gesprengt.
- Am 22. Juli sagte der Vizepremierminister Nick Clegg, der Irakkrieg sei illegal.
- Am 24. Juli sagte der Verteidigungsminister Liam Fox, im Irak wurde Uranmunition verwendet.
- Und jetzt die Aussage von Cameron, Gaza sei ein Gefangenenlager.
Was wir schon lange sagen, wird jetzt sozusagen offiziell bestätigt.
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Dienstag, 27. Juli 2010
Wenn Verräter sich treffen
Die derzeitige Schweizer Bundespräsidentin, Doris Leuthard, traf sich mit dem nichtgewählten Ratspräsidenten der EU, ich meine, mit dem von Bilderberg ins Amt gehievten Hampelmann, Herman Van Rompuy, und sie gaben danach eine Presserklärung ab.
Verwandter Artikel: Herman Van Wer? – ach so Van Bilderberg
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Deutscher Ingenieur wegen Spionage für Israel im Libanon verhaftet
Ein deutscher Ingenieur wurde am Dienstag in Talia im Libanon wegen Verdacht der Spionage für Israel vom militärischen Geheimdienst verhaftet. Diese neueste Aufdeckung ist Teil einer Aktion des Landes, die zahlreichen Kollaborateure die im Libanon für Israel tätig sind unschädlich zu machen.
Der mutmassliche Spion heisst Manfred Peter Mog 58 und war Angestellter der „Liban Lait“ Molkereifabrik in der Nähe von Baalbeck im Bekaa-Tal im Osten des Libanon und er war zuständig für die Wartung der Anlagen. Ihm wird vorgeworfen, mit hochtechnischen Funkgeräten wichtige Informationen an seine Auftraggeber übermittelt zu haben.
Libanesische Sicherheitsorgane stürmten die Büros der Firma, nach dem sie verdächtige Radiosignale aus dem Büro oder dem Haus von Mog aufgefangen hatten. Mehr wurde nicht über den Grund für seine Verhaftung erzählt, ausser darauf hingewiesen, die Enttarnung von vielen Spionen in den letzten Jahren erfolgte durch die Überwachung von Radiosignale zum Zweck der geheimen Informationsübermittlung.
Die deutsche Botschaft in Beirut hat auf Anfrage weder bestätigt noch dementiert, ob der deutsche Staatsbürger bei ihnen registriert ist und im Libanon arbeitet. Botschaftsangehörige anderer Länder bestätigen aber die Aktion.
Ein Sicherheitsbeamte der anonym bleiben will sagte, das wäre das erste Mal, dass ein Ausländer der in Libanon wohnt, der Spionage für Israel angeklagt wird.
"Es wird als sehr ungewöhnlich und sehr heikel betrachtet. Offensichtlich ist es besorgniserregend, wenn man die Beziehung mit Deutschland ansieht," sagte der Offizielle.
Deutschland ist der Hauptbeitragszahler für die Finanzierung der UNO-Truppen im Libanon und ein Unterstützer der Modernisierungs- und Reformanstrengungen der libanesischen Regierung. Es wird befürchtet, die Verhaftung könnte die Beziehungen der beiden Länder belasten.
"Wir müssen sehr vorsichtig sein wie wir vorgehen," sagte der Offizielle. "Es muss eine ernsthafte und gründliche Untersuchung stattfinden, eine die keine Fehler macht oder an die Medien was durchsickern lässt (in Bezug auf die deutsche Verbindung)."
Ein weiterer Spion konnte aus dem Libanon noch rechtzeitig nach Frankfurt flüchten. Der Verdächtige heisst Rasan al-Jud, ein ehemaliger Offizier der libanesischen Arme. Er wird beschuldigt, zusammen mit Angestellten des Mobiltelefonanbieters Alfa, Israel geholfen zu haben.
Das deutsche Aussenministerium sagt, sie haben keine Kenntnis von diesem Vorfall und von einer Einreise von al-Jud nach Deutschland.
Eine ganze Reihe von Angestellten der Alfa, einschliesslich zwei Kadermitglieder der Firma, sind in letzter Zeit wegen ihrer geheimdienstlichen Tätigkeit für Israel verhaftet worden. Alfa hat die Lizenz das Mobilfunknetz im Libanon zu betreiben. Vermutet wird, mit Hilfe der Insider konnte Israel Gespräche abhören, den Standort von Personen bestimmen und sich ins Netz hacken.
Die Namen der verhafteten Alfa-Manager lauten, Tareq Raba'a und Charbel Qazzi. Die libanesischen Behörden sagen, die Aufdeckung der beiden Agenten bedeutet ein grosser Schlag gegen die Spionagetätigkeit Israels im Lande. Mit ihrer Hilfe konnte Israel Ziele während des Kriegs gegen Libanon 2006 identifizieren.
Die Sicherheitsbehörden beschreiben Raba'a als einen Kommunikationsingenieur, der seit 1996 für Alfa arbeitet. Er wird verdächtigt, seit 2001 für den israelischen Geheimdienst tätig zu sein. Zweimal im Monat reiste er ins Ausland und kam jeweils mit 10'000 Dollar in Bar als Entlohnung für seinen Verrat zurück.
Die Verhaftungswelle begann im April 2009 und es wurden bisher über 70 Personen in Arrest genommen. Die Aktion startete, als ein libanesischer Armeegeneral und zwei Oberst als Spione aufgeflogen sind. Ein dritter Offizier konnte nach Israel flüchten.
Die Offiziere und vier andere Verdächtige werden beschuldigt, im Auftrag Israels an der Ermordung des Hisbollah-Kommandeurs Ghalib Awali im Jahre 2004 beteiligt gewesen zu sein.
In der Vergangenheit hat sich Israel wiederholt in die libanesischen Fernseh-, Radio- und Handy-Netze einklinken können und Propagandabotschaften darüber verbreitet.
So sahen die Zuschauer im Jahre 2006 mitten in der allabendlichen TV-Nachrichtensendung plötzlich eine Video-Botschaft der israelischen Regierung, in der die Zuschauer im Libanon aufgefordert wurden, nicht der Hisbollah zu glauben. Ausserdem erhielten tausende Handy-Besitzer SMS-Nachrichten und Nachrichten auf ihrer Combox, in dem ihnen eine Belohnung versprochen wurde, wenn sie Israel Informationen zuspielen.
Israel hat sich auch in Radiostationen gehackt und statt dem normalen Programm wurde die Sendung durch eine Propagandaansage unterbrochen. Solche Einbrüche in die Kommunikationssysteme können nur stattfinden, wenn Techniker als Insider den Zugang ermöglichen.
Die libanesische Regierung will eine Beschwerde über Israel wegen Spionage beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einreichen, wie der Informationsminister Tareq Mitri sagte.
Laut libanesischen Strafgesetz können verurteilte Spione zu einer lebenslangen Haft oder mit der Todesstrafe verurteilt werden, wenn durch ihren Verrat Menschen getötet wurden.
Ein Gericht hat vergangene Woche einen 58-jährigen Libanesen zum Tode verurteilt, weil er für Israel spioniert hat. Das Militärgericht fand Hassan Ahmed al-Hussein für schuldig, Israel wichtige Informationen über den Aufenthaltsort der Hisbollah-Führung weitergegeben zu haben.
Hussein wurde verurteilt, weil er den israelischen Geheimdienst kontaktierte, nach Israel ohne Erlaubnis reiste und Waffen illegal besass. Das Urteil wird vom obersten Gericht des Libanon überprüft. Das Todesurteil ist das dritte welches ein Militärgericht wegen Spionage für Israel gefällt hat.
Wegen der grossen Anzahl an Spionen die im Libanon verhaftet wurden, hat der Anführer der Hisbollah, Hassan Nasrallah, bereits im vergangene Jahr die Todesstrafe für alle verurteilten Mitglieder des Spionagerings verlangt.
„Ich rufe zur Todesstrafe für alle Agenten auf, angefangen mit den schiitischen Agenten,“ sagte er bei einer TV-Ansprache. Er warnte, die Spione geben nicht nur Informationen weiter, sondern „führen Operationen aus.“ Nasrallah sagte weiter, „20 Kilo TNT wurden im Haus eines Agenten gefunden. Damit stellen sich viele Fragen.“
Verwandter Artikel: Israelische Cyber-Krieger wieder am Werk
Hintergrund Info:
Liban Lait, dessen deutscher Mitarbeiter als mutmasslicher Spion verhaftet wurde, ist der grösste Milchverarbeiter im Libanon und wurde 1997 gegründet. Während des israelischen Krieg gegen Libanon 2006, wurde die Fabrik von israelischen Flugzeugen bombardiert und schwer beschädigt. Liban Lait hat den Vertrag, den Friedenstruppen der "United Nations Interim Force in Lebanon" (UNIFIL) mit Milch zu versorgen. Vorher hatte eine israelische Firma den Liefervertrag.
Interessant ist auch, die libanesische Mobilfunkfirma Alfa, wo viele Angestellte wegen Spionage für Israel verhaftet wurden, gehört zu Orascom, eine ägyptische Geschäftsgruppe, die 1972 von Onsi Sawiris gegründet wurde. Geschäftsfelder sind die Telekommunikationsbranche, das Bauwesen und das Hotelgewerbe. Das Vermögen der Familie Sawiris wird auf 20 Milliarden Dollar geschätzt.
Der Sohn von Onsi, Samih Sawiris, hat mit einem Tourismusprojekt in Andermatt in der Schweiz begonnen. Auf dem ehemaligen Militärgelände der Schweizer Armee mit einer Fläche von 1,46 Quadratkilometern beabsichtigt Sawiris für eine Milliarde Franken mit seiner Hotelgruppe Orascom einen grossen Urlaubsresort zu bauen. Das Gelände in Andermatt war ein Teil der erfolgreichen Schweizer Verteidigungsstrategie im Zweiten Weltkrieg, genannt Schweizer Reduit.
Für mich ist klar, Samih baut da ein Refugium für die Bonzen wenn es kracht.
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